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Zweite Unterredung



1. Kapitel

(1)Am nächsten Tag erwachte ich, Clemens, als noch Nacht war und merkte, dass Petros aufgestanden war und sich mit denen, die bei ihm waren, unterhielt (es waren sechzehn, und deren Namen, wie ich sie von jedem in zeitlicher Reihen erfahren habe, will ich angeben, so dass du sie kennen lernst),(2)[01] und es waren: der Erste von ihnen Zakchäos, der frühere Zöllner[02], und Sophonias, sein Bruder, und Josephos und der mit ihm Michäas aufgewachsene, außerdem aber Thomas[03] und Elieseros, die Zwillinge, aber auch Äneas[04] und Lazaros, die Priester, außerdem fürwahr auch Elissäos und Beniamin, Saphras Sohn, ebenso zumal Rubelos und Zacharias, die Verwalter und Ananias[05] und Aggäos, die Jamnier, außerdem die Gefährten Niketes und Akylas[06]) – außerdem stürmte einer herein und setzte sich, wie ihm befohlen wurde, nachdem er geweissagt hatte.

2. Kapitel

(1)Nachdem er aber die gerade gehaltene Rede unterbrochen hatte, wobei er sich aus voller Überzeugung rechtfertigte, dass er mich nicht geweckt hatte, damit ich die Reden hören könne und gab als Grund die Schwierigkeit bei der Seefahrt an; jener sei zu mir geschickt worden und wollte (mich) ruhen lassen. (2) „Falls nämlich die Seele, wenn sie den Leib verlassen hat, ruhelos ist, lässt sie die herangetragenen Kenntnisse nicht in angemessener Weise zu sich. (3) Deswegen will ich nicht verhandeln, keineswegs für diejenigen, die wegen eines Unglücks trauern oder maßlos erzürnt sind oder sich um rasender Liebe willen aufreiben oder durch Nahrungssorgen getrieben werden oder andere, die durch gewisse Leiden bekümmert sind, deren Seele (wie man sagt) unterworfen ist und die am Leibe leidend Schmerzen haben und das eigene Denken ruhelos ist.

3. Kapitel

(1)Und keiner soll sagen: Also ist es nicht nötig, Trost und Warnung an diejenigen zu richten, die Schlechtes tun.” Ich sprach: „Wenn es einer fertig bringt, soll er es anwenden; wenn aber nicht, soll er sich rechtzeitig zurückziehen. (2) Ich weißnämlich, dass ´alles seine Zeit hat`[07]. Deshalb ist es nötig, den Menschen vor der Übeltat die Worte zu geben, welche die Seele stärken, damit, wenn etwas Böses kommt, der Verstand vorher mit dem richtigen Denken gewappnet ist, damit er dem Bösen, das herankommt, widerstehen kann. (3) Dann nämlich weiß der Verstand den durch gute Einsicht um Hilfe gegen die Schärfe des Kampfes Rufenden zu unterstützen.

4. Kapitel

Außerdem, o Clemens, weiß ich, wie Barnabas dir in Alexandria die Rede hinsichtlich der Prophetie in vollkommener Weise erklärt hat; oder etwa nicht?” Und ich antwortete: „Ja, und sehr gut.” Und auch Petros: „Es ist also nicht nötig, uns zur jetzigen Zeit gegen Reden zu helfen, die nicht aufgetragen sind, gegen welche Unruhe zu bereiten, aufgetragen ist.” Und ich sagte: „Richtig hast du geredet, Petros. (3) Mir ist es aber allezeit angenehm mit dir als einem, der entscheidet, zusammen zu sein, der das den Gottessprecher betreffende Wort dem Hörer sogleich zusammenhängend eröffnet; Ohne ihn ist nämlich, wie ich von Barnabas gelernt habe, die Wahrheit zu erfahren unmöglich.”

5. Kapitel

(1)Darüber höchst erfreut antwortete Petros: „Endlich hat dich die Richtigstellung ergriffen, da du die Größe der unfehlbaren Verkündigung erkannt hast, ohne die es einem unmöglich ist, das im Übermaß Nützliche zu erfassen; (2) Das Glückseligste von allem, nämlich von allen und verschiedenen Gütern, die es gegenwärtig gibt oder die sein können, es sei ewiges Leben oder bleibende Gesundheit oder ein vollkommener Verstand oder Licht oder Freude oder Unvergänglichkeit oder auch etwas anderes, welches das, was in der gegenwärtigen Natur ist, überragt, ist gut oder kann es sein, nicht anders ist dasselbe zu erwerben, nicht wie das früher gewordene Seiende ist; (3) die Erkenntnis aber ist nicht anders zu erreichen, außer dass jemand zuvor den Gottessprecher der Wahrheit erkennt.

6. Kapitel

(1)Der Gottessprecher der Wahrheit aber ist der, welcher alles allezeit weiß, das Gewordene wie es wurde, das Werdende wie es wird, das Zukünftige wie es sein wird, sündlos, barmherzig, als Einziger damit betraut, zur Wahrheit anzuleiten. (2) Lies, und du wirst die finden, welche die Wahrheit von sich aus zu finden meinen…..Dies ist nämlich die Eigenart des Gottessprechers, die Wahrheit anzuzeigen, wie es die Eigenart der Sonne ist, den Tag zu bringen. (3) Diejenigen, welche die Wahrheit zu erkennen begehrten, aber von ihm sie zu lernen nicht erlangten[08], endeten deshalb als Suchende, die nicht finden. Wie soll es denn möglich sein, dass einer die Wahrheit aus seiner eigenen Unwissenheit zu erlangen sucht? Und wenn er sie finden sollte, erkennt er sie nicht, da er vorübergeht, als ob sie nicht da wäre. (4) Andererseits wird er auch nicht fähig sein, die Wahrheit von einem andern (eines Verkünders, der ebenso welcher ebenso Erkenntnis aus Unwissenheit hat) zu erfassen, außer aus der einzigen Lebensweise, und zwar derjenigen, welche durch die Vernunft erkannt werden kann, die[09] jedem die Erkenntnis überlässt, welcher nicht Unrecht leiden will, um nicht einem andern Unrecht zufügen zu müssen.

7. Kapitel

(1)Also gerieten alle, die einmal das Wahre gesucht hatten und an sich selbst glaubten, um (es) finden zu können, in eine Falle. Das ist es, worauf die bedeutenderen Philosophen der Griechen und der Barbaren vertrauten; (2) Auf Grund von Vermutungen warfen sie sich nämlich auf das Sichtbare und enthüllten das Verborgene, das dann irgendwie neben ihnen stand, von dem sie meinten, es sei das Wahre. (3) Wie nämlich diejenigen, welche die Wahrheit kennen, noch die bei ihnen stehenden Annahmen suchen, was sie zwar verwerfen, was sie aber wie Wissende ergreifen, aber nicht wissen, welcher Art das Wahre und welcher Art das Falsche ist. (4) Und die die Wahrheit suchen stellen Lehrsätze über die Wahrheit auf, ohne zu wissen, dass wer die Wahrheit sucht sie nicht aus seinem Irrtum heraus kennen lernen kann. Man kann nämlich nicht die Dabeistehende (wie sie sagen) erkennen, welche man nicht kennt.

