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Fünfte Unterredung



1. Kapitel

(1)Am nächsten Tag schickten wir uns in Tyros an, an einen ruhigen Ort zu gehen, die anderen bei uns sah ich und begrüßte (sie), da ich aber Appion aber gesehen habe, fragte ich nach dem Grund, weshalb er nicht dabei war. (2) Und einer sagte, dass sich sein Leib seit dem Abend krank befunden habe. Ich aber sagte, dass es vernünftig sei, ihn sogleich nach unserer Abreise zu besuchen, doch fast alle meinten, dass ich mich zuerst mit ihnen aussprechen solle, wenn es doch möglich wäre, ihn zu besuchen. Als also eine Meinung aller gebildet war, begann ich zu reden:

2. Kapitel

(1)„Nachdem wir gestern hier geschieden waren, o Freunde, bekenne ich, dass ich über das bevorstehende Streitgespräch mit Appion nachgedacht habe und keinen Schlaf finden konnte. Als ich aber wach lag, kam mir das, was wir in Rom gegen ihn bewerkstelligt hatten. Dergleichen war es aber. (2) Von Kindheit an habe ich, Clemens, das ausgesprochen und gesucht, was die Seele in Wahrheit ausmacht und habe die Zeit zum Abbauen und Aufbauen genutzt und konnte nichts Vollkommenes finden, von der Quälerei Verderben bis zur Krankheit. (3) Und als ich da lag, kam Appion in Rom an, vom Vater her mein Freund, mein Gastfreund, und als er erfuhr, dass ich bettlägerig war, kam er zu mir, wie ein Arzt und nicht unwissend und fragte nach der Ursache der Bettlägerigkeit. (4) Da mir aber nicht unbekannt war, dass der Mann ganz und gar mit den Judäern verfeindet war, wie er auch viele Bücher gegen sie geschrieben hatte und jetzt Simon selbst nicht aus Lernbegier wegen Freundschaft erwartete, sondern weil ihn Samaria kannte und er ein Judäerhasser war und gegen die Judäer voreingenommen war, deshalb war er ihm vertraut, dass er von ihm etwas gegen die Judäer erfahren konnte.

3. Kapitel

(1)Dies wusste ich vorher über Appion, zugleich aber, als er heuchlerisch nach der Ursache der Krankheit frage, antwortete ich, dass ich neuerdings an der Seele leide und Schmerzen habe. (2) darauf sagte er: `Kind, sage vertrauensvoll wie einem Vater, welches ist die Krankheit deiner Seele?´ Ich aber stellte mich wiederum seufzend, wie wenn ich micht schämte wegen der Liebe zu reden, und mit Schweigen und Gebärden, derentwegen ich nichts anzeigen wollte, bewirkte ich bloße Vermutungen. (3) da er aber überzeugt war, dass ich wahrhaftig in eine Frau verliebt sei, sagte er: ` Es gibt nicht im Leben, für das keine Hilfe möglich ist; auch als ich jung gewesen bin, bemühte ich mich nicht nur redegewandt um eine Frau und meinte nicht nur, dass es unmöglich sei, sie zu gewinnen, sondern hoffte nicht einmal (sie) zu begrüßen; (4) und ebenso geschah es mit einem Ägypter, der die Zauberei sehr gründlich erforschte, und nachdem wir uns angefreundet hatten, erklärte er mir das Begehren, und nicht nur von sich selbst gab er mir alles preis, was ich wollte, sondern wetteiferte übermäßiger mit mir, und den Zaubergesang, durch den er Erfolg hatte, lehrte er neidlos. (5) Aber von seiner geheimen Anweisung durch die Neidlosigkeit des Lehrenden überzeugt und da er Erfolg hatte, hörte das Begehren auf.

4. Kapitel

(1)Wenn du deshalb auch menschlich vertraust, dann beruhige uns, um sorglos zu sein. Ich werde nämlich bewirken, dass du es innerhalb von sieben Tagen erreichst.´ (2) Als ich das gehört hatte, sah ich auf meinen Unterweiser und sagte: `Lass mich wissen, ob sich nicht gar ein Glaubender der Zauberei unterwirft; Ich habe nämlich schon vieles an Versprechungen und Täuschungen versucht. (3) Außerdem scheue ich mich, und dein Versprechen führt zu Hoffnungen. Ich gebe aber zu bedenken, ob nicht die Dämonen einige Male auf das von den Zauberern Befohlene nicht gehört haben. ´

5. Kapitel

(1)Und Appion sprach: `Es geht an, dass ich erkenne, darin mit dir überein zu stimmen. Nur damit du bei dem, was du sagst, nicht meinst, dass nicht auf mich gehört wird, erfahre, wie die Dämonen einem Zwang unterliegen, den Zauberern zu gehorchen, bei dem, was sie befehlen. (2) Wie es nämlich unmöglich ist, dass ein Soldat dem Befehlshaber widerspricht und den Befehlshabern dem König ungehorsam zu sein (wenn nämlich jemand den Vorgesetzten widerspricht, ist er gänzlich einer Strafe verfallen), so ist es den Dämonen nicht möglich unmöglich, den ihnen vorgesetzten Engeln nicht Folge zu leisten. Ihnen werden sie, nachdem sie zitternd[01] aufblicken, nachgeben, wohl wissend, dass Ungehorsamen schwer bestraft werden.(3) Aber auch die Engel selbst, von Zauberern beschworen, gehorchen einem Höheren, damit sie nicht, wegen Ungehorsams verurteilt, zugrunde gehen. Wenn nämlich alle belebten und vernünftigen Wesen das Recht des Höheren umstoßen, eine Verwirrung entsteht, dann erheben sich alle gegen einander. ´

