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Susanna

Einleitung

Diese kleine Schrift gehört in den Kreis der Daniel- Erzählungen und liegt in zwei griechischen Versionen vor. In LXX und in der Übersetzung Theodotions. LXX bietet die Schrift als eigenes Werk, während es Theodotion an den Anfang des Buches Daniel stellt. In der Version der LXX sind die ersten sechs Verse so gestört, dass sich eine Übersetzung erübrigt. Die Vulgata bietet sie als Abschluss des Buches Daniel. Die Bibelübersetzungen folgen im Allgemeinen der Version Theodotions. Diese letztere ist von der LXX-abhängig.

Ob es sich bei den beiden Versionen um eine Übersetzung (aus dem Hebräischen oder Aramäischen) handelt oder nicht, hat sich bisher nicht klären lassen. Der Stoff ist wahrscheinlich eine volkstümlich- profane Erzählung, in welcher der Name Daniel schon vorgekommen sein dürfte. Denn „Daniel” (la ynd) bedeutet „Mein Richter ist Gott”. Der gleiche Name ist auch in den Ugarit-Texten zu finden : dan ilu. Im Susanna-Büchlein ist ja Daniel derjenige, der das Recht, hier das Recht Gottes durchsetzt.

Die Ältesten, die in der Erzählung das Unrecht begehen, weisen in eine Zeit, in die führenden Männer der jüdischen Gemeinde das Recht gebeugt haben. Dergleichen gab es freilich zu allen Zeiten bei allen Völkern. In unserm Fall könnte man daran denken, dass das Büchlein unter der Herrschaft der Hasmonäer (129 bis 63 v. Chr.) oder etwas früher verfasst worden sein könnte.

Ernst Haag[01] sieht in der Erzählung eine Allegorie, die am besten in die Zeit bald nach der Wiederherstellung des Tempelkultes (165 v. Chr.) passen würde. Dann würde Susanna das reine Israel repräsentieren. H.Engel[02] findet nämlich einen Zusammenhang mit der Bezeichnung „Lilie” , hebräisch „schoschanna” (hnviv) für Israel Hos 14,6. In der Auseinandersetzung mit dem durch die Seleukidenherrschaft eingedrungenen Hellenismus und seiner heidnischen Kultur bewahren sich die „Reinen” in Israel gegenüber jenen Juden, die dem heidnischen und unsittlichen Hellenismus verfallen sind. Dann liegt der Schluss nahe, dass sie Gestaltung der Erzählung auf das sich damals formierende Pharisäertum zurückgeht. Der allegorische Charakter der Erzählung ist besonders in der LXX-Fassung deutlich.

Übersetzung

Ausgangstext der Übersetzung ist Rahlfs-Hanhart, Septuaginta, editio altera, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 2006

Die LXX – Version

(7) Sie sahen eine Frau von reizendem Aussehen – (8) die Frau eines ihrer Brüder von den Söhnen Israels mit Namen Susanna, eine Tochter von Chelkias, der Frau Joakims – ,die am Nachmittag im Park ihres Bruders umherging, und da sie Begehren nach ihr hatten, (9) verdrehten sie ihren Verstand und wandten ihre Augen ab, sodass sie nicht zum Himmel sahen noch der Vorschriften für die Gerechten gedachten. (10) Und beide waren so von ihr betroffen, (11) und einer verbarg vor dem andern nicht das Böse, das sie hinsichtlich der Frau vorhatten, und die Frau merkte nichts von diesem Vorhaben (12) Und als es Morgen wurde, kamen sie, wichen vor einander aus und eilten, wer als Erster vor ihr erscheinen und mit ihr reden würde. (13) Und sieh, wie gewohnt ging sie umher, (14) und einer der Ältesten war gekommen, und sieh, der andere tauchte auf, und einer redete zum andern: „ Warum bist du so früh gekommen, ohne mich abzuholen?” Und sie gestanden einander jeder seinen Kummer….(19) Und einer sagte zumandern: „ Wir wollen zu ihr gehen;” und sie einigten sich und gingen zu ihr und bedrängten sie. … (22) Und die Judäerin sprach zu ihnen: „ ich weiß, dass ich des Todes bin, wennich es tun werde, und wennich es nicht tue, werde ich euren Händen nicht entfliehen können; (23) Besser ist es für mich aber, nicht als Täterin in eure Hände zu fallen als vor Gott zu sündigen.”…