8. Kapitel

(1)Überhaupt kann keiner die gesuchte Wahrheit selbst kennen lernen, sondern das Gegenteil.[10] Da also eins das andere verkehrt, wird eins vom andern als wahr begriffen. (2) Aber das Wahre ist das, was der Gottessprecher beschließt, nicht das, was jedem angenehm ist. Vieles wäre nämlich eins und dasselbe, wenn das Gegenteil wahr wäre; was aber unmöglich ist. (3) Deshalb haben sich die Philologen (nicht die Philosophen) den Gegenständen wegen der Zwecke zugewendet und vieles und Verschiedenes definiert, meinend, dass die angemessene Folgerung aus den Grundsätzen Wahrheit sei, wobei sie nicht erkennend die falschen Voraussetzungen ihrer Definitionen, wodurch ihre Voraussetzung am Ende zur Übereinstimmung gelangte.

9. Kapitel

(1)Deshalb muss alles dem Gottessprecher der Wahrheit glauben, von dem wir alle beurteilen können, dass er der Gottessprecher ist, auch wenn wir ungelehrt sind, Laien in der Logik, unerfahren in der Geometrie, nicht in die Musik eingeweiht. (2) Als Vormund aller hat Gott nämlich für alle ein leichteres Finden seiner bestimmt, damit weder die Barbaren zu schwach noch die Griechen unfähig sein sollen, ihn zu finden. Es ist also leicht, das zu finden, was ihn betrifft. Das aber gibt es.

10. Kapitel

(1)Wenn er ein Gottessprecher ist, dann kann er wissen, wie die Welt geworden ist und das in ihr Gewordene und was am Ende sein wird, wenn er es uns vorausgesagt hat, dann erkennen wir, was am Ende geschieht, wohl glauben wir ihm aus dem, was schon geschehen ist auch das, was sein wird, nicht nur als einem Wissenden, sondern auch einem Vorherwissenden. (2) Erscheint er also nicht auch einem, der einen geringen Verstand hat, wie es nötig ist, dass alle das glauben, was Gott gefällt, der allein über allen Menschen, auch den ungelehrten sitzt? (3) Deshalb, wenn einem solchen, ich meine aber einem, der das Vorherwissen durch die Gottheit des Geistes in ihm hat, einer nicht das Erkennen des Wahren geben will, welchem andern, dem er gegeben hat zu erkennen, wird dann nicht der, dem es fehlt, zuerst zurechtweisen, wobei er dem, der kein Gottessprecher ist, nicht geben will, was er einem Gottessprecher zu erkennen gibt?

11. Kapitel

(1)Weshalb man vor jeder Entscheidung den Gottessprecher durch die prophetische Verkündigung suchen muss, und was durch die Worte seiner Lehre erkannt ist, wird unzweifelhaft sein, und verhält sich im ersten Gericht zuversichtlich wegen des zu Hoffenden, wissend, dass derjenige, der das gesagt hat, nicht die Natur zum Lügen hat. (2) Wenn deshalb im Übrigen etwas von dem, was er gesagt hat, nicht gut zu sein scheint, muss man wissen, dass es nicht von ihm schlecht gesagt ist, sondern wir nicht erkennen, dass es gut ist. (3)Unwissenheit beurteilt nämlich die Erkenntnis nicht richtig (da nämlich auch nicht die Erkenntnis in Wahrheit das Vorherwissen zum Entscheiden hervorgebracht hat), sondern das Vorherwissen bietet den Unwissenden die Erkenntnis.

12.

(1)Von daher, o Freund Clemens, wenn du erkennen willst, worauf es Gott ankommt, dann hast du von ihm allein zu lernen, denn er allein kennt die Wahrheit. (2) Wenn nämlich einer der anderen etwas beiträgt, dann hat er es von ihm oder von seinen Schülern empfangen. (3) Es ist aber auch sein Wille und die wahre Botschaft, dass ein Gott ist, dessen Werk die Welt ist, der als völlig Gerechter einst jedem nach den Taten vergelten wird.,

13. Kapitel

(1)Es ist nämlichganz notwendig, zu sagen, dass Gott gerecht ist und dass die Seelen der Menschen unfähig sind zuglauben. /2) Wo ist denn seine Gerechtigkeit, wo einige fromm lebten, zuweilen misshandelt, beseitigt wurden, einige aber sehr gottlos waren, mit großem Aufwand des Lebens schwelgten und einen den Menschen gemeinsamen Tod starben? (3) Da also ohne jeden Widerspruch Gott gut und gerecht ist, nicht anders aber als gerecht erkannt wird, als dass die Seele nach der Trennung vom Leibe unsterblich ist, so dass sich der Böse in der Unterwelt befindet, wie er hier das Gute empfangen hat, dort um deswegen, was er gesündigt hat, dort gequält wird[11], der Gute aber wurde hier gequält um deswegen, was er gesündigt hat, dort aber sitzt er als Erbe in den Schößen der gerechten Guten. (4) Denn Gott ist fürwahr gerecht, offenbar ist für euch, dass ein Gericht ergeht und die Seelen unsterblich sind.

14. Kapitel

(1) Wenn aber jemand( wie es dem Samaritaner Simon scheint) sich Gott, der gerecht ist, sich nicht ergeben will oder auch werden kann? (2) Wenn nämlich dies überhaupt keine Wurzel hat, muss es ganz unmöglich sein, wie in Früchten in der Natur der Menschen etwas zu finden. Wenn es aber in den Menschen etwas zu finden gibt, wie viel mehr in Gott? (3) Wenn aber keineswegs, weder bei Gott noch bei den Menschen das Gerechte zu finden ist, dann gibt es das Gerechte überhaupt nicht. Aber es gibt das Gerechte; weil es nämlich Gerechtigkeit gibt, wird das Ungerechte benannt. (4) Wie die mit ihr verglichene Gerechtigkeit, so wird im Gegenteil das Gefundene Unrecht genannt.).

15. Kapitel

(1) Deswegen hat Gott, der also die Menschen über die Wahrheit des Seienden belehrt, er, der einer ist, alles zweifach und entgegengesetzt vollendet geteilt, (von Anfang an ist er eins und der einzige Gott), der Himmel und Erde, Tag und Nacht, Licht und Feuer, Sonne und Mond, Leben und Tod geschaffen hat. (2) Unter diesen hat er den eigenmächtigen Menschen gemacht, der die Fähigkeit hat, gerecht oder ungerecht zu werden. Für ihn hat er auch die Abbilder der Gegensatzpaare[12] ausgewechselt, indem er ihm zuerst das Kleine hinstellte, als Zweites aber das Große, so die Welt, die Ewigkeit; aber die gegenwärtige Welt ist vergänglich, die kommende ewig. (3) Zuerst die Unwissenheit, als Zweites die Erkenntnis. So hat er auch die Führer der Prophetie geordnet; da nämlich die gegenwärtige Welt weiblich ist, wie eine Mutter, welche die Seelen der Kinder gebiert, die kommende aber ist männlich, wie ein Vater, der seine Kinder aufnimmt;[13]( zuerst kommen die Verkünder in dieser Welt, die unter den von Frauen Geborenen das Irrige verkünden, so folgen danach die Verkünder der Wahrheit;) dann kommen die Söhne des kommenden Weltalters, welche die Erkenntnis der Weltalter besitzen. (5) Wenn die gottesfürchtigen Menschen dieses Geheimnis geglaubt hätten, wären sie damals nicht in die Irre geführt worden, sondern sie hätten auch jetzt erkannt, dass Simon, der jetzt viele verwirrt, ein Mitarbeiter der verkehrten Schwachen ist.