6. Kapitel

(1)Und ich sagte: `Ist es also nicht richtig, dass in der Unterwelt die Seelen der Gottlosen gerichtet und in Bezug auf das, was sie gelästert haben, bestraft werden wie Ixion und Tantalos und Tityos und Sisyphos und die Töchter des Danaos und wie alle, die hier gottlos gehandelt haben? Und wie, wenn es sich nicht so verhält, ist es möglich, Zauberei zu unternehmen? (2) Wer aber so redet über das, was sich in der Unterwelt befindet, dann frage ich: Weshalb fürchten wir die Zauberei nicht, da wir beim Ehebruch an die Rechtsprechung in der Unterwelt glauben? Ich bemerke nämlich nicht, dass es gerecht ist, wenn eine gegen ihren Willen durch Zauberei gezwungen wird. Wenn aber einer erklärt, sie überzeugt zu haben, bin ich auch deswegen dazu bereit um des Bekennens willen. ´

7. Kapitel

(1)Und Appion sagte: `Es scheint dir nicht dasselbe zu sein, dass du sie durch Zauberei gewinnst oder mit Worten überzeugst` Und ich sagte: `Überhaupt nicht das Gleiche; bei weitem hat nämlich jeder von beiden einander verleitet; Wer nämlich eine zuhörende Frau durch die Gewalt der Zauberei gezwungen hat, wie er es mit Bedacht geplant hatte, verdient die schwerste Strafe, wer aber mit der Rede überzeugt und mit ihrer Vollmacht und ihrem Willen die Entscheidung bewirkt hat, hat keinen Zwang ausgeübt. (3) Ich meine aber, dass derjenige, der überzeugt hat, weniger bestraft wird als derjenige, der gezwungen hat; Wenn also demzufolge zu überzeugen möglich war, halte ich dafür, dass er Gnade erlangt, nur ist es mir lieben, dass Angenehmeres festgelegt wird als wenn diejenige, die nicht will, gewaltsam gezwungen wird.´

8. Kapitel

(1)Wahrlich in großer Verlegenheit sagte dann Appion: `Was nötigt mich, mit dir zu reden? Damals nämlich, als du von der Liebesbegier beunruhigt warst, um mit Gebet zum Ziel zu gelangen, damals, als du die Begier nicht zurückgedämmt hast, hast du die Furcht vorgezogen. (2) Und wie glaubst du, dass einer, der überzeugt hat sich als Sündloser nicht zu verantworten hat, aber einer, der durch Magie zum Ziel gekommen ist, der Strafe verfällt. Oder du weißt nicht, dass das Ende jeder Sache beurteilt wird, weil sie geschehen ist, nicht geprüft wird, wie sie geschehen ist. (3) Und wenn du einen Ehebruch begehst, wirst du doch wohl nicht verurteilt, weil du es als gottlos Handelnder mit Zauberei vermocht hast, wirst du aber, wenn du überzeugt hast, von der Sünde des Ehebruchs freigesprochen? (4) Und ich sprach:` Ist es wegen des Liebens mir gänzlich auferlegt, die Geliebte zu erlangen, dann ist es fürmich notwendig, das andere zu erlangen, aber ich entscheide mich, und wenn es so beschaffen ist, lieber bestraft zu werden als zu zaubern. Aber auch durch die Strafe ist es nicht leicht, sie zu überzeugen. Die Frau ist ja nämlich ein Philosoph.

9. Kapitel

(1)Und Appion sagte: `Darin bin ich guter Hoffnung, dass ich sie überreden kann, wie du selbst willst, zumal ich mit ihr Umgang habe.´ (2) Und ich antwortete: ´Unmöglich.´ Und Appion fragte, ob es möglich ist, ihr zu schreiben. Und ich sagte: `Das ist wohl möglich.´ (3) Und Appion sagte: ` Noch in dieser Nacht schreibe ich ihr einen Brief, ein Lobgedicht des Ehebruchs, das du von mir bekommst und ihr schickst, und ich hoffe, dass sie überzeugt wird und zustimmt.´ (4) Und nachdem Appion jenen Brief geschrieben hatte, gab er (ihn) mir, über den ich auch in dieser Nacht nachdachte, und da ich Zeit hatte, erinnerte ich mich und überbracht ihn mit anderen Briefen, die bei mir waren. (5) Nachdem ich erzählt hatte, zeige ich den Anwesenden den Brief und las denen, die zuhören wollten vor, und beim Vorlesen sprach ich: ` Dieses, Männer, ist die Bildung der Griechen, die eine vornehme Grundlage hat, ohne Fehler. ´ Der Brief aber lautete so:

10. Kapitel

(1)` Der Liebende an die Geliebte (namenlos wegen der Gesetze von unwissenden Menschen) durch Aufträge des Eros, des ehrwürdigsten Knaben aller[02], zum Gruß. (2) Ich weiß, dass du dich durch die Philosophie aufrecht hältst und um der Tugend willen das Leben der Besseren erstrebst. (3) Sind aber einige besser als die Götter aller. Die Philosophen als die Menschen? Es gibt nämlich diejenigen der Taten, welche von Natur böse oder gut sind, solche aber, welche durch Bestimmung der Gesetze als nicht seiend angenommen werden. (4) Sogleich meinen einige nämlich, die so genannte ehebrecherische Tat sei böse und fangen fürwahr in jeder Hinsicht Gutes an; Sie ist nämlich zur Fruchtbarkeit des Lebens durch Anordnungen des Eros ergangen. Eros aber ist der ehrwürdigste aller Götter. (5) Ohne Eros kann nämlich keine Vermischung oder Entstehung von Elementen, von Göttern, von Menschen, von unvernünftigen Lebewesen und alles Übrigen geschehen. Alle Wesen sind nämlich fürwahr von Eros. (6) Der aber durch uns der Baumeister ist, anwesend in allen Seelen des Gewordenen, ist die Vernunft. Daher wollen wir nicht selbst, sondern wenn wir von ihm Befehl erhalten, begehren wir, seinen Willen zu tun. (7) Wenn wir aber durch seinen Willen Begierde haben und wegen der sogenannten Besonnenheit versuchen werden, die Begierde zu beherrschen, leisten wir dann nicht dem Ehrwürdigsten aller Götter und Menschen Widerstand und begehen die größte Gottlosigkeit?

11. Kapitel

(1)Sondern alle Türen werden ihm geöffnet, aber alle kümmerlichen und festgelegten Gesetze werden aufgelöst, die durch eifersüchtige Menschen gegeben sind, die vom Unverstand beherrscht werden und nicht vernünftig denken wollen, dazu noch diejenigen, welche die sogenannten Ehebrecher scheel ansehen, während von Zeus selbst, sogar durch Minos[03] und Radamanthys[04] vernünftiger Weise mit den festgelegten Gesetzen gescherzt wurde. (2) Der in den Seelen anwesende Eros ist nämlich nicht zurückzuhalten. Das Leiden der Liebenden ist nämlich nicht freiwillig[05]. (3) Zugleich ist Zeus selbst freilich, der Gesetzgeber derselben[06] mit Zehntausenden von Frauen zusammen gekommen, und von einigen der weisen Männer wurde er als Wohltäter zur Kinderzeugung anerkannt, welcher die Vermischung mit Menschen schenkt, bei denen er ,um der Gnade willen als Unbekannter, nicht geglaubt wurde, sein Aussehen verwandelte, damit es nicht schien, dass er sie weder betrübe noch den von ihm festgesetzten Gesetzen zuwiderhandle. (4) Es ist also nötig der Philosophie zu trauen, wegen eines guten Lebens den anerkannt Besten zu folgen, von denen die Zehntausende Vermischungen stammen.

12. Kapitel

(1)Und um die Zeit nicht mit Torheit zu verschwenden, um das Meiste nachzuweisen, beginne ich bei Zeus selbst, dem Vater der Götter und der Menschen, um die fleischlichen Verbindungen von einigen anzuzeigen; es ist nämlich wegen der Menge unmöglich, aller zu gedenken. (2) Höre also die Verbindungen des großen Zeus selbst, die er wegen der Eifersucht der törichten Menschen durch Verwandlungen verborgen hat.(3) Zuerst will ich nämlich die vermutete Sünde des Ehebruchs für Weise als sittlich neutrale Vermischung auflösen, als er zu heiraten vorhatte, wie er, als er die vielen sah, auf dem ersten Bett kein Ehebrecher wurde und sich wegen der (wie er sagte) anscheinenden Sünde eine sündlose Ehe verschaffte. Er heiratete nämlich seine Schwester Hera, gleich einer Feder des Kuckucks, aus der Hebe und auch Eileithyia wurden. Die Metis[07] schwängerte er nämlich ohne Vermischung mit ihr, wie auch Hera den Hephaistos[08].