(28) Die gesetzlosen Männer aber wandten sich erschrocken ab und lauerten, um sie zu töten; und siekamenin die Synagoge der Stadt, wo sie wohnten, und dort berieten alle dortigen Söhne Israels; (29) und die beiden Ältesten und Richter standen auf und sprachen: „Schickt zu Susanna, der Tochter von Chelkias, welche die Frau Joakims ist!” Sie aber riefen sie sogleich. (30) Als aber die Frau mit ihrem Vater und ihrer Mutter erschien, kamen auch ihre Diener und ihre Dienerinnen, fünfzig an der Zahl und die vier Kinder Susannas. (31) Die Frau war aber sehr zart; (32) und die Gesetzlosen befahlen, dass sie sich entblöße, damit die Begierde nach ihrer Schönheit erfüllt werde; (33) und alle die Ihrigen weinten und alle, die sie kannten. (34) Aber die Ältesten und Richter standen auf und legten ihre Hände auf ihr Haupt; (35) Aber ihr Herz vertraute auf den Herrn, ihren Gott, weinte und sprach bei sich selbst: (35a) „ Herr, ewiger Gott, .der alles von seinem Anfang an weißt, dass ich nicht getan habe, was mir diese Gesetzlosen unterstellen.” Und der Herr erhörte ihr Gebet. (36) Die beiden Ältesten aber sagten: „ wir sind im Park ihres Mannes umhergegangen, (37) und als wir ein Stadion gegangen waren, sahen wir sie mit einem Mann schlafen, und als wir stehen blieben, sahen wir sie miteinander reden, (38) und sie merkten nicht, dass wir dastanden. Dann sagten wir zu einander: Wir wollen feststellen, wer die sind. (39) Und als wir hinzukamen, erkannten wir sie, aber der junge Mann floh vermummt. (40) Sie aber hielten wir fest und befragten sie: Wer ist der Mann? (41) Sie aber berichtete uns nicht, wer er ist. Dies bezeugen wir.” Und die ganze Synagoge glaubte ihnen, da sie Älteste und Richter des Volkes waren….

(44) Und als jene abgeführt wurde, um umgebracht zu werden, siehe, ein Engel des Herrn,(45) und der Engel gab, wie (ihm) aufgetragen war, dem noch jungen Daniel einen Geist der Einsicht. … (48) Daniel aber teilte das Volk uns stellte sich in ihre Mitte und sprach: „So töricht, Söhne Israels? Ohne geprüft zu haben und ohne die reine Wahrheit zu erkennen tötet[03] ihr eine Tochter Israels? (51)Und jetzt trennt sie mir weit von einander, damit ich sie prüfe.”(52) Als sie aber getrennt worden waren, sagte Daniel zu der Versammlung: „jetzt seht nicht darauf, dass sie Älteste sind, welche sagen: Wir lügen keineswegs; sondern ich werde sie prüfen, weil sie mir zugewiesen sind.” Und er rief den einen von ihnen, und man führte den Ältesten zu dem jungen Mann, und Daniel sprach zu ihm: „Höre, höre, du bist an bösen Tagen alt geworden; jetzt sind deine Sünden gekommen, die du früher begangen hast, (53) wobei dir geglaubt wurde, dass du hörst und urteilst und du Todesurteile gefällt und den Unschuldigen verurteilt und den Schuldigen freigesprochen hast, während doch der Herr gesagt hat: Einen Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht töten.(54)Jetzt also: Unter welchem Baum und an welchem Bach am Ort des Parks hast du sie miteinander gesehen?” Und der Gottlose sagte: „Unter dem Mastixbaum.” (55)Der junge Mann aber sprach: „ Recht gelogen gegen die eigene Seele; der Engel des Herrn wird heute deine Seele abtrennen.” (56) Und nachdem er den entfernt hatte, sagte er, dass ihm der andere vorgeführt werde; und zu ihm sagte er aber: „Weshalb wird dein Samen verderben, wie der von Sidon, und nicht wie von Juda? Die Schönheit hat dich überfallen, die widerliche Begierde; (57) und so habt ihr an Israels Töchtern gehandelt, und jene haben sich gefürchtet, mit euch Umgang zu haben, aber nicht eine Tochter von Juda hat erwartet, eure Krankheit durch Gesetzlosigkeit zu ertragen; (58) Jetzt aber sage mir: Unter welchem Baum und an welcher Stelle des Gartens hast du sie miteinander Umgang pflegend ertappt?” Er aber sagte: „ Unter einer Eiche.” (59) Und Daniel sprach: „ Jetzt hat sich der Engel, der das Schwert hat, hingestellt, bis euch das Volk vernichten wird, damit es dich entfernt sieht.” (60) Und die ganze Versammlung schrie dem jungen Mann zu: „Da sie mit dem eigenen Munde bekannt haben, steht fest, dass beide falsche Zeugen sind; und wie das Gesetz erklärt, man hat es für sie gemacht, dass sie schändlich gegen die Schwester gehandelt haben. (61)Und man fesselte sie, führte sie hinaus und warf sie in einen Graben; darauf warf der Engel des Herrn Feuer zwischen sie. (61) Und das unschuldige Blut wurde an jenem Tage gerettet.

