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Jesus Sirach

 

Einleitung

[01]

Dieses im hebräischen Kanon nicht enthaltene Buch wird unter verschiedenen Titeln geführt, wobei „Jesus Sirach”. Eigentlich „Jesus Sohn Sirachs” der geläufigere ist, heißt aber in Vulgata-Handschriften auch Ecclesiasticus, was freilich leicht zur Verwechslung mit dem gleichnamigen kanonischen Buch („Prediger Salomo”, „Kohelet”) führen kann. Wie dieses Buch gehört auch Jesus Sirach zur Weisheitsliteratur, enthält aber eine Absage an die Skepsis des Predigers Salomo, lenkt also – wenigstens teilweise- zur älteren Weisheitsliteratur zurück.

Der Verfasser erklärt im Prolog, dass das Werk auf seinen Großvater Jeschua ben Eleazar ben Sira zurückgeht, der es in hebräischer Sprache verfasst, er, der Enkel, es ins Griechische übersetzt habe (Vers 9). Er gibt an (Vers 8), dass er im achtunddreißigsten Jahr der Herrschaft des Ptolemäus Euergetes, also 132 v.Chr. nach Ägypten gekommen sei und dort das Buch übersetzt habe. Wenn man bedenkt, dass sein Großvater der Verfasser der hebräischen Ausgabe gewesen ist, dann müsste diese Abfassung 50 bis 6o Jahre vorher erfolgt sein, und zwar – wie sich aus verschiedenen Stellen des Textes ergibt – in Jerusalem, wo der Großvater ein Lehrhaus betrieb, in das er einlädt (50,31 – 36). Hoherpriester in Jerusalem war zur Zeit des Großvaters Simon II. Sohn Onias II. Die Streitigkeiten um das Amt des Hohenpriesters zwischen Onias III. und seinem Bruder Jason, standen also noch bevor. Es war aber die Zeit, in der sich angesichts der Niederlagen der Seleukiden die führenden Kreise in Jerusalem den Ptolemäern zuwandten, auch die Zeit hellenistischer Einflüsse auf das Judentum, die freilich so maßvoll waren, dass hellenistisches Gedankengut in der jüdischen Literatur Aufnahme fand, wie gerade im Buche von Jesus Sirach. Doch man merkt der Schrift auch an, dass sie dem Ethos des Hellenismus etwas Eigenes, Jüdisches entgegen setzen will. Zu dem großen Konflikt, der schließlich zu den Makkabäerkriegen führte[02] . Jedenfalls sind bei Jesus Sirach hellenistische Einflüsse erkennbar, die aber mit der jüdischen Tradition vereinbar sind.

Entscheidende Voraussetzung der Weisheit ist bei Jesus Sirach (1,11 –29) die Gottesfurcht, und die äußert sich in der Befolgung des Gesetzes. Überhaupt wird hier wie in der sonstigen Weisheitsliteratur die Weisheit mit dem Gesetz gleich gesetzt Kapitel 1, 24; 51), und indem der Lehrer Weisheit lehrt, will er zum Gehorsam gegenüber dem Gesetz auffordern. Weisheit ist aber nicht nur eine Anleitung zum rechten Handeln, sondern die Weisheit, also das Gesetz Gottes, ist auch das Gesetz der Schöpfungsordnung und der Geschichte (17, 1-12).

Es gibt zwei griechische Fassungen des Buches, eine kürzere und eine längere. Die folgende Übersetzung folgt der längeren in der LXX-Ausgabe von Rahlfs-Hanhart. 1896 wurde in der Geniza („Schatzkammer, einer Kammer zur Ablage schadhaft gewordener Handschriften) der Synagoge von Alt-Kairo ein hebräischer Text des Buches gefunden, der etwa zwei Drittel des griechischen Werkes umfasst. Einige Bruchstücke der hebräischen Fassung wurden in Qumran gefunden (2Q 18: Sir 6,14 – 15?; die Zeilenenden von Sir 6,20 – 31; 11Qpsa), etwas auch in Masada. Diese hebräischen Fassungen entsprechen der kürzeren griechischen Übersetzung des Buches. Die außerdem vorhandene syrische Übersetzung ist aus dem hebräischen Text geflossen..

Offensichtlich ist schon der hebräische Jesus Sirach stufenweise entstanden und deshalb nicht aus einem Guss. Den Anfang werden einige selbständige Stücke gebildet haben. Man kann in 16,24 – 25; 24. 30 – 34; 33,16 – 18 und in 39,12 – 14 ursprüngliche Abschlüsse sehen. Ist ferner das Kapitel 24 der Anfang eines zweiten Teils des Buches, dessen erster Teil bis 23,27 gegangen wäre und mit 51, 13 – 29 geschlossen hätte? 50,27 –29 scheint ja als Abschluss mit 51,30 zu konkurrieren. Ob 36,1 – 17; 51,12 und13 –29 spätere Interpolationen sind, ist strittig.

 

Übersetzung

Ausgangstext der Übersetzung ist Rahlfs – Hanhart, Septuaginta, Stuttgart, Deutsche Bibelgesellschaft 2006

Prolog

(1) Da uns Vieles und Großes durch das Gesetz und die Gottessprecher

(2) und die anderen, die ihnen gefolgt sind, gegeben wurde,

(3) ist es nötig, Israel wegen der Bildung und Weisheit zu loben,

(4) und dass nicht nur die Leser klug werden müssen,

(5) sondern auch die Lernwilligen unter den anderen tüchtig werden können

(7) als Lesende wie auch als Schreibende,

(7) hat sich auch mein Großvater Jesus hingegeben

(8) an die Lektüre des Gesetzes

(9) und der Gottessprecher

(10) und der anderen von den Vätern überkommenen Bücher

(11) und dadurch rechte Tüchtigkeit erlangt

(12) und unternommen, etwas zu schreiben, was zur Bildung und Weisheit gehört

(13) so dass die Lernwilligen auch dazu verpflichtet werden

(14) und noch mehr hinzutun hinsichtlich des Lebens im Gesetz.

(15) Deshalb bitte ich euch,

(16) mit Wohlwollen und Gebet

(17) die Lesung vorzunehmen

(18) und Nachsicht zu üben

(19) mit dem, was wir meinen,

(20) wenn wir einigen der Ausdrücke gegenüber unfähig waren obwohl wir fleißig an der Übersetzung gearbeitet haben;

(21) es hat nämlich nicht die gleiche Bedeutung

(22) was im Hebräischen ausgedrückt ist, wenn es in eine andere Sprache übersetzt wird;

(23) nicht nur dies aber,

(24) sondern auch das Gesetz selbst und die prophetische Verkündigung

(25) und das Übrige von den Büchern

(26) macht keinen kleinen Unterschied bei dem darin Gesagten.

(27) Im achtunddreißigsten Jahr nämlich des Königs Euergetes

(28) Kam ich nach Ägypten und hielt mich (dort) auf,

(29) wobei ich eine Gelegenheit für eine nicht geringe Bildung fand

(30) und fand es sehr notwendig, Eifer und Fleiß aufzubringen, um dieses Buch zu übersetzen.

(31) Wobei ich viel Geld und Sachkenntnis aufbrachte

(32) in der Zwischenzeit,

(33) um (nicht) aufzugeben, das Buch bis zum Ende durchzuführen

(34 und denen, die in der Fremde lernen wollten,

(35) in der Sittlichkeit gefördert zu werden,

(36) um gesetzlich zu leben.

Sirachs Weisheit

Erstes Kapitel

[03]

(1) Alle Weisheit ist vom Herrn[04],

und sie ist in Ewigkeit bei ihm[05].

(2) Den Sand der Meere und die Regentropfen

und die Tage des Weltalters, wer hat (sie) gezählt?

(3) Die Höhe des Himmels und die Breite der Erde

und den Abgrund und die Weisheit, wer hat (sie) erforscht?

(4) Vor allem wurde die Weisheit geschaffen[06],

und das Verständnis der Einsicht ist von Ewigkeit.

(5)[07] Die Quelle der Weisheit ist das Wort Gottes in der Höhe,

und der Zugang zu ihr ist ein ewiger Auftrag

(6) Wem wird die Wurzel der Weisheit enthüllt?

Und wer kennt ihren Nutzen?

(7)[08] Wem wurde die Zucht der Weisheit enthüllt und bekannt gemacht,

und wer kennt die Vielfalt des Zugangs zu ihr?

(8) Einer ist weise, sehr fürchterlich,

er sitzt auf seinem Thron[09].

(9) Der Herr selbst hat sie geschaffen[10]

und sie gesehen und gezählt[11]

und sie ausgegossen über alle seine Werke,

(10) mit allem Fleisch gemäß seiner Zuteilung

und hat sie versorgt mit allen,, die ihn lieben.[12]

(11) Die Furcht des Herrn ist Ehre und Ruhm[13]

und Freude und ein Kranz der Lust.

(12) Die Furcht des Herrn erfreut das Herz

und gibt Freude und Vergnügen und viele Tage[14].

(13) Dem, der den Herrn fürchtet, wird wohl sei bis zum Letzten,

und am Tage seines Endes wird er gesegnet werden.

(14) Anfang der Weisheit ist, dass der Herr gefürchtet wird,[15]

und mit Glaubenden wurde er im Mutterleib mit ihnen geschaffen.

(15) Mit Menschen erbaute er einen ewigen Grund

und wurde mit ihrem Samen betraut.

(16) Überfluss der Weisheit ist, dass der Herr gefürchtet wird,

und sie macht sie trunken von ihren Früchten;

(17) Ihr ganzes Haus erfüllt sie mit Begehren

und die Speicher von ihren Gewächsen.

(18) Ein Kranz der Weisheit ist die Furcht des Herrn,

die Frieden und Gesundheit erblühen lässt.

(19) Und er sah und zählte sie,

Wissen und Erkenntnis der Einsicht goss er aus,

und die Ehre derer, die sie festhalten, mehrt er.

(20) Eine Wurzel der Weisheit ist, dass der Herr gefürchtet wird[16],

und ihre Zweige sind ein langes Leben.

(21)[17] In den Schätzen der Weisheit ist Einsicht und Frömmigkeit des Wissens,

für Sünder aber ist Weisheit ein Fluch.

(22) Ungerechter Zorn kann nicht gerechtfertigt werden;

denn das Gewicht seines Zornes ist für ihn ein Sturz.

(23)Bis zurzeit wird der Langmütige gehalten,

und danach vergilt ihm die Freude;

(24) Bis zurzeit verbirgt er seine Worte,

und die Lippen vieler sprachen seine Einsicht aus.

(25) In den Schätzen der Weisheit sind Gleichnisse der Erkenntnis,

für Sünder aber ist Frömmigkeit ein Gräuel.

(26) Wer Weisheit begehrt, soll die Gebote halten

und der Herr wird sie ihm verleihen.

(27) Weisheit und Bildung sind die Furcht des Herrn,

und sein Wohlgefallen sind Glaube und Sanftmut.

(28) Du sollst der Furcht des Herrn nicht ungehorsam sein,

und du sollst ihm nicht mit zweideutigem Herzen nahen.

(29) Du sollst nicht heucheln mit dem Munde der Menschen,

und hüte dich mit deinen Lippen.

(30) Erhebe dich nicht, damit du nicht fällst,

und du bringst deiner Seele Schande,

und der Herr wird die Verborgenen enthüllen,

und mitten in der Versammlung wir er dich niederwerfen,

denn du hast dich nicht mit Furcht dem Herrn genaht, und dein Herz war voll Falschheit[18].

Zweites Kapitel

(1) Kind, wenn du nahst, um dem Herrn zu dienen,

dann bereite deine Seele auf eine Prüfung vor;[19]

(2) festige dein Herz, und sei standhaft,[20]

und eile nicht zur Zeit des Unglücks,

(3) Hafte an ihm und falle nicht ab,

damit du an deinem Ende gemehrt wirst.

(4) Nimm alles an, was dir begegnet,

und sei langmütig in der Veränderung zur Erniedrigung.

(5) denn im Feuer wird Silber geläutert[21]

und angenehme Menschen im Ofen der Erniedrigung.

(6) Vertraue ihm, und er wird dir helfen;

mache deine Wege recht, und hoffe auf ihn.[22]

(7)Die ihr den Herrn fürchtet, erwartet seine Gnade,

und weicht nicht ab, damit ihr nicht fallt.

(8) Die ihr den Herrn fürchtet, vertraut ihm,

und euer Lohn wird nicht entfallen.

(9) Die ihr den Herrn fürchtet, hofft auf Güter

und auf ewige Freude und Gnade.

(10) Blickt auf die alten Geschlechter und seht:

Wer hat dem Herrn vertraut und wurde zuschanden?

(11) Denn der Herr ist barmherzig und gnädig

und vergibt Sünden und rettet in der Zeit der Drangsal.

(12) Wehe den furchtsamen Herzen und den müßigen Händen

und dem Sünder, der auf zwei Pfaden wandelt.

(13) Wehe dem nachlässigen Herzen, denn es glaubt nicht;

deshalb wird es nicht beschützt.

(14) Weh euch, die ihr die Standhaftigkeit aufgebt;

und was werdet ihr tun, wenn der Herr heimsucht?

(15) Die den Herrn fürchten werden seinen Worten nicht ungehorsam sein,

und die ihn lieben werden seine Wege genau beachten.

(16) Die den Herrn fürchten werden sein Wohlgefallen suchen,

und die ihn lieben werden von seinem Gesetz erfüllt werden.

(17) Die den Herrn fürchten werden ihre Herzen bereiten,

und vor ihm werden sie ihre Seelen erniedrigen.

(18) Wir lassen uns in die Hände des Herrn fallen

und nicht in die Hände der Menschen[23];

wie nämlich seine Größe ist, so ist auch seine Gnade[24].

Drittes Kapitel

(1) Meine Kinder, hört auf den Vater,

und handelt so, damit ihr gerettet werdet;

(2) denn der Herr hat den Vater durch die Kinder verherrlicht

und das Urteil über die Mutter wegen der Söhne aufgehoben.

(3) Wer den Vater fürchtet sühnt die Sünden,

(4) Und wie einer der Schätze sammelt ist der, welcher seine Mutter ehrt.

(5) Wer den Vater fürchtet wird von den Kindern erfreut,

und am Tage des Gebets wird er erhört werden.

(6) Wer den Vater ehrt wird die Tage lang machen,

und wer auf den Herrn hört wird seiner Mutter Ruhe verschaffen[25];

(7) Und wie Gebietern wird er unter denen dienen, die ihn gezeugt haben.

(8) Fürchte deinen Vater mit T at und Wort,

damit der Segen von ihm zu dir kommt;

(9) Der Segen des Vaters stärkt nämlich die Häuser der Kinder,

aber der Fluch der Mutter zerstört die Grundmauern.

(10) Suche nicht Ehre durch die Schande deines Vaters,

die Schande des Vaters ist für dich nämlich keine Ehre;

(11) Die Ehre eines Menschen ist nämlich aus der Ehrfurcht vor seinem Vater,

und eine Schande für die Kinder ist eine Mutter in Ehrlosigkeit.

(12) Kind, nimm deinen Vater im Alter auf,

und betrübe ihn nicht durch dein Leben;

(13) Und wenn (ihn) der Verstand verlässt, dann habe Verständnis,

und entehre ihn nicht mit deiner ganzen Kraft.

(14)Und die Barmherzigkeit des Vaters[26] wird er nicht vergessen,

und statt der Sünden wird er dir ein Haus bauen.

(15) Und am Tage deiner Bedrängnis wird deiner gedacht werden;

wie gutes Wetter nach dem Frost, so werden deine Sünden aufgelöst werden.

(16) Wie ein Lästerer, der den Vater verlässt,

so wird der vom Herrn verflucht, der seine Mutter erzürnt.

(17) Kind, verrichte dein Tun mit Sanftmut[27],

und du wirst von einem angenehmen Menschen geliebt werden.

(18) Je mehr du bist, umso mehr erniedrige dich,

und gegenüber dem Herrn wirst du Gunst finden[28];

(20) Denn groß ist die Macht des Herrn,

und von den Niedrigen wird er gepriesen.

(21) Suche nicht das, was für dich zu schwierig ist,

und stelle nicht auf die Probe was stärker ist als du bist;

(22) Bedenke das, was dir geboten wurde,

vom Verborgenen brauchst du nämlich nichts.

(23) Was an Taten überflüssig ist, das tue nicht;

es wird dir nämlich mehr als die Einsicht der Menschen gezeigt.

(24) Viele verwirrt nämlich ihr Vorurteil,

und ein böser Verdacht behindert ihre Erkenntnisse.

(26) Ein verhärtetes Herz wird am Ende geplagt werden,

und wer die Gefahr liebt geht in ihr zugrunde.

(27) Ein verhärtetes Herz wird mit Mühsal belegt,

und der Sünder mehrt Sünde auf Sünde[29].

(28)Das Elend des Hochmütigen hat keine Heilung;

die Pflanze der Bosheit ist nämlich in ihm verwurzelt.

(29) Ein Herz des Verständigen versteht ein Gleichnis,

und das Ohr eines Zuhörers ist das Begehren des Weisen.

(30) Wasser löscht brennendes Feuer,

und Barmherzigkeit sühnt Sünden[30].

(31) Wer Gnade vergilt, dessen wird später gedacht,

und zur Zeit des Falls wird er Festigung finden.

Viertes Kapitel

(1) Kind, das Lebensmittel des Armen sollst du nicht rauben[31],

und vom Bedürftigen sollst du die Augen nicht abwenden[32].

(2) Die Seele des Hungernden sollst du nicht betrüben,

und du sollst einen Mann in seiner Not nicht herausfordern.

(3) Ein bedrängtes Herz sollst du nicht noch mehr bedrängen,

und die Gabe des Bedürftigen sollst du nicht abwenden.

(4)Weise einen bedrängten Bittsteller nicht ab,

und wende dein Antlitz nicht weg von einem Armen.

(5) Von einem Bittenden wende dein Auge nicht ab,

und gib einem Menschen, der dich verflucht keinen Raum.

(6) Wenn er dich nämlich in der Bitterkeit seiner Seele verflucht,

erhört der, der ihn gemacht hat, sein Gebet[33].

(7) Mache dich in der Versammlung selbst beliebt,

und erniedrige dein Haupt vor einem Großen.

(8) Neige dein Ohr zu dem Armen,

und antworte ihm friedlich mit Sanftmut.

(9) Hole den, dem Unrecht geschieht aus der Hand dessen, der Unrecht tut[34],

und sei nicht kleinmütig in deinem Urteilen.

(10) Sei den Waisen wie ein Vater

und statt eines Mannes für ihre Mutter;

und du wirst sein wie ein Sohn des Höchsten,

und er wird dich mehr als deine Mutter lieben[35].

(11) Die Weisheit erhebt ihre Söhne,

und sie wird von denen empfangen, die sie suchen[36].

(12) Wer sie liebt, liebt sein Leben,

und die eifrig nach ihr suchen, werden mit Freude erfüllt.

(13) Wer sie ergreift wird Ehre erben,

und wo sie eintritt segnet der Herr.

(14) Die ihr dienen, dienen dem Heiligen,

und die sie lieben liebt der Herr[37].

(15) Wer ihr gehorcht richtet Völker,

und wer sie beachtet, wird sicher wohnen.

(16) Wenn ihr einer vertraut, wird er sie erben,

und seine Nachkommen werden im Besitz sein.

(17) Denn wenn sie anfangs verkehrt mit ihm geht,

Furcht und Schrecken auf ihn bringt

Und ihn durch ihre Erziehung quält,

bis er (sie) seiner Seele anvertraut,

und ihn auf die Probe stellt mit ihren Urteilen[38];

(18) und ihn wieder auf dem rechten Weg zu sich zurückführt und ihn erfreut,

und sie wird ihm ihre Geheimnisse enthüllen.

(19) Wenn er abirren sollte, wird sie ihn verlassen

und wird ihn den Händen des Untergangs übergeben.

(20) Beachte die Zeit, und hüte dich vor dem Bösen,

und werde mit deiner Seele nicht zuschanden.

(21) Es gibt nämlich eine Schande, welche Sünde heraufführt,

und es gibt eine Schande, die Ehre und Gnade ist[39].

(22) Du sollst nicht die Person gegen deine Seele nehmen[40],

und weiche nicht zu deinem Untergang ab.

(23)Und du sollst das Wort zurzeit, in der es nötig ist, nicht hindern;

(24) durch das Wort wird nämlich Weisheit erkannt

und Bildung durch die Rede der Zunge.

(25) Widersprich nicht der Wahrheit,

und wegen deiner Unbildung wirst du beschämt.

(26) Und schäme dich nicht, deine Sünden zu bekennen[41],

und zwinge nicht das Fließen des Stromes.

(27)Unterwirf dich nicht einem törichten Menschen,

und achte nicht die Person eines Mächtigen[42].

(28) Bis zum Tode für die Wahrheit zu kämpfen[43],

und der Herr wird für dich streiten[44].

(29) Sei nicht hochmütig in deiner Rede[45]

und faul und stetig in deinen Taten[46].

(30) Sei nicht wie ein Löwe in seiner Behausung,

und spiel dich nicht auf unter deinem Hauspersonal.

(31) Und deine Hand sei nicht ausgestreckt, um zu nehmen[47]

und bescheiden im Vergelten.

Fünftes Kapitel

(1) Halte an deinen Besitztümern nicht fest,[48]

und du sollst nicht sagen: Für mich habe ich genug[49].

(2) Folge nicht deiner Seele und deiner Stärke,

so dass du in den Begierden deines Herzens wandelst[50];

(3) Und du sollst nicht sagen: Wer wird mich überwinden?

Der richtende Herr wird nämlich richten[51].

(4) Du sollst nicht sagen: Ich habe gesündigt, und was ist mir geschehen?

Der Herr ist nämlich langmütig.

(5) Sei nicht furchtlos hinsichtlich der Versöhnung,

Sünde auf Sünden zu häufen[52];

(6)Und du sollst nicht sagen: Sein Erbarmen ist groß,[53]

die Menge meiner Sünden wird er vergeben;

Gnade und Zorn sind nämlich bei ihm,

und über Sünder wird sein Zorn entbrennen.

(7) Zögere nicht, dich zum Herrn zu wenden,

und schiebe es nicht Tag für Tag hinaus;

Plötzlich kommt nämlich der Zorn des Herrn,

und er vernichtet zur Zeit des Gerichts.

(8) halte nicht am ungerechten Besitz fest[54],

denn er wird dir nichts nützen am Tage des Unglücks.[55].

(9) Verstreue nicht in jeden Wind.

Und gehe nicht auf jedem Pfad

wie der zweizüngige Sünder[56].

(10) Sei beständig in deiner Gesinnung,

und dein Wort sei eines.

(11) Sei schnell in deinem Hören

und langsam im Aussprechen einer Antwort.[57]

(12) Wenn du Einsicht hast, antworte dem Nächsten;

wenn aber nicht, dann deine Hand auf deinem Mund.

(13) Ehre und Schande sind in der Rede,

und die Zunge eines Menschen ist ein Sturz für ihn[58].

(14) Du sollst nicht Ohrenbläser genannt werden,

und du sollst mit deiner Zunge nicht auflauern;

auf einem Dieb liegt nämlich Schande

und schlimme Verdammnis über einem Doppelzüngler[59].

(15) Sei nicht unwissend im Großen wie im Kleinen,

und sei kein Feind gegenüber einem Freund;

ein böser Name wird nämlich schimpf und Schande erben;

so ein Sünder ist ein Doppelzüngler.

Sechstes Kapitel

[60](2) Erhebe dich nicht nach dem Willen deiner Seele,

damit deine Seele nicht ausgeschlachtet wird wie ein Stier;

(3) deine Blüten werden gefressen, und deine Früchte wirst du vernichten

und machst dich selbst zu einem trockenen Holz.

(4) Eine böse Seele vernichtet das, was sie besitzt

und macht sich zum Gespött der Feinde[61].

(5) Eine süße Kehle mehrt ihre Freunde,

und eine angenehme Zunge mehrt die Leutseligkeit[62].

(6) Viele werden sein, die mit dir Frieden halten,

aber deine Ratgeber einer von tausend.

(7) Wenn du einen Freund erwirbst, erwirb ihn durch Erprobung,

und vertraue dich ihm nicht schnell an[63].

(8) Es gibt nämlich einen Freund zu seiner Zeit.

Und am Tage deiner Bedrängnis besteht er nicht[64].

(9) Und es gibt einen Freund, der sich zur Feindschaft wendet[65],

und er enthüllt den Streit (zu?) deiner Schande.

(10) Und es gibt einen Freund als Tischgenossen,

und am Tage deiner Bedrängnis besteht er nicht[66];

(11) Und mit deinen Gütern wird er sein wie du,

und über deine Sklaven wird er offen reden;

(12) Wenn du erniedrigt wirst, wird er gegen dich sein

und sich vor dir verbergen.

(13) Trenne dich von deinen Feinden,

und hüte dich vor deinen Freunden.

(14) Ein treuer Freund ist ein starker Schutz[67],

wer ihn aber findet hat einen Schatz gefunden.

(15) Es gibt keinen Tauschgegenstand für einen treuen Freund,

und es gibt kein Maß für seinen Wert.

(16) Ein guter Freund ist ein Heilmittel des Lebens,

und die den Herrn fürchten finden ihn.

(17) Wer den Herrn fürchtet verbessert seine Freundschaft,

denn wie einer ist, so ist auch sein Nächster.

(18) Kind, von Jugend an erwähle deine Bildung,

und bis zu den grauen Haaren wirst du Weisheit[68] finden.

(19) Komm zu ihr wie der, welcher pflügt und sät,

und bleibe bei ihren guten Früchten;[69]

an der Arbeit an ihr hast du nämlich wenig Mühe,

und von ihren Gewächsen ist schnell gegessen.

(20) Wie es für die Ungebildeten sehr hart ist,

und ein Fauler bleibt nicht in ihr;

(21) Wie ein schwerer Prüfstein wird sie auf ihm sein,

und er wartet nicht, sie wegzuwerfen.

(22) Weisheit ist nämlich ihr Name,

und sie ist vielen nicht offenbar.

(23)Höre, Kind, und empfange meine Erkenntnis,

und weise meinen Rat nicht zurück;

(24) lege deine Füße in ihre Fesseln

und deinen Nacken in ihre Kette[70];

(25) Halte deine Schulter darunter, und trage sie,

und ärgere dich nicht über ihre Fesseln[71];

(26) Nahe ihr mit deiner ganzen Seele,

und beachte mit ganzer Kraft genau ihre Wege.

(27)Ergründe und suche, und sie wird sich dir zu erkennen geben,

und wenn du enthaltsam bist, wird sie dich nicht verlassen;

(28) zuletzt wirst du ihre Ruhe finden,

und sie wird sich dir zur Freude wenden;

(29) und die Fesseln werden dir zum starken Schutz

und ihre Ketten zum Gewand der Herrlichkeit.

(30) Auf ihm ist nämlich goldener Schmuck,

und ihre Fesseln sind blaue Handschuhe;

(31) Als Gewand der Herrlichkeit wirst du sie anziehen,

und einen Kranz der Freude wirst du dir aufsetzen[72].

(32)[73] Wenn du willst, Kind, wirst du erzogen werden,

und wenn du deine Seele hingibst, wirst du ein Kluger sein;

(33) und wenn du gerne hörst, wird sie (dich) aufnehmen,

und wenn du dein Ohr neigst, wirst du ein Weiser sein.

(34) Stell dich in die Menge der Alten[74];

und wer ist weise? Hänge dich an ihn.

(35) Wolle jedes göttliche Gespräch anhören,

und die Sprüche der Erkenntnis werden nicht von dir weichen.

(36) Wenn du einen Klugen siehst, suche ihn mit Eifer,

und die Stufen seiner Eingänge soll dein Fuß anschaben

(37) Besinne dich auf die Gebote des Herrn,

und in seinen Geboten sind stets Betrachtungen;

er wird dein Herz stärken

und das Begehren nach Weisheit wird dir gegeben werden[75].

Siebentes Kapitel

(1) Tue nichts Böses, und Böses wird dich nie ergreifen;

(2) halte dich fern vom Ungerechten, und es wird sich von dir wegneigen,

(3) Sohn, säe nicht auf Wegen des Unrechts[76],

und du wirst es keinesfalls siebenfach ernten.

(4) Erstrebe vom Herrn keine Herrschaft,

auch nicht vom König einen Ehrenplatz.

(5) Rechtfertige dich nicht vor dem Herrn[77],

und spiele vor dem König nicht den Weisen[78].

(6) Strebe nicht danach, Richter zu werden,

du wirst Unrecht nicht aufheben können,

du sollst vor dem Angesicht eines Mächtigen nie ängstlich sein

und durch deine Rechtschaffenheit Ärgernis erregst.

(7) Versündige dich nicht gegen die Menge der Stadt,

und unterwirf dich nicht in der Masse.

(8) Wiederhole deine Sünde nicht;

für die eine wirst du nämlich nicht ungestraft sein.

(9) Du sollst nicht sagen: Auf die Menge meiner Gaben wird geblickt,

und durch das Darbringen wird mich der höchste Gott annehmen.

(10) Du sollst bei deinem Gebet nicht mutlos sein,

und vergiss nicht, Almosen zu geben[79].

(11) Verlache nicht einen Menschen, der in der Bitterkeit seiner Seele ist;

es gibt nämlich den, der erniedrigt und erhöht[80].

(12) Verbreite keine Lüge über deinen Bruder,

auch nicht über den Freund, der Gleiches tut.

(13) Sei nicht willens jede Lüge auszusprechen,

sein faules Gerede ist nämlich nicht zum Guten.

(14)Rede kein dummes Zeug in der Menge der Alten[81],

und du sollst kein Wort in deinem Gebet wiederholen[82].

(15) Du sollst schwere Arbeit nicht verabscheuen

und die vom Höchsten geschaffene Landarbeit.

(16) Rechne dich nicht unter die Menge der Sünder;

gedenke, dass der Zorn nicht zögert[83].

(17) Erniedrige deine Seele schnell,

denn die Rache für die Gottlosen ist Feuer und Wurm[84].

(18) Vertausche einen Freund nicht wegen einer Meinungsverschiedenheit.

Auch nicht einen vertrauten Bruder durch Gold von Sufir

(19) Trenn dich nicht von einer weisen und guten Frau[85],

denn ihre Zuneigung ist mehr als Gold.

(20) Tue einem Sklaven nichts Böses, der in Wahrheit arbeitet,[86]

auch nicht einen Lohnarbeiter, der seine Seele gibt,

(21) Einen verständigen Sklaven soll deine Seele lieben,

beraube ihn nicht der Freiheit[87].

(22) Ist er dein Besitz? Bedenke es;

und wenn er dir nützlich ist, halte ihn fest.

(23) Hast du Kinder? Erziehe sie,[88]

und beuge ihren Nachen von Kindheit an.

(24) Hast du Töchter? Bewahre ihren Leib,

und mach dein Angesicht vor ihnen nicht heiter.[89]

(25) Verheirate eine Tochter, dann wird eine große Tat vollendet sein,

und dass sie einem verständigen Mann gegeben wird.

(26) Hast du eine Frau gemäß der Seele? Vertreibe sie nicht;

und einer verhassten sollst du dich nicht anvertrauen.

(27) Ehre deinen Vater von ganzem Herzen,[90]

und vergiss nicht die Wehen der Mutter[91].

(28) Gedenke, dass du durch beide geboren wurdest,

und was kannst du ihnen vergelten was sie für dich sind?

(29[92]) Ehre den Herrn mit ganzer Seele,

und bewundere seine Priester.

(30) Liebe den, der dich gemacht hat mit ganzer Kraft[93],

und seine Diener sollst du nicht verlassen.