13. Kapitel

(1)Außerdem hatte er fleischlichen Umgang mit der Schwester, die ihm von Uranos[09] und Thalasse[10] [11]aus der Ausscheidung[12] des Kronos[13] geboren wurde, aus welcher Eros[14] und Kypris[15] sind, welche man auch Dodone nennt.(2) Fleischlichen Umgang hatte er auch mit Antiope, der Tochter des Niketes, der mit einem Satyr verglichen wurde, wovon Amphion und Zethos[16] geboren wurden. Mit Alkmene, der Frau des Amphitryon kam er in der Gestalt des Ehemannes Amphitryons zusammen, von der Herakles geboren wurde[17]. (3) Er nahte auch der Aigine, der Tochter des Asopos, als Adler, von der Aiakos geboren wurde[18]. Amaltheia aber, die Tochter des Phokos, beschlief er als Bär[19]. (4) Und Danae, die Tochter des Akrisios, beregnete er mit Gold, aus der Perseus hervorging[20]. Der Kallisto, Tochter des Lykaon als wilder Löwe, und sie gebar Arkas[21]. (5) Mit Europe kam er als Stier zusammen, aus der Minos und Radamanthys und Sarpedon erwuchsen[22]. Für Eurymedusa, der Tochter des Acheloos wurde er eine Ameise, von der Myrmidon war. Für die Braut des Hersaios wurde er ein Geier, von der die einstigen[23] Weisen in Sizilien sind. (6) Bekleidet[24] durch einen Regenguss kam er mit der Erdgeborenen[25] in Rhodos zusammen, von der Spartaios, Kronios, Kytos sind. Kassiopeia heiratete er in Gestalt eines Phoinikers, aus der ihm Agchinoos erwuchs. (7) Für Nemesis, die Tochter des Thestios, die auch Leda genannt wird[26], wurde er ein Schwan oder eine Gans und sie gebar Helena[27], und wiederum ein Stern geworden, brachte sie Kastor und Polydeukes[28] hervor. Für Lamia[29] wurde er in einen Wiedehopf verwandelt.

14. Kapitel

(1)Mnemosyne, er hatte sich einem Hirten ähnlich gemacht, erklärt er zur Mutter der Musen[30].Er heiratete Semele, die Tochter des feurigen[31] Kadmos, aus der er den Dionysos vollbrachte[32]. (2) Die Tochter Persephone zeugte er, wobei er einem Drachen gleich war, und es wurde gemeint, dass die auch die Frau seines Bruders Pluton sei[33].(3) Und mit vielen anderen vermischte er sich auch ohne Verwandlung, ohne dass die Männer wegen der Sünde geeifert hätten, sondern sie wussten sehr wohl, dass er neidlos mit ihren Frauen zusammen war und zeugte und ihnen Hermes[34], Apollon[35], Dionysos[36], Endymion[37] schenkte und wie wir die anderen nennen, aus seiner Beiwohnung die an Schönheit Hervorragendsten.

15. Kapitel

(1)Und damit ich mit der Erzählung nicht eine unendliche Zeit verbrauche, wirst du außer Zeus reichliche Beischlafe aller Götter finden, aber die den Ehebruch nicht kennen, nennen nicht einmal die Geschlechtsverkehre der nicht vorsichtigen, aber geflissentlichen männlichen Götter schändlich, und dies, als ob es wohlanständig sei. (2) Ebenso also wie Zeus Ganymed liebte[38] – Poseidon den Pelops[39] – Apollon den Kinyras, den Zakynthos, den Hyakinthos[40], Phorbas, Hylas, Kyparissos[41], Amyklas, Troilos, Orpheus – Dionysos aber den Adonis, Ampelos[42], Hymenaios, Hermaphroditos, Achilleus – (3) Asklepios aber den Hippolytos[43] – Hephaistos den Peleus – Pan aber den Daphnis – Hermes den Perseus, Chryses, Thersos, Odrysos – Herakles aber den Abderos[44], Dryopos, Iokastos, Philoktetes, Hylas[45], Polyphemos[46], Haimon, Chonos.

16. Kapitel

(1)Ich habe dir also die Liebesgeschichten der angeseheneren Götter vorgestellt, Liebste, damit du weißt, dass allein bei den unwissenden Menschen Eifersucht gibt. (2) Deswegen sind sie auch sterblich und vollbringen das Leben in Trauer, denn was für die Götter als gut erscheint, verkünden sie wegen der Eifersucht als schlecht. Glückselig wirst du also im Übrigen sein, wenn du die Götter nachahmst und nicht die Menschen. (3) Menschen, die nämlich die so genannte Besonnenheit bewahren, die dich sehen, loben dich wegen der eigenen Leidenschaft, helfen aber nicht; die Götter aber, denen du ähnlich bist, sehen auf sich selbst und loben dich und helfen.

17. Kapitel

(1)Ich rechne nämlich nach, wie viele Geliebte verwandelt worden sind, die einen wurden unter die Sterne versetzt, die Kinder und Helfern von einigen wurden auch Wohltaten erwiesen. (2) Zeus versetzte wenigstens Kallisto sogleich unter die Sterne, den so genannten kleinen Bären[47], den auch einige Schwanz des Hundes nennen. Poseidon ordnete die Delphis durch Amphitrite dem Himmel zu, und Orion, der Sohn der Euryale, Tochter des Minos[48] hielt sie durch seine Mutter Euryale der Sterne für wert[49]. Dionysos[50] den Kranz der Ariadne (3) Zeus raubte mit Hilfe des Adlers den Ganymed und verlieh dem Ganymed selbst die Ehre des Wassermannes, und den Stier ehrte er wegen der Europe. (4) Aber auch Kastor und Polydeukes und Helene, als er sich Leda in Leidenschaft hingegeben hatte[51], machte er zu Sternen, auch Perseus wegen Danae[52] und Arkas wegen Kallisto[53] , die Jungfrau[54] und Dike wegen Themis[55], Herakles wegen Alkmene[56] (5) Und ich ziehe es nicht weiter in die Länge; umfangreich aber wäre es, im Einzelnen zu sagen, wie vielen anderen die Götter wegen der vielen Geliebten durch fleischliche Verbindung den Menschen Wohltaten erwiesen haben, was die Unwissenden als böse Taten verbieten, nicht wissen, dass der Genuss die große Freude unter den Menschen ist.