16. Kapitel

(1)Doch der Sinn der prophetischen Ordnung ist der: Wie Gott im Anfang einer war, so schuf er, wie rechts und links, zuerst den Himmel, dann die Erde, und so stellte er der Reihe nach alle die Gegensatzpaare zusammen; bei den Menschen fürwahr noch nicht so, sondern er vertauschte alle Gegensatzpaare. (2) Wie nämlich vor ihm das Erste das Stärkere, das Zweite das Schwächere ist, finden wir bei den Menschen das Gegenteil, das Erste als das Schwächere, das Zweite als das Stärkere. (3) Sogleich nämlich nach Adam, dem nach Gottes Bild Gewordenem, entstand als erster Ungerechter Kain, als Zweiter der gerechte Abel[14]. (4) Wiederum wurden von dem bei euch Deukalion Genannten zwei Sinnbilder von Geistern gesandt, ich meine des unreinen und des reinen, nämlich der schwarze Rabe und als Zweite die weiße Taube[15]. (5) Und von Abraham, dem Stammvater unsres Volkes, wurden zwei gezeugt, zuerst Ismael, dann Isaak, der von Gott gesegnet war. (6)Von Isaak selbst wiederum ebenso zwei, der gottlose Esau und der fromme Jakob. (7) So auch in der Ordnung als Erster, weil in der Welt Erstgeborener, der Erzpriester, danach der Gesetzgeber[16].

17. Kapitel

(1)Ebenso – das zu Elia kommende Gegensatzpaar blieb freiwillig zurück für einen andern Zeitpunkt, weil sie diese ein andermal zum rechten Zeitpunkt empfangen wollte[17] – (2)kam er auch als Erster unter den von Frauen Geborenen[18], danach folgte der unter den Söhnen der Menschen als Zweiter[19]. (3) Wenn man dieser Ordnung folgte, konnte man erkennen, woher Simon ist, der vor mir als Erster zu den Völkern gekommen ist, und von wem ich bin, der ich nach ihm gekommen bin und dazu gekommen wie Licht zur Finsternis, wie Erkenntnis zur Unwissenheit, wie Heilung zur Krankheit. (4)So muss gerade, wie uns der wahre Gottessprecher gesagt hat, zuerst ein falsches Evangelium von einem gewissen Irrlehrer[20] kommen und dann nach der Reinigung des heiligen Ortes das wahre, verborgene Evangelium gesandt werden[21] zur Errichtung[22] der künftigen Sekten; (5) und danach zum Ende hin muss wiederum zuerst der Antichrist kommen, und dann wird unser wahrer Christos Jesus erscheinen, und wenn danach das ewige Licht aufgeht, die ganze Finsternis verschwinden.

18. Kapitel

(1)Da also, wie gesagt, einige die Ordnung des Gegensatzpaares nicht kennen, von daher wissen sie nicht, wer mein Vorgänger Simon ist. (2)Würde er nämlich erkannt, dann würde er kein Vertrauen genießen. (2) Nun aber hat der Unwissende nicht richtig geglaubt, und er hat das geliebt, was die Hassenden tun, und der Feind wie ein Freund aufgenommen, und der Tod wird wie ein Retter ersehnt, und Feuer wird für ein Licht gehalten, und ein Irrlehrer wird wie einer, der die Wahrheit spricht, gehört.”

(3)Als ich, Clemens, das gehört hatte: „ Wer also” sagte ich „ist derjenige, welcher einen derartigen Betrüger kennen lernen will!” (4)Und Petros sprach: (4) „ Wenn du (ihn) kennen lernen willst, so liegt es an dir, das zu wissen, was auch ich alles über ihn erforscht habe.

19. Kapitel

(1)Eine gewisse Syrophönikerin[23] Justa ist unter uns, nach der Abstammung Kanaaniterin, deren Tochter von einer schweren Krankheit befallen war, die auch zu unserm Herrn kam, um Hilfe rief und flehte, dass er ihre Tochter heile. (2) Obwohl sie aber auch von uns für wert gehalten wurde, sprach er:` Es ist nicht erlaubt, dass Völker[24] geheilt werden, ähnlich wie mit den Hunden beim Gebrauch verschiedener Speisen und Taten, währen der Tisch für die Söhne Israels im königlichen Palast Mangel hat. (3) Als sie das aber hörte, begehrte sie an ihrem Tisch Anteil zu haben wie ein Hund an den Brocken, und da sie das darauf einwandte, dass die Entscheidung für die Söhne der Herrschaft herab gefallenen ebenso für ihre Tochter gelte, erreichte sie die Heilung. (4) Er heilte sie nämlich nicht als Erste, welche von den Völkern war und bei ihrer Lebensweise blieb, weil es nicht erlaubt ist, eine aus den Völkern zu heilen.

20. Kapitel

(1)Folglich wurde sie selbst, da sie die gesetzliche Lebensweise angenommen hatte, nachdem ihre Tochter geheilt worden war, von ihrem Mann, dessen Gesinnung der unsrigen entgegengesetzt war, aus dem eigenen Haus hinausgeworfen. (2) Sie aber, da sie rechtschaffen über die Bünde dachte und einen Überfluss an Lebensmitteln hatte, sie blieb eine Witwe, ihr Töchterchen aber verband sie mit einem im wahren Glauben rechtschaffenen und bedürftigen Mann. (3) Da sie aber, veranlasst durch die Hochzeit, ihrer Tochter beraubt war, nahm sie zwei verkaufte und erzogene Kinder an Stelle von Söhnen an, welche von Kindheit an durch den Magier Simon erzogen worden waren und alles von ihm gelernt hatten; (4) ihre Freundschaft war nämlich derartig, dass sie mit ihm zusammen hielten in allem, was er gemeinsam mit ihnen vorhatte.

21. Kapitel

(1)Sie aber trafen mit dem von dort aus übergesiedelten Zakchäos zusammen und nahmen durch ihn Anteil am Wort der Wahrheit, so dass sie die vorigen Neuerungen bereuten, bald Simon beschuldigten, da sie alles von ihm wussten, während ich zugleich von dort wegging und sie, nachdem sie erzogen worden waren, kamen zu mir, von ihm mit mir zusammengebracht, seitdem stets eines Sinnes mit mir, indem sie die Lehren der Wahrheit genossen.”

(3) Nachdem Petros das gesagt hatte, holte er (sie) herbei und befahl ihnen, mir alles, was Simon betrifft, mir genau zu berichten. Sie aber berichteten, wobei sie Gott zum Zeugen anriefen, dass sie nichts verfälschen würden.

22. Kapitel

(1) Als Erster begann Akylas so zu sprechen: „Höre, unser lieber Bruder, dass du alles, was diesen Mann betrifft, genau weißt, wessen (Sohn) er ist und wer und woher und was es ist, was er tut und wodurch.” (2) „Der Vater dieses Simon ist Antonios, die Mutter Rachel, ein Samaritaner dem Volk nach, aus dem Dorf der Getther, sechs Schoinen[25] von der Stadt entfernt.[26] (3) Als er im ägyptischen Alexandria war, hat er sich sehr gründlich in griechischer Bildung geübt hatte und in der Magie war er sehr tüchtig und ausgebildet war, wollte er „oberste Kraft” seines Gottes, der die Welt erschaffen hatte, genannt werden, zuweilen gab er auch zu verstehen, der Christos zu sein und nannte sich den „ Stehenden”. (4) Diese Benennung gebrauchte er, weil er der immer Stehende[27] sei, weil es nicht zutreffe, dass (sein) Leib der Ursache des Verderbens verfallen sei. (5) Und er sagt, dass nicht einmal Gott, der die Welt geschaffen hat, größer sei. Er glaubt nicht, dass die Toten auferweckt werden. Hierusalem verleugnet er und setzt den Berg Garizim dagegen. (6) Gegen unsern Christos verkündet er sich selbst. Das Gesetz deutet er durch eigene Vermutungen um[28]. Er sagt zwar, dass ein Gericht sein werde, erwartet es aber nicht; Er ist nämlich nicht davon überzeugt, dass er von Gott gerichtet wird, so lange er es wagt, sich von Gott abzuwenden. (7) Von daher gehen einige zugrunde, die nicht wissen, dass er, sich mit der Decke der Frömmigkeit umgehend, das unvermerkt wegnimmt, was die Wahrheit betrifft, und die ihm als einem Glaubenden glauben, dass die von ihm versprochene Hoffnung und das Gericht sein werden.

