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Dritte Unterredung



1. Kapitel

(1)Nachdem zwei Tage vergangen waren und der dritte graute, ich, Clemens, mich mit den anwesenden Gefährten zur Aussprache mit Simon beim zweiten Hahnenschrei erhoben hatte, fanden wir den Leuchter noch brennen und Petros kniend beten. (2) Als er das Gebet beendet hatte, wandte er sich um und sah uns, die wir zum Hören bereit waren, und sprach:

2. Kapitel

(1) „Ich will euch wissen lassen, dass wir nach unserer Absicht mit Simon zusammen sind, sodass wir seine Vorhaben erfahren und uns dienstbar machen, damit wir gegen die Bosheit seiner Schläue gemeinsam vorgehen können, da die Ausgesandten selbst uns folgendes enthüllt haben: `Simon ist, als ob er sich aufstellte, bereit, aus den Schriften bei allem, was kommt, zu beweisen, dass es diese höchsten Gott nicht gibt, der den Himmel und die Erde und was darin ist, geschaffen hat, sondern einen andern unbekannten und höchsten wie im Unaussprechlichen befindlichen Gott der Götter, der zwei Götter ausgesandt hat, deren einer es ist, der die Welt geschaffen hat, während der andere das Gesetz gegeben hat; (3) und um den richtigen Glauben auszulösen, hat er ersonnen zu sagen, dass nur der eine der Vorgesehenen als Gott hu verehren sei, der Himmel und Erde geschaffen hat.´

3. Kapitel

Wie sollte ich nicht traurig sein, nachdem ich das gehört hatte? Deshalb will ich auch euch, die ihr als Brüder bei mir seid, zu wissen geben, dass ich nicht mäßigen Schmerz der Seele empfinde, da ich sehe, dass das Böse der Bewährung der Menschen auslauert, die Menschen aber ihre eigene Rettung sehr vernachlässigen. (2) Er hat sich nämlich für die Völker ausgedacht, dass sie sich hinsichtlich der irdischen Götterbilder überzeugen lassen werden, dass sie keine Götter sind und Meinungen über die vielen anderen Götter beisteuern, so dass, wenn sie von dem niederen Wahnsinn der Vielgötterei ablassen, sie anders oder auch schlechter verführt werden, gegen die Alleinherrschaft Gottes zu reden, damit diejenigen, welche nie der Alleinherrschaft den Vorzug geben, niemals das Erbarmen erlangen können. (3) Wegen dieser Frechheit kommt Simon erst mit den falschen Perikopen der Schriften bewaffnet heraus, um mit uns zu streiten: Und das Fürchterlichste scheut er nicht, dass er von denjenigen der Gottessprecher zu Glauben gekommen sei, welche dies gegen den wahren Gott behaupten.

4. Kapitel

(1)Und uns, die wir von den Vorfahren empfangen haben, Gott, den Schöpfer des Alle zu verehren, aber auch noch das Geheimnis der Bücher, die verführen können, vermögen sie nicht (zu verführen), (2) aber denen aus den Völkern, vertraut mit der Vielgötterlehre, die auch die Fälschungen der Schriften nicht erkennen, vermag es viel anzutun, nicht nur selbst, sondern auch wenn ein anderer den Völkern irgend eine nichtige Geschichte gegen Gott beibringt, gleich einem reich geschmückten Vogel, wird es von dem geglaubt, der von Kindheit an gewohnt ist, dass ihr Verstand das gegen Gott Gesagte aufnimmt. (3) Selten aber werden einige von ihnen sein, wie wenige aus der Masse, welche aus Klugheit kein böses Wort gegen Gott, der das All geschaffen hat, auch nur hören wollen. Ihnen allein aus den Völkern wird es geschehen, gerettet zu werden. (4) Deshalb soll keiner von den Simon überhaupt schmähen oder etwas anderes. Es geschieht nämlich nichts ungerechter Weise, weil auch die Fälschungen der Schrift löblicher Weise für den da sind, der einen Prüfstein hat.