(31) Fürchte den Herrn, und ehre den Priester,

und gib ihm den Anteil, wie dir geboten ist,

den Erstling und für das Sündopfer und eine Gabe für die Armen

und das Opfer der Heiligung und den Erstling der Heiligen[94].

(32) Und dem Armen streck deine Hand entgegen[95],

damit dein Segen vollkommen wird.

(33) Gnade der Gabe gegenüber jedem Lebenden,

und für einen Toten sollst du die Gnade nicht zurückhalten.

(34) Zieh dich nicht von den Klagenden zurück,

und weine mit den Weinenden[96].

(35) Zögere nicht, einen kranken Menschen zu besuchen,

dadurch wird er nämlich geliebt.

(36) Bei allen deinen Worten gedenke deines Endes[97]

und dass du in Ewigkeit nicht sündigst.

Achtes Kapitel

(1) Streite nicht mit einem mächtigen Menschen,

damit du nicht in seine Hände fällst.

(2) Streite nicht mit einem reichen Menschen[98],

damit er nicht das Übergewicht über dich gewinnt:

viele hat nämlich das Gold zugrunde gerichtet

und die Herzen der Könige abgewendet.

(3) Streite nicht mit einem redseligen Menschen,

und häufe nicht Holz auf sein Feuer.

(4) Spaße nicht mit einem Ungebildeten,

damit deine Vorfahren nicht entehrt werden.

(5) Schmähe nicht einen Menschen, der sich von der Sünde abgewandt hat;

gedenke, dass wir alle wertvoll sind[99].

(6) Entehre nicht einen Menschen in seinem Alter;

auch wir werden nämlich alt.

(7) Freue dich nicht über einen Toten;[100]

gedenke, dass wir alle sterben.

(8) Du sollst dich nicht in einer Erörterung der Weisen verfangen,

und verhalte dich nach ihren Sprüchen;

denn bei ihnen lernst du Bildung

und dass Vornehmheit bedient wird.

(9) Verachte nicht die Erörterungen der Alten,

auch sie haben nämlich von ihren Vätern gelernt;

denn von ihnen lernst du Einsicht[101]

und in der Zeit, wenn es nötig ist, Antwort.

(10) Und entzünde nicht die Kohlen eines Sünders,

damit du nicht durch das Feuer seiner Flamme angezündet wirst.

(11) Vor einem hochmütigen Angesicht sollst du dich nicht erheben,

damit er sich nicht als Hinterhalt gegen deinen Mund setzt.

(12)Du sollst nicht einem Menschen leihen, der stärker ist als du;

und wenn du leihst, sei wie einer, der verloren hat.

(13) Du sollst dich nicht über deine Kraft absichern[102],

und wenn du dich absicherst, denke wie einer, der fort fährt.

(14) Rechte nicht mit einem Richter,

man wird ihn nämlich nach seinem Ansehen beurteilen.

(15) Gehe nicht auf einem Weg mit einem Waghalsigen,

damit er nicht über dich gebietet;

er wird nämlich nach seinem Willen handeln,

und durch seine Schlechtigkeit geht er zugrunde.

(16) Mit einem Wütenden sollst du keinen Streit anfangen,

und durchquere mit ihm nicht die Wüste;

denn in seinen Augen ist Blut wie nichts,

und wo es keine Hilfe gibt, wird er dich niederwerfen[103].

(17) Berate dich nicht mit einem Toren;

er kann nämlich kein Wort geheim halten;

(18) Tu nichts Verborgenes vor einem Fremden;

du weißt nämlich nicht, was er plant.

(19) Offenbare nicht jedem Menschen dein Herz[104],

und er wird dir keine Gunst erweisen.

h4Neuntes Kapitel

(1) Sei nicht eifersüchtig über der Frau deiner Brust,

und du sollst sie nicht über ihre schlechte Bildung belehren.

(2)Du sollst einer Frau nicht deine Seele geben,

so dass sie sich über deine Kraft erhebt[105].

(3) Triff dich nicht mit einer Hure,

damit du nicht einst in ihre Schlingen fällst.

(4) Nachdem sie gesungen hat, fährt sie nicht fort,

niemals ist eine Tenne in ihren Anschlägen.

(5) Starre nicht auf eine Jungfrau[106],

ihre Bestrafungen sollst du niemals übel nehmen.

(6) Du sollst den Huren nicht deine Seele geben[107],

damit du nicht dein Erbe verlierst.

(7) Blick nicht umher in den Gassen der Stadt,

und verirre dich nicht in ihren Wüsten.

(8) Wende deine Augen ab von einer wohlgestalteten Frau[108],

und starre nicht auf eine fremde Schönheit;[109]

durch die Schönheit einer Frau wurden viele in die Irre geführt[110],

und davon entzündete sich eine Liebe wie Feuer.

(9)Sitze niemals mit einer verheirateten Frau,

und du sollst nicht mit ihr zusammen beim Wein tafeln,

und neige deine Seele niemals zu ihr,

und mit deinem Geist fällst du ins Verderben.

(10) Einen alten Freund sollst du nicht verlassen[111],

der neue ist ihm nämlich nicht gleich;

ein neuer Freund ist junger Wein;

wenn er alt geworden ist, wird er mit Freuden getrunken.

(11) Über die Meinung eines Sünders sollst du dich nicht ereifern[112];

du weißt nämlich nicht, was sein Verderben sein wird.

(12) Am Wohlgefallen der Gottlosen sollst du kein Gefallen haben;

Gedenke, dass sie bis zur Unterwelt keinesfalls gerechtfertigt werden.

(13) Halte dich fern von einem Menschen, der die Macht zum Töten hat,

und du sollst nicht ängstlich auf die Todesfurcht blicken;

und wenn du hintrittst, begehe keine Übertretung,

damit dein Leben nicht verloren geht;

Erkenne, dass du inmitten von Fallen schreitest

Und auf der Befestigung einer Stadt umhergehst.

(14) Berechne deinen Nächsten auf Grund deiner Kraft,

und berate dich mit Weisen[113].

(15) Mit Einsichtigen sei deine Unterredung,[114]

und jedes deiner Gespräche im Namen des Höchsten.

(16)Gerechte Männer sollen deine Tischgenossen sein,

und dein Ruhm sei in der Furcht des Herrn.

(17) Durch die Hand der Könner werde ein Werk gelobt,

und wer ein Volk führt sei weise in seiner Rede.

(18) Ein fürchterlicher Mann ist ein Schwätzer in seiner Stadt,

und wer gedankenlos in seiner Rede ist, wird gehasst werden.

Zehntes Kapitel

(1) Ein weiser Richter erzieht sein Volk,

und die Führung eines Einsichtigen wird geordnet sein.

(2) Wie der Richter eines Volkes, so sind auch seine Diener[115],

und wie das Oberhaupt einer Stadt, so sind alle ihre Bewohner.

(3) Ein ungebildeter König richtet sein Volk zugrunde,

und eine Stadt wird bewohnbar gemacht durch die Einsicht der Mächtigen.

(4) Die Macht über das Land[116] ist in der Hand des Herrn,

und den Tüchtigen erweckt er zur (rechten) Zeit über es[117].

(5) Der Erfolg eines Mannes ist in der Hand des Herrn,

und durch die Person eines Schriftgelehrten wird er seine Ehre einsetzen.

(6) Bei allem Unrecht sollst du deinem Nächsten nicht übel wollen,

und tue nichts mit Taten des Hochmuts.

(7) Überheblichkeit ist hassenswert vor dem Herrn und den Menschen,

und aus beiden geht Unrecht hervor.

(8) Herrschaft geht von Volk zu Volk über

durch Unrecht und Hochmut und Besitz.

(9) Was ist ein Hochmütiger als Erde und Asche?

Seine Inneren Organe scheiden es im Leben aus.

(10) Ist die Krankheit fern, ärgert sich der Arzt;

und ein König wird heute und morgen sterben.

(11) Wenn nämlich ein Mensch stirbt,

erben Kriechtiere und Tiere und Würmer[118].

(12) Ursprung des Hochmuts eines Menschen ist, sich vom Herrn zu entfernen,

und sein Herz entfernt sich von dem, der ihn gemacht hat.

(13) Ursprung des Hochmuts ist die Sünde[119],

wer an ihr festhält wird Gräuel ausgießen;

deshalb stürzte der Herr die Hochgestellten

und richtete sie am Ende zugrunde.

(14) Die Throne der Mächtigen hat der Herr umgestürzt

und an ihrer Stelle Sanftmütige eingesetzt[120];

(15) Die Wurzeln der Völker hat der Herr ausgerissen

und Demütige an ihrer Stelle eingepflanzt[121];

(16) Die Länder der Völker hat der Herr umgestürzt

und sie bis auf die Grundlagen der Erde vernichtet;

(17) Er hat sie von ihnen entfernt und vernichtet

und ihrem Gedächtnis aus dem Lande ein Ende bereitet[122].

(18) Und er hat den Hochmut für die Menschen nicht geschaffen,

auch nicht die Zorneswut für die Frucht der Frauen.

(19) Was ist ein wertvoller Same? Der Same eines Menschen.

Was ist ein wertvoller Same? Die den Herrn fürchten.

Was ist ein wertloser Same? Der Same eines Menschen.

Was ist ein wertloser Same? Die, welche die Gebote übertreten.

(20) Inmitten der Brüder ist ihr Anführer wertvoll

und die in seinen Augen den Herrn fürchten.[123][124]

(22) Ob reich oder berühmt oder arm,

ihr Ruhm ist die Furcht des Herrn[125].

(23) Es ist nicht gerecht, einen verständigen Armen zu entehren,

und es gehört sich nicht einen sündhaften Menschen zu ehren.

(24) Ein Großer und ein Richter und ein Mächtiger wird gepriesen,

und keiner von ihnen ist mehr als einer, der den Herrn fürchtet[126].

(25) Einem weisen Sklaven dienen Freie[127],

und ein kluger Mann murrt nicht[128].

(26) Spiele nicht den Weisen, wenn du deine Arbeit verrichtest,

und verherrliche nicht in der Zeit deine Schwierigkeiten.

(27) Wer mehr arbeitet hat auch in allem Überfluss,

und wer als Gelobter umher geht hat auch Mangel an Brot[129].

(28) Kind, in Sanftmut ehre deine Seele,

und gib ihr Ehre, wie sie es wert ist.

(29) Wer wird den Sünder um seiner Seele willen rechtfertigen?

Und wer lobt den, der seine Seele entehrt?

(30) Ein Armer wird wegen seiner Erkenntnis gelobt,

und ein Reicher wird wegen seines Reichtums gelobt.

(31) Wieviel mehr ist der Gelobte in Armut als der im Reichtum?

Und der Ungelobte im Reichtum als der in Armut?

Elftes Kapitel

(1) Weisheit eines Geringen erhöht sein Haupt,

und er setzt ihn in die Mitte der Großen.

(2) Du sollst einen Mann nicht wegen seiner Schönheit loben,

und du sollst einen Menschen wegen seines Aussehens nicht abstoßend finden.

(3) Klein ist unter den Vögeln die Biene,

und ihre Frucht ist der Ursprung der Süße.

(4) Wegen der Bekleidung mit Gewändern sollst du dich nicht rühmen,

und erhebe dich nicht am Ehrentag;

denn wunderbar sind die Taten des Herrn

und das Verborgene seiner Taten für die Menschen[130].

(5) Viele Gewaltherrscher wurden auf die Erde gesetzt,

aber die nicht erwartet wurden, trugen die Krone.

(6) Viele Mächtige wurden sehr entehrt,

und Berühmte wurden in die Hände der Anderen übergeben.

(7) Zaudere nicht, ehe du befiehlst;

denke zuerst nach, dann urteile.[131]

(8) Antworte nicht, ehe du zugehört hast,[132]

und unterbrich nicht mitten in der Rede.

(9) Streite nicht über Angelegenheiten, die dich nichts angehen,

und berate nicht mit im Gericht der Sünder.

(10) Kind, dein Tun soll nicht aus vielem bestehen;

Wenn du mehrst, wirst du nicht straflos sein[133],

und wenn du verfolgst, wirst du nicht ergreifen;

und wenn du nicht entfliehst, kommst du nicht davon.

(11)Es gibt einen, der sich müht und abarbeitet und eilt,

und umso mehr Mangel hat er.

(12) Es gibt einen Faulen, der Hilfe erwartet,

dem ermangelt es an Stärke, und an Armut hat er Überfluss;

und die Augen des Herrn blickten zum Guten auf ihn,

und er erhob ihn aus seiner Niedrigkeit[134],

(13) und er erhob sein Haupt,

und viele wunderten sich über ihn.

(14) Gutes und Böses, Leben und Tod,

Armut und Reichtum sind vom Herrn[135].

(15)[136] Weisheit und Verständnis und Erkenntnis des Gesetzes sind vom Herrn,

Liebe und die Wege guter Taten sind von ihm.

(16) Irrtum und Finsternis ist den Sündern mitgeschaffen,

mit denen, die sich über die Bosheit erheben, wird das Böse alt.

(17) Für die Frommen bleibt die Gabe des Herrn,

und sein Wohlgefallen begleitet weiterhin.

(18)[137] Er ist es, der reich macht aus Fürsorge und seiner Barmherzigkeit,

und dies ist der Anteil seines Lohnes.

(19) Wenn einer sagt: Ich habe Ruhe gefunden,

und nun esse ich von meinen Gütern[138],

und er weiß nicht, welche Zeit herbei gekommen ist,

und er hinterlässt es anderen und stirbt[139].

(20) Stehe in deinem Bund, und bewege dich darin,

und werde alt durch dein Tun.

(21) Wundere dich nicht über die Taten eines Sünders,

traue aber dem Herrn und bleibe in deiner Arbeit;

denn leicht ist in den Augen des Herrn,

dass ein Armer schnell plötzlich reich wird.

(22) Segen des Herrn ist im Lohn des Frommen,

und in einer raschen Stunde erblüht sein Segen[140].

(23) Du sollst nicht sagen: Was brauche ich,

und was werden von jetzt an meine Güter sein?

(24) Du sollst nicht sagen: Für mich ist alles genug,

und was kann mir von jetzt an schaden?

(25) Am Tage der Güter gibt es ein Vergessen der Übel,

und am Tage der Übel wird der Güter nicht gedacht[141];

(26) denn vor dem Herrn ist es leicht, am Tage des Endes

dem Menschen nach seinen Wegen zu vergelten.

(27)Das Übel einer Stunde bewirkt das Vergessen des Überflusses,

und bei der Vollendung eines Menschen ist die Enthüllung seiner Taten.

(28) Preise niemanden von dem Ende glückselig,

und an seinen Kindern wird ein Mann erkannt.

(29) Führe nicht jeden Menschen in dein Haus;

vieles ist nämlich ein Hinterhalt der Falschheit.

(30) Ein Lockvogel im Korb, so ist das Herz eines Hochmütigen,

und wie ein Spion blickt er auf eine Schwierigkeit.

(31) Er rät nämlich das Gute ins Böse zu verkehren[142],

und unter den Auserwählten bringt er Schuld zustande.

(32) Von einem Feuerfunken wird das Kohlenfeuer gemehrt,

und ein sündiger Mensch lauert auf Blut.

(33) Hüte dich vor einem Übeltäter, er plant nämlich Böses.

Er bringe dich in Ewigkeit niemals in Schuld.

(34) Nimm einen Fremden auf, dann bringt er dich in Unruhe

und entfremdet dich von dem .Deinigen[143].

Zwölftes Kapitel

(1) Wenn du Gutes tust, dann sollst du wissen, wem du es tust,

dann wird es Dank für deine Wohltaten geben.

(2) Wenn du einem Frommen wohltust, dann wirst du Erstattung finden,

und wenn nicht von ihm, dann vom Höchsten.

(3) Nichts Gutes wird es geben für den, der im Bösen fort fährt

und für den,der keine Almosen spendet.

(4) Gib dem Frommen, und steh dem Sünder nicht bei[144].

(5) Tu dem Niedrigen Gutes, und gib dem Gottlosen nicht;

halte seine Brote zurück, und gib ihm nicht,

damit er dich damit nicht überwältige;

du wirst nämlich ein doppeltes Übel finden

in allem Guten, das du für ihn tust.

(6) Denn der Höchste hat die Sünder verabscheut,

und den Gottlosen wird er Rache vergelten.

(7) Gib dem Guten und hilf dem Sünder nicht.[145]

(8) In guten Zeiten wird der Freund nicht gerächt,

und in schlechten Zeiten verbirgt sich der Feind nicht[146].

(9) In guten Zeiten sind die Feinde eines Mannes in Kummer,

und in schlechten Zeiten trennt sich der Freund[147].

(10) Traue in Ewigkeit nicht deinem Feind[148];

wie nämlich das Eisen rostet, so ist seine Bosheit;

(11) Und wenn er erniedrigt wird und sich verbeugt,

vertraue deiner Seele und hüte dich vor ihm,

und er wird wie ein polierter Spiegel sein

und erkennen, dass er nicht an das Ziel gelangt.

(12) Du sollst ihn nicht vor dich stellen,

du hast dich nicht umgedreht, da steht er an deiner Stelle;

du sollst ihn nicht an deine Rechte setzen,

niemals wird er deinen Ehrenplatz suchen,

und zuletzt wird er meine Rede verstehen,

und über meine Worte wird er staunen.

(13) Wer erbarmt sich über den Beschwörer, der von einer Schlange gebissen wird

und alle, die mit Tieren umgehen?

(14) So auch der, welcher dem sündigen Mann vorangeht

und an seinen Sünden Teil hat.

(15)Eine Stunde nach dir fährt er fort,

und wenn du dich abwendest, wartet er nicht.

(16)Und mit seinen Lippen spricht der Feind süß,

und in seinem Herzen will er dich in die Grube werfen[149];

mit seinen Augen wird der Feind weinen,

und wenn er einen Zeitpunkt findet, wird er vom Blut nicht angefüllt werden.

(17) Schlecht ist es, wenn er dir begegnet, du wirst ihn dort vor dir finden,

und wie ein Helfer wird er dein Verderben bewirken;

(18) Er bewegt sein Haupt und mit seinen Händen klatscht er Beifall,

und vieles wispert er und verwandelt sein Angesicht[150].

Dreizehntes Kapitel

(1) Wer Pech anfasst, wird beschmutzt,

und wer sich mit einem Hochmütigen gemein macht, wird ihm gleich.

(2) Hebe kein Gewicht, das schwerer ist als du bist,

und halte keine Gemeinschaft mit einem, der Stärker und reicher ist als du bist.

Was hat ein irdener Topf mit einem Kessel gemein?

Der eine schlägt dagegen, und der andere bricht in Stücke.

(3) Ein Reicher hat Unrecht getan, und er schrie auf;

ein Armer hat Unrecht erfahren, und er hat gebettelt.

(4) Wenn du nützlich bist, gibt es Arbeit für dich,

und wenn du zurück bleibst, verlässt er dich.

(5)Wenn du (etwas) hast, wird er mit dir zusammen leben,

und er wird dich ausplündern und selbst keine Mühe haben.

(6) Er hatte dich gebraucht und wird dich vom rechten Weg abbringen,

und er wird über dich lachen und die eine Hoffnung geben;

er wird gut über dich reden und sagen: Wer braucht dich?

(7) Und er wird dich mit seinen Speisen beschämen,

bis er dich zweimal oder dreimal ausgeplündert hat,

und zuletzt wird er sich deiner erinnern;

und danach erscheint er dir und verlässt dich

und wird seinen Kopf zu dir hin bewegen[151].

(8) Hüte dich, dass du nicht abirrst,

und werde nicht erniedrigt durch deine Gedankenlosigkeit.

(9) Weiche nicht zurück, wenn dich ein Machthaber ruft,[152]

und umso mehr wird er dich rufen;

(10) Dränge dich nicht auf, damit du nicht verstoßen wirst,

und halte dich nicht fern, damit du nicht vergessen wirst.

(11) Stelle dich nicht gleich mit ihm,

und traue nicht seinen vielen Worten;

mit vielen Reden wird er dich nämlich auf die Probe stellen,

und wenn er lächelt, will er dich prüfen.

(12) Unbarmherzig ist der, welcher nicht Wort hält.

Und er wird keineswegs von Übeltat und Fesseln verschont.

(13) Halte fest und hüte dich sehr,

dass du nach deinem Fall umhergehst.

(15) Jedes Lebewesen liebt seinesgleichen,[153]

und jeder Mensch seinen Nächsten.

(16) Alles Fleisch versammelt sich bei seiner Gattung,

und ein Mann hält sich an das, was ihm gleicht.

(17) Was hat ein Wolf mit einem Lamm gemein?

So ein Sünder mit einem Frommen[154].

(18) Was ist ein Friede für eine Hyäne mit einem Hunde?[155]

Und was ist ein Friede für einen Reichen mit einem Armen?

(19) Beute der Löwen sind die Wildesel in der Wüste;

so sind die Armen die Weide der Reichen.

(20) Für einen Hochmütigen ist Demut ein Gräuel;

so ist für einen Reichen ein Armer ein Gräuel.

(21) Ein schwankender Reicher wird von Freunden gestützt,

ein fallender Geringer wird von Freunden weggewischt[156].

(22) Wenn ein Reicher ausgleitet, hat er viele Helfer;

hat er Unsinn geredet, haben sie ihn gerechtfertigt[157].

Ein Geringer ist gefallen, und sie fallen über ihn her;

Hat er Vernünftiges ausgesprochen, wird ihm auch kein Raum gegeben.

(23) Ein Reicher spricht, und alle schweigen

und erheben seine Rede bis zu den Wolken.

Ein Armer spricht, und sie sagen: Wer ist der?

Und wenn er zuschlägt, überwältigen sie ihn.

(24) Gut ist der Reiche, in ihm ist keine Sünde,

und die Armut ist böse im Munde des Gottlosen.

(25) Das Herz eines Menschen verändert sein Angesicht[158]

sei es zum Guten, sei es zum Bösen[159].

(26) Eine Spur des Herzens bei den Guten ist ein helles Angesicht,

und eine Entdeckung von Gleichnissen nach den Mühen.

Vierzehntes Kapitel

(1) Glückselig ein Mann, der sich mit seinem Munde nicht vergangen hat[160]

und sich nicht quält mit Kummer über die Sünden;

(2) Glückselig der, den seine Seele nicht verdammt

und der nicht aus seiner Hoffnung herausfällt.

(3) Für einen beschränkten Mann ist Reichtum nicht gut,

und was ist Besitz für einen neidischen Menschen?

(4) Wer ohne seine Seele sammelt, der sammelt für andere,

und an seinen Gütern ergötzen sich andere[161].

(5) Für wen wird der Böse ein Guter sein?

Und er wird sich keinesfalls seiner Besitztümer freuen.

(6) Es gibt nichts Schlimmeres als einen, ,der sich selbst nichts gönnt,

und dies ist die Vergeltung für seine Schlechtigkeit;

(7) Wenn einer Gutes tut, tue er es mit Vergessen,

und am Ende bringt er seine Schlechtigkeit ans Licht.

(8) Böse ist der, welcher mit dem Auge neidet,

das Angesicht abwendet und Seelen verachtet[162].

(9)Das Auge eines Habgierigen wird nicht mit einem Teil erfüllt[163] ,

und ungerechte Bosheit trocknet die Seele aus.

(10) Ein böses Auge ist neidisch auf das Brot

und wünscht (es) auf seinen Tisch[164].

(11) Kind, wenn du etwas hast, tue dir selbst Gutes,

und bringe dem Herrn Opfer dar;[165]

(12)Gedenke, dass der Tod nicht verzieht,

und ein Bund mit der Unterwelt wird dir nicht gezeigt;

(13) Tue einem Freund Gutes, ehe du stirbst,

streck dich aus nach deinem Vermögen und gib ihm[166].

(14) Versage dir nicht gute Tage[167],

und kein Teilguten Begehrens gehe an dir vorüber.

(15) Und sollst du den Ertrag deiner Arbeit nicht einem andern überlassen

und den Ertrag deiner Mühen zur Verteilung eines Anteils?

(16) Gib und nimm und belustige deine Seele,

und in der Unterwelt ist kein Wohlbefinden zu suchen.

(17) Alles Fleisch ist wie ein veraltetes Gewand[168];

der ewige Bund mit dem Tode lässt es nämlich sterben.

(18) Wie ein sprießendes Blatt auf der Knospe eines Zweiges,

das eine wirft er ab, das andere aber wächst,

so ist das Geschlecht von Fleisch und Blut,

das eine stirbt, das andere aber wird geboren.

(19) Jede folgende Werk bleibt zurück,

und wer es vollbracht hat geht mit ihm dahin.

(20) Glückselig ein Mann, der sich um Weisheit kümmert[169]

und der mit seiner Einsicht umgeht,

(21) der in seinem Herzen ihre Wege versteht

und sie im Verborgenen begreift.

(22) Geh hinter ihr her wie ein Spurenleser

und auf ihren Wegen warte[170].

(23) Der durch ihre Fenster schaut

und an ihren Torwegen horcht,

(24) und der nahe bei ihrem Hause wohnt

und den Pflock in ihren Mauern festhält,[171]

(25) der sein Zelt bei ihren Händen aufstellt

und in der Unterkunft von Guten wohnt,

(26) der seine Kinder in ihren Schutz stellt

und unter ihren Blättern wohnt,

(27) Er wird von ihr vor Hitze geschützt

und wird in ihrer Herrlichkeit wohnen.

Fünfzehntes Kapitel

(1) Wer den Herrn fürchtet wird es tun,

und wer Meister des Gesetzes ist wird sie empfangen;

(2) Und sie wird ihm wie eine Mutter begegnen,

und wie eine jungfräuliche Frau wird sie ihn empfangen.

(3)Sie wird ihn mit dem Brot der Einsicht füttern

und mit dem Wasser der Einsicht tränken;

(4) Wer fest auf sie gestellt ist neigt sich nicht,

und wer sich an sie hält wird nie zuschanden;

(5) Sie erhöht ihn über seinen Nächsten,

und inmitten der Versammlung öffnet sie seinen Mund;

(6)Freude und einen Kranz des Jubels wird er finden

Und einen ewigen Namen erben.

(7)Unverständige Menschen werden sie nicht aufnehmen,

und sündige Männer werden sie nicht sehen;

(8) Sie ist fern vom Hochmut,

und verlogene Männer werden ihrer nicht gedenken.

(9) Ein Lob ist im Munde eines Sünders nicht schön,

denn es ist nicht vom Herrn gesandt;

(10) Durch Weisheit wird nämlich Lob gesprochen,

und der Herr leitet es an.

(11) Du sollst nicht sagen: Durch den Herrn wurde ich zu Fall gebracht;[172]

was er nämlich verabscheut, das tut er nicht.

(12) Und du sollst nicht sagen; Er hat mich in die Irre geführt;

er benötigt nämlich keinen sündigen Menschen.

(13) Der Herr verabscheut jeden Gräuel,

und es gibt nichts Geliebtes für die, welche ihn fürchten.

(14) Vom Anfang hat er einen Menschen gemacht

und hat ihn der Hand seines Ratschlusses überlassen.

(15) Wenn du willst, wirst du die Gebote halten[173],

und den Glauben, um Wohlgefallen zu bewirken.

(16) Er hat dir Feuer und Wasser übergeben;

und wenn du willst, streckst du deine Hand aus.

(17) Vor den Menschen ist Leben und Tod[174],

und was ihm gefällt, wird ihm gegeben.

(18) Denn es gibt viel Weisheit des Herrn;

stark (ist er) an Macht und blickt auf das All.

(19) und seine Augen sind über denen, die ihn fürchten[175],

und er erkennt jede Tat eines Menschen.

(20) Er hat keinem geboten, gottlos zu sein,

und keinem hat er die Erlaubnis zum Sündigen gegeben.

Sechzehntes Kapitel

(1) Begehre nicht eine Menge untüchtiger Kinder,

und freue dich nicht über gottlose Söhne[176];

(2) Freue dich nicht, wenn sie sich mehren,

wenn bei ihnen keine Furcht des Herrn ist.

(3) Du sollst ihrem Leben nicht trauen,

und verlass dich nicht auf ihre Menge;

einer ist nämlich besser als zehntausend,

und kinderlos zu sterben (ist besser) als einen gottlosen Sohn zu haben.

(4) Von einem Einsichtigen wird nämlich eine Stadt bevölkert,

ein Stamm der Gesetzlosen aber wird verwüstet.[177]

(5) Vieles dergleichen hat mein Auge gesehen,

und Gewichtigeres als dies hat mein Ohr gehört.

(6) In der Versammlung der Sünder brennt Feuer,

und in einem ungehorsamen Volk wird Zorn entzündet[178].

(7)Er wurde nicht versöhnt mit den alten Giganten,

die mit ihrer Kraft abgefallen waren[179];

(8) Er hat Lots Nachbarschaft nicht geschont,

die Gräuel begangen hatten in ihrem Hochmut[180].

(9) Er hat sich nicht des Volkes des Verderbens erbarmt,

die durch ihre Sünder vertrieben wurden.

(10) So auch sechshunderttausend Fußsoldaten[181],

die in ihrer Herzenshärtigkeit zusammen gekommen waren.

(11) Auch wenn es ein Hartnäckiger ist,

ist es erstaunlich, wenn er straflos blieb;

bei ihm sind nämlich Erbarmen und Zorn[182],

mächtig an Versöhnungen und Ausgießen des Zornes.

(12) Entsprechend seinem vielen Erbarmen, so ist auch sein großer Tadel;

er richtet einen Mann nach seinen Taten[183].

(13) Der Sünder wird nicht mit der Beute entkommen,

und an Standhaftigkeit eines Frommen wird es nicht mangeln.

(14) Mit jeder Barmherzigkeitstat wird er[184] einen Platz[185] gewinnen

jeder wird (ihn) auf Grund seiner Taten finden.

(15)[186] Der Herr verhärtete Pharao, dass er ihn nicht erkannte,

so dass er seine Wirkmacht vom Himmel nicht kannte.

(16) Für die ganze Schöpfung ist seine Barmherzigkeit offenbar,

und sein Licht und seine Finsternis teilt er dem Adamanten[187] zu.

(17) Du sollst nicht sagen: Ich werde mich vor dem Herrn verstecken,

und wer wird von der Höhe her an mich denken?[188]

Unter dem vielen Volk werde ich nicht erkannt,

was ist denn meine Seele in der unermesslichen Schöpfung?

(18)[189] Sieh, der Himmel und der Himmel des Himmels,

die Unterwelt und die Erde werden durch seine Heimsuchung erschüttert[190]:

(19) Zugleich werden die Berge und die Grundlagen der Erde,

wenn er auf sie Blickt durch Erschütterung bewegt.

(20) Und auf ihnen soll ein Herz nicht durchschaut werden,

und wer wird seine Wege bedenken?

(21)Und ein Sturm, den ein Mensch nicht sieht,

die Menge seiner Taten im Verborgenen.

(22) Wer verkündet die Taten der Gerechtigkeit?

Oder wer hält stand? Der Bund ist nämlich fern.

(23) Wer sich im Herzen gering macht durchschaut dies,

und ein dummer Mann und ein Irrender durchschaut Törichtes.

(24), Höre mich, Kind, und lerne Erkenntnis,

und achte mit deinem Herzen aufmeine Worte;

(25) und ich bringe Bildung mit Gewicht ans Licht,

und mit Gründlichkeit verkünde ich Erkenntnis[191].

(26) In der Entscheidung des Herrn sind seine Werke von Anbeginn,

und von ihrer Schöpfung an teilte er ihre Bestimmung zu.