23. Kapitel

(1)Dass er aber zur Lehre der Frömmigkeit gelangte, geschah so: ein gewisser Johannes taufte täglich, der auch gemäß der Lehre von dem Gegensatzpaar ein Vorläufer unseres Herrn Jesus war; (2) und wie der Herr zwölf Apostel hatte, entsprechend der Zahl der zwölf Monate, so hatte er dreißig führende Männer, die Monatsrechnung des Mondes erfüllend. (3) In der Zahl war eine gewisse Frau mit Namen Helene, damit es auch nicht unordentlich sein sollte. Weil nämlich die Frau ein halber Mann ist, machte sie die Zahl der Dreißig unvollständig, wie auch beim Mond, dessen Weg den Umlauf eines Monats nicht ganz ausfüllt. (4) Von diesen Dreißig war Simon für Johannes der Erste und Bewährteste, der auch nach dem Tode des Johannes nicht die Führung übernahm aus diesem Grunde:

24. Kapitel

(1)Als er nämlich zur Einübung in die Magie nach Ägypten ging, nachdem Johannes hingerichtet worden war, strebte ein gewisser Dositheos nach der Führung, verkündete fälschlich seinen Tod und übernahm die Sekte. (2) Nicht viel später kam Simon und die Stellung als seine eigene mächtig beanspruchend, forderte, als er mit Dositheos zusammentraf, die Stellung nicht zurück, da er wusste, dass der, welcher ihm in der Führung zuvor gekommen war, gegen seine Absicht nicht gestürzt werden würde. (3) Deshalb täuschte er Freundschaft vor und gab sich für kurze Zeit die zweite Stelle nach Dositheos. (4) Nachdem er wenige Tage die dreißig Mitschüler geleitet hatte, begann er, den Dositheos zu verklagen, dass er die lehren nicht rechtschaffen überliefert habe. (5) Und dies, sagte er, habe er nicht aus Neid, sondern weil er unwissend sei getan. Und Dositheos, als er merkte, dass die geschickte Anklage Simons die Meinung vieler über ihn bei den vielen zerstörte, dass sie nicht (mehr) meinten, dass er der Stehende sei, schlug er bei einer gewohnten Zusammenkunft wütend über die Zersetzung den Simon, als er (ihn) fand, mit einem Stock; Doch wie durch Rauch schien der Körper Simons hindurch zu gehen. (6) Der dadurch bestürzte Dositheos sagte zu ihm: „Wenn du der Stehende bist, werde ich dich auch anbeten.” (7) Als Simon sprach: „Ich bin es” , merkte Dositheos, dass er nicht der Stehende war, fiel er nieder und betete an, und als er sich zugleich mit den neunundzwanzig Anführern niederwarf, stellt er den Simon an die Stelle seiner eigenen Vermutung[29] , Und so starb Dositheos nach wenigen Tagen, während jener stand, er aber fiel.

25. Kapitel

(1) Simon aber nahm die Helene[30] und zog umher bis hierher, wie du siehst, und wiegelte die Massen auf. (2) Von Helene selbst aber sagte er, sie sei als Herrin vom Himmel in die Welt herab gekommen, da sie die Allmutter und die Weisheit sei, um die (sagt er) Griechen und Barbaren gekämpft hätten[31], denen sie als Bild der Wahrheit erschienen ist. Die wahre (Helene) hat sich nämlich damals bei dem allerhöchsten Gott befunden[32].

(3) Indem er außerdem andere Dichtungen in griechischen Mythen beredt umdeutet, betrügt er viele, abgesehen davon, dass er großartige Wunder vollbringt, so dass auch wir selbst getäuscht worden wären, wenn wir nicht gemerkt hätten, dass er dies mit Magie vollbringt. (4)[33] Da wir aber zu Anfang seine Mitarbeiter waren, als er dies tat, ohne teilweise der Frömmigkeit zu schaden, jetzt aber, als viele Zaubereien die Frommen zu täuschen begannen, verließen wir ihn.

26. Kapitel

(1)Er begann nämlich auch, Blutschuld auf sich zu laden, wie er als Freund Freunden offenbarte, dass er mit geheimen Eiden die Seele seines eigenen Kindes vom Leibe getrennt habe, unterstützt von einer ihm erschienenen Erscheinung und nachdem er im Inneren des Hauses, wo er sein eigenes Schlafgemach hatte, (2) das Kind auf ein Bild gezeichnet habe und behauptete, es einst durch göttliche Wendungen aus Luft gestaltet und nachdem er das Aussehen aufgezeichnet, der Luft wieder zurückgegeben zu haben.(3) Die Tat aber deutete er so vollzogen zu haben: Zuerst sei der Geist des Menschen der Natur der Wärme zugewendet gewesen, sagte er, umgeben von einer Art Angurie und hingerissen, um Luft zu trinken, danach sei es aus dem Inneren der Ideen des Geistes in Wasser verwandelt worden. (4) Wegen des Zusammenhaltes des Geistes konnte es nicht eingegossen werden und verwandelte die Luft darin in die Natur des Blutes, das geronnene Blut aber sei zu Fleisch geworden, dann wurde so ein Mensch aus festem Fleisch, nicht aus Erde, sondern er wurde aus Luft gemacht. (5) Und so, war er überzeugt, könne ein neuer Mensch aus Luft gemacht werden, indem man, sagte er, die Veränderungen wieder aufhebe und der Luft zurückgebe. (6) Als er dies sagte, wurde es von anderen geglaubt, von uns aber, die bei der Weihe anwesend waren, wurde es frommerweise nicht geglaubt. Weil wir die Gottlosigkeit bemerkten, verließen wir ihn.”

27. Kapitel

(1)Nachdem Akylas dies gesagte hatte, sprach sein Bruder Niketes: „Es ist nötig, unser Bruder Clemens, an das zu erinnern, was Akylas ausgelassen hat. Gott ist nämlich vor allem mein Zeuge, dass wir mit ihm nichts Gottloses getan haben, sondern dass wir erzählt haben, was er getan hat; und dass er so lange aufrichtig gezeigt hat, was er tut, und wir wurden getröstet,(3) als er aber sagte, dass das durch Magie Geschehene für die Gottheit zur Täuschung der Frommen tue, hielten wir wahrlich vieles nicht mehr aus, was er uns verkündet hatte, zuerst, dass die Menschenbilder unserer Tempel zu würdigen und als Götter zu glauben seien und von den Volksmassen angebetet[34] und von den Königen gepriesen und öffentlicher Ehren gewürdigt und mit unbegrenzten Geldsummen bereichert werden müssen.