5. Kapitel

(1)Und ich, Clemens, sagte, nachdem ich zugehört hatte: „ Wieso sagst du, Herr, dass auch die Fälschungen der Schriften lobenswert zum Prüfstein der Menschen seien?” Er aber antwortete: „Es wurde der Forderung des Bösen Raum gegeben, dass die Fälschungen der Schriften geschrieben werden für ein gerechtes Wort; `löblich´ aber meine ich so: In den Theologien liebt der Böse Gott nicht weniger als der Gute, nur in einem bleibt er hinter dem Guten zurück, denn auch in der Ursache der Unwissenheit der Gottlosen stimmen sie nicht überein, denn durch die Zuneigung zur Gottlosigkeit der Gottlosen erstrebt sie[01] das Verderben, bietet ihnen auch keine Heilung. (3) Der Gute will nämlich alle durch Umkehr heilen, rettet aber allein diejenigen, welche Gott erkannt haben.(4) Die Unwissenden aber heilt er nicht, nicht weil er es nicht will, sondern weil es nicht erlaubt ist, die den Söhnen der Herrschaft bereiteten Güter ungesondert denen zu bieten, die mit vernunftlosen Lebewesen verglichen werden[02].

6. Kapitel

(1)Die so beschaffene Kraft des einen und einzigen Gottes, der die Welt gemacht und uns geschaffen hat und alles gewährt, der nur blickt auf jeden Frommen und auf den, der seinen heiligen Geist nicht lästert[03], mit Liebe zu ihm die Seele zu ihm bringt, < durch seine Liebe zu ihr imWesen >[04] . (2) Und wenn er ein Sünder sein sollte, hat er die Kraft, gerettet zu werden, nachdem er bestraft worden ist entsprechend dem, was er getan hat. Wenn ihn aber einer verleugnet oder sich sonst mit irgendeinem Wort gegen ihn gottlos verhalten hat, dann andern Sinnes wird, wird er zwar bestraft werden für das, was er gesündigt hat, aber gerettet werden, denn er ist zum Lieben zurückgekehrt.(3) Ebenso durch Übertreibung der Frömmigkeit und des Bittgebets wird er auch vom Bestraftwerden befreit <Verzeihung der Sünde>[05] , wobei er mit der Sinnesänderung Unwissenheit zugegeben hat.. (4) Die aber ihren Sinn nicht ändern werden auch am Ende durch die Strafe des Feuers gehen, auch wenn sie in allem andern die Frömmsten sein sollten. (5) Aber,” wie er sagte, „wenn das Fünftel der Ewigkeit gemessen ist, werden die Bestraften ausgelöscht werden. Die immer und nur gegen Gott gottlos haben können nämlich für immer nicht mehr sein.[06]

7. Kapitel

(1)Die Gottlosigkeit gegen ihn besteht aber darin, dass man mit der Rede der Gottesverehrung aufhört und sagt, Gott sei ein anderer, oder er sagt, er sei ein größerer oder ein geringerer oder sonst irgend etwas neben dem wahrhaft Seienden. (2)Denn der wahrhaft Seiende ist der, von dem der Leib eines Menschen die Gestalt erhalten hat. (3) Diesem Menschen hat Gott Wohltaten über alles erwiesen, damit er den Wohltäter für die Menge der Wohltaten liebt durch dieselbe Liebe und in die andere Welt hinüber gerettet werden kann.

8. Kapitel

(1)Die Liebe der Menschen zu Gott ist also hinreichend zur Rettung. Da der Böse dies weiß, eilen wir uns, denen aus den Völkern, die an den einen und einzigen Gott glauben werden, die unsterblich machende Liebe der Menschen zu Gott in die Seelen zu säen, während sich der Böse, der eine geeignete Waffe gegen die Unwissenden hat, sich bemüht, die Annahme vieler Götter oder eines als des Besseren zu säen, damit die Ergriffenen und Überredeten, was nicht rechtens ist, sterben und unter der Anklage des Ehebruchs von seiner Herrschaft ausgeschlossen werden.