(27) Für immer schmückte er seine Werke

und ihre Ursprünge für ihre Geschlechter;

sie quälten sich nicht, noch mühten sie sich ab,

und sie unterließen nichts von ihren Taten.

(28) Jeder bedrückte seinen Nächsten nicht,

und sie waren für immer seiner Rede nicht ungehorsam.

(29) Und danach blickte der Herr auf die Erde

und füllte sie mit seinen Gütern;

(30) Und ihre Oberfläche bedeckte er mit der Seele[192] jedes Lebewesens,

und zu ihr ist ihre Rückkehr.

Siebzehntes Kapitel

(1) Der Herr hat den Menschen aus Erde geschaffen[193],

und er bringt sie wieder zu ihr zurück[194].

(2) Er gab ihnen die Zahl der Tage und den Zeitpunkt

und gab ihnen Macht über sie[195],

(3) und er kleidete sie mit Kraft wie er sie selbst hatte,

und er machte sie nach seinem Abbild[196].

(4) Er stattete sie mit der Furcht vor ihm über alles Fleisch aus,

um sowohl Tiere wie Vögel zu beherrschen[197].

(5)[198]Sie empfingen den Gebrauch der fünf Wirkkräfte des Herrn,

als sechsten aber gab er ihnen zuteilend den Verstand

und als siebten die Vernunft, welche sein Wirkkräfte erklärt.

(6) Rat und Sprache und Augen,

Ohren und Herz gab er ihnen zum Verstehen.

(7) Er erfüllte sie mit Erkenntnis der Einsicht,

sowohl Gutes wie Böses erklärte er ihnen

(8) Er setzte sein Auge auf ihre Herzen,

um ihnen die Größe seiner Werke zu zeigen[199],

(9)[200] und um wegen seiner Wunder gerühmt zu werden.

(10) Und sie werden den Namen seiner Heiligkeit loben,

damit die Größe seiner Werke gefeiert wird.

(11) Er verlieh ihnen Erkenntnis

und teilte ihnen das Gesetz des lebens zu.

(12) Er verfügte einen ewigen Bund mit ihnen

und zeigte ihnen seine Entscheidungen.

(13) Ihre Augen sahen die Größe seiner Herrlichkeit,

und ihre Ohren hörten die Stimme seiner Herrlichkeit.

(14) Und er sprach: Hütet euch vor jedem Unrecht;

und er befahl einem jeden seinen Nächsten.

(15) Ihre Wege waren ständig vor ihm,

und sie waren vor seinen Augen nicht verborgen[201].

(16)[202] Ihre Wege waren von Jugend an auf das Böse aus,

und sie vermochten nicht, ihre steinernen Herzen zu fleischernen zu machen.

(17) Für jedes Volk setzte er einen Anführer ein,

nämlich im Anteil der Völker der ganzen Erde[203],

und Israel ist der Anteil des Herrn.

(18)[204] Den Erstgeborenen setzte er als Bildung ein,

und das er das Licht der Liebe zuteilte, verließ er ihn nicht.

(19) Alle seine Werke sind vor ihm wie die Sonne,

und seine Augen sind ständig über ihren Wegen[205].

(20)Sie verbargen ihr Unrecht nicht vor ihm,

und alle ihre Sünden sind vor dem Herrn.

(21)[206] Weil der Herr gut ist und sein Gebilde kennt,

macht er sie weder schuldig, noch verlässt er sie ungestraft.

(22) Die Barmherzigkeit eines Mannes ist wie ein Siegel auf ihm[207],

und die Gnade eines Menschen wird er wie einen Augapfel bewahren.

(23) Danach wird er sich erheben und ihnen vergelten,

und die Vergeltung gibt er auf ihr Haupt[208];

(24)es sei denn, sie denken um, dann gewährte er ihnen Rückkehr

und tröstet die, welche die Standhaftigkeit verlassen haben.

(25) Wende dich zum Herrn um, und unterlass die Sünde,

bete vor dem Angesicht und verringere das Anstößige;

(26) Kehre zum Höchsten zurück und wende dich vom Unrecht ab,

und verabscheue den Gräuel sehr.

(27) Wer wird den Höchsten in der Unterwelt loben

statt der Lebenden und derer, die Danksagung darbringen?

(28)Bei den Toten wie bei den Nichtseienden geht Danksagung zugrunde;

wer lebendig und gesund ist lobt den Herrn[209].

(29) Wie groß ist das Erbarmen des Herrn[210]

und die Versöhnung mit denen, die sich ihm zuwenden.

(30) Unter den Menschen ist nämlich nicht alles möglich,

denn ein Menschensohn ist nicht unsterblich.

(31) Was ist leuchtender als die Sonne? Und dies hat Mängel;

und Fleisch und Blut denken Böses.

(32) Er sucht die Kraft des höchsten Himmels heim,

und alle Menschen sind Erde und Asche[211].

Achtzehntes Kapitel

(1) Der ewig Lebende schuf das All unverletzt;

(2)Der Herr allein wird gerechtfertigt.[212]

[213]Und es ist kein anderer außer ihm.

(3) Er regiert die Welt mit der Spanne seiner Hand,

er ist nämlich König des Alls in seiner Macht,

er scheidet das Heilige vom Gräuel)

(4)[214] Wem ist es möglich, seine Taten bekanntzugeben;

und wer wird seine großen Taten aufspüren?[215]

(5) Wer wird die Macht seiner Größe aufzählen?

Und wer wird darüberhinaus seine Erbarmungen erzählen?

(6) Es gibt weder ein Vermindern noch ein Hinzufügen[216],

und es gibt kein Aufspüren der Wunder des Herrn;

(7) Wenn ein Mensch (etwas) vollendet, dann beginnt er erst;

und wenn er aufhört, dann wird er arm sein.

(8) Was ist ein Mensch, und was ist sein Nutzen?

Was ist das Gute an ihm, und was ist das Böse an ihm?[217]

(9) Viele Tage eines Menschen

sind hundert Jahre[218];

(10) Wie ein Wassertropfen aus dem Meer und ein Sandkorn,

so wenig Jahre vom Tage der Ewigkeit.

(11)Deshalb ist der Herr langmütig mit ihnen

und gießt sein Erbarmen über sie aus.

(12) Er sah und erkannte ihren Verfall, weil sie böse sind;

deshalb mehrte er seine Versöhnung.

(13) Erbarmen eines Menschen über seinen Nächsten,

Erbarmen des Herrn über alles Fleisch[219];

Er straft und erzieht und lehrt

Und wendet sich wie ein Hirt seiner Herde zu[220].

(14) Er erbarmt sich über die, welche Erziehung annehmen

und diejenigen, welche sich beeilen, seine Rechtsprüche zu tun.

(15) Kind, bewirke kein Missfallen unter Guten

und bei jeder Gabe traurige Worte.

(16) Beendet nicht der Tau die Sommerhitze?

So ist ein Wort mehr als eine Gabe.

(17) Sieh, ist nicht ein Wort mehr als eine gute Gabe?

Und beides von einem begnadeten Mann.

(18) Ein Tor schmäht unbegnadet,

und die Gabe eines Neidischen zerschmelzt die Augen[221].

(19) Vor dem Reden lerne,

und vor der Krankheit heile.

(20) Vor dem Urteil prüfe dich selbst,

und zur Stunde der Heimsuchung wirst du Versöhnung finden.

(21) Demütige dich, ehe du krank wirst,

und zeige Umkehr zur Zeit der Sünden.

(22) Lass dich nicht hindern, rechtzeitig Lob darzubringen,

und verharre nicht bis zum Tode, um gerechtfertigt zu werden.

(23)Bereite dich selbst vor dem Loben,

und sei nicht wie ein Mensch, der den Herrn auf die Probe stellt.

(24) Gedenke des Zornes in den Tagen des Endes

und der Zeit der Rache bei der Abkehr seines Angesichts[222].

(25) Gedenke der Zeit des Hungers in der Zeit des Überflusses,

der Armut und des Mangels in den agen des Reichtums[223].

(26) Vom Morgen bis zum Abend wandelt sich die Zeit,

und vor Gott geschieht alles schnell.

(27)Ein weiser Mann wird bei allem fromm sein[224],

und in den Tagen der Sünden wird er sich vor Lügen hüten

(28) Jeder Einsichtige erkennt die Weisheit,

und dem, der sie findet, wird sie Danksagung geben.

(29)Die in Reden einsichtig sind, sind auch selbst weise

und sie strömen gute Sprüche aus[225].

(30) Folge nicht deinen Begierden,

und hindere dein Verlangen[226];

(31) Wenn du deine Seele mit angenehmen Begierden versorgst,

machst du dich zum Gegenstand des Spottes deiner Feinde

(32) Freue dich nicht über viel Luxus,

und erstrebe nicht seine Vermehrung.

(33) Werde nicht ein Armer, der Gastmähler gibt, um Geld zu erbetteln

und du nichts im schmalen Beutel hast.

Neunzehntes Kapitel

(1) Ein betrunkener Arbeiter wird nicht reich,[227]

wer das Geringe verschmäht, fällt wegen einer Kleinigkeit.

(2)Wein und Frauen bringen die Einsichtigen zu Fall,

und wer an Huren hängt, wird noch frecher sein[228];

(3) Sie werden Verfall und Würmer erben,

und eine freche Seele wird beseitigt werden.

(4) Wer leichtgläubig dem Herzen vertraut

und wer gegen seine Seele sündigt begeht eine Übertretung.

(5) Wer sich von Herzen[229] freut, wird verdammt werden,[230]

(6) Und wer eine Rede verabscheut, die werden böse erniedrigt.

(7) Du sollst niemals eine Rede[231] wiederholen,

Und du wirst keineswegs erniedrigt werden.

(8) Dringe nicht in einen Freund und einen Feind,,

wenn bei dir auch keine Sünde ist, offenbare (dich) nicht[232];

(9)Er hat nämlich gehört und dich beschützt,

und zurzeit wird er wird er dich hassen.

(10) Hast du das Wort gehört? Es soll mit dir sterben;

sei getrost, es wird dich keinesfalls zerreißen.

(11) Angesichts des Wortes hat ein Tor Wehen,

wie eine Gebärende angesichts eines Säuglings.

(12) Ein Geschoss, das in der Hüfte steckt

ist wie ein Wort im Bauch eines Toren.

(13) Überführe einen Freund, dass er es nie getan hat,

und wenn er es getan hat, dass er es nicht weiter tue.

(14) überführe den Nächsten, dass er es niemals gesagt hat,

und wenn er es gesagt hat, dass er es nicht wiederhole.

(15) Überführe einen Freund, oft ist nämlich Verleumdung geschehen,

und traue nicht jedem Wort.

(16) Es gibt einen, dem etwas entschlüpft, und zwar nicht aus der Seele.

Und wer hat mit seiner Zunge nicht gesündigt?[233]

(17)Überführe den Nächsten ehe er droht.

(18)[234]Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Aufnahme,

die Weisheit aber von ihm vollendet die Liebe.

(19) Die Erkenntnis der Gebote des Herrn ist die Bildung des Lebens,

die aber das ihm Angenehme tun, erfreuen sich der Frucht der Unsterblichkeit.

(20) Alle Weisheit ist Furcht des Herrn[235]

und Tun des Gesetzes in aller Weisheit[236]

[237]und die Erkenntnis seiner Allmacht.

(21)[238]Ein Sklave der zu dem Gebieter sagt, wie es (ihm) gefällt und es nicht tut,

und wenn er es getan hat, erzürnt er den, der ihn ernährt.

(22) Und Weisheit ist nicht Erkenntnis der Bosheit,

und es gibt keine Einsicht, woher der Rat der Sünder ist.

(23) Es gibt eine gründliche Klugheit, und die ist ein Gräuel,

und es gibt einen Dummen, der durch Weisheit erniedrigt wird;

(24) Besser ein Erschreckter, der durch Einsicht besiegt wird

als seiner der an Denken überfließt und das Gesetz übertritt.

(25) Es gibt eine gründliche Klugheit, und die ist ungerecht[239],

und es gibt einen, der Gnade abwendet und Gericht ans Licht bringt.

(26) gibt einen, der Böses vorhat, indem er sich im Schwarzen verbirgt,

und sein Inneres ist voll von Betrug;

(27) Er verbirgt sein Angesicht und ist taub,

wo er nicht erkannt wird, nähert er sich dir.

(28) und wenn er von der Stärke eines Geringeren gehindert wird zu sündigen[240],

wird er Böses tun, wenn er Zeit findet.

(29) Vom Anblick wird ein Mann erkannt,

und von der Begegnung mit einer Person wird Klugheit erkannt.

(30) Die Kleidung eines Mannes und das Lachen der Zähne

und der Schritt eines Menschen geben über ihn bekannt.

Zwanzigstes Kapitel

(1) Es gibt eine Zurechtweisung, die nicht schön ist,

und es gibt einen Schweigenden, und der ist klug.

(2) Es ist besser überführt als geärgert zu werden,

(3) und wer offen zugibt, durch einen Fehler behindert zu sein.

(4) Die Begierde eines Eunuchen entjungfert ein Mädchen,

so ist der, welcher mit Gewalt ein Urteil herbeiführt

(5) Es gibt einen Schweigenden, der als Weiser befunden wird,

und es gibt einen Hasser mit vielen Reden[241].

(6) es gibt einen Schweigenden, der hat nämlich keine Antwort,

und es gibt einen Schweigenden, der den Zeitpunkt kennt.

(7) Ein weiser Mensch wird bis zum Zeitpunkt schweigen,

aber ein Großtuer und ein Törichter verpasst den Zeitpunkt[242].

(8) Wer einen Überfluss an Rede hat, stößt ab[243],

und der Unterwürfige wird gehasst.

(9) Für einen Mann gibt es ein Lob im Schlimmen,

und es gibt einen Fund für einen Fehler.

(10) Es gibt eine Gabe, die dir nichts nützt,

und es gibt eine Gabe, die eine doppelte Vergeltung ist[244].

(11) Es gibt Erniedrigung wegen der Ehre,

und es gibt den, der aus der Erniedrigung das Haupt erhebt.

(12) Es gibt einen, der vieles für weniges kauft

und einen, der es siebenfach bezahlt.

(13) Der Weise macht sich mit Worten selbst beliebt[245],

aber Gunsterweise der Toren werden ausgegossen.

(14) Eine Gabe eines Toren nützt dir nichts,

seine Augen sind nämlich viele statt des einen[246].

(15) Er wird wenig geben und viel schmähen

und seinen Mund wie ein Herold auftun;

heute leiht er, und morgen fordert er,

er ist ein hassender Mensch.

(16) Ein Tor sagt: Ich habe keinen Freund,

und es gibt keinen Dank für meine Wohltaten;

(17) Die sein[247] Brot essen führen böse Reden,

wie oft lachen sie ihn[248] auch aus?

(18) Ein Sturz vom Fußboden ist mehr als aus der Zunge,

so wird der Fall der Bösen mit Schnelligkeit geschehen.

(19) Ein unangenehmer Mensch, eine Erzählung zur Unzeit:

im Munde der Ungebildeten wird es fortgesetzt.

(20) Aus dem Munde eines Toren wird ein Gleichnis abgelehnt;

er hat es nämlich nicht zu seiner Zeit ausgesprochen[249].

(21) Es gibt einen, der aus Mangel am Sündigen gehindert wird,

auch in seiner Ruhe führt er es nicht aus[250].

(22) Es gibt einen, der durch Schande seine Seele verdirbt,

und angesichts eines Toren richtet er sie zugrunde[251].

(23) Es gibt einen, der wegen der Schande einem Freunde Versprechungen macht,

und er erwarb ihn umsonst als Feind.

(24) Ein übler Schandfleck an einem Menschen ist eine Lüge[252],

im Munde der Ungebildeten wird sie fortgesetzt.

(25) Vorzuziehen ist ein Dieb oder ein dauernd lügender Mensch,

beide werden den Untergang erben.

(26) Der Charakter eines verlogenen Menschen ist Unehre,

und seine Schande ist dauernd mit ihm.

(27) Der Weise wird sich selbst durch Worte voranbringen,

und ein besonnener Mensch gefällt einem Vornehmen.

(28) Wer die Erde bearbeitet wird seinen Haufen[253] erhöhen,

und wer dem Vornehmen gefällt vertreibt Unrecht[254].

(29) Geschenke und Gaben machen die Augen der Weisen blind,

und wie ein Maulkorb weist er Vorwürfe ab.[255]

(30) Verborgene Weisheit und ein unsichtbarer Schatz[256],

wer hat den Nutzen von beidem?

(31) Besser ein Mensch, der seine Torheit verbirgt

als ein Mensch, der seine Weisheit offenbart.

Einundzwanzigstes Kapitel

(1) Kind, hast du gesündigt? Fahre nicht mehr fort,

und wegen der früheren bete[257].

(2) Flieh vor der Sünde wie vor dem Anblick einer Schlange;

Wenn du nämlich hinzu trittst, ergreift sie dich;

Die Zähne des Löwen und ihre Zähne

Vernichten die Seelen der Menschen.

(3) Jede Ungesetzlichkeit ist wie ein zweischneidiges Schwert,

und in ihren Schlägen ist keine Heilung

(4) Schrecken und Hochmut verwüsten Reichtum;

so wird das Haus eines Hochmütigen verwüstet.

(5) Ein Gebet eines Armen aus dem Munde bis in seine Ohren[258],

und sein Urteil kommt .schnell.

(6) Wer eine Anklage hasst, ist in der Spur des Sünders[259],

und wer den Herrn fürchtet, kehrt im Herzen um.

(7) Von ferne wird der Mächtige durch die Sprache erkannt,

aber der Kluge weiß, wodurch er fällt.

(8) Wer sein Haus auf fremdem Grund baut

ist wie einer, der Steine für seinen Grabstein[260] sammelt[261].

(9) Eine grobe Ansammlung ist eine Versammlung von Gesetzlosen[262],

und ihr Ende ist eine Flamme des Feuers[263].

(10) Der Weg der Sünder ist aus geglätteten Steinen,

und an seinem Ende ist die Grube der Unterwelt.

(11) Wer das Gesetz bewahrt, beherrscht seine Wahrnehmung,

und das Ziel der Furcht des Herrn ist Weisheit[264].

(12) Wer nicht gebildet ist, der ist kein kluger Mann,

es gibt aber eine Klugheit, die mit Bitterkeit angefüllt ist[265].

(13) Die Erkenntnis eines Weisen steigt wie eine Flut

und sein Rat wie eine Quelle des Lebens[266].

(14) Das Innere eines Toren ist wie ein zerbrochener Behälter,

und er beherrscht nicht die ganze Erkenntnis.

(15) Ein weises Wort, wenn es ein Kluger hört,

wird ihn verherrlichen und über ihn empor bringen;

der Lüsterne hört, und es führt ihn weg

und wendet ihn zurück.

(16) Die Erklärung eines Toren ist wie eine Last auf dem Wege,

aber auf den Lippen eines Einsichtigen wird Gnade gefunden[267].

(17) Der Mund eines Besonnenen wird in der Versammlung gesucht,

und seine Worte werden im Herzen verstanden.

(18) Wie ein verschwundenes Haus ist Weisheit für einen Toren,

und die Erkenntnis des Uneinsichtigen sind unbedachte Worte.

(19) Eine Fessel an den Füßen ist die Erziehung eines Unverständigen

und wie Handfesseln an seiner rechten Hand.

(20) Ein Tor erhebt seine Stimme im Gelächter,

ein kluger Mann aber lächelt kaum in Ruhe.

(21) Für einen Besonnenen ist Bildung wie ein Schmuck aus Gold

und wie eine Spange am rechten Arm.

(22) Der Fuß eines Toren ist schnell zu Hause,

aber ein sehr erfahrener Mensch schämt sich davor[268].

(23)Ein Dummer blickt von der Tür ins Haus,

aber ein gebildeter Mann bleibt draußen stehen,

(24) Die Unbildung eines Menschen wird von der Tür aus gehört,

aber ein Besonnener wird durch Unehre beschwert.

(25) Die Lippen der Fremden erzählen davon,

aber Worte eines Besonnenen stehen auf der Waage.

(26) Im Munde der Toren ist ihr Herz,

das Herz aber der Weisen ist ihr Mund[269].

(27) Wenn ein Gottloser den Ankläger verflucht,

dann verflucht er seine eigene Seele.

(28) Wer heimlich flüstert befleckt seine eigene Seele[270],

und in der Nachbarschaft wird er gehasst.

Zweiundzwanzigstes Kapitel

(1) Mit einem beschmierten Stein wird ein Fauler verglichen,

und jeder streicht auf seine Unehre.

(2) Mit dem Mist von Dünger wird ein Fauler verglichen,

jeder, der ihn aufhebt, wischt die Hand ab.

(3) Die Schande eines Vaters besteht in ungebildeter Nachkommenschaft,

eine Tochter aber wird zum Makel

(4) Eine besonnene Tochter wird ihren Mann erben[271],

und die Geschändete zum Kummer des Erzeugers sein;

(5) Einen Vater und einen Mann schändet die Hochmütige,

und von beiden wird er entehrt.

(6) Eine Erzählung zur Unzeit ist Musik in der Trauer,

Peitschen aber und Erziehung sind zu jeder Zeit von Weisheit[272].

[273](7)Kinder haben die Nahrung in einem guten Leben,

sie blicken auf die unedle Geburt der eigenen Eltern.

(8) Kinder, die sich in Verachtung und Unbildung hochmütig erheben,

beschmutzen die edle Herkunft ihrer Verwandtschaft.

(9) Wer einen Toren lehrt klebt Ton zusammen.

Er weckt einen Schlafenden aus der Tiefe des Schlafes.

(10) Wer sich mit einem Toren unterhält, der unterhält sich mit einem Schlummernden,

und am schließlich wird er sagen: Was ist?

(11) Traure über einen Toten, denn das Licht ist erloschen,

und traure über einen Toren, denn die Einsicht ist erloschen[274];

traure freudig über einen Toten, denn er hat Ruhe gefunden,

das böse Leben eines Toren aber geht über das Leben hinaus.

(12) Trauer über einen Toten währt sieben Tage[275],

über einen Toren und Gottlosen aber alle Tage seines Lebens.

(13) Mit einem Toren sollst du kein Wort aufwenden,

und geh nicht zu einem Uneinsichtigen;

hüte dich vor ihm, damit du keine Mühe hast,

und beschmutze dich nicht beim Händeschütteln mit ihm;

neige dich weg von ihm, und du wirst Ruhe finden,

und erschöpfe dich nicht durch seinen Irrsinn[276].

(14) Was ist schwerer als Blei zu (er)tragen?

Und was ist sein Name als der eines Toren?

(15) Sand und Salz und eine Masse Eisen

sind leichter zu (er)tragen als ein Mensch ohne Einsicht[277].

(16) Ein zusammengefügtes Holz zum Hausbau

wird beim Erdbeben nicht zerstört;

so wird ein gefestigtes Herz beim Bedenken eines Ratschlusses

zurzeit nicht erschrecken.

(17) ein auf Verstehen der Einsicht gesetztes Herz

ist wie der Schmuck eines Pflasters einer polierten Mauer.

(18) Auf einen hohen Platz gesetzte Bollwerke

werden gegen einen Sturm nicht standhalten;

so ist ein furchtsames Herz auf dem Denken eines Toren,

gegenüber jeder Furcht hält er nicht stand.

(19) Wer ein Auge ansticht bewirkt Tränen,

und wer ein Herze ansticht bringt Wissen ans Licht.

(20) Wer einen Stein nach Vögeln wirft erschreckt si,

wer einen Freund schmäht zerstört Freundschaft.

(21)Wenn du gegen einen Freund das Schwert ziehst,

sollst du nicht verzweifeln, es gibt nämlich eine Rückkehr;

(22) Wenn du deinen Mund gegen einen Freund öffnest,

sollst du nicht erschrecken, es gibt nämlich eine Versöhnung;

Außer Verleumdung und Hochmut und Enthüllung eines Geheimnisses und einem schmerzhaften Schlag,

in diesen Fällen wird jeder Freund fliehen[278].

(23) Halte Vertrauen mit einem Nächsten, der in Armut ist,

damit du zugleich mit seinen Gütern erfüllt wirst;

damit du an seiner Erbschaft miterbst.

(24) Vor dem Feuer sind Rauch und Qualm des Ofens;,

so ist Beschimpfung vor dem Blut(vergießen)[279].

(25) Einen Freund zu beschützen, werde ich mich nicht schämen,

und vor seinem Angesicht verberge ich mich nicht,

(26) wenn mir durch ihn auch Böses widerfährt,

wird sich jeder, der (es) hört, vor ihm hüten.

(27) Wer stellt einen Wächter an meinen Mund

und einen Weisen als Siegel auf meine Lippen,

damit ich durch sie nicht falle

und meine Zunge mich nicht zugrunde richtet[280].

Dreiundzwanzigstes Kapitel

(1) Herr, Vater und Gebieter meines Lebens[281],

überlass mich nicht ihrem Ratschluss,

und lass mich nicht unter sie fallen

(2) Wer beschafft Peitschen für mein Denken

und Züchtigung der Weisheit für mein Herz,

damit ich bei meiner Unwissenheit nich geschont werde,

damit ihre Sünden nicht herankommen,

(3 )so dass sich meine Unwissenheiten nicht mehren

und meine Sünden nicht zunehmen

und ich nicht vor den Feinden falle

und mein Feind sich über mich freut[282]?

(4) Herr, Vater und Gott meines Lebens[283],

gib mir nicht die Erhebung der Augen[284],[285]

(5) und wende die Begierde von mir ab;

(6) Das Verlangen des Bauches und Sexuelles sollen mich nicht ergreifen[286],

und verleihe mir keine schamlose Seele.

(7) Hört, Kinder, auf die Zucht des Mundes,

und wer wachsam ist, wird sich nicht quälen.

(8) Mit seinen Lippen wird ein Sünder ergriffen,

und ein Übeltäter und ein Hochmütiger werden durch sie zu Fall gebracht.

(9) Mit einem Eid sollst du deinen Mund nicht speisen[287],

und an die Nennung des Heiligen sollst du dich nicht gewöhnen[288];

(10) Wie nämlich ein ständig überprüfter Sklave

von Schlägen nicht kleiner wird,

so wird auch einer, der schwört und ständig den Namen nennt,

nicht von der Sünde gereinigt.

(11) Ein Mann, der viel schwört, ist von Gesetzlosigkeit erfüllt,[289]

und Plage wird seinem Hause nicht fern bleiben,

wenn er sündigt, ist seine Sünde auf ihm,

und wenn er (sie) übersieht, sündigt er doppelt;

und wenn er falsch schwört, wird er nicht gerechtfertigt,

und sein Haus wird mit Unglück erfüllt[290].

(12) Für den Tod gibt es eine unvergleichliche Redeweise,

sie werde im Erbe Jakobs nicht gefunden,

von den Frommen bleibt dies alles fern,

und mit Sünden besudeln sie sich nicht.

(13) An ungebildete Schlüpfrigkeiten sollst du deinen Mund nicht gewöhnen;

darin ist nämlich die Rede der Sünde.

(14) Gedenke deines Vaters und deiner Mutter[291],

inmitten der Großen sitzt du im Rat,

dass du dich vor ihnen nicht vergisst

und du durch Gewohnheit für einen Toren gehalten wirst

und du wünschst, nicht geboren zu sein

und verfluchst den Tag deiner Geburt[292].

(15) Ein Mensch, der an schändliche Worte gewöhnt ist,

wird alle seine Tage niemals gebildet werden.

(16) Zwei Arten von Menschen mehren die Sünden[293]

und die dritte führt Zorn herauf;

(17) Eine warme Seele ist wie ein brennendes Feuer;

und es wird nicht gelöscht, bis es ausgeht;

ein unzüchtiger Mensch im Leibe seines Fleisches,

er hört nicht auf, bis das Feuer abgebrannt ist;

für einen unzüchtigen Menschen ist jedes Brot süß,

und es endet nicht, bis er stirbt.

(18) Ein Mensch, der sein Bett verlässt

und in seiner Seele sagt: Wer sieht mich denn?

Rings um mich ist Dunkelheit, und die Wände verbergen mich,

und keiner sieht mich; was soll ich fürchten?

Der Höchste wird meiner Sünden keinesfalls gedenken[294].

(19) Die Augen der Menschen sind seine Furcht,

und er weiß nicht, dass die Augen des Herrn

tausendmal heller sind als die Sonne

und auf alle Wege der Menschen blicken

und den verborgenen Teil erfassen[295].

(20) Ehe das All geschaffen wurde, war es ihm bekannt,

so auch nachdem es vollendet war[296].

(21) Der wird auf den Plätzen der Stadt gestraft werden,

und wenn er es nicht vermutet, wird er gefasst.

(22) So auch eine Frau, die ihren Mann verlässt

und von einem andern einen Erben bringt.

(23) Vor allem war sie nämlich dem Gesetz des Höchsten ungehorsam,

zum andern hat sie gegen ihren Mann gesündigt,

und drittens hat sie in Unzucht Ehebruch begangen

und von einem andern Mann Kinder empfangen.

(24) Sie wird vor die Gemeinde geführt,

und für ihre Kinder wird es eine Heimsuchung geben.

(25) Ihre Kinder werden nicht Wurzel schlagen,

und ihre Zweige werden keine Frucht tragen[297].

(26) Ihr Gedächtnis wird zum Fluch hinterlassen,

und ihre Schande wird nicht ausgetilgt werden,

(27) Und die Hinterbliebenen werden erkennen,

dass es nichts Besseres gibt als die Furcht des Herrn[298]

und nichts süßer ist als das die Gebote des Herrn zu halten.

Vierundzwanzigstes Kapitel

(1) Die Weisheit preist ihre Seele,

und inmitten ihres Volkes rühmt sie sich[299];

(2) In der Gemeinde des Höchsten öffnet sie ihren Mund,

und angesichts seiner Macht rühmt sie sich:[300]

(3) Ich bin vom Munde des Höchsten[301] ausgegangen[302],

und verhüllte die Erde wie Dunst;

(4) Ich wohnte in den Höhen,

und mein Thron war in der Säule einer Wolke;

(5) Ich allein umgab den Himmelskreis

und ging in der Tiefe des Abgrunds umher;

(6) in den Wogen des Meeres und auf der ganzen Erde

und in jedem Volk und jeder Nation erlangte ich Besitz.

(7) Bei diesen allen suchte ich einen Ruheplatz,

und im Erbe von einem wollte ich wohnen.

(8) Da gebot mir der Schöpfer des Alls,

und der mich geschaffen hatte verschaffte mir mein Zelt als Ruhe

und sprach: In Jakob sollst du wohnen[303],

und in Israel soll dein Erbe sein.

(9) Vor dem Weltalter habe ich dich am Anfang geschaffen[304],

und bis in Ewigkeit sollst du nicht enden.

(10) Im heiligen Zelt habe ich vor ihm gedient,

und so wurde ich in Sion heimisch,

(11) ebenso ließ er mich in der geliebten Stadt ruhen,

und in Hierusalem war meine Macht;

(12) und ich wurzelte im gelobten Volk ein,

im Anteil des Herrn, seines Erbes.

(13) Wie eine Zeder, die im Libanon erhöht wurde[305]

und wie eine Zypresse im Gebirge Aermon[306].

(14) wie eine Palme, aufgewachsen in Aiggadon[307]

und wie eine Rosenpflanze in Iericho,

wie ein schöner Ölbaum auf dem Felde,

und ich wuchs auf wie eine Platane.

(15) Wie Zimt und Aspalathos gab ich Wohlgeruch von Düften,

und wie auserwählte Myrrhe gab ich den Geruch des Wohlbefindens,

wie Mutterharz und Onyx[308] und Myrrhenöl

und wie Weihrauch im Zelt[309].