28. Kapitel

(1)Und dieses wie auch das darüberhinaus Geglaubte wird uns dargeboten, damit wir mit ihm verbunden das Böse der Ausführung verschweigen, so dass er die Angelegenheit des Betrugs mit ihm voranbringt und zugleich stimmten wir nicht überein, sondern rieten auch ihm, diese Unvernunft zu beenden, indem wir ihm sagten (2) ` Simon, wir erinnern dich an unsere Freundschaft mit dir von Kindheit an, indem wir uns erinnern und dich lieben, raten wir gemeinsam: Beende diese Dreistigkeit! Es ist unmöglich, Gott zu sein; fürchte den wahren Gott, erkenne, dass du ein Mensch und zeitlebens klein bist!(3) Auch wenn du sehr reich und als König herrschen wirst, für die kurze Zeit deines Lebens reicht wenig zum Genuss, und gottlos Hingestelltes, sogleich Entweichendes bewirkt für einen Dreisten ewiges Verderben. (4) Deshalb raten wir dir, Gott zu fürchten, von dem jede Seele nach dem gerichtet wird, was sie hier getan hat.´ Er lachte aber, nachdem er das gehört hatte.

29. Kapitel

(1)Wir aber sprachen: Was lachst du uns aus, da wir dir Nützliches geraten haben´? Er sagte: `Ich lache über eure törichte Meinung, denn ihr glaubt, dass die Seele eines Menschen unsterblich sei.´ Und ich sagte: ` Wir wundern uns nicht, o Simon, dass du versuchst, uns in die Irre zu führen, sondern wir sind durch eine Rede erschreckt, und du betrügst dich selbst. (3) Sage mir, o Simon, ob auch von den andern keiner davon überzeugt ist, dass die Seele unsterblich ist, also aber du und wir, du, dass du sie vom menschlichen Leib getrennt hast, nachdem du sowohl Umgang wie befohlen hattest, wir aber als Anwesende, die auch den Befehl gehört haben und dem Befohlenen nachgekommen sind. ´(4) Und Simon sagte: `Ich weiß zwar nicht, was ihr redet, ihr aber wisst nicht, was ihr erörtert.´ [35](5) Und Niketes bemerkte: Sprich, wenn du (es) weißt; wenn du (es) aber nicht weißt, halten wir es für gut, zu sagen, was du nicht weißt, es ist aber nicht möglich, uns in die Irre zu führen. (6) Wir sind nämlich nicht so kindisch, dass du uns listig einwickelst durch unsere Vermutung, du könntest etwas vom Unaussprechlichen wissen, und so durch unsere Begierde in den Schranken gehalten, hättest du uns in die Hand bekommen.

30. Kapitel

(1)Und Simon sagte: ` Ich weiß, dass ihr wisst, dass ich die Seele vom menschlichen Körper getrennt habe, denn die Seele eines Verstorbenen leistet nichts (zumal sie keinen Anlass gibt), sondern irgend ein Dämon, der vorgibt, dass er eine Seele sei, ist wirksam, ich weiß, dass ihr unwissend sei.´ (2) Und Niketas sprach: `Wir haben viel Unglaubwürdiges im Leben gehört, aber das Unsinnige dieser Rede begehren wir nicht zu hören. (3)Wenn nämlich ein Dämon vorgibt, die Seele des Verstorbenen zu sein, welcher Vorgang geschieht dann, dass sie vom Leibe getrennt wird? (4) Haben wir von dir, als wir anwesend waren, nicht von dir gehört, wie du die Seele des Zeltes[36] beschworen hast? Wie aber gehorcht ein anderer, der von einem andern beschworen wurde, obwohl er nicht beschworen wurde, wie ein in Furcht Versetzter? (5) Als du damals auch von uns nicht geprüft wurdest, weshalb auch einige Male die Anwesenden beruhigten, sagtest du: Nachdem die Seele die Zeit auf Erden, die sie im Leibe vollbringen will, erfüllt hat, geht sie in die Unterwelt; (6) Hinzufügend sagtest du aber: Die Seelen der durch den eigenen Tod Verstorbenen machen sich nicht leicht los, um zu gehen.

31. Kapitel

Nachdem Niketas dies gesagt hatte, ergriff Akylas selbst wieder das Wort: `Ich will von dir, Simon, nur dies erfahren: Sei eine Seele, sei ein Dämon das Beschworene, welches Furchtbare begleitet denn die Beschwörungen? ´ Und Simon sagte: ` Ich weiß, dass diejenigen, die nicht gehorcht haben, Bestrafung erleiden werden.´ (2) Und Akylas sprach: ` Wenn also folglich eine beschworene Seele kommt, geschieht auch das Gericht. Wenn also die Seelen unsterblich sind und das Gericht überhaupt ergeht, so dass auch diejenigen Beschworenen, die nicht gehorcht haben, für die bösen Taten verurteilt werden, wieso musst du nicht fürchten, dass sie für ihren Ungehorsam bestraft werden müssen? (3) Es ist nämlich kein Wunder, dass du schon über die bestimmst, die nicht leiden, da es überhaupt kein Gericht gibt, so dass du zwar einen Rechtshandel über die führst, die du gezwungen hast, aber das Erzwungene unter der Vergebung geschieht, wie man der Beschwörung den Vorzug vor der bösen Tat gibt.´ (4) Als er das hörte, wurde er zornig und drohe uns den Tod an, wenn wir nicht das verschweigen würden, was er getan hat.”

32. Kapitel

(1)Nachdem Akylas das gesagt hatte, erfragte ich, Clemens, was denn das ist, was er Wunderbares tut. (2) Sie sagten mir aber, dass er männliche Standbilder zum Umhergehen bringe und dass er sich auf Feuer wälze, ohne zu verbrennen und aus Steinen Brot mache, zur Schlange werde, sich in einen Ziegenbock verwandle, ein Doppelgesichtiger werde, sich in Gold umwandle, verschlossene Türen öffne, Eisen auflöse, bei Gastmählern Götterbilder in vielerlei Gestalten vorführe, im Hause ließ er das Geschirr wie von selbst zum Gebrauch herein getragen, von unsichtbaren Trägern herein getragen. (3) viele aber bezeugten, selbst dabei gewesen zu sein und (es) erfahren zu haben.

33. Kapitel

(1)Nachdem dies gesagt worden war, begann auch der gute Petros zu reden: „Ihr, Brüder müsst die Wahrheit der Regel der Gegensatzpaare einsehen, dass nicht einer, der davon abtrünnig ist, darauf aus ist, in die Irre zu führen. (2) Da wir nämlich, wie wir sagten, alles zweideutig und gegensätzlich sehen, wie zuerst Nacht, danach Tag, und zuerst Unwissenheit, dann Erkenntnis, und Krankheit, danach Heilung, so kommt zuerst zum Leben das Irrige, so kommt danach das Wahre, wie der Arzt zum Kranken. (3) Sogleich fürwahr, um unser Gott liebendes Volk von der Bosheit der Ägypter zu erlösen, zuerst mit dem Schlangestab, der Aaron gegeben worden war, es gab die Krankheiten, und danach wurden so durch die Gebete des Moyses die Heilungen gebracht. (4) Jetzt aber, um von den Religionen auf Grund von Götzenbildern der künftigen Völker[37] zu erlösen, die Bosheit wiederum, wie sie selbst herrscht, die zuerst einen Mitstreiter hervorbrachte und als Schlange entsendete, als den ihr Simon seht, der Wunderbares tut zur Bewunderung und Täuschung, keine heilenden Zeichen zu Umkehr und Rettung. (5) Deshalb müsst auch ihr aus den geschehenden Wundern die Täter erkennen, wer ihr Urheber ist. Wenn er nämlich unnütze Wunder vollbringt, ist er ein Helfer des Übels. Wenn er Nützliches tut, ist er ein Führer des Guten.