9. Kapitel

(1)Der Verwerfung wert ist jeder, der selbst nur gegen die Alleinherrschaft Gottes ist, auch wenn er will, dass dergleichen gehört wird; wenn aber jemand, wie durch Schriften ermutigt, gegen Gott zu sein wagt, sei es durch Zuhören, dann überlege er zuerst mit mir, wenn, wenn jemand einen vernünftigen Lehrsatz umgestaltet, wie er will, darauf in sie hineinblicke, ob er imstande ist, viele Zeugnisse für den von ihnen umgestalteten Lehrsatz anzuführen. Wie ist es also unter denen, die gegen Gott mutig sind, bei denen die Absicht aller gefunden wird?

10. Kapitel

(1)Simon wollte freilich sogleich das Streitgespräch mit uns führen, öffentlich wollte er es gegen die Alleinherrschaft Gottes wagen, brachte viele Stimmen aus ihren Schriften bei, dass es viele Götter gebe, dass aber nicht der, welcher die Welt geschaffen habe, der Höhere sei; und ebenso hat er schriftliche Beweise bereit. (2) Und wir haben von ihnen viele Perikopen klug als Beweise anzuführen, dass ein Gott ist, der die Welt geschaffen hat und alles, und dass es außer ihm keinen gibt[07]. (3) Aber auch wenn jemand irgendwie anders wird reden wollen, hat auch er daraus, wie er will, hinsichtlich dessen, was er will, die Beweise vorzubringen. (4) Die Schriften sagen nämlich alles, so dass keiner der uneinsichtlich Suchenden das Wahre findet, sondern das, was er (finden) will, für die recht Denkenden das bewahrte Wahre. Rechtes Denken aber besteht darin, dass wir als Ursache die Liebe bewahren.

11. Kapitel

(1)Deshalb muss men vor allem wissen, dass man sie keineswegs finden kann außer aus der Wahrheit eines Gottessprechers. (2) Ein wahrer Gottessprecher ist der, welcher jederzeit alles weiß, wie aber auch immer vom Verstehen von allem, von Sündlosigkeit wie von Gottes Entscheidung erfüllt. (3) Deshalb dürfen auch wir, was seine Vorsehung betrifft, nicht einfach zerteilen, sondern nach Möglichkeit ohne eine fremde Ausrede seine Vorsehung zusammenfassen. (4) Was nämlich die Ärzte voraussagen, da sie sich die Materie angeeignet haben (auch die sich die Vögel, die Opfertiere und alle anderen vielen unterschiedlichen Materien angeeignet haben), sagen den Puls des Erkrankten voraus, und Gottessprecher sind sie nicht.

12. Kapitel

(1)Wenn aber einer sagt, dass deren Ansage einer wirklich angestammten Voraussage gleich sei, so ist er sehr betrogen. (2) Er zeigt nämlich nur das Gegenwärtige an, und dies wenn es wahr ist ( und außerdem nützt es mir; …[08] ), aber die Voraussage des Einzigen und Wahren stellt nicht nur das Gegenwärtige fest, sondern bis zur kommenden grenzenlosen Welt erstreckt sich die Prophetie, und von keinem wird er gehindert an der Erkenntnis, wenn er Dunkles und Zweideutiges prophezeit, so dass er das von einem andern Gottessprecher Gesagte zum Verstehen nötig hat, aber das Gesagte ist auch einfach, wie unser Lehrer und Gottessprecher durch den eingepflanzten und immer strömenden Geist stets alles kannte.

13. Kapitel

(1)Deshalb erklärte er zuversichtlich was sein werde, ich meine Leiden, Orte, Maße; er war nämlich ein Gottessprecher, der nicht strauchelte, mit einem unendlichen Auge der Seele alles durchschauend erkannte er es im Verborgenen. (2) Wenn aber auch wir (wie die vielen) erfassten, dass der Gottessprecher nicht immer, sondern manchmal (wenn er den Geist hat und durch diesen) vorherwusste, wenn er (ihn) aber nicht hatte, nicht wusste, – wenn wir (es) so aufnahmen, würden wir uns auch selbst täuschen und andere in den Hinterhalt locken. (3) Denn das so Beschaffene der rasend Gottbegeisterten, die neben den Altären betrunken und vom Opferrauch übermäßig erfüllt sind, kommt von einer Unordnung des Geistes.