(16) Wie eine Terebinthe habe ich meine Zweige ausgestreckt,

und meine Zweige sind Zweige der Herrlichkeit und der Gnade.

(17) Ich bin wie ein Weinstock, der Gnade hervorbringt,

und meine Blüte ist die Frucht von Ehre und Reichtum.[310]

(19) Kommt zu mir, die ihr mich begehrt[311],

und werde von meinen Früchten erfüllt;

(20) Mein Gedenken ist nämlich mehr als süßer Honig,

und mein Erbe ist mehr als eine Honigwabe[312].

(21) Die mich essen, werden nach mehr hungern,

und die mich trinken, werden nach mehr dürsten

(22) Die mir gehorchen, werden nicht beschämt werden,

und die durch mich arbeiten, werden nicht sündigen.

(23) Dies alles ist das Buch des Bundes des höchsten Gottes[313],

das Gesetz, das uns Moyses geboten hat[314]

als Erbe für die Versammlungen Jakobs,

(25)Wie der Pison füllt er mit Weisheit an

und wie der Tigris in den Tagen des Frühlings,

(26) er füllt Einsicht wie der Euphrat

und wie der Jordan in den Tagen der Ernte,

(27) und Bildung lässt er aufleuchten wie ein Licht,

wie Gihon in den Tagen des Traubenlesers.

(28) Der Erste, der sie erkennt, ist nicht zu Ende gekommen,

und so wird sie der Letzte nicht aufspüren;

(29)Denn ihre Klugheit ist von einem Meer erfüllt

und ihr Rat von einem tiefen Abgrund.

(30)Auch ich bin wie ein Bach von einem Fluss

und wie ein Kanal, der ins Paradies führt;

(31) Ich sagte: Ich will meinen Garten wässern

und trunken machen mein Beet;

und sieh, es wurde mir ein Kanal zum Fluss,

und mein Fluss wurde zum Meer.

(32) Noch erhelle ich die Bildung wie die Morgendämmerung

und lasse sie bis in die Ferne leuchten;

(33) Noch gieße ich die Lehre aus wie eine Verkündigung

und werde sie hinterlassen für die Geschlechter der Weltalter.

(34) Ihr seht, dass ich mich nicht für mich allein gemüht habe,

sondern für alle, die sie suchen[315].

Fünfundzwanzigstes Kapitel

(1) Dreifach wurde ich schön gemacht, und ich wurde als Schönheit hingestellt

vor dem Herrn und den Menschen;

Übereinstimmung mit den Brüdern und Liebe zu den Nächsten[316],

und Frau und Mann gehen miteinander um.

(2) Drei Gestalten hasste meine Seele,

und ich habe mich sehr über ihr Leben geärgert:

einen hochmütigen Armen und einen rechen Lügner,

einen alten Ehebrecher, dem Einsicht fehlt.

(3) Du hast in der Jugend nicht gesammelt,

und wie willst du in deinem Alter (etwas) finden?

(4) Wie schön ist für graue Haare ein Gericht

und für Alte Rat zu erkennen[317].

(5) Wie schön ist Weisheit der Alten

und für Geehrte Klugheit und Rat.

(6) Ein Kranz der Alten ist viel Erfahrung[318],

und ihr Ruhm ist die Furcht des Herrn[319].

(7) Sieben Erwägungen preise ich im Herzen,

und die siebente spreche ich mit der Zunge aus:

Ein Mensch, der sich über Kinder freut,

lebt und sieht auf den Fall der Feinde;

(8) Glückselig der Mann, der mit einer klugen Frau zusammen lebt[320]

und der mit der Zunge nicht entgleitet[321]

und der nicht einem dient, der seiner unwürdig ist;

(9) glückselig ist, wer Besonnenheit gefunden hat,

und der in die Ohren der Zuhörer spricht;

(10) Wie groß derjenige ist, der Weisheit findet;

aber es gibt nichts über den, der den Herrn fürchtet;

(11) die Furcht des Herrn übertrifft alles[322],

wem soll ich den vergleichen, der sie festhält?[323]

(13) Jeden Schlag und nicht einen Schlag auf das Herz,

und jede Bosheit und nicht die Bosheit einer Frau;

(14) Jedes Elend und nicht das Elend der Hassenden;

jede Rache und nicht die Rache der Feinde.

(15) Es gibt keinen Kopf über den Kopf der Schlange,

und es gibt keine Wut über der Wut eines Feindes.

(16) Mit einem Löwen und einem Drachen zusammen zu wohnen ist mir angenehmer

als mit einer boshaften Frau zusammen zu leben[324].

(17) Die Bosheit einer Frau verändert ihr Aussehen

und verdunkelt ihr Angesicht wie ein Bär;

(18) Inmitten seiner Nächsten fällt ihr Mann nieder

und seufzt unfreiwillig bitterlich.

(19) Gering ist jede Bosheit gegenüber der Bosheit einer Frau,

und der Anteil eines Sünders möge auf sie fallen.

(20) Ein sandiger Weg unter den Füßen eines Alten,

so ist eine geschwätzige Frau für einen ruhigen Mann.

(21) Du sollst nicht auf die Schönheit einer Frau hereinfallen

und sollst eine Frau nicht begehren[325].

(22) Zorn und Schamlosigkeit und große Schande,

wenn eine Frau ihren Mann versorgt.

(23) Ein niedriges Herz und ein tückisches Angesicht

und Schläge auf das Herz sind eine böse Frau;

schlaffe Hände und lahme Knie,

die sind es, die ihren Mann nicht glücklich machen.

(24) Von einer Frau kommt der Anfang der Sünde[326],

und durch sie sterben alle.

(25) Du sollst dem Wasser keinen Durchlauf gewähren

und einer bösen Frau keine Handlungsfreiheit;

(26)wenn sie sich nicht nach deinen Händen richtet,

scheide sie von deinem Fleisch.

Sechsundzwanzigstes Kapitel

(1) Glückselig ist der Mann einer guten Frau[327],

und die Zahl seiner Tage ist doppelt.

(2) Eine tüchtige Frau erfreut ihren Mann

und seine Tage wird er in Frieden vollenden.

(3) Eine gute Frau ist ein guter Anteil,[328]

sie wird dem Teil derer gegeben, die den Herrn fürchten.

(4) Ein gutes Herz eines Reichen und eines Armen

hat zu jeder Zeit ein fröhliches Angesicht.

(5) Von dreien erschrak mein Herz[329],

und vor dem vierten Anblick gerate ich in Not:

der Verleumdung (in) der Stadt und der Versammlung der Masse

und der falschen Anklage, alles schlimmer als der Tod.

(6) Schmerz des Herzend und der Kummer über eine Frau, die auf eine Frau eifersüchtig ist,

und die Peitsche einer Zunge ist allen gemeinsam.

(7) Eine böse Frau ist ein schwankendes Ochsenjoch,

wer sie festhält ist wie einer, der einen Skorpion in der Hand hält.

(8) Ein großer Zorn ist eine betrunkene Frau,

und sie wird ihre Schande nicht bedecken.

(9) Die Unzucht einer Frau ist das Erheben der Augen,

und an ihren Augenlidern wird sie erkannt.

(10) Halte W ache über eine halsstarrige Tochter,[330]

damit sie deine Nachsicht nicht für sich nutzt.

(11) Sei wachsam hinter einem schamlosen Auge,

und wundere dich nicht, wenn sie sich gegen dich wendet;

(12) Wie ein durstiger Wanderer den Mund öffnet

und von jedem nahe gelegenen Wasser trinkt,

setzt sie sich vor jeden Zeltpflock

und öffnet den Köcher vor jedem Geschoss.

(13) Die Gunst einer Frau verändert jeden Mann[331],

und seine Küsse bereichern ihre Erkenntnis.

(14) Eine Gabe des Herrn ist eine schweigsame Frau,

und es gibt keinen Kauf einer gebildeten Seele;[332]

(15) Gnade über Gnade ist eine schamhafte Frau[333],

und es gibt keinen Ruheplatz, der einer enthaltsamen Seele wert ist.

(16) Die Sonne geht in den Höhen des Herrn auf

und die gute Schönheit einer Frau im Schmuck ihres Hauses;

(17) Ein brennender Leuchter auf einem heiligen Leuchter

und die Schönheit eines Gesichtes im reifen Alter;

(18) Goldene Stühle auf silbernen Füßen,

und schöne Beine auf wohlgestalteten Füßen.

(19)[334]Kind, halte dich auf dem Höhepunkt deines Alters gesund,

und gib deine Kraft nicht den Fremden;

(20) Wenn du den fruchtbaren Boden des ganzen Feldes gesucht hast,

säe eigenen Samen im Vertrauen auf deine vornehme Herkunft.

(21) So werden deine Gewächse überleben,

und da sie Zuversicht auf vornehme Abstammung haben, werden sie groß werden.

(22) Eine Lohnfrau wird einer Stickerin gleich geachtet,

unter einem Manna aber als Turm des Todes für die, welche sie gebrauchen, geachtet.

(23) Eine Frau ist gottlos bis sie einem Gesetzlosen gegeben wird,

eine Fromme aber wird einem gegeben, der den Herrn fürchtet.

(24) Eine schamlose Frau erzeugt Schande,

eine schamhafte Tochter macht auch den Mann schamhaft.

(25) Eine eigensinnige Frau wird als Hund geachtet,

aber die Scham hat, wird den Herrn fürchten.

(26) Eine weise Frau, die ihren Mann ehrt, wird allen auffallen,

ist sie aber widerspenstig im Hochmut, wird sie von allen als gottlos erkannt.

Glückselig ist der Mann einer guten Frau,

die Zahl seiner Jahre wird nämlich verdoppelt werden.

(27) Eine viel redende und geschwätzige Frau,

die wie eine Kriegstrompete auf den Wechsel schaut,

jedes Menschen Seele gleicht denen,

deren Seele in den Verwirrungen des Krieges verwechselt wird,

(28) Über zweierlei ist meine Seele betrübt[335],

und über ein Drittes[336] kam Zorn über mich;

ein Kriegsmann zieht sich wegen eines Mangels zurück

und vernünftige Männer, wenn sie bedrängt werden,

einer, der sich von der Gerechtigkeit ab- und der Sünde zuwendet:

der Herr bereitet ihn für das Schwert vor[337].

(29) Ein Kaufmann kann sich kaum vor einer Übertretung hüten[338],

und ein Händler wird von seiner Sünde nicht gerechtfertigt.

Siebenundzwanzigstes Kapitel

(1) Wegen des Geldes sündigen viele[339],

und wer sich zu füllen sucht, der wird ein Auge abwenden.

(2) Zwischen einem Haufen von Steinen steckt ein Nagel,

und zwischen Verkaufen und Kaufen wird durch die Sünden zerrieben[340].

(3)Wenn er sie nicht schnell in der Furcht des Herrn beherrscht,

wird das Haus bald zugrunde gerichtet werden..

(4) Beim Schütteln eines Siebes bleibt Ausschuss übrig,

so ist der Schmutz eines Menschen in seinem Denken.

(5) Irdene Gefäße prüft der Ofen

und die Prüfung eines Menschen in seinem Gedanken.

(6) Als Ernte eines Baumes erscheint seine Frucht,

so ist der Gedanke des Herzens eines Menschen[341].

(7) Du sollst einen Mann nicht vor seinem Denken loben;

er ist nämlich die Erprobung der Menschen.

(8) Wenn du das Gerechte verfolgst, wird es zufassen,

und es wird bekleiden wie ein Gewand der Ehre.

(9) Vögel gesellen sich zu ihresgleichen

und die Wahrheit wendet sich denen zu, die sie tun[342].

(10)Ein Löwe lauert an der Tür,

so die Sünde auf die, welche Unrecht tun.

(11) Die Rede eines Frommen ist immer Weisheit,

aber der Tor ändert sich wie der Mond.

(12) Inmitten der Unvernünftigen achte genau auf den Zeitpunkt,

sei beständig inmitten der Vernünftigen.

(13) Eine Rede der Toren ist ein Ärgernis,

und ihr :Lachen ist in der Leichtfertigkeit der Sünde.

(14) Eine Rede eines Vielschwörers sträubt die Haare,

und ihr Wettstreit ist eine Barriere für die Ohren.

(15) Blutvergießen ist der Wettstreit der Hochmütigen,

und ihr Missbrauch ist die Bekanntgabe des Übels[343].

(16) Wer Geheimnisse enthüllt zerstört das Vertrauen[344],

und er wird keinen Freund für seine Seele finden.

(17) Liebe einen ;Freund, und vertraue dich ihm an;

wenn du sein Geheimnis offenbaren wirst, sollst du ihm nicht nachlaufen[345].

(18) Wie nämlich ein Mensch seinen Feind[346] vernichtet,

so vernichtet er die Freundschaft mit dem Nächsten:

(19) und wie du einen Vogel aus deiner Hand frei lässt,

so verlässt du den Nächsten und jagst ihm nicht nach.

(20) Du sollst ihn nicht verfolgen, denn er ist weit entfernt

und entflohen wie eine Gazelle aus der Falle.

(21) Denn eine Wunde kann verbunden werden,

und für eine Zurückweisung gibt es Versöhnung.

(22) Der mit den Augen winkt plant Böses[347],

und niemand wird es von ihm abwenden;

(23) Statt mit den Augen redet sein Mund vor dir süß,

und du wirst über seine Worte staunen,

danach aber ändert er seinen Mund

und erregt mit deinen Worten Ärgernis.

(24)Vieles habe ich gehasst und nichts so wie ihn,

auch der Herr hasst ihn.

(25) Wer einen Stein in die Höhe wirft, wirft ihn auf sein Haupt[348],

ein kräftiger Schlag fügt Wunden zu.

(26) Wer eine Grube gräbt, der fällt in sie[349],

wer eine Falle stellt, springt in sie hinein.

(27) Wer Böses tut rollt hinein,

und er merkt nicht, woher es ihm widerfährt.

(28) Spott und Schmähung dem Hochmütigen,

und die Strafe lauert auf ihn wie ein Löwe

(29) In einer Falle werden die geschnappt, die sich über den Fall der Frommen freuen,

Schmerz wird sie vor ihrem Tode verzehren.

(30) Wut und Zorn, und dies sind Gräuel,

und ein sündiger Mann hält an ihnen fest.

Achtundzwanzigstes Kapitel

(1) Wer Rache übt, wird vom Herrn Rache finden,

und er wird seine Sünden aufmerksam beachten.

(2) Vergib ungerechte Taten deines Nächsten[350],

und wenn du dann gebetet hast, werden deine Sünden aufgelöst.

(3) Ein Mensch bewahrt Zorn gegen einen Menschen,

und beim Herrn sucht er Heilung?

(4)Gegen einen Menschen, der ihm gleich ist, hat er kein Erbarmen

und betet für seine Sünden?

(5) Er ist dasselbe Fleisch und hält am Grimm fest,

wer wird seine Sünden vergeben?

(6) Gedenke des Endes[351], und beende die Feindschaft,

Vernichtung und Tod, und halte die Gebote.

(7) Gedenke der Gebote, und murre nicht gegen den Nächsten,

und den Bund des Höchsten, und verachte Unwissenheit.

(8) Halte dich fern vom Streit, und du wirst die Sünden mindern[352];

ein wütender Mensch entzündet[353] nämlich Streit,

(9) und ein sündiger Mann verwirrt Freunde

und wirft mitten unter Friedfertige Verleumdung.[354]

(10)Wie das Feuermaterial ist, so wird es brennen,

und wie der Eigensinn des Streites ist, so wird er brennen;

und wie die Kraft des Menschen ist, so wird seine Wut sein,

und wie der Reichtum ist, so wird er seinen Zorn mehren.

(11)Eiliger Streit entzündet Feuer,

und eiliger Streit vergießt Blut.

(12) Wenn du auf einen Funken bläst, wird er brennen[355],

und wenn du auf ihn spuckst, wird er gelöscht;

und beides kommt aus deinem Munde.

(13) Ihr sollt Verleumdung und Doppelzüngigkeit verfluchen[356];

viele Friedfertige richtet es nämlich zugrunde[357].

(14) Eine dritte Zunge[358] erregt viele

und entzweit sie von Volk zu Volk[359]

und zerstörte befestigte Städte

und vernichtete die Häuser der Großen.

(15) Eine dritte Zunge vertrieb mutige Frauen

und entzieht ihnen ihr mühsam Erworbenes.

(16) Wer sie beachtet wird keine Ruhe finden,

auch nicht mit Ruhe wohnen.

(17) Ein Schlag einer Peitsche macht Striemen,

ein Schlag der Zunge aber zerquetscht Knochen.

(18) Viele fielen durch die Schärfe des Schwertes

und nicht wie die, welche durch eine Zunge gefallen sind.

(19) Glückselig wer vor ihr geschützt ist,

der nicht durch ihre Wut hindurchgegangen ist,

dem ihr Joch nicht auferlegt wurde

und der nicht mit ihren Fesseln gebunden wurde.

(20) Denn ihr Joch ist ein eisernes Joch,

und ihre Fesseln sind eherne Fesseln;

(21)Ihr Tod ist ein schlimmer Tod,

und die Unterwelt ist angenehmer als sie.

(22) Sie wird keinesfalls über Fromme gebieten,

und sie werden in ihrer Flamme nicht brennen.

(23) Die den Herrn verlassen fallen in sie hinein,

und unter ihnen brennt es und wird niemals gelöscht;

und es wird zu ihnen gesandt wie ein Löwe,

und wie ein Panther wird er sie verletzen.

(24) Sieh, umgib deinen Besitz mit Dornen,

Binde dein Silber und Gold fest;

(25)und mit deinen Worten mach ein Joch und ein Gewicht,

und aus deinem Munde mache eine Tür und eine Barriere.

(26) Hüte dich, dass du niemals auf sie hereinfällst,

und fall nicht vor dem Lauernden.

Neunundzwanzigstes Kapitel

(1) Wer Barmherzigkeit tut, leiht dem Nächsten,

und wer mit seiner Hand stark ist, hält die Gebote.

(2) Leihe dem Nächsten zur Zeit seiner Bedürftigkeit,

und erstatte es dem Nächsten zur rechten Zeit;

(3) Halte das Wort, und sei vertrauenswürdig zu ihm,

und du wirst zu jeder Zeit finden was du brauchst.

(4) Viele nennen ein Darlehn einen Zufallsfund

und haben denen, die ihnen geholfen haben, Mühe bereitet.

(5) Bis er empfängt, wird er seine Hände küssen,

und wegen des Geldes des Nächsten, wird er seine Stimme demütigen;

und zur Zeit der Rückerstattung wird er die Frist verlängern

und wird Worte der Schwäche erstatten

und die Zeit beklagen.

(6) Wenn er kann, wird er kaum die Hälfte aufbringen

und es wird für einen Glücksfund gehalten;

Wenn aber nicht, hat er ihn seines Geldes beraubt[360],

und er hat ihn vergeblich als Feind gewonnen;

Fluch und Spott wird er ihm vergelten,

und statt Ehre wird er ihm Schande vergelten.

(7) Viele werden sich nicht aus Bosheit abwenden,

vergeblich ärgern sie sich, geschwächt zu werden.

(8) Aber sei langmütig mit einem Geringen,

und auf ein Almosen sollst du ihn nicht warten lassen.

(9) Wegen des Gebotes hilf einem Armen,

und lass ihn wegen der Bedürftigkeit nicht leer weggehen[361].

(10) Verliere Geld an einen Bruder und Freund,

und vergrabe es nicht zum Verderben unter einem Stein.

(11) Lege deinen Schatz nach den Geboten des Höchsten an,

und er wird dir einen Gewinn mehr als Gold bringen.

(12) Verschließ dein Almosen in deinen Kammern,

und er wird dich aus jedem Übel erretten[362];

(13) mehr als ein starker Schild und mehr als ein schwerer Spieß

wird er für dich gegen einen Feind kämpfen.

(14) Ein guter Mann gibt dem Nächsten Sicherheit[363],

und wer die Scham verloren hat, verlässt ihn;

(15) vergiss den nicht, der eine Bürgschaft übernommen hat;

er hat nämlich seine Seele für dich gegeben.

(16) Ein Sünder wird die Güter eines Bürgen zugrunde richten,

und ein im Denken Undankbarer wird den Retter im Stich lassen.

(17) Eine Bürgschaft hat viele Erfolgreiche zugrunde gerichtet

und sie erschüttert wie eine Woge des Meeres;[364]

(18) sie hat mächtige Männer heimatlos gemacht,

und in fremden Völkern wurden sie in die Irre geführt.

(19) Ein Sünder fällt auf eine Bürgschaft herein,

und wer nach Gewinnen jagt, fällt in Gerichte.

(20) Hilf dem Nächsten nach deiner Möglichkeit,

und hüte dich, dass du nicht selber hereinfällst.

(21) Grundlage des Lebens ist Wasser und Brot und Kleidung

und ein Haus, das die Blöße bedeckt[365].

(22) Besser ist das Leben eines Armen unter dem Schutz des Daches

als prächtige Speisen unter Fremden[366].

(23) Habe Freude am Großen und am Kleinen,

und du sollst keinerlei Schmähung von der Nachbarschaft hären.

(24) Ein schlimmes Leben geht von Haus zu Haus,

und du sollst kein Gast sein und deinen Mund nicht auftun;

(25) du bist ein Fremder und schluckst Unfreundlichkeiten,

und darüber hinaus muss er Bitteres hören:

(26)Geh hin, Fremder, decke den Tisch,

und lass mich essen, wenn etwas in deiner Hand ist;

(27) Geh weg, Fremder, von einer Person der Ehre,

mein Bruder kommt als Gast, ich brauche das Haus.

(28)Das ist schwer für einen Mann mit Denkvermögen,

Schelte vom Haus und Schmähung vom Geldgeber.

Dreißigstes Kapitel

(1) Wer seinen Sohn liebt, lässt ihn die Peitsche spüren[367],

so dass er an seinem Ende erfreut wird[368].

(2) Wer seinen Sohn erzieht[369], wird Freude an ihm haben,

und inmitten der Bekannten wird er gelobt werden;

(3) Wer seinen Sohn belehrt, wird den Feind eifersüchtig machen,

und vor Freunden freut man sich über ihn;

(4) Sein Vater ist gestorben, und (es ist,) als wäre er nicht gestorben;

er verließ ihn nämlich als einen ihm Ähnlichen.

(5) In seinem Leben sah er (ihn) und freute sich,

und in seinem Tode war er nicht traurig;

(6) Gegenüber seinen Feinden hinterließ er Rache

und für seine Freunde rückerstattete Gunst.

(7) Wer seinen Sohn erfreut, verbindet seine Wunden,

und durch jeden Hilferuf wird sein Inneres bewegt.

(8) Ein ungezähmtes Pferd bricht störrisch aus,

und ein ungezogener Sohn bricht unbesonnen aus.

(9) Gib dem Sohn einen Platz, und er wird dich erstaunen lassen;

spiele mit ihm, und er wird dich betrüben.

(10) Lache nicht mit ihm, damit du nicht mit ihm Schmerzen hast,

und am Ende wirst du mit deinen Zähnen knirschen.

(11) Überlass ihm in der Jugend keine Macht;

(12) Beuge seine Seiten, solange er jung ist[370],

dass er nicht starrköpfig dir ungehorsam ist.

(13) Erziehe deinen Sohn und arbeite an ihm,

damit du nicht in seine Schande fällst[371].

(14) Besser ein Armer, der gesund und von Gestalt stark ist

als ein Reicher, der an seinem Leibe misshandelt ist.

(15) Gesundheit und Wohlgestalt sind besser als alles Gold,

und ein starker Leib als maßloser Wohlstand.

(16) Es gibt keinen Reichtum, der besser ist als Gesundheit des Leibes,

und es gibt keine Freude über die Freude des Herzens.

(17) Der Tod ist besser als ein bitteres Leben[372]

und Ruhe der Ewigkeit als dauernde Krankheit.

(18) Auf einen verschlossenen Mund geschüttete Güter

sind ein Schatz von Speisen auf ein Grab gelegt.

(19) Was nützt ein Brandopfer einem Götzenbild?

Es wird nämlich weder gegessen noch gerochen;[373]

So ist ein vom Herrn Bestrafter.

(20) Er sieht mit den Augen und seufzt

wie ein Eunuch, der eine Jungfrau umarmt und seufzt.

(21) Überlass deine Seele nicht der Trauer[374],

und bedränge dich nicht mit deinem Denken.

(22) Freude des Herzens ist das Leben eines Menschen[375],

und die Freude eines Mannes ist ein langes Leben.

(23) Zerstreue deine Seele, und sie wird dein Herz trösten,

und Trauer wird fern von dir sein;

viele hat die Trauer nämlich zugrunde gerichtet,

und es ist kein Nutzen in ihr.

(24) Eifer und Wut verkürzen die Tage,

und Sorgen bringen vorzeitiges Alter.

(25) Ein frohes und gutes Herz bei auserwählter Mahlzeit

sorgt für sein gutes Essen..

Einunddreißigstes Kapitel

(1) Wachsamkeit um des Reichtums willen macht das Fleisch mager,

und die Sorge darum vertreibt den Schlaf.

(2) Sorge um Wachsamkeit verscheucht Schläfrigkeit,

und eine schwere Krankheit macht dem Schlaf ein Ende.

(3) Ein Reicher müht sich mit der Sammlung seiner Besitztümer,

und in der Ruhe wird er erfüllt von den Gegenständen seiner Freude[376].

(4) Ein Armer müht sich in der Niedrigkeit des Lebens,

und während der Ruhe wird er zum Bedürftigen.

(5) Wer Geld liebt, wird nicht gerechtfertigt,

und wer Verschiedenem nachjagt wird dadurch in die Irre geführt.

(6) Statt des Goldes wurde ihnen der Fall gegeben[377],

und ihr Untergang geschah vor ihren Augen.

(7) Holz einer Falle ist es für die, welche sich dafür begeistern,

und jeder Narr verfängt sich darin.

(8) Glückselig ein Reicher, der tadellos gefunden wurde

und der nicht hinter dem Gold herläuft.[378]

(9) Wer ist es? Und wir werden ihn glückselig preisen;

Er hat nämlich Wunderbares in seinem Volk getan.

(10)Wer wurde durch ihn geprüft und vollendet?

Und es wird für ihn zum Ruhm sein.

Wer konnte übertreten und hat nicht übertreten

Und konnte Böses tun und hat (es) nicht getan?

(11) Seine Güter werden gefestigt,

und seine Almosen wird die Gemeinde erzählen[379].

(12) Hast du an einem großen Tisch gesessen?[380]

Du sollst an ihm deine Kehle nicht auftun

Und sollst nicht sagen: An ihm gibt es vieles;

(13) Denk daran, dass ein böses Auge schlecht ist[381].

Was ist Schlimmeres geschaffen als ein Auge?

Deshalb weint es bei jedem Anblick.

(14) Strecke deine Hand nicht aus, wohin du blickst,

und hafte mit ihm nicht an der Schüssel.

(15) Denke an das deines Nächsten[382],

und überlege bei jeder Angelegenheit.

(16) Iss wie ein Mensch das, was dir vorgesetzt ist,

und verschlinge nicht, damit du nicht verabscheut wirst[383].

(17) Um der Bildung willen höre als Erster auf,

und sei nicht unersättlich, damit du keinen Anstoß erregst[384];

(18) Und wenn du mitten unter vielen sitzt,

strecke nich als Erster von ihnen deine Hand aus.

(19) Für einen gebildeten Menschen genügt das Wenige,

und er schnauft nicht auf seinem Bett.

(20) Gesunder Schlaf nach maßvollem Essen.

Er steht früh auf, und seine Seele ist bei ihm.

Mühsal der Schlaflosigkeit und Übelkeit

Und Kolik sind bei einem unersättlichen Mann[385];

(21) Und wenn du bei Delikatessen genötigt wirst,

steh auf, halte dich fern und ruhe dich aus.

(22) Höre, Sohn, und verschmähe mich nicht,

und zuletzt wirst du meine Worte finden[386].

Sei geschickt bei allen deinen Taten,

und keine Krankheit wird dir begegnen.

(23) Einen der freigebig beim Brot ist, loben die Lippen[387],

und das Zeugnis seiner Güte ist zuverlässig.

(24) Über einen, der knauserig beim Brot ist, murrt sie Stadt.

Und das Zeugnis seiner Bosheit ist zutreffend.

(25) Stärke dich nicht durch Wein;

der Wein hat nämlich viele zugrunde gerichtet.

(26) Ein Ofen prüft den Stahl durch Eintauchen,

so der Wein die Herzen im Streit der Hochmütigen.

(27) Für die Menschen gleicht der Wein dem Leben[388],

wenn du ihn trinkst, dann mit Maßen.

Was ist Leben ohne Wein?

Und er ist zur Freude der Menschen geschaffen[389].

(28) Freude des Herzens und Frohsinn der Seele

ist der Wein, zur rechten Zeit maßvoll getrunken[390];

(29) Bitterkeit der Seele ist zu viel getrunkener Wein

durch Verwirrung und Streit.

(30) Trunkenheit mehrt die Wut eines Toren bis zu einem Stein des Anstoßes,

mindert die Kraft und erzeugt Wunden.

(31) Bei einem Weingelage sollst du deinen Nächsten nicht zurechtweisen,

und schmähe ihn nicht in seinem Frosinn;

du sollst ihm kein Schimpfwort sagen,

und du sollst ihn nicht mit Schande bedrängen.

Zweiunddreißigstes Kapitel

(1) Haben sie dich zum Vorsitzenden[391] bestimmt? Erhebe dich nicht;

sei unter ihnen wie einer von ihnen.

Sorge für sie und setz dich hin;

(2)und lass dich nieder, nachdem du alles getan hast, was für dich nötig ist,

damit du durch sie erfreut wirst

und für dein gutes Verhalten einen Kranz bekommst.

(3) Rede, Alter, dass kommt dir nämlich zu,

mit genauer Erkenntnis, und behindere nicht die Musik.

(4) Wo zugehört wird, ergieße nicht deine Rede,

und belehre nicht zur Unzeit.[392]

(5) Ein Siegelstein auf dem Goldschmuck

ist ein Konzert beim Weingelage[393];

(6)In einem goldenen Kunstwerk ist ein Siegel von Smaragd

ist eine Melodie der Instrumente beim angenehmen Wein.

(7) Rede, junger Mann, wenn es dir nötig ist,

kaum zweimal, wenn du gefragt wirst;

(8) Fasse die rede zusammen, vieles durch weniges,

sei wie ein Kenner und zugleich Schweigender.

(9) Mache dich nicht gleich inmitten der Großen,

und wenn ein anderer redet, schwatz nicht viel.[394]

(10) Vor dem Donner eilt der Blitz herbei,

und der Beschämung geht die Gnade voraus.

(11) Steh auf zur Stunde, und säume nicht,

Lauf los, und verweile nicht.

(12) Dort spiele und folge deinem Begehr,

und sündige nicht mit hochmütiger Rede.

(13) Und lobe außerdem den, der dich gemacht hat

und dich trunken macht von deinen Gütern.

(14) Wer den Herrn fürchtet wird Bildung empfangen,

und die eifrig suchen werden Wohlgefallen finden.

(15) Wer das Gesetz sucht, wird von ihm erfüllt werden,

und der Heuchler wird an ihm zuschanden werden.

(16) Die den Herrn fürchten werden Recht finden,

und Rechtssprüche werden aufleuchten wie Licht.[395]

(17) Ein sündiger Mensch verdreht die Widerlegung

und findet nach seinem Willen eine Ausrede.

(18) Ein Mann übersieht keinen Gedanken,

ein Fremder und Hochmütiger hat keine Furcht.