34. Kapitel

(1)Folglich ist es ein unnützes Zeichen, was ihr erzählt, das Simon es getan habe. (2) Ich meine aber. Dass er männliche Standbilder zum Umhergehen gebracht und er habe sich auf glühenden Kohlen gewälzt und ein Drache geworden sei, sich in einen Ziegenbock verwandelt habe, in die Luft geflogen sei und was dergleichen ist, zur Heilung der Menschen ist nichts geschehen, und dazu noch viele zu betrügen, hat er die Beschaffenheit. Aber die Zeichen der Wahrheit eines Barmherzigen sind menschenfreundlich, was ihr gehört habt von dem, was der Herr getan und auch mich damit durch Gebete aufgerichtet hat; die meisten davon habt ihr dargelegt, die einen wurden von mancherlei Krankheiten befreit, andere von Dämonen, anderen wurden die Hände gerade gemacht, anderen die Füße, andere bekamen das Augenlicht wieder, andere das Gehör und anderes, was ein Mensch tun kann, es geschah selbst aus einem menschenfreundlichen Geist.”

35. Kapitel

(1)Als Petros das am Morgen gesagt hatte, trat Zakchäos zu uns herein und sprach nach der Begrüßung zu Petros: (2) „Simon verschiebt das Streitgespräch auf morgen; (3) heute ist nämlich nach elf Tagen sein Sabbat.” (4) Und darauf antwortete Petros: „Sag Simon: Bestimme wie du willst und wisse, dass wir dir, wann er will, nach Gott gefälliger Vorsehung zu begegnen bereit sind.” (5) Nachdem Zakchäos das gehört hatte, ging er hinaus, um die Antwort zu überbringen.

36. Kapitel

(1)Als er mich aber traurig sah und die erfragt und von mir erfahren hatte, dass es von nichts anderem kam als von der Verschiebung des Streitgesprächs, sprach er: „Durch die gute Vorsehung Gottes, der hervorbringend die Welt bewohnt, o Freund Clemens, der nicht durch irgendwelche auftretenden Angelegenheiten beschwert ist, der vergilt, denn unter der besseren Verwaltung erhalten die Angelegenheiter zum Nutzen den Erfolg.(3) Wenn daher einer gerecht ist, mit Erkenntnis und gutem Gewissen (seinen) Lebenswandel führt, dann weiß er, wenn er einen Betrübten trifft, mit richtigem Gedanken von der Seele zu entlasten, denn bei einem Guten, der unwissend ist, vollendet er es.(4) Und jetzt sollst du nicht betrüben wegen der Verschiebung des Streitgesprächs mit dem Magier Simon; (5) Wahrscheinlich (ist es) nämlich aus Gottes Vorsehung zu deinem Nutzen geschehen. Deshalb zaudere ich nicht, dir meine Ansicht zu sagen.

37. Kapitel

(1)Einige unserer Genossen haben sich zum Schein zu Simon gesellt, als ob sie von seiner höchst gottlosen Irrlehre überzeugt wären, auf welche Weise sie für uns die Eröffnung seiner Absichten kennen lernten, um sich dem furchtbaren Mann häuslich anzupassen. (2) Und jetzt habe ich von ihnen. die Reden erfahren, die bei dem bevorstehenden Streitgespräch vorgebracht werden, und im Wissen darum habe ich Gott gepriesen, dich aber wegen der Verschiebung des Streitgesprächs glücklich gepriesen. (3) Weil du nämlich vor dem Streitgespräch von mir mit den Reden, die von ihm zur Entscheidung durch die Unwissenden gehalten werden, vor dem Streitgespräch von mir ausgestattet worden bist, wirst du ein unfehlbarer Zuhörer sein können.

38. Kapitel

(1)In dieser Rede haben sich nämlich die Schriften viele Lügen gegen Gott auf sich geladen; nachdem der Gottessprecher Moyses durch einen Beschluss Gottes gewissen Siebzig das Gesetz mit den Erklärungen übergeben hatte, um diejenigen im Volk, die bereitwillig waren, damit auszurüsten, wurde es bald aufgeschrieben, wobei auch einiges Falsche[38] hinzukam, das gegen den einzigen Gott, der den Himmel und sie Erde und was darin war, geschaffen hat, gerichtet war, was der Böse aus einem guten Grund zu bewirken wagte. (2) Und dies geschah mit Vernunft und Unterscheidung, damit diejenigen überführt würden, die es wagten, das gegen Gott Geschriebene gern zu hören und diejenigen, die aus Zuneigung zu ihm das gegen ihn Gesagte nicht nur nicht glaubten, sondern nicht einmal den Anfang zu hören ertrugen, auch wenn es als Wahrheit vorkommt, besonders diejenigen, die es für sicherer halten, es mit einem heiligen Glauben zu wagen, als auf Grund lästerlicher Worte mit schlechtem Gewissen zu leben.

39. Kapitel

(1)Daraufhin wollte Simon kommen, um in Gegenwart aller zu reden, wie ich erfahre, über die in die Schriften der Erprobung wegen eingefügten Abschnitte, damit er so viele Unglückliche wie möglich von der Zuneigung zu Gott zum Abfall bewegen könnte. (2) Wir wollten nämlich nicht öffentlich sagen, dass sie mit den Büchern verbunden sind, dass wir seine Massen scheu gemacht hätten und den Willen des bösen Simon vollzögen. (3) Da sie nämlich noch nicht unterscheiden konnten, flohen sie uns wie Gottlose oder fast wie solche, die vom Wort der Lügen der lästerlichen Perikopen[39] abtrünnig machen. (4) deshalb waren wir gezwungen, den lügnerischen Abschnitten, die wir ablehnten, zuzustimmen, um ihm eine Schwierigkeit zu bereiten, den Wohlmeinenden aber für sich die Lösung der gegen Gott geredeten Abschnitte aus der Erfahrung des Glaubens zu bieten, welche einen einzigen und kurzen Weg bildet. Es ist diese:

40. Kapitel

(1)Alles gegen Gott Gesagte oder Geschriebene ist eine Lüge. Denn wahrhaftig, wir sagen es nicht als gute Rede, sonder auch wegen der Wahrheit werde ich in Kürze der vorangegangenen Rede volle Genüge leisten. (2) Deshalb, mein geliebtester Clemens, musst du nicht traurig sein über das um einen bevorstehenden Tag verschobene Streitgespräch mit Simon. (3) Heute nämlich vor dem Streitgespräch, ausgerüstet hinsichtlich der hinzugefügten Abschnitte, angesichts des Streitgesprächs über den Einen und Guten, der auch die Welt gemacht hat, musst du nicht zweifeln, sondern du wirst dich auch wundern über das Streitgespräch, wie die Gottlosen die Fülle dessen, was in den Schriften über Gott gesagt ist, ausgelassen haben, das gegen ihm Gesagte mit freudigem Staunen anführen und so die Zuhörer in der Ursache der Unwissenheit das gegen Gott (Gesagte) glauben und aus seiner Herrschaft hinausgeworfen werden. (4) Deshalb wirst du wegen der Verschiebung das Geheimnis der Schriften erfahren und dich, ohne gegen Gott zu sündigen, unvergleichlich freuen.”