18. Kapitel

(1)Was aber? Haben nicht auch die Verrufensten der Weisen Freude vorgezogen und wollten sich mit ihnen vermischen? Wer von ihnen der erste Lehrer Griechenlands ist, von dem hat Phoibos selbst gesagt: `Sokrates ist der Weiseste aller Männer.´ [57], und stellte er nicht in der Stadt mit den besten Gesetzen (in Lakedaimon) die gemeinsamen Frauen vor und verbirgt den guten Alkibiades unter einem schäbigen Gewand[58]? (2) Und der Sokratiker Antisthenes schreibt hinsichtlich des so genannten Ehebruchs, dass er abgeschüttelt werden müsse. (3) Vereinigt sich aber auch sein Schüler Diogenes in der Öffentlichkeit freimütig mit Lais[59] ohne Bezahlung? Zieht nich Epikuros die Freude vor? (4) Erweist sich Aristippos[60] nicht als Gesalbter der Aphrodite gefällig? (5) Sagt nicht Zenon[61] zustimmend, dass es gleichgültig sei, ob es das Göttliche gebe, damit allen Verständigen bekannt werde, dass, wenn sich einer fleischlich vermischt, wie wenn er sich mit sich selbst vereinigt, und überflüssig sei das Verbieten der so genannten Ehebrüche oder der fleischlichen Vermischungen mit der Mutter oder der Tochter oder der Schwester oder der Kinder? (6) Chrysipp aber erinnert in den erotischen Briefen auch an ein Bildwerk in Argos, zu welchem eine Gestalt der Hera den Schamteil von Zeus trägt.

19. Kapitel

(1)Ich weiß, das dies den in die Wahrheit Uneingeweihten furchtbar und schändlich erscheint, aber nicht für die Götter und Philosophen der Griechen, nicht für die Mysterien[62] des Dionysos[63] uns der Demeter[64] . (2) Aber über diesen allen (um nicht die zu Zeit verschwenden, indem ich die Lebensläufe aller Götter und Philosophen erzähle) stehen die beiden größten Aufseher[65], für die Götter Zeus, für die philosophierenden Männer aber Sokrates. (3) Aber richte die Gedanken auf das Übrige, an das ich erinnert habe und dabei war, nachdem ich dir geschrieben hatte, dass du deinen Freund niemals betrüben sollst. Ebenso wie ein Gottloser den Göttern und der Liebe, nachdem er Widriges getan hat und verurteilt wurde, nachdem er gehorsam geworden ist, Sühneanbieten wird; Wenn du sie aber jedem Freund anbietest dann ist sie den Göttern der von ihnen bewirkten Wohltat nachgeahmt. (4) Im Übrigen, Liebste, gedenke dessen, was ich dir hinsichtlich der Mysterien dargestellt habe, in meinen Briefen habe ich dir deinen Grundsatz gezeigt. Lebe wohl!”

20. Kapitel

(1)Ich nahm diesen Brief von Appion, um ihn der Geliebten zu schicken, wurde aber zurück geschlagen durch ihre Antwort darauf, und am folgenden Tag trug ich dem Appion vor, was wie es sich mit der Antwort von ihr angeblich verhielt:

21. Kapitel

(1)(Kopie des Briefes an Appion als von der Geliebten.) „Ich wundere mich, dass du mich wegen der Weisheit gelobt hast und wie zu einer Unwissenden schreibst. (2) Nachdem du mich nämlich mit den Sagen über die Götter zu deiner Leidenschaft überreden wolltest, hast du mir Beispiele gegeben, dass der Ehrwürdigste aller (wie du sagst), der über allen Göttern und Menschen ist, die Liebe nicht gescheut hat, sodass du meine Seele verdirbst und meinen Leib misshandelst. (3) Die Liebe der Götter ist nämlich nicht Anführer in Begierden. Wenn er nämlich freiwillig begehrt, ist er selbst seine Leidenschaft und Strafe, und ein Gott ist er dann nicht, der freiwillig leidet[66]. (4) Wenn er aber unfreiwillig in Liebe zur Vereinigung entbrennt und nachdem er die Seelen wie Organe unserer Leiber durchdrungen und es zur Gemeinsamkeit der Einsichten geführt hat, dann erreicht der dies tut und treibt, um zu lieben, mehr als er. (5) Und wiederum wird jener, der es treibt, durch einen andern getrieben, und ein anderer wird gefunden, der jenen treibt, und es wird zu einer unendlichen Zurückführung der Liebenden, was unmöglich ist. (6) So gibt es weder den Treibenden noch den Getriebenen, sondern die Leidenschaft ist das Begehren des Liebenden selbst, wachsend durch Hoffnung und abnehmend durch Verzweiflung.