(19) Ohne Beratung sollst du nichts tun,

und bei dem, was du tust, sollst du nichts bereuen.

(20) Geh nicht auf dem Wege eines Konfliktes,

und du wirst nicht an einen Stein stoßen[396].

(21) Du sollst keinen unerforschten Weg trauen,

(22) und hüte dich vor deinen Kindern[397].

(23) Traue deiner Seele bei jeder Tat;

darin besteht nämlich das Halten der Gebote.

(24) Wer dem Gesetz traut, beachtet die Gebote[398],

und wer dem Herrn gehorcht, wird nicht erniedrigt.

Dreiunddreißigstes Kapitel

(1) Dem, der den Herrn fürchtet wird kein Übel begegnen[399],

sondern in der Erprobung wird er auch wieder gerettet werden[400].

(2) Ein weiser Mann verabscheut das Gesetz nicht,

wer aber dabei heuchelt ist wie ein Boot im Sturm.

(3) Ein einsichtiger Mann vertraut sich dem Gesetz an,

und das Gesetz ist für ihn zuverlässig wie eine beantwortete Frage.

(4) Bereite eine Rede vor, und so wird sie gehört werden,

Festige die Bildung und antworte.

(5) Ein Wagenrad sind die Eingeweide eines Toren,

und wie eine sich drehende Radachse ist sein Denken.

(6) Ein Pferd, das zum Decken kommt, ist wie ein spottender Freund,

unter jedem, der draufsitzt, wiehert es.

(7) Warum ist ein Tag besser als ein anderer,

und das ganze Licht des Tages im Jahr von der Sonne kommt?

(8) Durch die Erkenntnis des Herrn werden sie unterschieden,

und er hat die Zeiten und Feste gewandelt[401];

(9) Durch sie wird er erhöht und geheiligt werden,

und durch sie hat er die Zahl der Tage festgesetzt.

(10) Und die Menschen sind alle aus der Erde,

und aus Erde wurde Adam geschaffen[402];

(11) Durch die Fülle der Erkenntnis Gottes hat er sie unterschieden

und ihre Wege verändert;

(12) Von ihnen hat er (einige) gesegnet und erhöht,

und von ihnen hat er (einige) geheiligt und in seine Nähe gebracht;

von ihnen hat er (einige) zu Fall gebracht und erniedrigt

und hat sie aufgerichtet von ihrem Platz.

(13) Wie der Ton des Töpfers in seiner Hand

alle seine Wege bestehen auf Grund seines Wohlgefallens -,

so sind die Menschen in der Hand dessen, der sie gemacht hat,

um ihnen zu vergelten gemäß seiner Entscheidung.

(14) Gegen das Bösen ist das Gute,

und Gegen den Tod das Leben,

so sind ein Frommer und ein Sünder gegeneinander;

(15) Und so blicke auf alle Werke des Herrn,

zwei und zwei, eins gegen das andere[403].

(16) Auch bin ich als Letzter erwacht

wie einer der hinter Sammlern sammelt;

(17) Durch den Segen des Herrn habe ich eingesammelt,

und als Sammler habe ich die Kelter gefüllt.

(18) Bedenkt, dass ich mich nicht nur für mich bemüht habe,

sondern für alle, die Bildung suchen[404].

(19) Hört auf mich, Große des Volkes,

und Vorsteher der Gemeinde, neigt die Ohren.

(20) Dem Sohn und der Frau, dem Bruder und dem Freund

gib in deinem Leben keine Macht über dich[405];

und gib deine Besitztümer keinem andern,

damit du es nicht vermissen musst.

(21)So lange du lebst und Atem in dir ist,

vertausche dich nicht mit irgendeinem;

(22) Besser ist es nämlich, dass die Kinder dich nötig haben,

als dass du auf die Hände deiner Söhne siehst.

(23) Bei allen deinen Taten sei der, der höher steht,

du sollst bei deiner Ehre nicht versagen.

(24) Am Tage der Vollendung der Tage deines Lebens,

und zur Zeit des Todes verteile das Erbe.

(25) Futter und Stock und Eselslast,

Brot und Züchtigung und Arbeit für einen Sklaven[406].

(26) Arbeit für einen Knecht, und du wirst Ruhe finden;

lässt du seine Hände los, wird er Freiheit erstreben.

(27) Joch und Peitsche festigen das Genick,

für einen Sklaven, der Böses tut Streckbetten und Folterungen;

(28) Treib ihn zur Arbeit, damit er nicht faulenzt,

Faulheit hat nämlich viel Bosheit gelehrt;

(29) Setz ihn zur Arbeit ein ,wie es sich für ihn gehört,

und wenn er nicht gehorcht, beschwere seine Füße.

(30) Und du sollst ihn nicht mit ganzer Person überfordern,

und tue nichts ohne ein Urteil.

(31) Wenn du einen Sklaven hast, dann sei er wie du,

denn mit Blut habe ich ihn erworben.

(32) Wenn du einen Sklaven hast, behandle ihn wie einen Bruder,

denn du brauchst ihn wie deine Seele;

(33) Wenn du ihn schlecht behandelst und er davonläuft,

auf welchem Wege wirst du ihn suchen?

Vierunddreißigstes Kapitel

(1) Leere Hoffnungen und Lügen für einen uneinsichtigen Mann,

auch Träume erregen die Toren.

(2) Wie einer der nach Schatten greift und den Wind verfolgt,

so ist einer, der auf Träume wartet;

(3) Ein Traumgesicht ist dies gegen dies,

an Stelle der Person ein Bild der Person.

(4) Was wird vom Unreinen gereinigt?

Was kann die Wahrheit sagen aus einer Lüge?

(5) Wahrsagerei und Omina und Träume sind nichtig,

und das Herz phantasiert wie das einer Gebärenden[407].

(6) Wenn es nicht als Heimsuchung vom Höchsten kommt,

dann gib es nicht in dein Herz;

(7) Träume haben nämlich viele verführt,

und Hoffende sind auf sie reingefallen.

(8) Ohne Lüge wird das Gesetz erfüllt,

und Vollkommenheit ist Weisheit in einem zuverlässigen Mund.

(9) Ein Mann, der verführt worden war, weiß vieles,

und wer viel erfahren hat lehrt Einsicht;

(10) Wer nicht auf die Probe gestellt worden ist weiß wenig,

Wer verführt worden ist vermehrt die Klugheit.

(11) Vieles habe ich bei meiner Verführung gesehen,

und mehr als meine Worte ist meine Einsicht;

(12) Bis zum Tode bin ich oft in Gefahr gewesen

und wurde daraus gerettet.

(13)Der Geist derer, die den Herrn lieben, wird gerettet;

denn ihre Hoffnung richtet sich auf den, der sie rettet[408].

(14) Wer den Herrn fürchtet, den ängstigt nichts,

und er fürchtet sich nicht, denn er ist seine Hoffnung.

(15) Die Seele dessen, der den Herrn fürchtet, ist glückselig;

auf wen verlässt er sich? und wer ist sein Halt?

(16) Die Augen des Herrn sind auf denen, die ihn lieben[409],

mächtiger Schutz und kräftige Stärke,

Schutz vor dem Ostwind und Schutz vor dem Südwind,

Bewahrung vor einem Hindernis und Hilfe vor einem Fall,

(17) der die Seele erhebt und die Augen erleuchtet[410],

der Heilung gibt, Leben und Segen.

(18) Wer vom ungerechten Gut opfert, dessen Opfer ist eine Schande,

und die Gaben der Gesetzlosen gereichen nicht zum Wohlgefallen[411].

(19) Der Höchste hat kein Wohlgefallen an den Opfern der Gottlosen

und wird nicht durch die Menge der Opfer versöhnt[412].

(20) Wer ein Opfer aus der Habe der Armen darbringt

opfert einen Sohn angesichts seiner Vaters[413].

(21) Brot der Not leidenden ist das Leben der Armen,

wer es raubt ist ein Mensch des Blutes.

(22) Wer den Lebensunterhalt wegnimmt, mordet den Nächsten,

und wer den Lohn vorenthält vergießt Blut.

(23) Einer baut auf, und einer reißt ein;

was haben sie mehr als Mühe?

(24) Einer segnet, und einer verflucht;

wessen Stimme erhört der Gebieter?

(25) Einer wird von einem Toten gereinigt und berührt ihn wieder,

was nützt ihm seine Waschung?

(26) So ist ein Mensch, der für seine Sünden fastet[414]

und geht wieder hin und tut dasselbe;

wer wird sein Gebet erhören?

Und was nützt es in seiner Erniedrigung?[415]

Fünfunddreißigstes Kapitel

(1) Wer das Gesetz hält, mehrt die Opfer übermäßig,

wer die Gebote achtet bringt Heilsopfer dar.

(2) Wer Gunst vergilt, bringt ein Speisopfer dar,

und wer Barmherzigkeit übt, bringt ein Lobopfer dar.

(3) Das Wohlgefallen des Herrn wendet sich von der Bosheit ab,

und Versöhnung wendet sich vom Unrecht ab.

(4) Du sollst nicht leer im Angesicht der Herrn erscheinen[416];

Dies alles ist wegen des Gebotes.

(5) Ein Opfer eines Gerechten macht den Altar fett

und sein Wohlgeruch ist vor dem Herrn.

(6) Das Opfer eine gerechten Mannes ist willkommen,

und sein Gedächtnis wird nicht vergessen werden[417].

(7) Preise den Herrn mit einem guten Auge,

und verringere nicht das Erstlingsopfer deiner Hände[418].

(8)Und erfrische dein Angesicht mit jeder Gabe[419],

und heilige den Zehnten mit Freude.

(9) Gib dem Höchsten gemäß seiner Gabe

und mit einem guten Auge gemäß dem, was deine Hand gefunden hat;

(10) Denn der Herr ist ein Vergelter

und wird dir siebenfach vergelten.

(11)Gib keine Bestechung[420], sie wird nämlich nicht angenommen,

und halte sich nicht mit einem ungerechten Opfer auf[421];

(12) Denn der Herr ist Richter,

und es gibt bei ihm kein Ansehen der Person[422].

(13) Er achtet nicht auf die Person bei einem Armen

und erhört das Gebet dessen, dem Unrecht geschehen ist[423];

(14) er übersieht nicht das Flehen eines Waisen[424]

und einer Witwe, wenn sie Rede ausschüttet;

(15) auch nicht die Tränen einer Witwe, die über die Schminke herabfließen,

und gegen den rufen, der sie herabfließen lässt?[425]

(16) Wer heilt wird in Wohlgefallen aufgenommen,

und sein Gebet reicht bis zu den Wolken;

(17) Das Gebet eines Geringen hat die Wolken durchlaufen,

und ehe es zu ihm gelangt, wird es nicht erhört[426];

(18) Und es wird nicht abgetan, bis der Höchste heimsucht

und urteilt gerecht[427] und vollzieht das Gericht.

(19) Und der Herr wird nicht zögern

noch Langmütig mit ihnen sein,

(20) bis er den Leib der Unbarmherzigen zerschlagen

und den Völkern Rache vergelten wird[428],

(21) bis er die Menge der Übermütigen ausgerottet hat[429]

und die Stäbe der Ungerechten zerschlagen wird,

(22) Bis er dem Menschen nach seinen Taten vergilt[430]

und die Taten der Menschen auf Grund ihrer Gedanken,

(23) bis er das Gericht an seinem Volk vollzieht

und sie durch sein Erbarmen erfreut.

(24) Zur Zeit seiner Drangsal ist sein Erbarmen schön

wie Regenwolken zur Zeit der Dürre[431].

Sechsunddreißigstes Kapitel

(1) Erbarme dich über uns, Gebieter, Gott des Alls, und sieh hin,

und wirf deine Furcht auf alle Völker;

(2) Erheb deine Hand gegen die fremden Völker,

und sie sollen deine Macht sehen[432].

(3) Wie du dich vor ihnen unter uns als heilig gezeigt hast,

so sollst du dich unter ihnen vor uns als groß erweisen[433];

(4) und sie sollen dich erkennen, wie auch wir dich erkannt haben,

dass es außer dir keinen Gott gibt, Herr[434].

(5) Erneuere die Zeichen, und verwandle die Wunder,

verherrliche die Hand und deinen rechten Arm[435];

(6) Erwecke Eifer und gieß Zorn aus,

beseitige den Widersacher, und zermalme den Feind.

(7) Schnell führe die Zeit herbei, und gedenke des Eides[436],

und man wird deine großen Taten erzählen.

(8) Durch Zorn des Feuers soll der Retter blutig machen,

und die deinem Volk Böses angetan haben sollen den Untergang finden.

(9) Zermalme die Häupter der Oberhäupter der Feinde[437],

welche sagen: Es gibt nichts außer uns[438].

(10) Versammle alle Stämme Jakobs,

und sie sollen sie beerben wie zu Anfang.

(11) Erbarme dich des Volkes, Herr, das sich auf deinen Namen berufen hat,

und Israels, das du einem Erstgeborenen gleich gemacht hast.[439]

(12) Erbarme dich der Stadt deiner Heiligung,

Hierusalems, des Ortes deiner Ruhe[440];

(13) Erfülle Sion mit deinen Gottesdiensten

und dein Volk mit deiner Herrlichkeit.

(14) Gib ein Zeugnis für deine Schöpfung im Anfang,

und erwecke Verkündigungen in deinem Namen;

(15) Gib denen einen Lohn, die dich erwarten

und die sich auf deine Gottessprecher verlassen.

(16)Höre, Herr, die Gebete derer, die dich anflehen[441]

auf Grund des Segens Aarons für dein Volk,

(17) und alle auf Erden werden erkennen,

dass du der Herr, der Gott der Weltalter bist[442].

(18) Ein Leib isst jede Speise,

eine Speise ist aber besser als eine andere.

(19) Ein Schlund genießt die Speise von Wildbret,

so ein einsichtiges Herz Worte der Lüge.

(20) Ein widerspenstiges Herz bringt Trauer hervor,

und ein vielerfahrener Mensch wird ihm vergelten.

(21) Eine Frau heißt jeden Mann willkommen,

eine Tochter ist aber besser als eine andere.

(22) Die Schönheit einer Frau erhellt das Angesicht[443]

und übertrifft jedes Begehren eines Menschen;

(23) Wenn auf ihren Lippen Gunst und Sanftmut sind,

ist ihr Mann nicht wie die Menschensöhne.

(24) Wer eine Frau erworben hat herrscht über den Besitz,

Hilfe für ihn und einen Pfeiler der Ruhe[444].

(25) Wo es keinen Zaun gibt, wird der Besitz geplündert[445],

und wo es keine Frau gibt seufzt der Verirrte.

(26) Wer vertraut nämlich einem gut gerüsteten Räuber,

der von Stadt zu Stadt zu Stadt springt?

(27) So ist ein Mensch, der kein Heim hat

und wo er .sich am Abend niederlässt.

Siebenunddreißigstes Kapitel

(1) Jeder Freund sagt: Auch ich bin ein Freund geworden;

aber es gibt einen Freund, der nur dem Namen nach ein Freund ist.

(2) Ist nicht Trauer für einen bis zum Tode,

wenn sich ein Gefährte und Freund der Feindschaft zuwendet?[446]

(3) O böse Absicht, woher wurdest du eingewickelt,

das Trockene in Betrug zu verbergen?

(4) Der Gefährte eines Freundes nimmt Teil an der Freude,

und zur Zeit der Drangsal wird es das Gegenteil sein[447];

(5) Der Gefährte leidet wegen des Magens mit dem Freund,

angesichts eines Kampfes nimmt er einen Schild.

(6) Er soll den Freund nicht in seiner Seele vergessen,[448]

und bei deinen Angelegenheiten sollst du ihn nicht vergessen.

(7) Jeder Ratgeber erteilt Rat,

aber es gibt einen, der für sich selbst rät.

(8) Hüte deine Seele vor einem Ratgeber,,

bedenke zuerst, was er braucht

er selbst rät nämlich für sich –

niemals soll er das Los für dich werfen

(9) und dir sagen: Dein Weg ist gut,

und er wird gegen dich stehen, um zu sehen, was dir widerfährt.

(10) Berate dich nicht mit einem, der dich schief ansieht,

und verbirg den Plan vor denen, die gegen dich eifern,

(11) mit einer Frau über ihre Rivalin,

mit einem Schuft über einen Streit,

mit einem Kaufmann über einen Tausch

und mit einem Käufer über einen Verkauf,

mit einem Neider über den Dank

und mit einem Unbarmherzigen über Großzügigkeit,

mit einem Faulen über jede Arbeit

und mit einem für ein Jahr Angestellten über die Vollendung (der Arbeit),

mit einem Trägen Sklaven über viel Arbeit,

und enthalte dich darüber hinaus jedes Ratschlags;

(12) sondern bewahre dir vielmehr einen frommen Mann,

den du als einen kennst, der die Gebote hält[449],

der in seiner Seele deiner Seele entspricht

und der mit dir leidet, wenn du fallen solltest.

(13) Und stehe zu dem Rat deines Herzens,

es gibt nämlich für dich nichts Zuverlässigeres als Ihn;

(14)die Seele eines Mannes verkündet zuweilen das Rechte

(mehr als) sieben Wächter, die oben auf dem Beobachtungsposten sitzen.

(15) Und bei all dem erbitte vom Höchsten,

dass er dich auf deinem Weg recht führe.

(16) Ursprung jeder Tat ist die Vernunft

und vor allem Handeln ein Plan[450].

(17) Als Spur der Veränderung des Herzens

treten vier Stücke auf:

(18) Gutes und Böses, Leben und Tod[451],

und ständig herrschend ist ihre Zunge[452].

(19) Es gibt einen klugen Mann, der in vielem gebildet ist,

und für die eigene Seele ist er untüchtig.

(20) Es gibt einen Verächtlichen, der mit Worten belehren kann,

dem es an jeder Nahrung mangelt;

(21) Es wurde ihm nämlich vom Herrn keine Gnade erwiesen,

denn jede Weisheit wurde ihm entzogen.

(22) Es gibt einen, der für seine eigene Seele weise ist,

und die Früchte seiner Einsicht im Munde sind zuverlässig.

(23) Ein weiser Mann bildet sein eigenes Volk,

und die Früchte seiner Einsicht sind zuverlässig.

(24) Ein weiser Mann ist von Segen erfüllt,

und alle, die ihn sehen, preisen ihn glückselig.

(25) Das Leben eines Mannes besteht in der Zahl seiner Tage,

und Israels Tage sind nicht zu zählen[453].

(26) Wer in seinem Volk weise ist, wird Vertrauen erlangen[454],

und sein Name wird on Ewigkeit leben[455].

(27) Kind, prüfe deine Seele in deinem Leben,

und sieh was böse in ihr ist, und gib ihr nicht nach;

(28) Nicht alles ist nämlich für alle geeignet,

und nicht jede Seele gefällt in jeder Hinsicht.

(29) Du sollst nicht bei jeder Speise unersättlich sein,

überlade dich nicht mit köstlichen Speisen;

(30) in vielen Speisen ist nämlich Krankheit,

und Unersättlichkeit reicht bis zur Cholera[456];

(31) Viele sind durch Unersättlichkeit gestorben,

wer aber acht gibt verlängert das Leben.

Achtunddreißigstes Kapitel

(1) Ehre einen Arzt mit seinen Ehrungen, die ihm zukommen,

der Herr hat nämlich auch ihn geschaffen;

(2) Jede Heilung[457] ist nämlich vom Höchsten,

und eine Gabe wird vom König empfangen.

(3) Die Erkenntnis eines Arztes erhöht sein Haupt,

und vor den Großen wird er bewundert.

(4) Der Herr hat aus der Erde Heilmittel geschaffen,

und ein besonnener Mann wird nicht durch sie verwirrt.

(5) Wurde nicht das Wasser vom Holz süß,

so dass seine Kraft erkannt wurde?[458]

(6) Und er hat den Menschen Erkenntnis gegeben,

um durch seine Wundertaten verherrlicht zu werden.

(7) dadurch heilte er und hob die Schmerzen auf,

der Apotheker wird damit ein Gemisch machen,

(8) und seine Taten sind keineswegs zu Ende,

und der Friede von ihm ist auf dem Angesicht der Erde.

(9) Kind, vernachlässige nicht deine Krankheit,

sondern bete zum Herrn, und er wird dich heilen;

(10) Halte dich von Verfehlung fern, und strecke die Hände aus,

und reinige das Herz von jeder Sünde;

(11) Gib Wohlgeruch und ein Gedenkopfer von feinem Mehl

und ein fettes Opfer, als ob du sterben müsstest.

(12) Und gib dem Arzt einen Platz, auch ihn hat nämlich der Herr geschaffen,

und weise ihn nicht von dir, auch er ist nämlich nötig.

(13) Es gibt eine Zeit, da auch in ihren Händen Erfolg[459] ist;

(14) Auch sie werden nämlich vom Herrn erbitten,

dass er ihnen zur Ruhe verhelfe

und Heilung zur Fortdauer des Lebens.

(15) Wer gegen den sündigt, der ihn geschaffen hat,

der möge in die Hände eines Arztes fallen.

(16) Kind, vergieße Tränen über einen Toten

und klage wie einer, der Schlimmes erleidet,

und begrabe seinen Leib, wie es ihm zukommt,

und übersieh sein Grab nicht.[460]

(17) Weine bitterlich und lärme fieberhaft,

und begehe Trauer entsprechend seinem Wert[461]

einen Tag oder zwei wegen der üblen Nachrede[462]

und tröste dich wegen der Trauer;[463]

(18) Aus der Trauer entsteigt nämlich der Tod,

und die Trauer des Herzens wird Stärke brechen[464].

(19) Im Elend bleibt auch die Trauer,

und das Leben des Armen ist gegen das Herz.

(20) Gib dein Herz nicht der Trauer hin[465],

halte sie fern, und gedenke des Endes[466];

(21) Vergiss nicht, es gibt nämlich keine Rückkehr,

und damit tust du nichts Gutes und schadest dir selbst.

(22) Denk an das Urteils über mich, denn so ergeht es auch dir;

mir heute und dir morgen.

(23) In der Ruhe eines Toten ruht auch sein Gedenken,

und tröste dich wieder durch den Abgang seines Geistes.

(24) Die Weisheit eines Gelehrten ist durch die Gelegenheit zur Muße,

und der Geringe wird weise durch seine Tätigkeit.

(25) Wie kann der weise werden, der den Pflug führt,

der sich rühmt mit dem Holz des Stachels[467],

die Ochsen antreibt und zu ihren Arbeiten führt

und seine Rede unter den Jungen der Stiere führt?

(26) Er gibt sein Herz hin, um Wege im Weinberg einzurichten

und Schlaflosigkeit wegen des Futters der Kälber,

(27) So ist jeder Maurer und Baumeister,

der Nächte wie Tage zubringt,

die Gravierer, die Siegel schneiden;

und seine Ausdauer verändert die Vielfalt;

und er gibt sein Herz hin, um die Abbildung ähnlich zu gestalten,

und seine Schlaflosigkeit vollendet das Werk.

(28) So der Schmied, der nahe am Ambos sitzt

und das Werk von Eisen prüft;

und der Rauch des Feuers verzehrt sein Fleisch,

und er wird durch die Hitze des Ofens geschlagen;

und er neigt sein Ohr zum Lärm des Hammers

und seine Augen gegen die Form des Gerätes;

sein Herz gibt er hin für die Vollendung der Werke

und seine Schlaflosigkeit, um zur Vollendung zu bereiten.

(29) So sitzt der Töpfer bei seinem Werk,[468]

um mit seinem Fuß das Rad zu drehen,

der durch seine Sorge alles auf das Werk legt;

und er vervollständigt sein ganzes Werk

(30) Mit seinem Arm formt er die Masse,

und er legt seine Kraft in die Füße,

und er gibt sein Herz hin, um die Glasierung zu vollenden.

(31) Sie alle vertrauen sich ihren Händen an,

und jeder wird durch sein Tun weise.

(32) Ohne sie wird eine Stadt nicht erbaut,

und man bewohnt sie nicht und geht nicht umher.

(33) Doch zur Beratung des Volkes werden sie nicht geladen,

und in der Versammlung tun sie sich nicht hervor;

und sie sitzen nicht auf dem Stuhl eines Richters,

und das Recht eines Urteils verstehen sie nicht.

(34)Bildung und Rechtsprechung bringen sie auch nicht ans Licht,

und an Gleichnisreden wird (bei ihnen) nichts gefunden,

aber sie Stützen die Schöpfung der Welt,

und ihr Gebet besteht in kunstvoller Arbeit.

Neununddreißigstes Kapitel

(1) Nur wer seine Seele hingibt

und sich um das Gesetz des Höchsten bemüht[469],

die Weisheit aller Alten sucht[470]

und sich mit den Gottessprechern befasst,

(2) die Deutung namhafter Männer bewahrt[471]

und auf die Sprüche der Gleichnisse eingeht,

(3) das Verborgene der Sprüche erforscht[472]

und sich den Rätseln der Gleichnisse zuwendet,

(4) der wird inmitten der Großen dienstlich sein

und vor den Führenden erscheinen[473];

Im Lande fremder Völker hatte er Zugang,

er hat nämlich Gutes wie Böses unter den Menschen geprüft.

(5) Er wird sein Herz hingeben, sich aufzumachen

zum Herrn, der ihn gemacht hat

und wird vor dem Höchsten beten;

und er wird seinen Mund zum Gebet auftun

und für seine Sünden beten.

(6) Wenn der große Herr will,

wird er mit dem Geist der Einsicht erfüllt[474];

er wird Worte seiner Weisheit hervorströmen lassen[475]

und im Gebet dem Herrn bekennen;

(7)Er leitet seinen Plan und Erkenntnis,

und um sein Verborgenes wird er sich bemühen;

(8) Er wird die Bildung seiner Lehre zeigen,

und des Gesetzes des Bundes des Herrn wird er sich rühmen.

(9) Viele werden seine Einsicht preisen,

und er wird in Ewigkeit nicht ausgelöscht[476];

sein Gedächtnis wird nicht beseitigt,

und sein Name wird für Generationen von Generationen leben:

(10)Völker werden seine Weisheit erzählen,

und die Gemeinde verkündet sein Lob[477];

(11) Wenn er fest steht, hinterlässt er einen Namen mehr als Zehntausende,

und wenn er zur Ruhe kommt, erhält er ihn.

(12) Als einer, der sich bemüht, werde ich erzählen

und erfüllt sein wie der Vollmond.

(13)[478] Hört mir zu, fromme Söhne, und wachst

wie eine Rose, die auf einem Wasserstrom gedeiht

(14) Und wie Weihrauch, der Wohlgeruch verbreitet,

und blüht als Blüte wie eine Lilie.

Gebt Duft und preist mit einem Lied,

lobt den Herrn mit allen Taten[479],

(15) gebt seinem Namen Größe[480]

und bekennt durch sein Lob

mit Liedern der Lippen und mit Instrumenten[481],

und so werdet ihr im Bekenntnis sprechen:

(16) Die Werke des Herrn, dass sie sehr gut sind[482],

und jede Anordnung geschieht zu seiner Zeit;

man kann nicht sagen: Was ist das? Wozu ist es?

Alles wird nämlich zu seiner Zeit erforscht.

(17)Wie ein Haufen stand das Wasser durch sein Wort[483]

und durch seine Rede die Zisterne des Wassers.

(18) Durch seine Weisung ist das ganze Wohlgefallen,

und es gibt keinen, der seine Rettung mindert.

(19) Die Taten des Fleisches sind vor ihm,

und nichts ist vor seinen Augen zu verborgen[484];

(20) Seit Ewigkeit hat er suf die Welt geblickt,

und vor ihm gibt es nichts Wunderbares.

(21) Man kann nicht sagen: Was ist das? Wozu ist es?[485]

Er hat nämlich alles geschaffen, was für sie nötig ist[486].

(22) Sein Segen ist wie ein verborgener Fluss

und wie eine Flut das Trockene ertränkt;

(23) So erben die Völker seinen Zorn,

wie sich die Wasser zum Frühling wandten.

(24) Für die Frommen sind seine Wege gerade,

so wie für die Gesetzlosen Hindernisse;

(25) Von Anbeginn hat er das Gute für die Guten geschaffen[487]

wie das Böse für die Sünder.

(26) Die Hauptsache alles Nutzens für das Leben der Menschen

sind Wasser und Feuer und Eisen und Salz

und Opfermehl für das Feuer und Milch und Honig,

Traubenblut und Öl und Kleidung.

(27)Dies alles ist zum Guten für die Frommen[488],

wie es für die Sünder zum Bösen gewendet wird.

(28) Es gibt Winde[489], die zur Strafe geschaffen wurden,

und in seinem Zorn hat er Plagen angerichtet;

und zur Zeit der Vollendung gießt er Kraft aus,

und sie beschwichtigen den Zorn ihres Schöpfers.

(29)[490] Feuer und Hagel und Hunger und Tod,

diese alle sind zur Strafe geschaffen;

(30)die Zähne der Tiere und die Skorpione und Vipern[491]

und das rächende Schwert zum Verderben der Gottlosen;

(31) durch sein Gebot werden sie erfreut,

und auf Erden werden sie für (seine) Hände bereitet,

und zu ihren Zeiten übertreten sie das Wort nicht.

(32) Deshalb wurde ich von Anfang an gestärkt

und verstand und schrieb (es) auf.

(33) Die Taten des Herrn sind alle gut[492],

und alles Nötige wird er zu seiner Zeit reichen[493],

(34) Und man soll nicht sagen: dies ist schlimmer als jenes,

alles ist nämlich zur (rechten) Zeit wertvoll[494].

(35)Und jetzt singt mit vollem Herzen und Mund,

und preist den Namen des Herrn[495].

Vierzigstes Kapitel

(1) Viel Beschäftigung hat er für jeden Menschen geschaffen

und ein schweres Joch für Adams Söhne

von den Tagen des Ausgangs aus dem Leibe ihrer Mutter

bis Tage der Rückkehr zur Mutter aller;[496]

(2) Ihre Gedanken und die Furcht des Herzens,

das Denken ängstlicher Erwartung, der Tag des Todes.

(3)Von dem, der auf einem ehrenvollen Thron sitzt

bis zu dem in Erde und Asche Erniedrigten,

(4) Von dem, der ein hyazinthblaues Gewand und einen Kranz trägt

und bis zu dem, der in Flachs gekleidet ist

Zorn und Eifer und Verwirrung und Drangsal

Und Todesfurcht und Ärger und Streit.

(5) Und zur Zeit der Ruhe auf dem Bett

verwirrt der Nachschlaf seine Erkenntnis;

(6) wenig wie nichts in der Ruhe,

und bei ihm ist Mühsal im Schlaf wie am Tage,

bedrängt durch Gesichte seines Herzens

wie vor dem Streit entflöhen;

(7) Und zu der Zeit, wenn es nötig ist, wird er aufgeweckt

und ist erstaunt, weil es keinen Grund zur Furcht gibt.

(8) Bei allem Fleisch vom Menschen bis zum Vieh,

und siebenmal für die Sünder[497]:

(9)[498] Tod und Blut und Streit und Schwert,

Elend, Hunger, und Wunde und Plage.

(10) Und dies alles wurde für die Gesetzlosen geschaffen,

und durch sie geschah die Sintflut.

(11) Alles, was von der Erde ist, kehrt zur Erde zurück[499],

und was vom Wasser ist wendet sich wieder zum Meer[500].

(12) Jedes Geschenk und unrechtes Gut wird ausgetilgt,

und der Glaube besteht in Ewigkeit.

(13) Der Besitz der Ungerechten wird wie ein Fluss ausgetrocknet

und tönt weiter wie ein mächtiger Donner im Regen;

(14) sie werden erfreut, wenn er seine Hände öffnet,

so werden die Übertreter am Ende ausgetilgt.