14. Kapitel

(1)Wenn nämlich einem, der eine Prophetie verkünden will, zugestanden wird, glaubwürdig zu sein, unter ihnen als Lügner überführt wird, weil er nicht den heiligen Geist des Vorherwissens hat, wird es nicht leicht zu widerlegen sein, dass ein Gottessprecher ein Lügner ist; (2)Unter ihnen sagt er nämlich vieles, und weniges trifft ein, das Letzte als Erstes, das Geschehene als Zukünftiges, das Zukünftige als schon Geschehenes, aber auch als Nachfolgendes und von allem Weggenommenes und Umgestaltetes, was aber gering geworden ist, gedankenlos, unwissend, mehrdeutig, schief, verborgen, mit ganz schlechtem Gewissen ausgeschrieen.

15. Kapitel

(1)Aber unser Lehrer hat nichts dergleichen vorgetäuscht, sondern (wie ich gesagt hatte) er ist ein Gottessprecher, der durch den eingepflanzten und immer strömenden Geist stets alles erkannte und unverzagt erklärte, wie er weise Leiden, Orte, festgesetzte Zeiten, Art und Weise, Maße vorausgesagt hat. [09](2) Was freilich sodann das Heiligtum betrifft, hat er folgendes vorausgesagt: ` Seht ihr diese Bauwerke? Amen, ich sage euch: hier wird kein Stein auf einem Stein sein, der nicht abgerissen wird, der nicht herunter genommen wird´, und: [10]`Dieses Geschlecht vergeht nicht, und der Abbruch wird seinen Anfang nehmen. Sie werden nämlich kommen und hier herabsteigen und ringsum befestigen und eure Kinder hier abschlachten.´ (3) Ebenso hat er mit deutlicher Stimme gesagt, was ihre Augen zu sehen bekommen; sodass das gegen sie gerichtete Wort gesagt worden ist und die tat geschieht. Der Gottessprecher der Wahrheit hat nämlich das Wort der Enthüllung für den Glauben der Hörer gebraucht.

16. Kapitel

(1)Übrigens gibt es viele Verkünder der Verirrung, die einen Anführer der Bosheit haben; Einer von ihnen – selbst ein Anführer der Frömmigkeit wird zu besonderen Zeiten Gottessprecher haben, die alle durch sein Wort der Wahrheit rein gefunden werden. (2) Aber die häufigste Ursache für die Verführten ist gewesen, dass die Lehre von den Gegensatzpaaren nicht erkannt wurde, die ich selbst nicht aufgehört habe, euch jederzeit vor allem darzustellen; nämlich oft persönlich zu sagen. Also werdet ihr Wahrheitsfreunde für mich Richter über das Gesagte! Ich habe aber schon zu reden begonnen.

17. Kapitel

(1)Wenn einer nicht einräumt, dass Gott, der das All gemacht hat, einem aus seinen Händen hervorgegangenem Menschen gegeben habe, seinen heiligen Geist der Vorsehung zu besitzen, wie sündigt der nicht gegen einen aus einem ekelhaften Tropfen Gezeugten aufs höchste? (2) Und ich denke nicht, dass er Verzeihung erlangt, auch wenn er durch eine gegen den Vater des Alls gefälschte Schrift Furchtbares zu denken betrogen wurde. Wer nämlich das Bild (und dies ist das der ewigen Herrschaft) verunglimpft, hat sich die Sünde gegen ihn zugezogen, dessen Bild er auf Grund der Gleichheit getroffen hat. (3) Aber (sagt er), einen, der gesündigt hat, hat der göttliche Geist verlassen. Also hat er nicht zugleich gesündigt. Und wie ist einer, der dies sagt, nicht in Gefahr? (4) Aber nach dem Sündigen hat er den Geist empfangen. Wird er also den Ungerechten gegeben? Und wo ist das Gerechte? (5) Aber den Gerechten und Ungerechten wird er verliehen. Dies ist das Ungerechteste von allem. (6) So ist alles eine Lüge, Auch wenn Zehntausende von Gedanken zu Hilfe eilen, den Beweis, auch wenn er in langer Zeit zu erhalten ist.