22. Kapitel

(1)Die aber nichts über die Götter erdichten wollen und an den schändlichen Begierden festhalten, damit sie von dem Vorwurf hinsichtlich dessen, was als Beispiel gezeigt wird, wie sich die Götter früher verhalten haben, frei werden. (2) Wenn nämlich die so genannten Götter wegen des Zeugens von Kindern und nicht wegen Ausschweifungen Ehebruch begangen haben, warum haben sie sich dann mit Männern fleischlich abgegeben? Sondern (sagen sie) weil sie sich den Geliebten gefällig erwiesen haben, haben sie sie unter die Sterne versetzt. (3) Gab es also vorher keine Sterne, bis der Himmel zur Entschuldigung für die Ausschweifungen mit Sternen geschmückt worden ist? (4) Wieso aber wurden sie Nachkommen der unter die Sterne Versetzten in der Unterwelt gestraft, und Atlas trug Lasten und Tantalos dürstete unstillbar, und Sisyphos wälzte einen Felsbrocken, die Eingeweide von Titys wurden durchwühlt, Ixion wurde ununterbrochen auf einem Rad gedreht? (5) Wieso haben auch die Liebhaber, die doch Götter waren, diejenigen, welche sie verunreinigt hatten, unter die Sterne versetzt, sich selbst dies aber nicht gewährt?

23. Kapitel

(1)Vielleicht waren sie gar keine Götter, sondern rätselhafte Tyrannen. In den kaukasischen Bergen (nicht im Himmel, sondern auf Erden) wird nämlich ein Grab Kronions gezeigt, eines wilden und Kinder fressenden Mannes. (2) Aber auch ein Grab des ausschweifenden Zeus, des mythischen, der die Tochter Metis verschlingt, wird in Kreta gezeigt. (3) Und im Hafen Acherusia[67] das von Pluton und Poseidon, das von Helios in Atros[68] und der Selene in Karrhae[69], das des Hermes in Hermupolis[70], des Ares in Thrakien der Aphrodite in Zypern, des Dionysos in Theben und die der anderen an anderen Orten. (4) Übrigens sind die Gräber der genannten Götter zu sehen. Sie waren nämlich Menschen und zwar Unsittliche und Zauberer. Sie wurden nämlich auch nicht auf andere Weise Alleinherrscher (ich nenne den mythischen Zeus und Dionysos) als durch Verwandlung derer, die sie unterwerfen wollten zu dem, was sie wollten.

24. Kapitel

(1)Wenn es aber nötig ist, ihr Leben zu erforschen, dann erinnern wir uns nicht nur der Ehebrüche, sondern auch ihrer Mahlzeiten. Kronos hat nämlich seine eigenen Kinder verschlungen[71] und Zeus ebenso seine Tochter[72]. (2) Und was soll man sagen? Pelops wurde zur Mahlzeit aller Götter[73]. Daher bringen auch wir vor unerlaubten Hochzeiten den Göttern eine entsprechende Mahlzeit dar. Doch dies sollst du dir nicht einmal vorstellen, wie auch ich nicht den Ehebruch. (4) Durch die Liebe aber ist für diese wie für mich als ob du den Zorn eines mächtigen Gottes androhst. (5) Einen Gott Eros gibt es nicht, wie es scheint, sondern aus der Vermischung der Lebewesen zwecks Fortpflanzung des Lebens auf Grund der Vorsehung dessen, der alles bewirkt, geschieht Begierde, damit das ganze Geschlecht niemals endet, sondern unter dem Vorwand der Lust aus dem Wesen bevorstehenden Sterbens ein Anderer entsteht, aus rechtmäßiger Ehe erwachsen, so dass du seinen Vater zur Altenpflege kennst; (6) Was zu tun die aus einem Ehebruch Hervorgegangenen nicht vermögen, da sie die Art der Zuneigung zu den Erzeugern nicht haben.

25. Kapitel

(1)Da also wegen der Nachkommenschaft und der ehelichen Vermehrung wegen, wie ich gesagt habe, die Begierde mit der Liebe zusammenkommt, ist es nötig, dass die Eltern, vorher der Besonnenheit gedenkend, ihre Kinder durch besonnene Bücher vorher unterrichten und sie an bessere Reden gewöhnen (denn die zweite Natur ist der Umgang), (2) dazu aber sie häufig an die sich aus dem Gesetz ergebenden Strafen zu erinnern, damit sie nicht, wie mit einem zur Furcht gebrachten Zaum, mit Unordentlichen in Lüsten zusammengehen.(3) Es gehört sich aber auch, vor dem Wachsen der Begierde nach einer Ehe, die natürliche Leidenschaft des Lebensalters zu erfüllen, nachdem man zuvor davon überzeugt gewesen ist, die Gestalt einer anderen Frau nicht anblicken zu dürfen.