(63)Deshalb wollen auch wir uns als geliebte Jünglinge Jakobs in ihrer Unschuld bewahren für die Söhne als mächtige Jünglinge; die jungen Männer werden nämlich fromm leben, und unter ihnen wird es den Geist der Erkenntnis und der Einsicht geben in Ewigkeit der Ewigkeit.

Die Version Theodotions

(1) Und es gab einen Mann, der in Babylon wohnte, und sein Name war Joakim.(2) Und er nahm eine Frau, deren Name war Susanna, eine Tochter Chelkias, sehr schön und fürchtete den Herrn; (3) und ihre Eltern waren gerecht, und sie lehrten ihre Tochter nach dem Gesetz des Moyses. (4) Und Joakim war seh reich, und er hatte einen Park bei seinem Hause; und die Judäer kamen zu ihm, weil er geehrter war als alle.(5)Und es wurden zwei Älteste aus dem Volk in jenem Jahr zu Richtern ernennt, von denen der Herr sagte: „Die Gesetzlosigkeit ist von Babylon ausgegangen, von Ältesten, den Richtern, die das Volk zu führen meinen.” (6) Diese hielten sich oft im Hause Joakims auf, und zu ihnen kamen alle, die einen Rechtsfall hatten. (7) und es geschah zur Mittagszeit, da ging das Volk weg, und Susanna kam hinein und ging im Park ihres Mannes umher. (8) Und die beiden Ältesten sahen sie hineingehen und umhergehen, und sie wurden nach ihr begierig.(9) Und sie verwirrten ihren Verstand, sodass sie ihre Augen nicht wandten, um zum Himmel zu blicken, auch nicht der Weisungen der Gerechten gedachten. (10) Und sie waren beide ihretwegen bewegt, teilten auch einander ihren Schmerz nicht mit,(11) denn sie unterließ es, ihre Begierde auszusprechen, dass siemit ihr schlafen wollten. (12) Und sie passten täglich genau auf ihre Stunde auf. (13) Und einer sprach zum andern: „ Wir wollen nach Hause gehen, denn es ist Zeit für das Mittagessen;” und sie gingen weg und schieden von einander; (14) Dann kehrten sie um, trafen aufeinander, befragten einander nach dem Grund und bekannten ihre Begierde; und dann bestimmten sie gemeinsam die Zeit, zu der sie allein antreffen könnten. (15) Und es geschah, als sie am geeigneten Tag aufpassten, kam sie wie gestern und vorgestern nur mit zwei Mädchen und begehrte, im Park zu baden[04], denn war warm. 16) Und es war niemand da außer den beiden Ältesten, die versteckt waren und sie beobachteten. (17) Und sie sagte zu den Mädchen: „Bringt mir doch Öl und Salbe, und schließt die Türen des Parks, damit ich baden kann!”(18) Und sie taten, wie sie gesagt hatte und verschlossen die Türen des Parks, gingen dann weg zu den Seitentüren und brachten das, was ihnen aufgetragen war und bemerkten die Ältesten nicht, denn sie waren versteckt. (19) Und es geschah, als die Mädchen weggegangen waren, da standen die beiden Ältesten auf und liefen zu ihr (20) und sagten: „Sieh, die Türen des Parks sind verschlossen, und niemand sieht uns[05], und wir sind in Begierde nach dir; stimm uns deshalb zu und sei bei uns! Wenn aber nicht, werden wir gegen dich bezeugen, dass ein junger Mann bei dir gewesen ist[06] und du deswegen die Mädchen von dir weggeschickt hast.” (22) Und Susanna seufzte tief und sprach: „Von allen Seiten bin ich bedrängt; wenn ich das nämlich tun werde, bin ich des Todes, und wenn ich es nicht tue, kann ich euren Händen nicht entfliehen; (23)Es ist mir bestimmt, es nicht zu tun und in eure Hände zu fallen anstatt gegen den Herrn zu sündigen. (24) Und Susanne rief mit lauter Stimme, aber auch die beiden Ältesten bei ihr riefen. (25) Und der eine lief und öffnete die Türen des Parks. (26) Als man aber das Schreien im Park hörte, eilte man durch die Seitentüren herbei, um zu sehen, was mit ihr vorgefallen war. (27) Als aber die Ältesten ihr Reden hielten, wurden die Diener tief beschämt, denn niemals waren solche Worte über Susanna ausgesprochen worden.