18. Kapitel

(1)Lasst euch nicht täuschen. Unser Vater übersieht nichts. Auch das einst öffentlich vorgestellte Gesetz, das er mit der Anklage der Unwissenheit[11] verhüllte wegen der Unwürdigen, welche sich um die Wahrheit gegen ihn bemühen, welche er mit den Worten losschickte[12]: `Befrage deinen Vater, und er wird dir sagen, deine Ältesten, und sie werden dir verkünden.´ (2) Es war nötig, diesen Vater zu fragen, diese Ältesten zu befragen. Aber du hast nicht gefragt, wessen die [13]Zeit der Herrschaft, wessen der Stuhl der Prophetie ist, und fürwahr, es ist dessen, der bekannt gemacht, indem er sagte:[14] Auf dem Stuhl des Moyses sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer; hört auf alles, was sie euch sagen! (3) [15]Er sprach aber von dem Schlüssel zur Herrschaft derer, die zum Glauben gekommen waren, welches die Erkenntnis[16], welche allein die Tür[17] zum Leben öffnen kann, durch welche allein zum ewigen Leben einzugehen ist. Aber ja (sagt er) sie halten den Schlüsselfest, denen, die es wollen, gewähren sie nicht einzutreten.

19. Kapitel

(1)Deshalb wurde er auf den Stuhl erhöht wie ein Vater über die Kinder, um das seit Ewigkeit den Würdigen im Verborgenen[18] Überlieferte zu verkünden bis sich Völker nach dem Erbarmen ausstrecken und er sich über die Seelen erbarmt, unbekümmert um das eigene Blut[19]. (2) Da er nämlich gewürdigt werden sollte, ewiger König zu sein, um innerhalb einer durch das Gesetz festgelegten Zeit die Herrschaft zu empfangen…[20]und das, was ihn am meisten betrübte, ist das, dass er über sie, die wie Kinder sind, Zwietracht bereitet hatte, durch ihre Unwissenheit als Ursache gestritten hatte. [21](3) Und ebenso liebte er diejenigen, die (ihn) hassen und beweinte die Ungehorsamen, segnet die Lästerer, betet für die Feinde. (4) Und nicht nur dies tat er wie ein Vater, sondern lehrte auch seine Schüler, die er wie Brüder behandelte, dasselbe zu tun. (5) Dieses als Vater, dieses als Gottessprecher, dieses als vernünftiges Herrschen über die eigenen Kinder, damit durch die Liebe von dem Vater zu den Kindern und der Kinder zum Vater durch innerliche Ehrfurcht ewiger Friede werden kann. (6) Von dem vernünftig Herrschenden ergeht nämlich über die Beherrschten wahre Freude wegen des Herrschenden.

20. Kapitel

(1)Davon abgesehen komme ich wieder zurück auf die erste Rede von der Wahrheit. Wenn er einem aus Gottes Händen hervorgebrachten Menschen nicht den heiligen Geist des Christos zu haben gebe, wie höchst gottlos ist es, dass (es) einem andern zu haben gegeben ist, der aus einem ekelhaften Tropfen entstanden ist? (2) Höchst fromm ist es aber, wenn man sagt, das nur jener ihn hat, der vom Anfang der Welt an, zugleich mit den Namen die Gestalten vertauschend, die Welt durchläuft bis er die eigene Lebenszeit vollendend, wegen der Mühen durch Gottes Erbarmen gesalbt wird[22] und für immer die Ruhe haben wird. (3) Dieser wird geehrt, über alle in der Luft und auf Erden und im Wasser zu regieren und zuherrschen. Außerdem hat er den Atem[23] dessen, der den Menschen geschaffen hat, den unzerstörbaren Schutz der Seele, so dass er unsterblich sein kann.