(15) Ein Born der Gottlosen mehrt keine Blätter,

und die Wurzeln der Unreinen sind auf hartem Fels[501];

(16) Gras an jedem Wasser und Flussufer

wird vor jedem Gras ausgerottet.

(17) Gnade ist wie ein Garten im Segen,

und ein Almosen bleibt in Ewigkeit.

(18) Das Leben eines Bescheidenen und Arbeitenden ist süß

und über beiden einer, der einen Schatz findet.

(19) Kinder und der Bau einer Stadt stärken den Namen,

und mehr als beide zählt eine makellose Frau.

(20) Wein und Musik erfreuen das Herz[502],

und über beiden steht die Liebe zur Weisheit.

(21) Flöte und Saitenspiel machen Melodien süß,

und über beiden steht eine angenehme Sprache.

(22) Das Auge begehrt Grazie und Schönheit,

und über beiden steht die grüne Saat

(23) Freund und Gefährte, die man zur rechten Zeit trifft[503],

und über beiden ist eine Frau beim Mann.

(24) Brüder und Hilfe zur Zeit der Bedrängnis,

und mehr als beide erlöst Almosen.

(25) Gold und Silber festigen die Füße,

und höher als beide ist ein Rat zu schätzen.

(26) Besitz und Stärke erheben das Herz,

und über beiden steht die Furcht des Herrn[504];

bei der Furcht des Herrn gibt es keinen Mangel;

und bei ihr gibt es kein Suchen nach Hilfe;

(27) Die Furcht des Herrn ist wie ein Garten des Segens,

und mehr als jede Herrlichkeit offenbart er ihn.

(28) Kind, du sollst kein Leben der Bettelei führen;

Sterben ist besser als Betteln[505].

(29) Ein Mann, der auf einen fremden Tisch blickt,

dessen Dasein ist kein Leben in Vernunft[506],

er ergießt seine Seele in fremden Delikatessen.

Ein standhafter und gebildeter Mann aber ist wachsam.

(30) Im Munde eines Schamlosen ist Bettelei süß,

und in seinem Bauch brennt ein Feuer.

Einundvierzigstes Kapitel

(1) O Tod, wie bitter ist der Gedanke an dich

für einen Menschen, der friedlich in dem Seinen lebt,

für einen Mann ohne Unruhe und in jeder Hinsicht wohlhabend

und der noch Nahrung aufnehmen kann[507].

(2) O Tod, dein Urteil ist gut

für einen mit Kraft gebundenen und erniedrigten Manschen,

der hochbetagt und in jeder Hinsicht bedrängt ist,

der widerspenstig ist und die Standhaftigkeit verloren hat.

(3) Ärgere dich nicht über das Urteil des Todes,

gedenke deiner Vergangenheit und des Letzten;

(4) Dies ist das Urteil des Herrn über jedes Fleisch,

und was verweigerst du dich dem Wohlwollen des Höchsten?

Es seien zehn, es seien hundert, es seien tausend Jahre,

im Totenreich gibt es keine Ablehnung des Lebens.

(5) Ekelhafte Kinder zeugen Kinder von Sündern[508]

und die aufgezogen werden durch Mitbewohner von Gottlosen;

(6) Sündigen Kindern geht das Erbe verloren,

und mit ihrem Samen bleibt die Schande.

(7) Für einen gottlosen Vater werden die Kinder bestraft[509],

denn sie werden seinetwegen geschmäht werden.

(8) Weh euch, gottlose Männer,

die ihr das Gesetz des höchsten Gottes verlassen habt.

(9) Wenn ihr geboren werdet, dann werdet ihr zum Fluch geboren,

und wenn ihr sterbt, werdet ihr zum Fluch zugeteilt werden.

(10) Alles, was von der Erde ist, geht zur Erde weg[510],

so ein Gottloser vom Fluch zum Untergang.

(11) Der Kummer der Menschen ist in ihren Leibern,

der Name aber der Sünder wird nicht als ein guter getilgt[511].

(12) Denke über den Namen nach, denn er bleibt dir

mehr als zehntausend große Schätze Goldes;

(13) Die Zahl der Tage eines guten Lebens

und ein guter Name bleibt in Ewigkeit[512].

(14)[513] Kinder, bewahrt die Erziehung im Frieden;

eine verborgene Weisheit ist auch ein unsichtbarer Schatz,

was ist der Nutzen beider?

(15) Besser ist ein Mensch, der seine Torheit offenbart

als ein Mensch, der seine Weisheit offenbart.

(16)Schämt euch also über meine Rede:

Es ist nicht gut, die ganze Schande zu beachten,

und nicht alles für alle im Vertrauen zu bewerten.

(17) Schämt euch vor Vater und Mutter wegen Unzucht

und vor den Vorgesetzten und Machthabern wegen der Lügen,

(18)und vor einem Richter und Obersten wegen einer Übertretung

und vor der Gemeinde und dem Volk wegen Gesetzlosigkeit,

(19) Vor einem Genossen und Freund wegen einer Ungerechtigkeit

und vor dem Ort, wo du wohnst wegen eines Diebstahls,

(20) vor der Wahrheit Gottes und dem Bund

und vor dem Aufstützen des Armes beim Brot (essen),

(21) vor geringschätzigem Empfangen und Geben

und vor Schweigen, wenn grüßt,

(22) und vor dem Blick einer unzüchtigen Frau

und vor der Abwendung von einer verwandten Person,

(23) vor dem Raub eines Erbteils und einer Gabe

und vor dem Anstarren einer verheirateten Frau[514],

(24) davor, sich mit seiner Magd abzugeben,

und du sollst nicht auf ihrem Bett liegen,

(25) vor Freunden wegen Schmähreden,

und schmähe nicht nach dem Geben,

(26)vor der Wiederholung auch einer gehörten Rede

und vor der Offenbarung geheimer Worte;

(27)und du sollst wahrhaft schamhaft sein

und von jedem Menschen Gunst erfahren.

Zweiundvierzigstes Kapitel

(1) Deswegen sollst du nicht beschämt werden,

und sündige nicht wegen der Achtung vor einer Person[515];

(2) wegen des Gesetzes des Höchsten und des Bundes

und wegen des Urteils, das einen Gottlosen mit Recht trifft,

(3) wegen der Abrechnung mit dem Gefährten und Reisegenossen

und wegen der Abgabe des Erbes an die Gefährten,

(4) wegen der Genauigkeit der Waage und des Gewichts

und wegen des Erwerbs von vielem oder wenigem,

(5) wegen des unterschiedlichen Verkaufs der Händler

und wegen einer strengen Erziehung der Kinder

und einen schlechten Sklaven blutig zu schlagen;

(6) Ein gutes Siegel auf einer schlechten Frau,

und schließe zu, wo viele Hände sind;

(7) Was du übergibst, an Zahl und Gewicht,

Gabe wie Empfang, alles schriftlich;

(8) hinsichtlich der Erziehung der Unverständigen und Toren

und eines Streitenden, wenn er hochbetagt ist, mit Jungen;

und du sollst einer sein, der wahrhaftig gebildet

und vor allen Lebenden bewährt ist.

(9) Eine Tochter ist für einen Vater eine verborgene wachsame Sorge,

und die Sorge um sie vertreibt den Schlaf;

in ihrer Jugend soll sie nie verblühen,

und als Lebensgefährtin soll sie nie gehasst werden;

(10) Als Jungfrau soll sie nie entehrt

und in ihrem Vaterhause schwanger werden;

Wenn sie bei einem Mann ist, soll sie nie abweichen.

Und als Lebensgefährtin soll sie nie kinderlos sein.

(11) Verstärke die Wachsamkeit über eine halsstarrige Tochter[516],

damit sie dich nicht zum Spott für deine Feinde macht,

zum Gerede in der Stadt und zum Spitznamen im Volk,

und dich in der Mange der vielen beschäme.

(12) Sieh dich nicht nach dem schönen Menschen um,

und berate dich nicht mitten unter Frauen;

(13) Aus Kleidungsstücken kommt nämlich eine Motte heraus

und aus einer Frau die Bosheit einer Frau.

(14) Besser ist die Bosheit eines Mannes als eine wohltätige Frau,

und eine ehrlose Frau bringt Schmähung.

(15) Ich werde der Taten des Herrn gedenken,

und ich werde erzählen, was ich gesehen habe;

mit den Worten des Herrn seine Taten.

(16) Die leuchtende Sonne blickt auf alles,

und sein Werk ist voll der Herrlichkeit des Herrn.

(17) Den Heiligen des Herrn[517]ist es nicht möglich,

alle seine Wundertaten zu erzählen,

die der Herr, der Allherrscher, vollbracht hat,

um das All durch seine Herrlichkeit zu stärken.

(18) Den Abgrund und das Herz erforscht er,

und ihre großen Taten durchschaut er;

der Höchste kennt nämlich jeden Gedanken

und er blickt auf die Kalendermarken des Weltalters[518],

(19) er verkündet das Vergangene und das Künftige

und enthüllt die Spuren des Verborgenen[519].

(20) Kein Gedanke entgeht ihm,

und auch kein einziges Wort ist vor ihm verbogen[520].

(21) Er hat die Großtaten seiner Weisheit vollbracht,

wie es vor der Weltzeit und in Ewigkeit ist;

es wird weder vermehrt noch vermindert,

und er bedarf keines Ratgebers[521].

(22) Wie alle seine Werke begehrenswert sind

und wie ein Funke (davon) zu sehen ist;[522]

(23)Dies alles lebt und bleibt in Ewigkeit

mit allem, was nötig ist, und alles gehorcht.

(24) Alles zweifach, eins gegenüber dem andern,

und nichts fehlt, an dem, was er gemacht hat[523];

(25) Er hat es so eingerichtet, dass eins für das andere das Gute ist,

und wer hat genug daran, seine Herrlichkeit zu sehen?

Dreiundvierzigstes Kapitel

(1) Die Großartigkeit der Höhe ist das Firmament der Reinheit,

der Anblick des Himmels in der Schau der Herrlichkeit[524].

(2)Die Sonne verkündet bei der Erscheinung im Aufgang,

ein wunderbares Ding, ein Werk des Höchsten;

(3) An ihrem Mittag vertrocknet sie das Land,

und wer widersteht vor ihrer Hitze?[525]

(4) Ein Ofen bläst mit der Wirkung der Hitze,

dreifach erhitzt die Sonne die Berge;

sie bläst feurigen Rauch

und lässt Strahlen aufleuchten, welche die Augen blenden.

(5) Groß ist der Herr, der sie gemacht hat,

und durch seine Worte eilt sie den Weg.

(6) Auch der Mond zu allen seinen Zeiten[526],

Verkündigung der Zeiten und Zeichen des Weltalters;

(7) Vom Mond (ergeht) ein Zeichen für ein Fest,

eine bleibende Leuchte bis zur Vollendung.

(8)Einen Monat gibt es gemäß seinem Namen,

wunderbar nimmt er im Wechsel zu,

ein Werkzeug, das in der Höhe versammelt,

an der Feste des Himmels aufleuchtet.

(9)[527] Die Schönheit des Himmels ist die Herrlichkeit der Sterne,

ein Schmuck, in den Höhen des Herrn leuchtet;

(10)durch die Worte des Heiligen stehen sie auf Grund der Entscheidung,

und sie fallen nicht herab in ihren Wachtposten[528].

(11) Sieh den Bogen, und preise den, der ihn gemacht hat,

er ist sehr schön in seinem Glanz;

(12) Er umgibt den Himmel mit einem Kreis der Herrlichkeit,

die Hände des Höchsten haben ihn gebogen.

(13) Mit seinem Gebot lässt er den Schnee eilen[529],

und schnell entsandte er Blitze seines Urteils;

(14) Deswegen wurden Schätze geöffnet,

und Wolken fliegen dahin wie Vögel;

(15) Mit seiner Macht presst er die Wolken,

und die Steine des Hagels zerbrechen;

(16) und durch seinen Anblick werden Berge bewegt[530],

durch seinen Willen bläst der Südwind.

(17) Der Lärm seines Donners schilt die Erde

auch der Sturm des Nordens und der Schwarm des Windes[531].

(18) Wie herab fallende Vögel sprüht er Schnee,

und wie eine Heuschrecke, die sich niederlässt, ist sein Herabfallen;

die Schönheit seines Weißen wird das Auge bestaunen,

und über seinen Regen wundert sich das Herz.

(19)Und Frost gießt er wie Salz auf die Erde,

und gefroren wird er eine Spitze der Dornen.

(20) Kalt weht der Nordwind,

und auf dem Wasser lässt er Kristall gefrieren;

und er zerstört jede Ansammlung von Wasser,

und wie ein Panzer überzieht er das Wasser.

(21) Er frisst Berge und verbrennt die Wüste

und läßt das Grün verwelken wie Feuer.

(22) Heilung aller mit Eile ist der Nebel,

der eintreffende Tau erfrischt von der Hitze.

(23) Durch seinen Gedanken beruhigt er den Abgrund,

und darin pflanzte. er Inseln[532].

(24[533]) Die im Meer segeln durchlaufen seine Gefahr,

und das Hören unserer Ohren erstaunt uns[534];

(25) Und dort sind die unerwarteten und erstaunlichen Werke,

die Vielfalt jedes Lebewesens, Schöpfung der Tiere.

(26) Durch ihn geleitet sein Engel,

durch sein Wort besteht das All[535].

(27) Wir reden viel und erreichen nichts,

und das Ende der Rede: Er ist alles.

(28) Wir preisen, wo vermögen wir es?

Er ist nämlich der Große über allen seinen Werken.

(29) Furchtbar ist der Herr und sehr groß,

und wunderbar ist seine Macht[536].

(30) Die den Herrn preisen, erhöht ihn

soweit ihr es vermögt, er ist nämlich noch größer;

und die ihn erheben, vermehrt es mit Macht,

müht euch nicht ab, ihr werdet es werdet es nämlich nicht erreichen.

(31) Wer hat ihn gesehen und berichtet?

Und wer macht ihn so groß wie er ist?

(32) Es gibt mehr Verborgenes als dies,

wir haben nämlich wenig von seinen Werken gesehen;

(33) Der Herr hat nämlich alles gemacht

und den Frommen Weisheit gegeben.

Vierundvierzigstes Kapitel

(1) Wir wollen berühmte Männer preisen

und unsere Väter in der Reihenfolge;

(2) Viel Herrlichkeit hat der Herr geschaffen,

und seine Großartigkeit seit Ewigkeit.

(3) Die in ihren Reichen herrschen

und namhafte Männer in Macht;

die mit ihrer Einsicht regieren,

die durch Verkündigungen bekannt gemacht haben[537];

(4) die mit Überlegungen Anführer des Volkes waren

und mit Einsicht das Lernen des Volkes,

weise Reden waren in ihrer Erziehung;

(5) welche die Melodien der Musik erforschen

und Geschichten in der Schrift erzählen;

(6) reiche Männer, die mit Kraft ausgestattet waren,

friedfertig in ihrer Umgebung waren;

(7) sie alle wurden in den Geschlechtern gepriesen,

und in ihren Tagen war Ruhm[538].

(8) Manche von ihnen hinterließen einen Namen,

und Lob wurde erzählt;

(9)und an manche von ihnen gibt es keine Erinnerung,

und sie gingen verloren, als ob es sie nicht gegeben Hätte,

und es war, als ob sie nicht geboren wären,

auch ihre Kinder bei ihnen[539].

(10) Doch sie waren begnadete Männer,

deren gerechte Taten nicht vergessen werden;

(11) es bleibt bei ihrem Samen,

das gute Erbe ihrer Nachkommen[540];

(12) ihr Same steht zu ihren Bünden

und ihre Kinder durch sie;

(13)[541] bis in Ewigkeit bleibt ihr Same,

und ihre Ehre wird nicht ausgelöscht;

(14) ihre Leiber sind im Frieden begraben,

und ihr Name lebt für Generationen[542];

(15)die Völker erzählen ihre Weisheit,

und die Gemeinde verkündet ihr Lob.

(16) Henoch gefiel dem Herrn und wurde entrückt,

ein Vorbild des Umdenkens für die Geschlechter[543].

(17Noe[544] wurde als vollkommen Gerechter[545] gefunden,

und zur Zeit des Zorns wurde er zum Ersatz;

deshalb ist er zum Überlebenden für die Erde geworden,

als die Flut geschah;

(18) Mit ihm wurden ewige Bünde geschlossen,

dass nicht alles Fleisch durch eine Flut vertilgt werde[546].

(19) Abraham[547] ist der große Vater einer Menge von Völkern,

und an Ehre wurde kein Gleicher gefunden;

(20) der das Gesetz des Höchsten gehalten hat,

und es geschah durch einen Bund mit ihm;

durch sein Fleisch hatte der Bund Bestand,

und in der Prüfung wurde er treu gefunden[548];

(21) Deshalb bestätigte er ihm durch einen Eid,

dass die Völker durch seinen Samen gesegnet würden,

und dass er vermehrt würde wie der Staub der Erde

und dass sie erben würden von Meer zu Meer

und vom Fluss bis zum Ende der Erde[549] [550].

(22) Auch für Isaak[551] bestätigte er so

um seines Vaters Abraham willen.

(23) Den Segen für alle Menschen

ließ er auf Jakobs Haupt ruhen;

er erkannte ihn durch seine Segnungen

und gab ihm durch das Erbe;

und er teilte seine Anteile ein

und verteilte sie unter zwölf Stämme[552].

Fünfundvierzigstes Kapitel

(1) Und er holte einen begnadeten Mann von ihm heraus,

der Gunst in den Augen alles Fleisches gefunden hatte,

der von Gott und den Menschen geliebt wurde,

Moyses, dessen Gedächtnis im Segen ist;

(2) er machte ihn an Herrlichkeit der Heiligen[553] gleich

und machte ihn groß durch die Furcht der Feinde;

(3)durch seine Worte bewirkte er Zeichen,

er verherrlichte ihn vor Königen;

er gebot ihm für sein Volk

und zeigte ihm seine Herrlichkeit[554];

(4) mit Glauben und Sanftmut heiligte er ihn,

er erwählte ihn aus allem Fleisch;

(5) er ließ ihn seine Stimme hören

und führte ihn in die Finsternis

und gab ihm persönlich Gebote,

das Gesetz des Lebens und der Erkenntnis,

um Jakob den Bund zu lehren

und seine Rechtssprüche Israel[555].

(6) Aaron erhöhte er zu einem ihm gleichen Heiligen,

seinen Bruder aus dem Stamme Levi;

(7)[556] Er bestimmte einen ewigen Bund mit ihm[557]

und gab ihm das Priestertum des Volkes;

und er machte ihn glücklich mit Wohlanständigkeit

und umgürtete ihn mit einem Gewand der Ehre[558];

(8) er bekleidete ihn mit der Vollendung des Ruhmes

und stärkte ihn mit Attributen der Stärke;

eine Hose, eine bis zu den Füßen reichende Robe und einem Efod;

(9)und er umgab ihn mit Quasten,,

mit großen goldenen Glocken ringsum[559],

dass sie bei seinen Schritten tönten,

um einen hörbaren Klang im Tempel hervorzurufen

zur Erinnerung für die Söhne seines Volkes;

(10)in einem heiligen Gewand, golden und blau

und purpurfarben, eine Arbeit von Stickerei,

für ein Orakel der Entscheidung, für die Offenbarungen der Wahrheit,

gesponnen mit scharlachfarbenem Faden, durch die Arbeit eines Künstlers,

(11) mit verschiedenen Steinen gravierten Siegels[560]

mit eingelegtem Gold, die Arbeit eines Siegelschneiders,

zum Gedächtnis mit einer Schrift verbunden

nach der Zahl der Stämme ;Israels;

(12) einen goldenen Kranz auf der Tiara,

ein Relief eines Siegels der Heiligkeit,

Ruhm der Ehre, ein Werk der Stärke,

geschmückte Sehnsüchte der Augen;

(13) (so) Schönes hat es vorher nicht gegeben,

bis in Ewigkeit wird ein Fremder (so) nicht gekleidet

außer allein seine Söhne

und für immer seine Nachkommen..

(14) Sie bringen seine Opfer dar

ständig zweimal am Tage[561].

(15) Moyses hatte die Hände gefüllt

und ihn mit heiligem Öl gesalbt[562];

es wurde für ihn zum ewigen Bund

und für seinen Samen in den Tagen des Himmels[563],

ihm zu dienen und zugleich Priester zu sein

und das Volk in dem Namen zu segnen[564].

(16) Er hat ihn aus allen Lebendigen erwählt,

um dem Herrn Brandopfer darzubringen,

Räucheropfer und Wohlgeruch zum Gedächtnis,

um sein Volk zu versöhnen.

(17) Er gab ihm durch seine Gebote[565]

Vollmacht, durch Weisungen der Rechtssprüche

Jakob die Zeugnisse zu lehren

Und durch sein Gesetz Israel zu erleuchten[566].

(18) Fremde erhoben sich gegen ihn[567]

und schlugen nach ihm in der Wüste,

die Männer um Dathan und Abiron

und die Gemeinde von Kore mit Wut und Zorn;

(19) Der Herr sah es, und es gefiel ihm nicht,

und im Eifer un Zorn machte er ein Ende;

er vollbrachte Wunder für sie,

dass sie verbrannt wurden in seiner Feuerflamme.

(20) Und Aaron verlieh er Ehre

und gab ihm ein Erbe;

er teilte ihm die Erstlinge zu[568],

als Erstes bereitete er Brot als Sättigung;

(21) auch aßen sie die Opfer des Herrn,

die er ihnen und seinem Samen gab.

(22) Doch im Lande des Volkes wird er nicht erben,

und er hat keinen Anteil im Volk;

er selbst ist dein Anteil und Erbe[569].

(23)[570] Und Eleazars Sohn Finees war der Dritte an Ehre

durch seinen Eifer in der Furcht des Herrn,

und er stand fest beim Abfall des Volkes

durch die Güte der Bereitschaft seiner Seele;

und er versöhnte Israel.

(24) Deshalb wurde für ihn ein Bund des Friedens errichtet[571],

den Heiligen und seinem Volke vorzustehen,

damit ihm und seinem Samen sei

das Erzpriestertum in Ewigkeit.

(25) Und ein Bund mit David,

dem Sohn Iessais aus dem Stamm Juda

Erbe des Königssohnes als einzigem Sohn;

(wie) das Erbe Aarons und für seinen Samen.

(26) Er gebe euch Weisheit in euer Herz,

um das Volk mit Gerechtigkeit zu richten[572],

damit seine Güter nicht beseitigt werden

und ihre Herrlichkeit für ihre Geschlechter (bleibt).

Sechsundvierzigstes Kapitel

(1) Mächtig im Kampf war Jesus Naum

Und Moyses Nachfolger in der Verkündigung,

der wurde auf Grund seines Namens

groß zur Rettung seiner Erwählten,

Rache zu üben an den Feinden, die sich erhoben hatten,

so dass er Israel sein Erbe geben konnte.

(2) Und er wurde verherrlicht beim Erheben seiner Hände

und als er das Schwert gegen die Städte zog.

(3) Wer hat vor ihm so dagestanden?

Er hat nämlich die Kriege des Herrn aufgebracht.

(4) Wurde nicht durch seine Hand die Sonne zum Stillstand gebracht

und ein Tag wurden zwei?[573]

(5) Er rief den höchsten Machthaber an,

als ihn ringsum Feinde bedrängten,

und der große Herr erhörte ihn

durch Hagelsteine von mächtiger Kraft[574];

(6) er warf Krieg auf die Völker

und durch das Herabfallen vernichtete er die Widersacher,

damit die Völker seine Waffenrüstung erkennen,

denn sein Kampf war in Gegenwart des Herrn.

(7) Er folgte nämlich auch dem Mächtigen,

und in den Tagen des Moyses vollzog er Gnade,

er und Chalebs, der Sohn Iefonnes,

indem sie angesichts der Gemeinde widerstanden,

um das Volk an Sünden zu hindern

und das Murren des Volkes zu ertragen.

(8) Und diese zwei waren es, die gerettet wurden[575]

vor den sechshunderttausend Mann,

dass sie hinein gingen in das Erbe,

in das Land, in dem Milch und Honig fließen.

(9) Und der Herr gab dem Chaleb Kraft,

und er bewahrte ihn bis ins Greisenalter,

dass er hinaufstieg auf die Höhe des Landes,

und sein Same erlangte das Erbe[576],

(10) so dass alle Söhne Israels sahen,

dass es gut ist, hinter dem Herrn zu gehen.

(11)Und die Richter, jeder nach seinem Namen,

deren Herz keine Unzucht trieb

und die sich nicht vom Herrn abwandten,

ihr Gedächtnis sei im Segen;

(12) Ihre Gebeine mögen aus ihren Plätzen belebt werden[577],

und ihr Name ist übergegangen

auf die Söhne ihrer Verherrlichten[578].

(13) Der vom Herrn geliebte Samuel[579],

ein Gottessprecher des Herrn, hat das Königtum errichtet

und die Obersten über sein Volk gesalbt;

(14) im Namen des Herrn richtete er die Gemeinde,

und der Herr musterte Jakob;

(15) In seinem Glauben wurde er als Gottesssprecher genau geprüft,

und er wurde durch die Reden von seinen Gesichten als zuverlässig erkannt.

(16)[580] Und er rief den mächtigen Herrn an

in der Bedrängnis seiner Feinde ringsum

mit dem Opfer eines säugenden Lammes;

(17)Und der Herr donnerte vom Himmel[581]

und machte ihn mit großem Lärm zum Hörer seiner Stimme

(18) und vernichtete die Anführer der Tyrer

und alle Obersten der Philister.

(19) Und vor der Zeit seines[582] Entschlafens

legte er gegenüber dem Herrn und seinem Gesalbten Zeugnis ab[583],

dass er Besitztümer bis zu Sandalen

von allem Fleisch nicht genommen

und ihn kein Mensch angeklagt habe.

(20) Und nachdem er entschlafen war verkündete er

und zeigte dem König sein Ende an

und erhob seine Stimme aus der Erde

in der Verkündigung, dass die Gesetzlosigkeit aus dem Volk beseitigt werde.

Siebenundvierzigstes Kapitel

(1) Und danach stand Nathan[584] auf,

um in den Tagen Davids zu verkünden.

(2) Wie das vom Heilsopfer abgetrennte Fett,

so David von den Söhnen Israels.

(3) Er spielte mit Löwen wie mit Böckchen[585]

und mit Bären wie mit Lämmern der Schafe.

(4) Schlug er nicht in seiner Jugend einen Riesen tot[586]

und nahm die Schande vom Volk weg[587],

indem er die Hand mit dem Stein einer Schleuder erhob

und Goliaths Übermut niederwarf?[588]

(5)Er hatte nämlich den höchsten Herrn angerufen,

und der gab Macht in seine Rechte,

dass er den mächtigen Menschen im Kampf beseitigte,

um das Horn seines Volkes zu erheben.

(6) So hat er ihn unter Zehntausenden verherrlicht,

und man pries ihn in Lobliedern des Herrn,

wobei er das Diadem der Ehre trug.

(7) Er vernichtete die Feinde ringsum

und unterwarf die gegnerischen Philister,

bis heute zerbrach er ihr Horn.

(8) Bei jeder seiner Tat legte er ein Bekenntnis ab

für den höchsten Heiligen mit einer Rede der Verherrlichung;

er sang mit seinem ganzen Herzen

und liebte den, der ihn gemacht hatte.

(9) Und er stellte Psalmensänger vor dem Altar,

und ihr Klang war eine süße Melodie;

(10) Bei den Festen brachte er Würde hervor,

und er ordnete die (Fest-) Zeiten bis zur Vollendung,

wobei sie seinen heiligen Namen lobten

und Heiligung vom Morgen an erklang.

(11)Der Herr vergab seine Sünden

und erhöhte sein Horn in Ewigkeit[589]

und verlieh ihm den Bund der Könige

und den Thron der Herrlichkeit in Israel[590].

(12) Danach stand ein Sohn auf und nahm den Platz ein[591],

und er übernahm von ihm einen weiten Raum;

(13) Salomon herrschte in Tagen des Friedens,

dem Gott ringsum Ruhe verschaffte,

sodass das Haus in seinem Namen Bestand hatte

und ein Heiligtum für die. Ewigkeit bereitete.

(14)[592] Wie weise wurdest du in deiner Jugend[593]

und von Einsicht erfüllt[594] wie ein Fluss.

(15) Deine Seele bedeckte das Land,

und du warst von rätselhaften Gleichnissen erfüllt;

(16) Bis zu fernen Inseln reichte dein Name,

und um deines Friedens willen wurdest du geliebt;

(17) Wegen der Lieder und Sprüche und Gleichnisse[595]

und wegen der Deutungen bewunderten dich Länder.

(18) Im Namen Gottes, des Herrn,

des Gottes Israel, der angerufen wird

hast du Gold wie Zinn gesammelt

und Silber wie Blei angehäuft[596].

(19) Du neigtest deine Seiten Frauen zu

und wurdest mit deinem Leib unterworfen[597];

(20)du hast Schande zu deiner Ehre gegeben

und hast deinen Samen ergossen,

so dass du Zorn über deine Kinder heraufführtest

und sie durch deine Gedankenlosigkeit gepeinigt wurden,

(21) dass eine doppelte Gewaltherrschaft entstand

und ein ungehorsames Königreich aus Efraim aufkam.

(22) Aber der Herr gab seine Gnade keineswegs auf

und ließ nicht von seinen Worten[598]

und vertilgte auch nicht die Nachkommen seines Erwählten

und den Samen seines Geliebten rottete er nicht aus;

und er ließ Jakob einen Rest

und David von ihm eine Wurzel.

(23) Und Salomon kam bei seinen Vätern zur Ruhe[599]

und hinterließ nach ihm aus seinem Samen

Unverstand des Volkes und einen verringert an Einsicht,

Roboam, der das Volk aus seinem Rat entfernte.

(24) Und Jeroboam, der Sohn Nabats, der das Volk sündigen machte[600]

und Efraim den Weg der Sünde freigab;

und ihre Sünden wurden sehr voll,

so dass sie sich von ihrem Lande abwandten;

(25) und jede Bosheit suchten

bis die Strafe über sie kam.

Achtundvierzigstes Kapitel

(1) Und wie Feuer erhob sich der Gottessprecher Elias,

und sein Wort brannte wie Leuchter,

(2) der eine Hungersnot über sie brachte[601],

und durch seinen Eifer verminderte er ihre Zahl;

(3) Durch ein Wort des Herrn verschloss er den Himmel,

so brachte er dreimal Feuer herab.

(4) Wie wurdest du verherrlicht, Elias, durch deine Wundertaten;

und wer ist dir gleich, um gerühmt zu werden?

(5) Der einen Toten aus dem Tode erweckt hat

und aus der Unterwelt durch ein Wort des Höchsten;

(6) der Könige zum Untergang gebracht hat

und Hochangesehen aus ihrem Bett;

(7)der am Sina ein Urteil vernahm

und Strafurteile am Choreb;

(8) der Könige zur Vergeltung gesalbt hat

und Gottessprecher als seine Nachfolger[602];

(9) der im feurigen Wirbelsturm entrückt wurde[603]

in einem Wagen mit feurigen Pferden;

(10) der eingetragen wurde zum Urteil für die Zeiten,

den Zorn vor dem Wutausbruch[604] zu stillen,

das Herz des Vaters dem Sohn zuzuwenden

und Jakobs Stämme aufzurichten[605].

(11) Glückselig die dich sehen

und in Liebe entschlafen;

auch wir werden nämlich im Leben leben.