26. Kapitel

(1)Unser Verstand nämlich, wenn sich zuerst mit Vergnügen die Gestalt der Geliebten eingeprägt hat, prüft er durch die Erinnerung, wie in einen Spiegel blickend, immer die Gestalt; (2) Und wer die Begierde nicht erreicht betreibt die Wege des Glückes, wenn er sie aber erreicht, nimmt sie mehr zu, wie das Feuer, das an Brennstoff Überfluss hat, und am meisten, wenn der Seele des Liebenden vorher eingeprägt ist, dass zuvor keine Furcht vorhanden ist. (3) Wie nämlich Wasser Feuer löscht, so ist auch die Furcht ein Löschmittel unvernünftiger Begierde. Weshalb ich von einem Judäer gelernt habe, das Gott Gemäße zu denken und zu tun, Ich werde ich leicht von erlogenen Mythen für den Ehebruch eingefangen. (4) Einer zur Liebe erhitzten Seele möge Gott zu Hilfe kommen und die Heilung darbieten.”

27. Kapitel

(1)Nachdem aber Appion die geschickte Antwort gehört hatte, sagte er: „Hasse ich nicht etwa unvernünftiger Weise die Judäer? Wenn ihr jetzt wenigstens einmal ein Judäer begegnet und sie überredet hat. besonnen zu sein, indem er sie zur Gottesverehrung führt, dann ist es künftig unmöglich, sie zur Vereinigung mit einem andern zu bringen, denn die, welche Gott darstellen als den, der alle Taten zerschlägt, beharren darauf, besonnen zu sein, wie sie nicht verbergen können.”

28. Kapitel

(1)Als ich das gehört hatte, sprach ich zu Appion: „Jetzt werde ich dir die Wahrheit bekennen. Ich war nie in eine Frau verliebt, auch nicht in die eines andern, habe allerdings meine Seele für andere Begierden verwendet und für das Auffinden wahrer Lehren; (2) und nachdem ich bis jetzt viele Lehrsätze der Philosophen durchdacht habe, neigte ich zu keiner von ihnen als zu derjenigen der Judäer allein, als wandernder Händler auf ihren Wegen bin ich hier in Rom ansässig geworden, und durch gutes Glück ist es für mich einfacher, den allein herrschenden Gedanken darzulegen.

29. Kapitel

(1)Nachdem Appion meine Wahrheit gehört hatte, der unvernünftiger Weise die Judäer hasst und das, was bei ihnen glaubwürdig ist weder kennt noch kennen will, erzürnte verwirrt und ging schon schweigend von Rom weg, und seitdem ich ihm nun zum ersten Mal zufällig begegnet bin, fürchte ich seit jener Zeit die Wut. (2) Übrigens werde ich ihn frage, was er über die sogenannten Götter zu sagen haben könnte, deren Leben als ganz leidenschaftlich erdichtet ist, zu deren geflissentlicher Nachahmung des Entsprechenden man öffentlich singt, zu deren menschlichen Leiden (wie ich gesagt habe) auch die Gräber an bestimmten Orten gezeigt werden.

30. Kapitel

(1)Nachdem die Gefährten dies von mir zuvor gehört hatten und es der Reihe nach zu erfahren begehrten, kamen sie bei mir zusammen, um Appion zu prüfen. (2) Und da er sich schon gewaschen hatte, nahmen wir am gedeckten Tisch Platz, zumal wir weniges hinsichtlich der Rede von den Göttern geprüft hatten. (3) Da er aber (meine ich) unsern Grundsatz kannte, übernahm er es, am nächsten Tag etwas über die Götter zu sagen, und er offenbarte uns dasselbe Thema, wie er es dort dargelegt hatte. (4) Nachdem wir ihm aber gedankt hatten, gingen wir mit dem Versprechen jeder nach Hause.