21. Kapitel

(1)Nur dieser hat als wahrer Gottessprecher allen Lebewesen entsprechend der Natur, wie er es geschaffen hat, in angemessener Weise die Namen beigelegt[24]. Wenn er nämlich etwas benannt hat, dann war die auch der Name von dem Geschaffenen für das Gewordene. (2) Wieso musste er noch ein Gewächs anfassen, um zu sehen, ob es gut oder schlecht ist? „Er befahl”[25] Aber dies glauben die Verworrenen, welche gemeint haben, dass ein unvernünftiges Tier besser sei als Gott, der sie und das All geschaffen hat[26].

22. Kapitel

(1)Außerdem wurde zugleich als Partner eine weibliche Natur geschaffen, viel mangelhafter als er, als Teilhabe am Sein, wie der Mond an der Sonne, wie das Licht am Feuer. (2) Als Weibliches beherrscht sie die ihr ähnliche gegenwärtige Welt, und sie wird als erste Gottessprecherin geglaubt, welche „mit den von Frauen Geborenen”[27] Prophetie verkündet. (3) Der andere aber, der wie „Sohn eines Menschen ist”, und er prophezeit das Verschiedene für die männliche kommende Welt.

23. Kapitel

(1)Deshalb bestehen zwei geschlechtlich bestimmte Prophetien; die männliche (und es ist zu unterscheiden, dass, während die erste als männliche der zweiten vorgeordnet ist gemäß dem Auftreten des Wortes, während die zweite, die weiblich ist, wurde bestimmt, dass die erste bei der Ankunft der Gegensatzpaare kommt) – (2) sie ist also „die von Frauen Geborene”, wie die der gegenwärtigen Welt angehörige Weiblichkeit verkündet, will die Männlichkeit geglaubt werden. (3) Nachdem sie also die Samen der Männlichkeit gestohlen und mit den eigenen Samen des Fleisches umhüllt hatte, brachte sie das Erzeugte heraus, als ob alles (ihr) Eigenes sei, nämlich die Reden. (4) Und sie verkündete, wie eine Beisassin, gegenwärtigen irdischen Reichtum[28] geben zu wollen, wobei sie schnell das Geringere mit dem Größeren vertauschte.

24. Kapitel

(1)Sie wagte nicht nur zu sagen und zuhören, dass viele Götter seien, sondern glaubte auch, es zu werden, und zwar in der Hoffnung, das zu werden, was keine Natur hat und was vernichtet wird[29], und wie die Weiblichkeit, im Zorn gezeugt, unter dem Vorwand von Opfern mit Blut besudelt wurde, so befleckt sie auch diejenigen, die sie berühren. (2) Da sie aber Könige gebar, nachdem sie empfangen hatte, erregte sie die viel Blut vergießenden Kriege. (3) Die aber von ihr die Wahrheit zu erfahren trachten, denen sagt sie das ganze Gegenteil und bietet viele und verschiedene Hilfen an, wobei sie immer suchen und nichts finden[30] bis ihr Tod eintritt; (4) Von Anfang an ist nämlich blinden Menschen ein Anlass des Todes beigelegt; Irreführendes und Zweideutiges und dunkle Prophezeiungen täuschen nämlich die Glaubenden.

25. Kapitel

(1)Deshalb wurde ihrem Erstgeborenen ein rings umgebender Name beigelegt, indem sie (ihn) Kain nannte[31], was eine doppelte Deutung der Auslegung enthält; es wird nämlich sowohl als Besitz[32] wie als Eifer gedeutet, wie er um das Zukünftige eifern wird, sei es eine Frau oder Besitz oder die Liebe der Nachkommen zu ihm. (2) Wenn dann auch nichts dergleichen geschieht, wird so auch das, was Besitz genannt wird, gut verfertigt; dies wird nämlich zuerst erworben. Was ihm auch nützlich war; Er war nämlich ein Mörder und ein Lügner[33], und nach den Sünden wollte er ruhen und auch nicht beginnen[34]. (3) Schon waren auch die aus seiner Nachkommenschaft Hervorgegangenen erste Ehebrecher geworden; und sie spielten Psalter und Harfen, Waffenschmiede begannen Krieg zu führen. (4) Deshalb, während auch die Prophetie der Nachkommen von Ehebrechern und Psaltern angefüllt war[35], erweckte er, verborgen durch die Vergnügungen, die Kriege.