41. Kapitel

(1)Und auch ich, Clemens hörte es und sagte: „Wahrhaftig freue ich mich und bekenne Gott, dem völligen Wohltäter, Dank; nur er weiß, dass ich nichts anderes denken werde, als in jeder Hinsicht an Gott zu denken.(2) Von daher sollst zu mich nicht ansehen, wie einen, der das gezweifelt, was von dir gesagt wurde oder auch zu erforschen, was gesagt werden wird, sondern damit ich lerne und selbst einen andern , der wohlwollend lernen will, belehren kann. (3) Sag mir deshalb was das ist, das lügenhaft mit den Schriften verbunden ist und wie wahrhaftig Lügenhaftes dahin gelangt.” (4) Und Petros antwortete: „Auch wenn du dich nicht bei mir erkundigen würdest, würde ich dir, in der Ordnung durchgehend den Nachweis führen, der mir dargeboten wurde. Höre außerdem, wie seine Schriften vieles erlogen haben, wie es mit ihnen verbunden ist;

42. Kapitel

(1)Wegen eines Beispiels genügt aber das Gesagte. Ich meine aber nicht, o Freund Clemens, dass jemand das gegen ihn Gesagte aufnehmen und auch hören kann, auch wenn er (nur) eine geringe Zuneigung zu Gott Einsicht bewahrt hat. (2) Wie aber ist es, dass jemand, der eine allein herrschende Seele hat und fromm ist, das Vorurteil hat, dass viele Götter sind und nicht einer? Wenn aber einer, findet man ihn in vielen Verfehlungen, den Ursprung von allem durch die eigenen Verfehlungen der Natur, wer wird sich dann bemühen, fromm zu sein,…hoffend, dass nicht die Verfehlungen der anderen (ihn) anfallen?

43. Kapitel

(1)Deshalb sei es fern, zu glauben, dass der Herr von allem, der Himmel uns Erde und alles darin geschaffen hat, mit anderen zusammen herrscht oder dass er lügt (wenn er nämlich lügt[40], wer sagt dann die Wahrheit?) oder dass er auf die Probe stellt[41] wie ein Unwissender (und wer sieht dann voraus?). (2) Wenn er sich aber „erregt[42]” und „bereut[43]”, wer ist dann im Verstand vollkommen und beständig in der Einsicht? Wenn er sich aber ereifert[44], wer ist dann unvergleichbar? Wenn er aber die Herzen verhärtet[45], wer ist dann weise? (3) Wenn er aber blind[46] und taub[47] macht, wer hat dann zu sehen und zu hören gegeben? Wenn er zu rauben empfiehlt[48], wer bestimmt dann die Gerechtigkeit? Wenn er aber spottet[49], wer ist dann unverdorben? (4) Wenn er aber ohnmächtig ist, wer vermag dann alles? Wenn er aber ungerecht ist[50], wer ist dann gerecht? Wenn er aber Schlechtes geschaffen hat[51], wer tut dann Gutes?[52] < Wenn er aber Schlechtes tut[53], wer (tut) dann Gutes?>

44. Kapitel

(1)Wenn er aber „den fetten Berg”[54] begehrt, wessen ist dann das All? Wenn er lügt, wer sagt dann die Wahrheit? Wenn er im Zelt wohnt[55], wer ist dann grenzenlos? (2) Wenn es ihn nach dem Rauch sowohl der Opfer wie der Wohlgerüche wie der Trankopfer verlangt[56], wer genügt dann sich selbst genug und wer ist heilig und wer rein und wer vollkommen? Wenn er eine Neigung zu Leuchtern und Lampen hat, wer hat dann die Lichter am Himmel gesetzt? (3) Wenn er sich in Dunkel, Finsternis Sturm und Rauch befindet[57], wer ist dann das Licht, dass die ganze Welt erleuchtet? Wenn mit Posaunen und Geschrei und Pfeilen und Wurfgeschossen vorankommt[58], wer ist dann die von allen erwartete Ruhe[59]? (4) Wenn er selbst den Krieg liebt[60], wer will dann Frieden? Wenn er selbst das Böse schafft[61], wer hat dann das Gute geschaffen? Wenn er grausam ist, wer ist dann menschfreundlich? Wenn er selbst nicht zuverlässig ist hinsichtlich dessen, was er verspricht, wem wird dann vertraut? (5) Wenn er selbst böse ist und Ehebrecher[62] und Mörder[63] liebt, wer wird dann eingerechter Richter sein? Wenn er selbst bereut, wer ist dann beständig? Wenn er die Bösen erwählt, wer wird sich dann den Guten anschließen?

45. Kapitel

(1)Deshalb, o Sohn Clemens, halte dich zurück, dass du nichts anderes über Gott denkst, als dass er allein Gott ist und Herr und Vater, gut und gerecht, der Schöpfer, langmütig, barmherzig, Erhalter, Wohltäter, Menschenfreundlichkeit bestimmend, Reinheit empfehlend, ewig, Welten schaffend, unvergleichbar, die Seelen der Guten aufbauend, unbegrenzt und umfassend,(2) der im Unermesslichen die große Welt wie ein Stachel befestigt, der den Himmel ausgebreitet und die Erde verdichtet, Wasser verteilt, Sterne an den Himmel gesetzt, Quellen hervorquellen gelassen. Früchte wachsen lassen, Berge aufgerichtet[64], das Meer umgrenzt, Stürme und Winde geordnet, der den schützenden Leib in der unermesslichen Fülle durch den Geist des Willens[65] gesichert hat.

46. Kapitel

(1)Der ist unser Richter, auf den die blicken sollen, die ihre Seelen aufrichten, alles bedenken, was ihn betrifft, ihn loben, überzeugt, dass er, der allein gut ist, durch seine Langmut die Frechheit aller offenbar macht. (2) Und dieser wird am Ende des Alles für jeden, der sich erfrecht hat, was er nicht durfte, als gerechter Richter aufgestellt werden.”

47. Kapitel

(!)Nachdem ich, Clemens, das gehört hatte, sagte ich: „Das ist wahrhaftig Gottesverehrung, das ist wahrhaftig Frömmigkeit.” Und wiederum sagte ich: „Ich will also erfahren, weshalb man die Bücher so geschrieben hat. Ich erinnere mich nämlich, wie du gesagt hast, dass (sie) zur Überführung derer (geschrieben wurden), die es wagen werden, dem zu glauben, was gegen Gott gesagt worden ist. (2) Da du uns außerdem die Freundlichkeit erweist, von dir als dem Ermahnenden zu erfahren, wie wir wünschen, zu fragen wagen. Wenn (es) jemand verlangt, sage uns, liebster Petros: Das Geschriebene ist wahr, auch wenn dir das gegen Gott Geredete als verlogen erscheint; wie sollen wir ihm antworten?”

48. Kapitel

(1)Und Petros erwiderte: „ Gut hast du als Fragender gesprochen, es wird nämlich zu deiner Sicherheit sein; höre nur! (2) Viel gibt es, was in den Schriften gegen Gott zum Irdischen zu rechter Zeit < gegen Abend>[66] gesagt ist, erfrage ein Wort, das er will, und ich werde (es) erklären, nachdem du ihm gezeigt hast, dass es verlogen ist, nicht nur weil es gegen Gott geredet ist, sondern dass es wahrhaftig eine Lüge ist.” Und ich erwiderte: „ (3) Ich will erfahren, wie du, der du Gott kennst, diejenigen, welche unwissend die Schriften lesen, unterweisen kannst.”