(12) Elias, der im Sturm verborgen wurde,

und Elisäe wurde von seinem Geist erfüllt;

und in seinen Tagen wurde er von keinem Oberen erschüttert

und keiner hat ihn unterdrückt.

(13) Kein Wort übertraf ihn,

und im Tode verkündete sein Leib;

(14) und in seinem Leben vollbrachte er Zeichen

und am Ende seine wunderbaren Taten.

(15) Bei alledem änderte das Volk seine Gesinnung nicht,

und sie ließen nicht ab von ihren Sünden[606]

bis sie aus ihrem Lande gefangen weggeführt

und auf die ganze Erde zerstreut wurden.

(16) Und das geringe Volk blieb übrig

und ein Oberster im Hause Davids;

einige von ihnen taten zwar das Rechte,

einige aber vermehrten die Sünden.

(17)Ezekias[607] befestigte seine Stadt

und führte Wasser in ihre Mitte,

mit Eisen durchbrach er den Felsen

und baute einen Wasserbrunnen[608].

(18)In seinen Tagen machte sich Sennacherim[609] auf[610]

und sandte Rapsake und er zog weg[611];

und er erhob seine Hand gegen Sion

und prahlte in seinem Übermut.

(19)[612] damals wurden ihre Herzen und Hände erschüttert[613],

und sie hatten Wehen wie die Gebärenden[614];

(20) Und sie riefen den Herrn um Erbarmen an

und breiteten ihre Hände zu ihm aus[615].

Und der Heilige erhörte sie sogleich vom Himmel

Und befreite sie durch Esaias` Hand;

(21) Und er schlug das Heer der Assyrer,

und sein Engel vernichtete sie[616].

(22)Und Ezekias tat das, was dem Herrn gefiel

und wurde stark auf den Wegen seines Vaters David,

die ihm der Gottessprecher Esaias geboten hatte

der groß und treu durch seine Gesichte war[617].

(23) In seinen Tagen ging die Sonne zurück

und er verlängerte dem König das Leben[618].

(24) Mit großem Geist sah das Ende

und tröstete die Trauernden in Sion[619].

(25) Bis in Ewigkeit zeigte er das, was sein wird

und das Verborgene ehe es geschah[620].

Neunundvierzigstes Kapitel

( 1) Das Gedächtnis Josias ist wie die Komposition eines Räucheropfers,

bereitet durch das Werk eines Apothekers;

in jedem Munde wie Honig süß schmeckend

und wie Musik beim Weingelage[621].

(2) Er leitete recht durch Umkehr des Volkes

und hob die Gräuel der Gesetzwidrigkeit auf:

(3) Er führte sein Herz zum Herrn,

in den Tagen der Gesetzwidrigkeit stärkte er die Frömmigkeit.

(4) Abgesehen von David, Ezekias und Josias

begingen alle Übertretungen;

sie übertraten nämlich das Gesetz des Höchsten,

die Könige von Juda verließen (es);

(5) Sie gaben anderen ihr Horn

und ihre Ehre einem fremden Volk[622].

(6) Sie verbrannten die erwählte Stadt der Heiligkeit[623]

und verwüsteten ihre Straßen[624]

(7) durch die Hand Jeremias`; sie hatten ihm nämlich Böses angetan,

und er war im Mutterleib zum Gottessprecher geheiligt worden[625],

um auszurotten und zu schaden und zu vernichten[626]

wie aufzubauen und zu pflanzen[627].

(8) Iezekiel, der das Gesicht der Herrlichkeit schaute,

welches er ihm auf einem Wagen der Cheruben zeigte[628];

(9) er wurde nämlich auch an den Ansturm der Feinde erinnert

und dass denen Gutes getan wird, die den geraden Weg gehen.

(10) Und die Gebeine der zwölf Gottessprecher

belebt er aus ihren Stätten[629];

sie haben nämlich Jakob ermahnt

und befreit durch das Vertrauen der Hoffnung.

(11)[630] Wie sollen wir Zorobabel loben?

Und er ist wie ein Siegel (-Ring) an der rechten Hand[631],

(12)so ist Jesus, der Sohn Josedeks,

die in ihren Tagen das Haus bauten

und den heiligen Tempel für den aufführten,

bereitet zur ewigen Herrlichkeit[632].

(13) Und Neemia zu vielem gedenken,

der uns die gefallenen Mauern aufrichtete[633],

der die Tore und Sperren aufstellte

und unsere Gebäude wieder aufrichtete.

(14) Keiner wurde auf Erden geschaffen, der Henoch glich[634];

auch er wurde nämlich von der Erde entrückt.

(15) Auch wurde kein Mann wie Josef geboren,

Anführer der Brüder, Stärkung des Volkes,

und seine Gebeine wurden zurückgebracht.

(16) Sem und Seth wurden unter den Menschen geehrt

und über jedes Lebewesen in der Schöpfung Adams.

Fünfzigstes Kapitel

(1) Der Erzpriester Simon, Sohn des Onias,

der in seinem Leben das Haus ausbesserte

und in seinen Tagen den Tempel befestigte;

(2) und von ihm wurde er in zweifacher Höhe gegründet,

eine hohe Festungsmauer rings um den Tempel;

(3) in seinen Tagen wurde das Brunnenhaus ausgehauen,

eine Zisterne wie die Menge eines Meeres[635];

(4) er behütete sein Volk vor dem Fall

und stärkte die Stadt bei einer Belagerung;

(5)wie er geehrt wurde bei der Prozession des Volkes

beim Heraustreten aus dem Vorhang des Hauses;

(6) wie ein Morgenstern inmitten der Wolken,

wie an den Tagen des Vollmonds,

(7) wie die Sonne am Tempel des Höchsten aufleuchtet[636]

und wie der Bogen in den Wolken der Herrlichkeit leuchtet,

(8) wie eine Rosenblüte in Frühlingstagen,

wie eine Lilie beim Ausfluss von Wasser,

wie eine Blüte des Libanon in den Sommertagen[637],

(9) wie Feuer und Räucherwerk auf dem Räucheraltar,

wie ein gehämmertes goldenes Gefäß,

mit jedem Edelstein geschmückt,

(10) wie ein Ölbaum, der Früchte hervorbringt[638]

und wie eine Zypresse, die in die Wolken empor ragt[639].

(11) Wenn er sein Gewand der Herrlichkeit anlegt[640]

und er bekleidet wird mit der Vollkommenheit des Ruhmes,

bei der Feuerstätte des Altars steht,

um ihn herum der Kranz der Brüder

wie die Blüte der Zedern im Libanon[641],

und sie umgeben ihn wie Palmstämme,

(13) und alle Söhne Aarons in ihrer Herrlichkeit

und die Opfer des Herrn in ihren Händen

vor der ganzen Gemeinde Israels.

(14) und die Vollendung des Dienens am Altar,

um das Opfer des höchsten Allherrschers darzubringen,

(15) streckte er seine Hände über dem Kelch aus

und opferte von dem Blut der Trauben,

goss (es) auf die Grundmauern des Altars,

ein Wohlgeruch für den König des Alls.

(16) Dann erhoben Aarons Söhne die Stimme

und ertönten mit gehämmerten Trompeten,

sie bewirkten einen lauten Klang

zum Gedenken vor dem Höchsten[642];

(17) dann eilte das ganze Volk gemeinsam

und fiel auf das Angesicht zu Boden,

um ihren Herrn anzubeten,

den Allherrscher, den höchsten Gott[643];

(18) und die Psalmsänger lobten mit ihren Stimmen,

und mit lautestem Klang wurde die Melodie lieblich;

(19) und das Volk betete zum höchsten Herrn

mit einem Gebet angesichts des Barmherzigen

bis die Verehrung des Herrn vollendet war

und sie seinen Dienst beendeten.

(20) Dann steig er hinab und erhob seine Hände[644]

über die ganze Gemeinde der Söhne Israels.

Um ihnen den Segen des Herrn aus seinen Lippen zu erteilen

Und in seinem Namen zu rühmen;

(21) und in Anbetung wiederholten sie es,

um den Segen vom Herrn zu empfangen

(22) Und jetzt preist den Gott des Alls,

der für jeden Großes getan hat,

der unsere Tage seit dem Mutterleib erhöht hat

und an uns nach seiner Gnade gehandelt hat[645].

(23) Er gebe uns Freude des Herzens

und Friede sei in unseren Tagen

in Israel für die Tage des Weltalters;

(24) dass er uns seine Gnade anvertraue

und uns in unseren Tagen erlöse.

(25) Über zwei Völker ärgert sich meine Seele,

und das dritte ist kein Volk;

die auf dem Berge von Samareia sitzen und die Philister,

und das törichte Volk, das in Sichem wohnt.

(27) Bildung zur Einsicht und Erkenntnis

hat in diesem Buch niedergeschrieben

Jesus, der Sohn des Hierusalemiten Sirach Eleazar,

der Weisheit aus seinem Herzen ausgeschüttet hat.

(28) Glückselig wer darin wandelt,

und wer sein Herz darauf setzt wird weise werden[646];

(29) Wenn er das nämlich tut, wird er für alles stark sein,

denn das Licht des Herrn ist seine Spur.

.

Einundfünfzigstes Kapitel

(1)[647]Ich bekenne dir, Herr König

und preise dich, Gott meinen Retter,

ich bekenne deinem Namen,

(2) denn Schützer und Helfer bist du für mich geworden[648]

und hast meinen Leib vom Verderben gerettet[649]

und aus der Schlinge der Zunge des Verleumders,

vor den Lippen, die Lüge hervorbringen[650]

und angesichts derer, die herankommen

warst du Hilfe und rettetest mich

(3) wegen der Fülle des Erbarmens und deine Namens

aus den Schlägen, die zur Speise bereitet waren,

aus der Hand derer, die nach meiner Seele trachteten,

aus vielen Drangsalen, die ich hatte,

(4) aus dem erschreckenden Feuer ringsum

und aus der Mitte des Feuers, das mich nicht verbrannte,

(5) aus der Tiefe des Leibes der Unterwelt

und von der unreinen Zunge und dem Wort der Lüge[651].

(6) Es herrscht die Verleumdung der ungerechten Zunge.

Meine Seele war dem Tode nahe[652].

(7) Sie umgaben mich von allen Seiten, und da war kein Helfer;[653]

ich blickte nach einem Helfer unter den Menschen, und es gab ihn nicht[654].

(8) Und ich gedachte deines Erbarmens, Herr[655]

und deines Tuns seit Ewigkeit,

denn du holst die heraus, die auf dich warten

und rettest sie aus der Hand der Feinde.

(9) Und ich erhob mein Flehen von der Erde

und betete um Erlösung vom Tode;

(10) ich rief den Herrn, den Herrn meines Vaters an,

dass er mich nicht den Tagen der Drangsal überlasse,

der Hochmütigen zur Zeit der Hilflosigkeit;

unentwegt werde ich deinen Namen preisen

und im Bekenntnis singen[656].

(11) Und mein Gebet wurde erhört;

denn du hast micht vom Verderben erlöst[657]

und mich aus der bösen Zeit befreit.

(12) Deswegen werde ich dir bekennen und dich preisen

und den Namen des Herrn loben.

(13) Als ich noch jung und nicht herumgekommen war

suchte ich Weisheit in ungewöhnlicher Weise in meinem Gebet[658].

(14) Vor dem Tempel betete ich um sie

und forschte nach ihr bis zum Äußersten.

(15) An einer Blüte wie an einer dunkel gefärbten Beere,

daran wurde mein Herz erfreut.

Mein Fuß trat auf den geraden Weg[659],

von Jugend an folgte ich ihm[660].

(16) Ein wenig neigte ich mein Ohr und wurde aufgenommen[661],

und viel Bildung fand ich fürmich.

(17) Durch sie gab es Fortschritt für mich;

dem, der mir Weisheit gegeben hat, gebe ich Ehre.

(18) Ich hatte nämlich im Sinn, sie zu tun

und eiferte um das Gute und wurde nicht beschämt.

(19) Meine Seele kämpft um sie,

und ich prüfe genau durch das Tun des Gesetzes.

Ich hob meine Hände zur Höhe auf[662]

Und beklagte, dass ich sie nicht kannte.

(20) Ich führte meine Seele geradewegs zu ihr

und fand sie in Reinheit.

Von Anfang an streckt ich das Herz nach ihr;

Deswegen wurde ich nicht verlassen.

(21) Und mein Leib wurde verwirrt, um sie zu suchen;

deshalb erwarb ich einen guten Besitz.

(22) Der Herr hat mir eine Zunge als meinen Lohn gegeben,

und damit lob ich ihn.

(23) Kommt zu mir, Ungebildete,

und wohnt im Hause der Bildung.

(24) Warum sagt ihr, dass es daran mangelt

und eure Seelen sehr dürsten?

(25) Ich habe meinen Mund geöffnet und geredet:

Kauft für euch ein ohne Geld[663].

(26) Legt euren Nacken unter das Joch[664],

und lasst eure Seele Bildung annehmen.

Nahe ist es nämlich, sie zu finden.

(27) Seht mit euren Augen, dass es wenig Mühe kostet,

und ich fand für mich viel Ruhe.

(28) beteiligt euch an der Bildung mit viel Silber,

und durch sie werdet ihr viel Gold erwerben.

(29) Eure Seele erfreue sich an seinem Erbarmen,

und durch sein Lob werdet ihr nicht beschämt[665].

(30) Verrichtet euer Werk zur rechten Zeit,

und er wird zu seiner Zeit euren Lohn geben[666].

Zweiundfünfzigstes Kapitel

[667]

(1)[668]Und Salomon beugte seine Knie angesichts der ganzen Gemeinde Israels

und öffnete seine Hände zum Himmel und sprach:

(2) Herr, Gott Israels, dir gleicht weder ein Gott im Himmel oben

noch auf Erden unten,

(3) der du bewahrst deinen Bund und deine Barmherzigkeit für deine Knechte,

die mit ganzem Herzen unter deinem Blick wandeln,

(4) der du Sorge für deinen Knecht David trägst, wie du ihm gesagt

und mit deinem Munde ausgesprochen und erfüllt hast wie an diesem Tage;

(5) Und jetzt, Herr, Gott Israels, behüte deinen Knecht David, wie du gesprochen hast, als du es ihm sagtest,

dass dir kein Mann vor deinem Angesicht fehlen wird, der auf Israels Thron sitzt,

(6) wahrhaftig, wenn seine Söhne seine Hand bewahren,

dass sie in meinen Geboten wandeln, wie sie unter meinem Anblick gewandelt sind.

(7) Und jetzt, Herr, Gott Israels, ist dein Wort anvertraut, das du zu deinem Knecht David geredet hast,

(8) da ja Gott wahrhaftig bei den Menschen auf Erden[669] wohnt,

(9) wenn der Himmel des Himmels wahrhaftig nicht genügt als Haus, das ich gebaut habe,

(10) dass du auf das Gebet deines Knechtes achtest

und die Bitte, Herr, damit du die Versöhnung des Gebetes erhörst,

das dein Knecht vor dir betet,

(11) dass deine Augen Tag und Nacht über diesem Hause seien,

dem Ort, von dem du gesagt hast, dass dein Name angerufen werde

und du das Gebet erhören willst, das dein Knecht an diesem Ort betet

(12) und du das Gebet deines Knechtes und deines Volkes Israel erhören willst,

wenn sie an diesem Ort beten

(13) und du am Ort der Wohnung vom Himmel erhören willst

und erhören und gnädig sein willst, wenn ein Mann gegen dich sündigen wird.