(28) Und es geschah am Morgen, als das Volk bei ihrem Mann Joakim zusammenkam, da kamen die beiden Ältesten voll gesetzloser Gedanken gegen Susanna, um sie umzubringen (29) und sprachen: „Schickt zu Susanna, welche Joakims Frau ist!” Sie aber riefen sie sogleich. (30) Da aber erschien die Frau mit ihrem Vater und der Mutter, und die Diener und ihre Dienerinnen waren fünfzig an der Zahl erschienen und Susannas vier Kinder; (31) die Frau war aber sehr zart. (32) Und die Gesetzlosen ordneten an, sie zu entblößen, um das Begehren nach ihrer Schönheit zu befriedigen; (33) und alle die Ihrigen weinten und alle, die sie kannten.(34) Die Ältesten und Richter standen aber auf und legten ihre Hände auf ihr Haupt.(35) Sie aber weinte und blickte zum Himmel, weil sie dem Herrn vertraute.(36) Die Ältesten aber sagten: „Als wir allein im Park umhergingen, kam sie mit zwei Mägden, verschloss die Türen des Parks und schickte die Mägde weg; (37) Und einjunger Mann kam zu ihr, der verhüllt war, und setzte sich zu ihr. (38) Wir aber, die wir in einer Ecke des Parks waren, sahen die Gesetzwidrigkeit und liefen zu ihnen; (39) Und als wir sahen, dass sie Geschlechtsverkehr hatten, konnten wir seiner nicht habhaft werden, weil er stärker war als wir und er entwich, weil die Türen geöffnet waren, (40) Da wir sie aber ergriffen hatten, fragten wir, wer der junge Mann sei, (41) und sie wollte es uns nicht sagen. Dies bezeugen wir,” Und die Versammlung glaubte ihnen, da sie Älteste des Volkes und Richter waren und verurteilte sie zum Tode. (42) Susanna aber rief mitlauter Stimme und sprach: „O ewiger Gott, der das Verborgene erkennt und alles von seinem Anfang an weiß, (43) du kannst bestätigen, dass sie lügnerisches Zeugnis gegen mich abgelegt haben; und sieh, ich sterbe, ohne das getan zu haben, was sie Übles mir unterstellen.”