49. Kapitel

(1)Und Petros antwortete: „Leicht kann man beweisen, was du uns vorgehalten hast; höre nur, wie Gott nichts unbekannt ist, sondern vielmehr vorgesehen. (2) Was ich dich aber fragen will, beantworte mir zuerst! War der ein Mensch oder nicht, der erzählt hat, wie die Welt geschaffen wurde und dass Gott nicht vorhergesehen hat?” (3) Und ich sagte: „ Ein Mensch.” Und Petros erwiderte: „Woher konnte denn ein wirklicher Mensch ungelogen wissen, wie die Welt geschaffen wurde und dass Gott nicht vorhersieht?”

50. Kapitel

(1)Und da ich schön die Erklärung kannte, sagte ich lächelnd: „Weil er ein Gottessprecher war.” (2) Und Petros sprach: „Wenn er also der Gottessprecher war, ein Mensch, Wusste er nichts durch die von Gott erhaltene Vorsehung, wie er selbst, obwohl er Gott war, das dem Menschen gegebene Vorherwissen nicht kannte?” (3) Und ich sagte: „Recht hast du geredet.” (3) Und Petros: „Also deshalb,” sagte er: „forsche mit mir nach! Da wir darin übereinstimmen, dass Gott alles voraussieht, müssen alle Schriften, die sagen, dass er unwissend sei, lügen, aber die sagen, dass er wisse, die Wahrheit sagen.” Und ich sprach: „So muss es sich verhalten.”

51. Kapitel

(1)Wenn also von den Schriften das eine zwar wahr, das andere aber verlogen ist, hat unser Lehrer lobenswerter Weise gesagt: `Werdet tüchtige Geldwechsler [67] , wie in den Schriften einige von den Worten bewährt sind, andere aber verfälscht. (2) Und denen, die von den verfälschten Schriften in die Irre geführt worden waren, machte er auf angemessene Weise die Ursache der Verirrung deutlich, indem er sagte: ` Ihr werdet deshalb in die Irre geführt, weil ihr die Wahrheit der Schriften und Gottes Kraft nicht kennt´.”[68] Und auch ich sagte: „Sehr gut.”.

52. Kapitel

(1) Und Petros antwortete: „Folglich ist es nicht lobenswert, weder gegen Gott zu glauben noch gegen die im Gesetz niedergeschriebenen Gerechten gottlos zu denken, ist ein Vorurteil; (2) wie ich nämlich überzeugt bin, dass weder Adam ein Übertreter[69] war, der von Gottes Händen schwanger war, noch dass Noe betrunken[70] war, der als ein über die ganze Welt Gerechter gefunden wurde, noch dass Abraham mit drei Frauen[71] zugleich zusammen war, der wegen Besonnenheit des Kinderreichtums gewürdigt wurde, noch dass Jakob sich mit vieren[72] vereinigte, von denen zwei Schwestern waren, der als Vater der zwölf Stämme den Anfang machte und ankündigte, dass die Erscheinung unseres Lehrers kommen werde; Moyses war kein Mörder[73] und lernte (nicht) von einem Götzenpriester das Ordnen[74], er, welcher der ganzen Welt das Gesetz Gottes verkündet hat und durch rechte Gesinnung als treuer Haushalter[75] bezeugt wurde. Außerdem werde ich dir die Erklärung davon mit Ähnlichem bei Gelegenheit bieten. Da aber übrigens, wie du siehst, der Abend angebrochen ist, sei das heute Gesagte genug. Ein andermal frage uns getrost, was du willst, und wir werden gerne unverdrossen erklären.” Und nachdem er das gesagt hatte, stand er auf. Und so wandten wir uns, nachdem wir eine Mahlzeit eingenommen hatten, zum Schlaf. Die Nacht war nämlich angebrochen.

Übersetzt von Dr. Hans Jochen Genthe 2013

[01] V: Matth 10, 2 -4
[02] V: Luc 9,2
[03] V: Joh 21,2
[04] V: Apgesch 9,33?
[05] V: Apgesch 9,10?
[06] V:Apgesch 18,2
[07] V: Pred 3,1
[08] V: Luc 10,24
[09] E: Gemeint ist die Lebensweise
[10] V: Tob 4,15
[11] V: Luc 16,23. 25
[12] E: συζυγια (spr. syzygia): Gegensatzpaar
[13] T: Das Eingeklammerte ist eine Konjektur für eine Lücke im Text
[14] V: Gen 4,1 – 8
[15] V: Gen 8,7 – 11
[16] V: Ex 6,20; Nu 26,59; I.Chr 6,13
[17] V: Matth 11,13 –14; 17,10 – 11; Luc 1,17
[18] V: Matth 11,11
[19] V: Matth 17,10
[20] V: Matth 7,15; 24,24
[21] V: Matth 24,15
[22] V: II.Tim 3,16
[23] V: Matth 15,21 – 27 = Marc 7,24 – 29
[24] E: im Sinne von Nichtjuden
[25] E: Der Schoinos ist ein Längenmaß. Dazu gibt es verschiedene Angaben: entweder 30 Stadien (= 5,5452 km) oder 60 Stadien (= 11,0904 km)
[26] V: Apgesch 8,9 -11
[27] V: I.Kor 10,12
[28] V: Gal 4,24
[29] Ü: So wörtlich. gemeint ist die Stelle, die er nach seiner eigenen Vermutung eingenommen hatte
[30] V: Irenaeus, Gegen die Häresien I 23,2 – 3; Hippolyt, Zurückweidung VI 19, 5 – 7
[31] E: Im trojanischen Krieg
[32] V: Spr 8,22 – 31
[33] T: Der Text dieses Verses ist offensichtlich gestört und kann nur durch eine Konjektur übersetzt werden.
[34] V: Apgesch 14,11; Joh 10,34
[35] V: Joh 4,22
[36] E: Der Leib als Zelt wie II.Kor 5, 1.5
[37] V: Völker sind hier und auch sonst die Nichtjuden
[38] E: Gemeint sind die sog. falschen Perikopen, von denen in der Folge ausführlich die Rede sein wird
[39] E: Bibelabschnitte
[40] V: Ps 89,36
[41] V: Gen 22,1; Ex 15,25
[42] V: Gen 6,6 -7
[43] V: I.Kön 15,35Ps 110,4
[44] V: Ex 20,5
[45] V: Ex 4,21
[46] V: Ex 4,11; II.Kön 6,18; Jes 42,19; Tob 7,6
[47] V: Ex 4,11
[48] V: Ex 3,21 – 22; 11,2; 12,35 – 36
[49] V: Ex 10,2
[50] V: Ijob 8,3
[51] V: Jes 45,7
[52] T: Das in Spitzklammern Gesetzte ist eine Konjektur
[53]
[54] V: Ps 68,16
[55] V: Ex 14,34
[56] V: Ex 29,28
[57] V: Ex 10,22; 19,18; 20,21; Deut 4,11
[58] V: Ex 19,13; Nu 24,8; Dt 32,23. 42; Ps 18,15
[59] Ü: Oder: Die erwartete Ruhe des Alls
[60] V: Ex 15,3
[61] V: Jes 45,7
[62] V: II. Sam12,24
[63] V: Ex 2,12
[64] V: Ijob 38,10
[65] V: Jes 11,2
[66] T: Das in Spitzklammern Gesetzte ist eine Konjektur
[67] V: I.Thess 5,21?
[68] V: Matth 22,29 = Marc12,24
[69] V: Gen 3,6
[70] V: Gen 9,21
[71] V: Gen 12,5; 16,3 – dritte Frau?
[72] V: Gen 29,23. 29; 30,4.9
[73] V: Ex 2,12
[74] V: Ex 18,13 – 27 (2,16)
[75] V: Nu 12,7; Luc 12,42;Hebr 3,5