Übersetzung, Einleitung und Anmerkungen Hans Jochen Genthe 2013


[01] Dazu: Johannes Marböck, Das Buch Jesus Sirach ,in Erich Zenger, Einleitung in das Alte Testament, vierte Auflage, Stuttgart 2001Seite 363 – 370 und
[02] Zur Zeitgeschichte siehe Martin Hengel, Judentum und Hellenismus, 3. Auflage, Tübingen 1988 und Ernst Haag, Biblische Enzyklopädie Band 9 Seite 192 – 200
[03] T: Die Verszahlen des griechischen Textes stimmen mit dem des lateinischen nicht überein. Das erste Kapitel hat im lateinischen Text zehn Verse mehr als im griechischen
[04] V: 15,10; 24,5; Ijob 12,8; 33,4; 38,36; Spr 2,6; Weish7,25; 8, 21; IV.Esr 16,62-63
[05] V: Vers 4; 24,14; Spr 8,22; Weish 9,9
[06] V: Vers 1; 24,5. 14; Spr 8,22; Kol 1,15; OffbJoh 3,14
[07] T: Vers 5 steht nur in der lateinischen Version
[08] T: Vers 7 steht nur in der lateinischen Version
[09] V: OffbJoh 5,7
[10] T: Die lateinischen Codices Amiatinus, Maurdramni und ein zerstörter Codex aus der Metzer Bibliothek mun 7 lesen hier noch „durch den Geist“, die übrigen lateinischen Codices „durch den heiligen Geist“
[11] V: Vers 19
[12] V: I.Kor 2,7
[13] V: 21,4; Spr 3,2; 9,11; 10,27
[14] V: Spr 3,2;10,27
[15] V: Vers 20; 19,20; Ijob 28,28; Ps 111,10; Spr 1,7; 9,10; 15,33
[16] V: Vers 16; 19,18; Ps 111,10; Spr 1,7; 9,10; 15,33; Ijob 28,28
[17] V: Dieser Vers steht nur in der lateinischen Fassung, als Vers 26
[18] V: Apgesch 13,10
[19] V: 4,17b; Jac 2,1
[20] V: 16,24; Spr 2,1;3,1; 4,20; 5,7; 7,1; 22,17; Tob 4,2; Hebr 11,27
[21] V: Ps66,10; Spr 17,3; 27,21; Jes 1,22.25; 48,10; Sach 13,9; Mal 3,3; I.Petr 1,7
[22] V: Spr 3,6
[23] V: Marc 9,31
[24] V: 2,18
[25] V Zu Vers 7 bis 18: 7,27; 23,14; 41,7; Ex 20,12; 21,17; Lev 20,9; Dt 5,16; 27,16; Spr 17,6; 19,26; 20,20; 30,11. 17; Mal 1,6; Tob 4,3; Matth 15,4 = Marc 7,10 Matth 19,19 = Marc 10,19 = Luc 18,20; Eph 6,2 – 3;
[26] Ü: Wegen der Eigenart des griechischen Genetivs kann auch „Barmherzigkeit gegen den Vater“ übersetzt werden
[27] V: Jac 1,21; 3,13
[28] V: 3,18; Ps 130,1; Spr 12,2 Hes 21,31; Luc 14,11; 18,14, Matth 23,12;II.Kor 11,7; Phil 2,8 –9; I.Petr 5,6
[29] V: Jes 30,1
[30] V: 7,10; Tob 4,11; 12,9; Luc 11,41
[31] V: Dt 15,9 Marc 10,19
[32] V:7,10; Dt 15,9; Tob 4,7
[33] V: 35,16 Ijob 34,28
[34] V: Ps 82,4; Jer 21.12
[35] V: Jes 49,15;
[36] V: 6,27; Spr 8,17; Weish 6,13
[37] V: Weish 7,28
[38] V: 2,1
[39] V: 20,24
[40] E: Es soll kein Ansehen der Person geben
[41] V: Jac 5,16
[42] V: Röm 13,1
[43] V:.I. Macc 3,21 I. II.Macc 13,14
[44] V: II.Macc 13,17
[45] V: Spr 29,20
[46] V: 7, 14; Pred 5,1; Jac 1,19
[47] V: Apgesch 20,35
[48] V: Vers 8; Ps 61,11
[49] V: Phil 4,12
[50] V: 18,30; 23,6; Jes 5,11 –13; Luc 21,34; Marc 4,19; Röm 6,12.19; 12,1; 13,13; Eph 5,18
[51] V: I.Thess 4,6
[52] V: 19,13; 21,1
[53] V: 16,12; 17,29; Ex 34,6; Nu 14,18; Neh 9,17. 31 Jes 55,7; Joel 2,13; Jon 3,8; Ps 86,5.15; 112,4
[54] V: Vers 1
[55] V: Spr 10,2; 11,4; Hes 7,19; Zeph 1,18
[56] V: Eph 4,14
[57] V: Jac 1,19
[58] V: 21,31; 37,18; Jac 3,6.10
[59] V: 28,13
[60] T: 5,15 steht in der Vulgata als 6,1
[61] V: 18,31
[62] V: Spr 15,1; 16,21; 25,15
[63] V:12,9; Spr 17,17
[64] V: 6,10; 37,4
[65] V: 37,1; Ijob 19,19
[66] V: 6,8; 37,4
[67] T: Der hebräische Text liest hier bha (spr.oheb) „Freund“, was allerdings kaum Sinn ergibt. Vielleicht ist das Wort eine Verschreibung von lha (spr.ohel) „Zelt“
[68] T: Der Codex Sinaiticus liest „Gnade“ statt „Weisheit“
[69] V: I.Kor 9,10
[70] V: Vers 29
[71] V: Gen 49,15
[72] V: 15,6; 45,12; 50,12; Ex 28,2; Jdt 16,9; Spr 4,9
[73] V: Zu Vers 32 bis 33: 2,2; 2,2; 16,24 Spr 2,1; 3,1;4,20; 7,1: 22,17
[74] V: 8,8
[75] V: Dt 4,6; 17,19; I.Chr 22,12;Ps 1,2; 119,15. 24. 47.143;Spr 10,8; 28,7
[76] V: Ijob 4,8; Spr 22,8
[77] V: Ijob 4,17; 9,2; 22,2; Ps 143,2; Röm 3,20
[78] V: Spr 25,6
[79] V: 14,13; Tob 4,7 (Alexandrinus und Vaticanus); 12,8
[80] V: Dt 32,39, I.Sam 2,6 – 7; II.Kön 5,7; Est 11,11; Ijob 5,11; 22,29; Ps 75,8; Tob 13,2; Weish 16,13; IV.Esr 8,13; Luc 1,52
[81] V: 32,13
[82] V: Pr 5,1; Matth 6,7
[83] V:18,24
[84] V: Jdt 17,21; Marc 9,43, 44. 47
[85] V: 26,3; Spr 18,22 (LXX); 19,14
[86] V : Jer 22,13
[87] V: Dt 15,13
[88] V: 30,12 – 13; Spr 13,18;19,18; 23,13; 29,17
[89] V: 26,10; 42,11
[90] V: 3,6; Ex 20,12; Dt 5,16; Matth 15,4 = Marc 7,10; 19,19 = Marc 10,19 = Luc 18,20; Eph 6,2
[91] V: Tob 4,4
[92] V: Zu Vers 29 bis 31: Dt 6,2. 24; 8,6; 10,12; 11,22; 13,4; 19,9; 17,19; 26,17
[93] V: Dt 6,5; 11,1; 13,3; 30,6. 16. 20; Matth 22,37 = Luc 10,27
[94] V: Gen 28,22; Ex 23,19. 29 ; 35,5; Lev 2,12 – 14; 7,14; 27,30; Nu 18,12 – 13; Dt 14,22. 28; 26,2 – 3; Spr 3,9; II.Chr 31,5 Tob 1,6;
[95] V: 29,2; Ex 22,25; Lev 25,35 – 37 Dt 15,8,10 –11; 23,19 – 20; Hes 18,8. 17
[96] V: Ijob 30,25; Röm 12,15
[97] V: 28,6; 38,21; Pr 7,3
[98] V: 31,6
[99] V: I.Kön 8,46; Spr 20,9; Pr 7,21;II.Chr 6,36; Röm 3,9. 23; 5,12
[100] V: Ijob 31,29; Spr 17,5; 24,17
[101] V: Zu Vers 8 bis 9; 6,34; 39,2; Spr 1,6
[102] V: Spr 6,1; 11,15; 17,18; 22,26 -27
[103] V: Spr 22,24
[104] V: 19,8; Spr 25,9 -10
[105] V: 25,30 (nur Vulgatatext )
[106] V: Ijob 31,1;
[107] V: Spr 29,3
[108] V: 25,21; 41,23; Ex 20,7; Spr 6,25;
[109] V: Matth 5,28
[110] V: Dt 17,17 I.Kön 11,4; Neh 13,26; Dan 13, 8. 56; Jdt 12,16
[111] V: 37,6; Spr 27,10
[112] V: Ps 37,1; 73,3; Spr 3,31; 4,14; 24,1.19
[113] V: 6,34; 8,8-10; Spr 1,6
[114] V: Tob 2,2
[115] V: Spr 29,12
[116] Ü: Man kann auch übersetzen „über die Erde“
[117] V: I.Chr 29,12; II.Chr 20,6; Est 13,11; I.Mcc 2,62
[118] V: Ps 57,9 (Vulgata); Ijob 21,26 Jes 14,11; I.Mcc 2,62 – 63
[119] V: Tob 4,14
[120] V: Ijob 5,11 12,21; 22,29; Ps 107,40; 147,6; Spr 3,34; 11,2; 15,33; 29,23; Hes 21,31; Luc 1,52; Jac 4,6; I.Petr 5,5
[121] V: Ps 44,3; 80,9
[122] V: 41,11.14; Dt 9,14; 32,26; Ri 5,31; Ps 10,4. 6. 37; 37,28; 44,3; 67,3; 80,9; 92,10
[123] T: Einige Handschriften lesen hier noch: „Ursache (der Annahme )ist die Furcht des Herrn, Ursache des Hinauswurfs aber sind Verhärtung und Hochmut
[124] V: 15,20; 34, 13.16
[125] V: 1,11; 25,6; 9,22
[126] V: 25,13
[127] V: Spr 17,2
[128] V: Spr 9,8; 17,10; 19,25
[129] V: Spr 12,9; 15,16; 16,8; 19,1; 28,6
[130] V: Ex 34,10; Dt 10,21; Ps 41,14; 71,18; 66,3; 136,4; 145,6
[131] V: Joh 7,51
[132] V: Spr 18,13
[133] V: 27,1; Spr 13,11; 20,21; 22,16; 28,20; I.Tim 6,9
[134] V: Ps 4,4
[135] V: Pred 7,15
[136] T: Die Verse 15 und 16 fehlen im griechischen Text; sie nach der Vulgata Sixtina Clementina ergänzt
[137] V: Zu Vers 18 bis 19: 31,3
[138] V: Vers 10; Spr 3,13; 5,17; 8,15; 23,35; Weish 2,7; Jes 22,13; 28,7; 56,12 Luc 12,19
[139] V: Ijob 27,19; Ps 49,18; 76,6
[140] V: Spr 10,22
[141] V: 18,25; Pred 11,8
[142] V: Jes 5,20
[143] V: I.Mcc 6,24
[144] V: Vers 7; Dt 7,10; 32,41; Ps 31,24
[145] V: Vers 4
[146] V: Spr 14,20; 19,4
[147] V: 6,7; Spr.17,17
[148] V: Jer 12,6; Spr. 26,25
[149] V: Spr 26,25
[150] V: 13,7; Na 3,7
[151] V: 12,18; II.Kön 19,21; Ijob 12,4; 16,5; 30,1 Ps 22,8; 30,12; Ps 44,14; 79,4; 89,42; 109,25; Jer 9,5; 20,7-8; Na 3,7; Tob 2,15
[152] V: 7,5. Spr 25,8; Luc 14,8. 10
[153] V: 27,9
[154] V: Matth 10,16
[155] V: Matth 7,6
[156] V: 12,8; Spr 14,20;19,4
[157] V: Ps 17,10; 73,8 – 9; I.Sam 2,3
[158] Ü: oder; „…verändert seine Person“
[159] V: Spr 12,25; 15,13; 17,22;
[160] V: 19,17; 25,11; 28,26; Ijob 6,30; Jac 3,2.8
[161] V: Spr. 22,16; 28,6
[162] V: 31,13
[163] E: D.h.: Gibt sich nicht mit dem ihm zustehenden Anteil zufrieden
[164] V: Matth 6,23
[165] V: Ex 10,25; Lev 7,38; 10,19; I.Esr 6,10; Mal 1,11; Bar 1,10 – 11; I.Mcc 7,33; Tob 8,19 I.Tim 2,1 – 2;
[166] V: 7,10; Tob 4,7
[167] V: Pred 7,15
[168] V: Ps 37,2; 102,5.12; 103,15; 129,6; Jes 37,27; 40,6; 51,12; I.Petr 1,24
[169] V: 50,30; Spr 8,34
[170] V: 4,12; 6,27; Weish 6,13;
[171] V: I.Esr 9,8; Jes 22,23
[172] V: Zu Vers 11 bis 20: Jac 1,13
[173] V: Spr 19,26
[174] V: 37,17; Dt 30,15. 19; Jer 21,8
[175] V: 10,20; 16,19; 17,16; 34,14; Ijob 36,7; Ps 33,15. 18; 34,16
[176] V: Spr 7,21(LXX)
[177] V: Spr 21,21 – 22: Pred 7,20
[178] V: 21,9; Jes 1,21
[179] V: Gen 6,4; Weish 14,6; Bar 3,26 – 28
[180] V: Gen 19,4 –11; Hes 16,49
[181] V: 46,10
[182] V: 5,6
[183] V: I.Sam 26,23; II.Sam 22,21.25; I.Kön 8,39; Spr 24,12; Ps 8,9; 28,4; 61,13; Jer 17,10; 32,19; Matth 16,27; Röm 2,6; I.Kor 3.8: II.Kor11,15; II.Tim 4,14; I.Petr 1,17; OffbJoh 2,23; 18,6; 20,12 – 13;
[184] E: Ein Mensch
[185] E: Bei Gott
[186] T: Die Verse 15 bis 16 finden sich nur in wenigen Handschriften
[187] E: Die Bedeutung dieses Wortes ist unklar. Amos 7,7 – 8 ist es eine Bezeichnung für Stahl, was aber hier keinen Sinn ergeben würde. Wahrscheinlich beruht es hier auf einer Verschreibung von Adam = Mensch
[188] V: Ijob 22,13; Ps 10,32. 34;73,11; 94,7;
[189] V: Zu Vers 18 bis 19: 43,17; Ps 18,8; 82,5; Jes 24,18; 54,10; Jer 4,24; Nah 1,5; Hab 3,6
[190] V: Ijob 9,6; 26,11: Jes 13,13; Hagg 2,7. 22; Hebr 12,26; IV.Esr 8,23
[191] V: 2,2; 6,32 – 33; Spr 4,20; 5,1; 7,24; 22,17
[192] E: „Seele“ im Sinne von „Leben“
[193] V: 33,10; Gen 1,27; 2,7; 5,1-2;),6; Dt 4,32; Jes 45,12; Tob 8,8
[194] V: 40,11; 41,13; Gen 3,19; Ijob 10,9; 13,12; Ps 104,29, Pred 3,20; 12,7; Weish 2,3
[195] E: Nämlich die Erde
[196] V: Gen 1,27; 9,6
[197] V: Gen 1,26; Bar 3,16
[198] T: Der Vers 5 findet sich nur in wenigen Handschriften
[199] V: Ps 145,5; Tob 12,20; 13,4
[200] T: Dieser Vers findet sich nur im Codex Sinaiticus, und zwar von der Hand eines späteren Ergänzers
[201] V: Vers 19; 23,19; 39,19; Spr.15,3; II.Chr 16,9; Ijob 24,23;Ps 25,17; Jer 16,17; Am9,8
[202] T: Der Vers 16 findet sich nur in wenigen Handschriften
[203] T: Diese Zeile von Vers 17 findet sich nur in wenigen Handschriften
[204] T: Der Vers 18 findet sich nur in wenigen Handschriften
[205] V: 10,20; 34,13; Ijob 36,7; Ps 33,18;34,16
[206] T: Der Vers 21 findet sich nur in wenigen Handschriften
[207] V: 31,23; Ps 37,21;112,5; Spr 14,21; 22,9; Tob 4,12,
[208] V: 16,14; I.Sam 26,23; II.Sam 22,21; II.Esra 4,4; Ijob 22,30; Ps 18,21. 25; 28,4; 62,13; Jer 17,10; 32,19; Joel 3,4. 7;
[209] V: Jes 38,19
[210] V: 5,6; Jes 55,7; Jer 18,8. 27; 26,3. 13; 33,19; 36,3; Hes 18,21 – 22; 33,14 – 16; Joel 2,13; Jon 3,8. 10;
[211] V: Gen 3,19; 18,27; Ijob 30,19; Ps 104,29; 146,4; Pred 3,20: 12,7; Weish 2,3
[212] V: Ex 15,18, Ps 10,8; 29,10; 145,13; Dan 3,100; 6,26; 7,14.18; 22.27; Weish 3,8; Tob 9,11; 13,1. 23; Luc 1,33
[213] T: Das Eingeklammerte lesen nur wenige Handschriften
[214] V: zu Vers 4 bis 5: Ps 106,2; 105,2
[215] V: Pred 3,11; 8,17
[216] V: 42,21 – 22; Pred 3,14
[217] V: Ijob 7,17; Ps 8,5; 144,3,
[218] V: Ps 9o,10
[219] V: 2,23; Weish 11,24
[220] V: Jer 31,10; Hes 34,12
[221] V: 20,14
[222] V: 7,16
[223] V: 11,27; Pred 11,8
[224] V: Spr 28,14
[225] V: 16,25
[226] V: 5,2; 23,6; Tob 3,16; Röm 6,12.19; I.Thess 4,3. 7; 2,13; Hebr 12,14
[227] V: Spr 21,17; 23,21; Hos 4,11; III.Esr 3,18 – 19
[228] V: Spr 6,22
[229] T: Der Codex Sinaiticus liest „mit bösem Herzen“
[230] T: Wenige Handschriften lesen hier noch: „Wer den Freuden ins Gesicht sieht, krönt sein Leben. (6) Wer sich ohne Streit der Zunge“ oder „Sprache“ „enthält, wird leben
[231] T: Der Codex Sinaiticus liest noch „im Gebet“
[232] V: 8,18. 22; Spr 35,8 – 9
[233] V: 14,1; 25,8; Jac 3,8
[234] T: Die Verse 18 bis 19 werden nur von wenigen Handschriften gelesen
[235] V:1,34; Ijob 28,28; Ps 2,11; 111,10; Spr 1,7, 9,10; Tob 13,6
[236] V: 13,6
[237] T :diese letzte Zeile des Verses wird nur von wenigen Handschriftengelesen
[238] T: Dieser Vers wird nur von wenigen Handschriften gelesen
[239] V: 21,12
[240] V: 20,23
[241] V: Vers 7; 1,30; 19,28; Spr 10,19; 17,2
[242] V: Vers 5; 1,30; 19,28;Spr 10,19; 17,2
[243] V: Spr 10,19
[244] V: Vers 14
[245] V: 21,19; Ps 45,3; Pred 10,12
[246] V: Vers 10; 18,18
[247] V: Einige Handschriften lesen „mein“ statt „sein“
[248] V: Im Codex Alexandrinus steht am Rand (als Korrektur) „mich“ statt „ihn“
[249] V: Spr 26,7 -8
[250] V: 19,21
[251] V: 4,21
[252] V: 7,13
[253] Ü: Hier steht das Wort Θημωνια (spr. themonia), das „Haufen“ bedeutet, aber hier kaum Sinn ergibt. Die Handschriften weisen aber keine Varianten auf. Im LXX-Lexikon von Lust- Eynikel – Hauspie wird das Wort gar nicht aufgeführt. In der lateinischen Fassung, wo es Vers 30 erscheint, steht acervum fructuum (einen Haufen Früchte). Im griechischen Text muss also καρπων (spr. karpon) „Früchte“ ausgefallen sein.
[254] V: Spr 10,4; 12,11. 24; 20,13; 21,5; 24,33 – 34; 28,19
[255] V: Ex 23,8; Dt 16,19
[256] V: 41,14 – 15
[257] V: 5,5; 19,13
[258] V: 35,17
[259] V: 19,5; Spr 6,23; 10,17; 12,1; 13,18; 15,10. 32; 29,1;
[260] T: Die Übersetzung folgt hier der Lesart einiger weniger Handschriften. Die meisten lesen „für den Winter“, was keinen Sinn ergibt
[261] V: Jer 22,13
[262] V: 16,7
[263] V: Jes 1,31; 9m18; 65,5
[264] V: 1,22
[265] V: 19,22
[266] V: Spr 10,11
[267] V: 20,13; Ps 44,3; Pred 12,10
[268] V: Spr 25,17
[269] V: Spr 12,16; 29,11
[270] V: 5,17
[271] V: 26,3. 8; 36,24; Spr 18,22
[272] V: Spr 25,20; 29,15
[273] T: Die Verse 7 und 8 werden nur von wenigen Handschriften gelesen
[274] V: 38,16 – 17
[275] V: Gen 50,10; Jdt 16,24
[276] V: 8,15; Spr 26,4
[277] V: Spr 27,3
[278] V: 27,16 – 17
[279] V: 27,15
[280] V: Ps 39,2; 141,3
[281] V: Vers 4
[282] V: 28,26; Ps 13,5; 25,3; 30,2; 38,17
[283] V: Vers 1
[284] E: den begehrlichen Blick
[285] V: Ps 131,1
[286] V: 5,2: 18,30; Röm 6,12
[287] V: Vers 12; Matth 5,34
[288] V: Ex 20,7; Lev 19,12
[289] V: Vers 9
[290] V: Lev 5,4 – 5
[291] V: 3,7; 7,27
[292] V: Ijob 3,3; Jer 20,14 – 15
[293] V: 26,28
[294] V: Ijob 24,15;Ps 10,32; 64,6; Jes 29,15;
[295] V: 17,15. 19; 39,19; 42,18; II.Chr 16,9; Ijob 24,23; 26,6; Ps 33,17; Spr 15,3. 11; Jer 16,17; Am 9,8; IV.Esr 16,58
[296] V: Ps 138,5 (LXX)
[297] V: 40,15; Weish 4,3
[298] V: 25,11; 40,26; Pred 12,13
[299] T: Der Codex Alexandrinus liest hier (nicht in Vers 2) : „ Sie rühmen“
[300] Ü: Hier beginnt das Selbstlob der Weisheit. Deshalb setzt die Übersetzung hier einen Doppelpunkt, obwohl im griechischen Text kein Semikolon steht
[301] Ü: Man kann auch übersetzen „vom höchsten Munde“
[302] V: 1,1; 15,9; Ijob 32,8; 33,4; 38,36; Spr 2,6; Weish 7,25
[303] V: Bar 3,37
[304] V: Vers 9; 1,1. 4; Spr 8,23
[305] V: 50,12
[306] E: Hermon
[307] E: En Geddi
[308] E: Gemeint ist nicht der Edelstein, sondern umein wohlriechendes Material gleichen Namens
[309] E: Die sog. Stiftshütte, faktisch der Tempel
[310] T: Als Vers 18 lesen wenige Handschriften noch: „ Ich bin die Mutter der Liebe zum Schönen und der Furcht und der Erkenntnis und der frommen Hoffnung, ich gebe also allen meinen Kindern, immer geboren für diejenigen, die von ihm genannt werden“
[311] V: Matth41,28
[312] V: Ps 19,11
[313] V: Bar 4,1
[314] V: Dt 33,4; Ps 78,5; Joh 1,17; 7,19; IV.Esr 3,19
[315] V: 33,18
[316] V: 40,23; Ps 133,1
[317] V: Weish 4,8
[318] V: Weish 4,9
[319] V: 1,11; 9,22; Ijob 37,23; Tob 13,6; Ps 2,11; Hebr 12,28
[320] V: 26,1. 11. 14; Spr 12,4; I.Kor 11,7
[321] V: 14,1; 19,17; Jac 3,8
[322] V: 23,27; 40,26
[323] T: Wenige Handschriften lesen Vers 12: „Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Liebe zu ihm, der Glaube aber der Anfang des Haftens an ihm.“
[324] V: Spr 21,9. 19; 25,24
[325] V: 9,8; 41,23; Ex 20,17; Spr 6,25; Matth 5,28
[326] V: I.Tim 2,14
[327] V: 22,4;25,8; 36,24; Gen 2,18; Spr 12,4. 11; 18,22; Tob 8,8
[328] V: 7,19; 17,6; 36,24; Spr 18,22(LXX); 19,14
[329] Vers 25
[330] V: 7,24; 42,11
[331] V: 36,24; Spr 12,4
[332] V: Spr 31,10
[333] V: 7,21; Spr 18,22a(LXX); 19,14
[334] T: Die Verse 19 bis 27 lesen nur wenige Handschriften
[335] V: 32,17
[336] V: Vers 5
[337] V: Hes 3,20; 18,24; 33,13
[338] V: 27,2
[339] V: 11,10; Spr 13,11; 20,21; 28,20; 29,2
[340] V: 26,29
[341] V: Matth 12,33 – 34 = Luc 6, 43 -45
[342] V: 15,18
[343] V: 22,24
[344] V: 22,22
[345] V: 22,22
[346] T: Die Übersetzung folgt hier der Lesart der meisten Handschriften
[347] V: Ps 35,19; Spr 6,30; 10,10
[348] V: Spr 26,27
[349] V: Ps 8,16; 57,7; Spr 26,27; Pred 10,8; Bar 4,31
[350] V: Matth 6,12. 14; 18,21 – 35; Marc 11,25; Kol 3,13
[351] V: 7,36; 38,20; Pred 7,3
[352] V: Spr 22,10
[353] V: Spr 6,14.19; 15,18; 16,28;17,11; 26,21;29,22;
[354] V: Vers 15
[355] V: Jac 3,10
[356] V: Vers 8
[357] V: Vers 11; 5,14;
[358] E: Schandmaul
[359] V: Spr 6,19
[360] V: Vers 4
[361] V: 7,21; Dt 15,13
[362] V: 3,33; Tob 4,11; 12,9; Luc 11,41
[363] E: Gemeint ist die Bürgschaft
[364] V: 8,16; Spr 6, -2; 17,18
[365] V: 39,26
[366] V: 40.29
[367] V: Spr 10,1;15,20; 23,24; 27,11; 29,3
[368] V: 7,25; 30,12;Spr 10,1; 13,24; 15,20; 19,18; 23, 13.15. 24; 27,11; 29,3.17;
[369] Ü: Das hier stehende Wort παιδευειν ( spr. paideúein) kann auch mit „züchtigen“ übersetzt werden
[370] V: 7,25
[371] V: Spr 13,24; 19,18; 23,13; 29,17
[372] V: 40,28; 41,2
[373] V: Dan 14,6
[374] V: 38,19. 21; Spr 12,25; 17,22;
[375] V: Spr 15,13; 17,22
[376] V: 11,18 –19; Pred 2,24; 3,22; 5,18; Luc 12,19
[377] V: 8,3
[378] V: Ps 62,11
[379] V: 39,14; 44,15
[380] V: Spr 23,1
[381] V: 14,8
[382] V: Tob 4,16; Matth 7,12 = Luc 6,31
[383] V: Spr 23,1
[384] V: 37,29
[385] V: 37,30
[386] V: Spr 22,29
[387] V: 17,22; Tob 4,12; Spr 14,21; 22,9
[388] V: Vers 36 – 37
[389] V: 40,20; Ps 104,15; I.Esr 3,20
[390] V: Vers 32
[391] E: der Tafelrunde
[392] V: Spr 23,9
[393] V: 49,1; Jes 5,12; Am 6,5 – 6
[394] V:7,14
[395] V: Ijob 11,17; Ps 37,6; 112,4; Jes 58,10;
[396] V: Spr 22,5
[397] V: 33,20
[398] V: Apgesch 21,20
[399] V: Ps 91,10; Jes 54,14
[400] V: Est 10,9; Ps 17,30(LXX); Weish 16,8; Matth 6,13 = Luc 11,4; II.Petr 2,9
[401] V: Gen 1,14
[402] V: 17,1; 38,32; Gen 2,7; Jer 18,6; Tob 8,8;Weish 2,23; 15,7; Röm 9,21
[403] V: 42,25
[404] V: 24,47
[405] V: 32,26
[406] V: Ps 32,9; Spr 26,3; Tob 6,17; Jac 3,3
[407] V: Jer 5,31; 6,13;14,14; 23,11;23,16. 25. 26 – 27; 27,10. 15; 29,9. 23; Hes 13,6;21,29; 22,28; Micha 3,11; Matth 24,5 = Marc 13,6 = Luc 21,8; Matth 24, 11. 24
[408] V: Ps 112,7; Spr 28,1
[409] V: 10,20; 15,19; Ps 32,8
[410] V: 14,25; Esr 9,8; Ps 13,4
[411] V: Spr 15,8; 21,27
[412] V: 35,14; Spr 15,8; 21,27
[413] V: Gen 22,2; II.Kön 3,27
[414] V: Jes 58,3
[415] V: II.Petr 2,20
[416] V: Ex 23,15; Dt 16,16
[417] V: Apgesch 10,4; IV.Esr 12,47
[418] V: Ex 22,29; 23,19; Lev 2,14; 23,10; Nu 15,20; Dt 26,2; II.Chr 31,5; II.Esra 10,35. 37. 39; 13,5; Spr 3,9
[419] V: Dt 15,10; Röm 12.8; II.Kor 9,7
[420] E: Gott mit Opfern zu bestechen
[421] V: 34,23; Lev 22,20; Spr 15,8; 21,27
[422] V: 42,1; Lev 19,15; Dt 1,17; 10,17; I.Sam 16,7; II.Chr 19,7; Spr 18,5; 28,21; Apgesch 10,34; Röm 2,11; Gal 2,6; Eph 6,9; Kol3,25; Jac 2,1 I.Petr 1,17;
[423] V: 4,6; Ijob 34,28
[424] V: Dt 10,18; Ps 68,6; 146,9
[425] V: Kl 1,2
[426] V: 21,6
[427] T: Die Übersetzung folgt der Lesart vom Codex Vaticanus und Codex Sinaiticus
[428] V: Gen 9,5; II.Kön 9,7; Ps 79,10; Jer 51,49; Hes 24,7; 36,18; Matth 23,35 = Luc 11,50; Matth 23, 37 Luc 11,40; OffbJoh 6,10; 16,6; 17,6; 18,24; 19,2;
[429] V: 12,4. 7; Dt 8,10; 32,41; Ps 31,24; 94,2; Jes 1,24; I.Macc 2,68
[430] V: 16,14; 51,30; I.Sam 26,23; II.Sam 22,21; Ijob 22,30; Ps 8,9; 18,21.25; 26,1; 28,4; 62,13; Spr 24,12; Jer 17,10; 32,19; Matth 16,27; Röm 2,6; I.Kor 3,8; OffbJoh 2,23; 18,6; 20,12 – 13; 22,12
[431] V: Ps 71,6; Spr 16,15; Hos 6,3
[432] V: Ps 69,25; 79,6; Jer 10,25; Zeph 3,8; OffbJoh 16,1
[433] V: Hes 20,41; 28,22; 36,23; 37,28; 38,16. 23
[434] V: I.Kön 8,60; Jes 45,5; 46,9; Joel 2,27; Tob 8,19; 13,4;
[435] V: Ex 15,6 – 7
[436] V: Jes 5,19
[437] V: Ps 68,22; 110,6
[438] V: Vers 2; Ex 8,10; 15,11; Dt 4,35; 32,39; I.Sam 2,2; II.Sam 7,22; 22,32; I.Kön 8,60; II.Kön 19,19; Ps 86,8; 89,9; Jes 44,6; 45,6; Jdt 9,19; Tob 8,19; 13,4; Marc 12,32
[439] V: Ex 4,22; Jer 2,3
[440] V: Ps 102,14
[441] T: Statt „die dich anflehen“ lesen die Codices Vaticanus und Sinaiticus „deiner Sklaven“
[442] V: Ex 6,7; 7,5; 14,4; I.Sam 17,46; Bar 2,15; Hes 29,6; 36,23; 37,28; 39,7:
[443] V: 26,16; Spr 12,4
[444] V: 7, 6. 21; 22,4, 26,3; Gen 2,18; Spr 18,22(LXX); 19,14; Tob 8,8
[445] V: Jes 5,5; Ps 89,41
[446] V: 6,9; Ijob 19,19
[447] V: 6,8. 9
[448] V: 9,10; Spr 27,10;
[449] V: 9,21
[450] V: Tob 4,19; Spr 31,4(LXX)
[451] V: 15,17; Dt 30,15. 19; Jer 21,8
[452] V: Spr 18,21
[453] V: Ps 38,6
[454] V: 39,9.
[455] V: 39,16; 41,13; 44,14
[456] V: 37,30
[457] Ü: Möglich ist auch die Übersetzung „Gesundheit“
[458] V: Ex 15,25; Jdt 5,15; IV.Esr 1,23
[459] T: ευοδια (.spr.euodía), Der Codex Sinaiticus liest ευωδια (spr. euodía) Wohlgeruch
[460] V: 22,10
[461] V: 22,11
[462] E: Damit man dir nichts Übles nachsagt
[463] T; In der Vulgata folgt in den meisten Handschriften auf Vers 17 Vers19; letztere entspricht in LXX Vers 18
[464] V: 30,23; Spr 12,25
[465] V: 30,21
[466] V: 7,40; 28,6; Pred 7,3
[467] E: mit dem die Rinder angetrieben werden
[468] V: Jer 18,3; Sap 15,7; Röm 9,21
[469] V: I.Kön 8,58. 61;1I.Esr 7,10; Ps 119,5 – 6
[470] V: 44,3
[471] V: 6,35; 8,9; 9,14; Spr 1,6;
[472] V: Weish 8,8
[473] V: 8,8
[474] V: Ps 15,2 – 3; Jes 11,2; 32,15; 42,1; 48,16; 61,1; 63,11; Hes 2,2; 3,24; 36,27; 37,10; Joel 2,28 – 29; Luc 4,18 – 19; I.Petr 4,14
[475] V: Dt 32,2; Ijob 29,22
[476] V: 37,6. 26; 39,13; 41,16; 44,14
[477] V: 44,15
[478] V: Zu Vers 17 bis 19: 50,8
[479] V: Vers 41
[480] V: Dt 32,3; Ps 22,28; 109,30; I.Chr 16,28 – 29
[481] V: Ps 26,6; 33,2; 43,4; 70,22; 81,3; 98,5; 92,4; 147,7; 149,3
[482] V: Vers 32; Gen 1,4;. 10. 12. 18. 21. 25. 31; Pred 3,11; Marc 7,37
[483] V: Ex 14,22; Jos 3,16
[484] V: 17,15. 19; 23,19; Spr 15,31; Jer 16,17; II.Chr 16,9
[485] V: Vers 34
[486] V: Vers 33
[487] V: Vers 27
[488] V: Vers 25
[489] Ü: πνευματα kann „Winde“ heißen, aber auch „Geister“. Letzteres versteht die Vulgata – Fassung. Das steht spiritus
[490] V: Vers 29 bis 30: 40,9 – 10
[491] V: Lev 26,22; Dt 32,24; Jes 56,9; Jer 12,9; 8,17; Hes 39,17
[492] V: Vers 16; Gen1,4. 10. 18. 21. 25. 31; Spr 3,18; Marc 7,37
[493] V: Vers 21
[494] V: Vers 21
[495] V: Vers 10
[496] V: Ijob 14,1; Pred 2,23
[497] V: Vers 14; Ps 79,12
[498] V: Zu Vers 9 bis 10: 39,35 – 36
[499] V: 41,10; Gen 3,19 Pred 3,20; 12,7
[500] V: Pred 1,7
[501] V: 23,25; Weish 4,3
[502] V: 31,27; Ps 104,15;; Ri 9,13; III.Esr 3,20
[503] V: 25,1
[504] V: 23,27; 25,11
[505] V: 30,17; 41,2
[506] V: 29,22
[507] V: 30,17; 41,2
[508] V: Weish 3,16
[509] V: 3,13
[510] V: 40,11; Gen 3,19; Pred 3,20; 12,2
[511] V: 10,17; Dt 9,14; 32,26; Ri 5,31; Ps 10,6; 37,28; Spr 10,7; 22,1; Pred 7,2
[512] V: 37,26
[513] V: Zu Vers 14 bis 15: 20, 30 – 31
[514] V: 9,7;25,21; Ex 20,17; Spr 6,25
[515] V: Dt 1,17; Spr 18,5; 28,21; III.Esr 4,39
[516] V: 7,24; 26,10
[517] E: Engel
[518] V: 17,15,19; 23,28; Ijob 26,6; Spr 15,11; Hebr 4,13
[519] V: Jes 41,22.26; 44,7; 45,21; 46,10; 48,5 – 6
[520] V: Weish 1,9
[521] V: 18,5; Ijob 11,7; 12,3; 13,2; 15,8; Jes 40,13; Pred 3,14; Tob 3,20; Weish 9,13; Röm 11,34;
[522] Ü: Oder „der Ewigkeit“
[523] V: 33,14
[524] V: Ps 19,2; 50,6: 89,6; 97,6; 149,4
[525] V: Ps 19,7
[526] V: Ps 104,19
[527] V: Zu Vers 10 bis 11: Bar 3,34 – 35; 6,59
[528] V: Ijob 25,3; Ps 147,4 Jes 40,26; 48,13; 51,6; II.Macc7,28; IV.Esr 16,56
[529] V: Ijob 37,6
[530] V: 16,19; Dt 33,2; Ri 5,4; II.Sam 22,8; Ps 18,8; 68,9; 82,5; 77,19; Jes 24,18; IV.Esr 16,12
[531] V: Hab 3,12
[532] T: Die Vulgata liest: „Und der Herr Jesus pflanzte ihn“ (dort Vers 25)
[533] V: Zu Vers 24 bis 25: Ps 107, 23 – 24; Jes 42,10
[534] T: Die Vulgata liest: „erstaunt uns nicht.“
[535] V: Ps 33,6; Spr 8,22; Est 13,9; Weish 9,1; Joh 1,3;
[536] V: Ps 9,2; 145,3
[537] V: 39,1
[538] V: Ijob 18,17; Ps34,17; 110,7;Spr 10,7; Weish 4,19; I.Macc 3,35;
[539] V: Pred 1,11: 2,16; Weish 2,2
[540] V: Spr 13,22
[541] V: Zu Vers 13 bis 14: 46,15
[542] V: 33,11; 39,14;
[543] V: 49,16; Gen 5,24; Weish 4,10; Hebr 11,5
[544] V: Gen 6,9; 7,1; Jes 54,9
[545] V: Gen 17,1
[546] V: Gen 6,17; 7,4. 10, 17. 19; 9,11
[547] V: Gen 17,4
[548] V: Gen 15,6; Ps 106,31; Jdt 8,22; I.Macc 2,52; Röm 4,3. 9. 22; Gal 3,6; Jac 2,23
[549] Ü: Oder: „bis zum Ende des Landes“
[550] V: Gen 15,18; Ex 23,31; Dt 11,24; Ps 72,8, 89,26; Sach 9,10; I.Macc 3,32
[551] V: Gen 26,24
[552] V: Gen 49,28
[553] E: den Engeln
[554] V: Ex 33,18;
[555] V: Vers 30; Ps 147,19; Bar 3,37; Röm 3,2
[556] V: Zu Vers 7 bis 8: Ex 28,4; 29,5; 31,10; 35,19; 39,1; Lev 6,10
[557] V: Vers 30; Ex 29,9; Nu 25,12 – 13; Jes 55,3; Hes 34,25; 37,26; Mal 2,5; I.Macc 2,54
[558] V: 6,31; 15,5; 50,11; Ex 28,2; Jdt 16,9
[559] V: Ex 39,24
[560] V: Ex 28,21
[561] V: Hes 46,13; III.Esr 4,52
[562] V: Ex 28,41; 30,30; Lev 16,32; 21,10; Nu 3,3;
[563] E: Solange der Himmel besteht
[564] V: Ex 28,43; 30,21; Lev 3,17; 7,36; 10,9; 16,29; 17,7; 23,14. 21, 31. 41; Nu 10,8; 18,23; Ps 89,30
[565] V: Vers 6
[566] V: Lev 10,11
[567] V: Nu 16,1 – 2
[568] V: Nu 18,13
[569] V: Nu 18,20; Dt 10,9; 12,12; 14,27; 18,1 – 2; Jos 13,33; 14,3; 18,17; Hes 44,28
[570] V: Zu Vers 23 bis 24: I.Macc 2,54
[571] V: Vers 7; Ex 29,9; Nu 25,12 – 13; Jes 55,3; 61,8; Jer 32,40; Hes 16,60; 34,25; 37,26; Mal 2,5
[572] V: I.Sam 2,10; Ps 10,9; 72,2; 96,10. 13; 97,9; 135,14; Jes 32,1; I.Chr 16,33; Hebr 10,30
[573] V: Jos 10,13; Ri 5,20; Hab 3,11;
[574] V: Jos 10,11; Ijob 38,22 – 23; Jes 30,30;
[575] V: 16,11
[576] V: Jos 14,11; Nu 14,24
[577] V: 49,12; Jes 66,14
[578] V: 44,12 – 14; 37,29; 39,13
[579] V: I.Sam 2,26; 3,20
[580] V: Zu Vers 16 bis 18: I.Sam 7,9 – 10
[581] V: Ijob 37,5; Ps 18,14; 28,4
[582] T: Die Übersetzung folgt den Codices Vaticanus, Sinaiticus und Alexandrinus
[583] V: I.Sam 12,3
[584] V: II.Sam 7,4 – 5; 12,1; I.Chr 17,1 – 27
[585] V: I.Sam 17,34 – 35
[586] V: Ps 151,7(LXX)
[587] V: I.Sam 17,26. 36
[588] V: I.Sam 17,50; 19,5; I.Macc 4,30
[589] V: II.Sam 12,13
[590] V: II.Sam 7, 13.16. 26; 23,5; Jes 9,7; Luc 1,32 – 33
[591] V: I.Kön 5,7;
[592] V: Zu Vers 14 bis 15: Weish 8,2
[593] V: Ps 71,17
[594] V: Ex 31,3; Dt 34,9; I.Kön 3,12; 4,29; 5,12 Weish 7,7
[595] V: I.Kön 4,32; Spr 1,1;10,1; 25,1
[596] V: II.Chr 1,15
[597] V: I.Kön 11,1
[598] T: Einige Handschriften lesen: „von seinen Taten“
[599] V: II.Sam 7,12; I.Kön 1,21; 2,10: 11,21.43
[600] V: I.Kön 13,34; 14,16; 15,30;
[601] V: Lev 26,26; I.Kön 8,1; Jes 3,1; Hes 4,16; 5,16 – 17;14,13; Ps 105,16
[602] V: I.Sam 9,16; 10,1 I.Kön 1,34; 19,15 – 16; II.Kön 9,3. 6. 12; 8,13; II.Chr 32,5;
[603] V: Vers 12; II.Kön 2,11; I.Macc 2,58
[604] V: Jes 13,9 – 10; 34,8; 61,2; 63,4; Hos 9,7; Joel 2,31; 3,14 – 15; Luc 21,22; OffbJoh 6,12
[605] V: Mal 4,5 – 6; Luc 1,17
[606] V: Jes 9,13; Jer 15,7; Hos 7, 4. 10; Am4,6; Hag 2,18
[607] E: Hiskia
[608] V: 50,3; II.Kön 20,20; Jes 22,10 – 11
[609] E: Sanherib
[610] V: II.Kön 18,13; II.Chr 32,1; Jes 36,1 – 2
[611] V: II.Kön 18,17
[612]
[613] V: Jes 13,7 –8; 19,1; Jer 6,24; Hes 7,17; 21,7
[614] V: Dt 2,25; Ps 48,7; Jes 21,3; Mi 4,9
[615] V: Ps 6,8; 28,2; 132,7; 134,2; 138,2; II.Macc 3,20; 14,34; 15,21
[616] V: II.Kön 19,35; Jes 31,8; 37,36 – 38; II.Chr 32,21; Tob 1,21; I.Macc 7,41; II.Macc 8,19; 15,22
[617] V: I.Sam 3,22
[618] V: Jes 38,8
[619] V: Jes 61,2 – 3; Matth 5,5
[620] V: Jes 41,22. 26; 43,9; 44,7; 46,10
[621] V: 32,7; Jes 5,12; Am 6,5 – 6
[622] V: Bar 4,3; Est 14,11
[623] V: II.Kön 25,9; Jer 37,9
[624] V: Zeph 3,6
[625] V: Jer 1,5
[626] V: Jer 1,10; 18,7;
[627] V: Jer 24,6; 31,28; 42,10; 45,4; Am 9,15
[628] V: Hes 1,4. 27; 8,2
[629] V: 46,14; Jes 66,14
[630] V: Zu Vers 11 bis 12: I.Esr 3,2 ; 5,2; Hag 1,1. 12
[631] V: Jer 22,24; Hag 2,24
[632] V: Hag 2,10
[633] V: II.Esr 2,1
[634] V: 44,16; Gen 5,24; Weish 4,10; Hebr 11,5
[635] V: 48,19;II.Kön 20,20, Jes 22,9;
[636] V: 39,13 – 14
[637] V: 39,13 – 14
[638] V: 24,19
[639] V: 24,19
[640] V: 6,32; 15,5; 45,9
[641] V: 24,17
[642] V: Nu 10,10; II.Chr 29,27
[643] V: II.Chr 20,18; II.Esr 8,6; Jdt 6,14; I.Macc 4,55
[644] V: I.Kön 8,38; Ps 28,2; 134,2I; 140,2
[645] V: Ps 119,124; Dan 3,42
[646] V: 14,22
[647] V: Zu Vers 1 bis 2: II.Sam 22,50; I.Chr 29,13 I.Esr 10,11 Ps 10,2; 86,12; 118,28; 136,26; Jes 25,1; Dan 2,23; Matth 11,25;
[648] V: Ps 18,3; 28,7; 40,18; 59,18
[649] V: Vers 16; 50,4;
[650] V: Vers 5; Ps 91,3; 124,7; Spr 6,5
[651] V: Vers 2; Ps 91,3; 124,7; Spr 6,5
[652] V: Ps 88,4; 94,17; 106,18; Jes 38,10
[653] V: Ijob 30,13
[654] V: Ps 22,12; 107,12; 142,5
[655] V: Ps 25,6
[656] V: II.Sam 22,50; Ps 8,18; 69,31; 96,2; I.Chr 16,35; II.Esr 9,5
[657] V: Vers 3; Gal 1,4
[658] V: Weish 7,7
[659] V: Ps 26,12
[660] V: Weish 8,2
[661] V: 6,34
[662] V: Gen 14,22 Ex 9,22, 29; 10,21 – 22; I.Kön 8,22; I.Esr 9,5; Ijob 11,13; II.Esr 8,6;Kll 2,19; II.Macc 15,12
[663] V: Jes 55,1
[664] V: Matth 11,29
[665] V: Ps 31,8
[666] V: 16,15; 17,19; 35,24; Ps 28,4; 63,13;137,8; Spr 24,12; Jer 17,10; 32,19; Thr 3,64; Joel 3,4; PsSal 9,5 Matth 16,27; Röm 2,6; I.Kor 3,8; II.Kor 11,15; II.Tim 4,14; I.Petr 1,17; OffbJoh 2,23; 18,6; 20,12 – 13; 22,12;
[667] T: Dieses Kapitel ist nur in der Vulgata enthalten, also nicht in LXX
[668] V: Zu Vers 1 bis 13: I.Kön 8,22 – 30
[669] Ü: Oder „im Lande“,