(44) Und der Herr erhörte ihre Stimme.(45) Und als sie abgeführt wurde, um umgebracht zu werden, erweckte Gott den heiligen Geist eines jungen Mannes mit Namen Daniel, (46) und er rief mit lauter Stimme: „ Ich bin rein von diesem Blut.” (47) Und das ganze Volk wandte sich zu ihm und sprach: „ Was ist das für ein Wort, das du geredet hast?” (48) Er aber stand in ihrer Mitte und sagte: „ So töricht, Söhne Israels? Obwohl ihr nicht prüft und nicht klar erkennt, verurteilt ihr eine Tochter Israels? (49) Kehrt zum Richtstuhl zurück! Die haben nämlich ein lügnerisches Zeugnis gegen sie abgelegt.(50) Und das ganze Volk kehrte eilig um, und die Ältesten sprachen zu ihm: „ Los, setz dich in unsere Mitte, und berichte uns! Denn Gott hat dir das Ältestenamt gegeben. (51) Und Daniel sprach zu ihnen: „Trennt euch weit von einander, und ich werde sie prüfen! (52) Als sie sich aber getrennt hatten, rief er den einen von ihnen und sagte zu ihm: „Mit bösen Tagen bist du alt geworden, jetzt sind deine Sünden gekommen, die du früher begangen hast, (53) als du ungerechte Urteile fälltest[07] und die Unschuldigen verurteiltest, die Schuldigen aber freisprachst, obwohl der Herr sagt[08]: Unschuldige und Gerechte sollst du nicht töten! (54) Jetzt also, wenn du es tatsächlich weißt: unter welchem Baumhast du sie miteinander Umgang pflegen gesehen?” Er aber sagte: „Unter dem Mastixbaum.” (55) Daniel aber sprach: „Du hast richtig gegen dein eigenes Haupt gelogen; ein Engel Gottes empfängt nämlich schon einen Urteilsspruch von Gott und spaltet[09] dich mittendurch. (56) Und nachdem er weggebracht worden war er, den andern herzubringen, und er sprach zu ihm: „ Same Chanaans[10] und nicht Judas. Die Schönheit hat dich verführt, und die Begierde hat dein Herz verwirrt; (57) So habt ihr an einer Tochter Israels gehandelt, und jene fürchtete sich, mit euch Umgang zu haben, anstatt als Tochter Judas eure Gesetzwidrigkeit zu ertragen; (58) Jetzt also sage mir: Unter welchem Baumhast du sie miteinander Umgang pflegend ertappt?” Er aber sagte: „Unter der Eiche.” (59) Daniel aber sagte zu ihm: „Du hast richtig gegen dein eigenes Haupt gelogen; es steht nämlich der Engel Gottes mit dem Schwert, dich mittendurch zu schlagen[11], so dass er euch vernichtet.” (60) Und die ganze Versammlung rief mit mächtiger Stimme, und sie priesen Gott, der die rettet, die auf ihn hoffen. (61) Und sie erhoben sich gegen die beiden Ältesten, denn Daniel hatte sie aus ihrem Munde als falsche Zeugen überführt, und man tat mit ihnen, wie sie es böse mit dem Nächsten vorgehabt hatten, (62) indem sie nach dem Gesetz des Moyses[12] verfuhren und sie töteten; und an jenem Tage wurde das unschuldige Blut gerettet. (63) Chelkias aber und seine Frau lobten Gott wegen ihrer Tochter Susanna mit ihrem Mann Joakim und allen Verwandten, weil an ihr nichts Schändliches gefunden worden war. (64) Und Daniel wurde groß vordem Volk seit jenem Tag und hinfort.

Übersetzung, Einleitung und Anmerkungen: Hans Jochen Genthe 2011

[01] V: Das hellenistische Zeitalter, in Biblische Enzyklopädie Band 9Seite 212 bis 215
[02] V: H.Engel, Die Susanna-Erzählung, Fribourg-Göttingen 1985
[03] T: Die Handschriften lesen: „antwortet ihr“ (απεκρινατε, spr. apekrínate) Da das aber keinen Sinn ergibt, wird konjiziert: „tötet ihr“ (απεκτεινατε, spr .apektéinate) oder „verurteilt ihr“ (κατεκρινατε spr. katekrínate)
[04] V: II.Sam 11,2
[05] V: Sir 23,26
[06] V: Vers 37
[07] V: Spr 17,15
[08] V: Ex 23,7
[09] E: Ein Wortspiel: Mastix heißt σχινον (spr. schínon) und spalten σχιζειν( spr. schízein)
[10] V: Hes 16,3
[11] E: Ein Wortspiel: Eiche heißt πρινον (spr. prínon) und schlagen πριζειν (spr. prízein)
[12] V: Dt 19,18 – 19