Übersetzt von Dr. Hans Jochen Genthe 2013

[01] V: Jac 2,19
[02] V: Platon, Gastmahl 178 B
[03] E: Sagenhafter kretischer König, Sohn von Zeus und Europa, Homer, Ilias XIII 450, Odyssee XI 568
[04] E: Sagenhafter Bruder des Minos, Homer, Ilias XIV 321 – 22
[05] Ü: Oder: „Die Leidenschaft“
[06] E: Nämlich der Gesetze
[07] E: Nach Hesiod, Theogonie 886 – 889 ist Metis die erste Gemahlin des Zeus. Die gemeinsame Tochter ist Athene Apollodoros, Bibliotheke I 20
[08] E: Sohn des Zeus und der Hera, Homer, Ilias I 572. 578
[09] E: Zu deutsch „Himmel“, Vater des Kronos
[10] E: Zu deutsch „Meer“ (im Griechischen weiblich)
[11] T: Von hier an bis zum Ende des Satzes scheint der Text gestört zu sein, siehe Anmerkungen 266 und 268!
[12] E: Nach Hesiod, Theogonie 178 – 182 sind es aber die Ausscheidungen des Uranos nach dessen Entmannung durch seinen Sohn Kronos
[13] E: Vater des Zeus und der Hera, Homer, Ilias XV 187
[14] E: Bei Hesiod, Theogonie 116 – 120 ist er elternlos
[15] E: Aphrodite, nach ihrer Geburt aus dem Meer bei Zypern auch „Kypris“ genannt, Hesiod, Theogonie 190 – 194
[16] V: Euripides, Herakles 29 – 30
[17] V: Homer, Ilias XIV 323 – 324; Hesiod, Theogonie 943 – 944; Apollodoros, Bibliotheke II 61
[18] V: Ovid, Metamorphosen; Nonnos, Dionysiaka 7,122
[19] E: Die uns vorliegende mythische Überlieferung weicht davon ab
[20] V: Homer, Ilias XIV 319 – 320; Apollodoros, Bibliotheke II 34 –36
[21] V: Pausanias, Descriptio Graeciae VIII 3, 6 –7; 4,1
[22] V: Ovid, Metamorphosen II 846 – 850
[23] T: Textlich unsicher
[24] T: Textlich unsicher
[25] E: „Erdgeborene“ ist ein Beiname der Gigenten, der Feinde der olympischen Götter
[26] E: Hier sind zwei verschiedene mythische Gestalten einander gleichgesetzt
[27] V: Euripides, Helena 17 – 18; Orestes 1385 – 1387
[28] E: In den Homerischen Hymnen 11 und 32 sind diese beiden, die Dioskuren Söhne des Zeus, werden aber „Tyndariden“, also Söhne des Tyndareos genannt, letzteres sind sie auch Homer, Odyssee XI 298 – 299. Es gibt aber noch andere Angeben, ebenso über die Herkunft Helenas
[29] V: Pausanias, Descriptio Graeciae X 12,1
[30] V: Hesiod, Theogonie 913 -915
[31] T: textlich unsicher
[32] V: Homer, Ilias XIV 323 – 325; Hesiod, Theogonie 940 – 941
[33] V: Homerischer Hymnus 5, 75 –80
[34] V: Homerischer Hymnus 3, 1
[35] V: Homerischer Hymnus 2, 259
[36] V: Homerischer Hymnus 26, 2
[37] V: Apollodoros, Bibliotheke I 56
[38] V: Homer, Ilias XX 232 –235; Homerischer Hymnus 4, 220; Apollodoros, Bibliotheke III 140
[39] V: Pindar, Oden 136 – 38
[40] V: Apollodoros, Bibliotheke III 116
[41] V: Ovid, Metamorphosen 10, 106 – 110
[42] V: Ovid, Fasti 3, 409 – 411
[43] V: Apollodoros, Bibliotheke III 121?
[44] V: Apollodoros, Bibliotheke II 97
[45] V: Apollodoros, Bibliotheke I 117
[46] E: Nicht der Kyklop von Homer, Odyssee IX, sondern Gefährte von Herakles und Hylas, siehe Anmerkung 299!
[47] V: Apollodoros, Bibliotheke III 100
[48] V: Hesiod, Fragment 182
[49] V: Ovid, Fasti3, 459 – 462; Metamorphosen 8,176
[50] V: Hesiod, Theogonie 947 – 948
[51] V: Apollodoros, Bibliotheke III 126
[52] V: Apollodoros, Bibliotheke II 35
[53] V: Apollodoros, Bibliotheke III 100
[54] E: Damit dürfte am ehesten Athena gemeint sein, so dass sich Themis als Mutter nur auf Dike beziehen würde
[55] V: Apollodoros, Bibliotheke I 13
[56] V; Apollodoros, Bibliotheke I 61 – 62
[57] V: Diogenes Laertius 2,37
[58] E: Schäbige Kleidung trugen kynische und andere Philosophen
[59] E: Eine bekannte korinthische Hetäre, Diogenes Laertius 2,75. 84 – 85
[60] E: Aristippos von Kyrene ist Begründer der so genannten kyrenaischen Schule, in deren Mitte das Prinzip der körperlichen Lust steht
[61] E: Begründer der Stoa
[62] E: Geheimkulte
[63] E: Homerische Hymnen 8 und 27 sowie das Fragment 22; Nonnos, Dionysiaka
[64] E: Homerischer Hymnus 5 und 14
[65] Ü: Hier steht das Wort σκοποι (spr .skopói),welches diejenigen Gottheiten bezeichnet, welche über jeweils ein bestimmtes Heiligtum oder ein Gebiet die Aufsicht führen
[66] Ü: Hier ist zu bedenken, dass das hier gebrauchte Wort παθοσ (spr. páthos) sowohl „Leiden“ wie „Leidenschaft“ bedeutet
[67] E: Eine Halbinsel bei Herakleia in Bithynien
[68] E: Nicht festzustellen
[69] E: Im oberen Mesopotamien
[70] E: In Ägypten, wo es zwei Städte dieses Namens gibt, eine im Delta, eine andere viel weiter südlich am westlichen Ufer des Nils
[71] V: Apollodoros, Bibliotheke I 3
[72] V: Hesiod, Theogonie 886 – 890
[73] V: Apollodoros, Bibliotheke V 4