26. Kapitel

(1)Der aber unter den Söhnen der Menschen die eigene Prophetie, der Seele eingepflanzt, hat, bestimmt als Mann, der die Hoffnungen auf die kommende Welt anzeigt, nannte seinen Sohn Abel, was ohne jede Zweideutigkeit `Trauer´ bedeutet. (2) Trauer bereitet er nämlich seinen Söhnen, die ihren Brüdern begegneten, denen er ungelogen den Trost in der kommenden Welt versprach[36] (3) Er befiehlt, nur den einen Gott zu bitten, er nennt weder Götter, noch glaubt er einem andern, der (sie) nennt. Gutes, was er hat, erhält er[37] und mehrt es darüber hinaus[38]. Opfer, Blut, Trankspenden hasst er[39]. Heilige, Reine, Fromme liebt er. (4) Feuer der Altäre löscht er.. Kriege beendet er, Frieden lehrt er. Besonnenheit gebietet er. Sünden reinigt er. Ehe bestätigt er, Enthaltsamkeit erlaubt er, alle führt er zur Reinheit. (5) Almosen gibt er. Gerechtigkeit bestätigt er, Ihre Vollkommenen bestätigt er. Das Wort der Ruhe[40] bringt er zum Vorschein Vernünftig prophezeit er, deutlich redet er. (6) Das ewige Feuer der Strafe erwähnt er ständig, Gottes Herrschaft verkündet er hauptsächlich. Himmlischen Reichtum gibt er hauptsächlich bekannt, unentreißbare Herrlichkeit verspricht er, die Vergebung der Sünde durch eine tat zeigt er an.

27. Kapitel

(1)Und was muss man sagen? Das ganze Männliche ist Wahrheit, die ganze Weiblichkeit Irrtum wer aber aus dem Männlichen und der Weiblichkeit entstanden ist, lügt einerseits, sagt andererseits die Wahrheit. (2) Die Weiblichkeit ist nämlich vom eigenen Blut wie von rotem Feuer umgeben, der Same des Männlichen ist weiß, mit fremden Stützen der Knochen hält sie ihre Schwäche zusammen und da sie sich mit der vergänglichen Blüte des Fleisches und mit kurzen Vergnügungen beschäftigt, nimmt sie unbemerkt die Kraft des Denkens weg, führt viele zum Ehebruch, und so raubt sie die schöne Jungfräulichkeit.(3) Jungfrau ist nämlich jeder Mensch, wenn er, den Verstand besät mit dem weißen Wort der Wahrheit des wahren Gottessprechers erleuchtet wird.

28. Kapitel

(1)Deshalb ist es nötig, allein auf den einen Gottessprecher der Wahrheit zu hören, wissend, dass derjenige, der von einem andern mit einem Wort Besäte die Neigung zum Ehebruch empfängt, wie er von einem Jungfräulichen aus seiner Herrschaft vertrieben wird. (2) Denen aber, die das Geheimnis kennen, widerfährt von der Seele des Ehebruchs Tod. Wenn aber die Seele von einem andern besät wird, dann wird sie wie eine, die Unzucht oder Ehebruch getrieben hat, vom Geist verlassen, und so ist der beseelte Leib vom Leben schaffenden Geist getrennt, wird zu Erde aufgelöst, und nach der Auflösung des Leibes wird der Seele zur Zeit des Gerichts mit der angemessenen Strafe für die Sünde vergolten; (3) wie bei, wenn einer des Ehebruchs überführt wird, er zuerst aus den Häusern vertrieben wird, er dann danach zu einer Strafe verurteilt wird.

29. Kapitel

(1)Als Petros uns das geheimnisvolle Wort selbst vollkommen deutlich machen wollte, kam Zakchäos und sagte:` Schon ist die Zeit, dass du, o Petros, herauskommst um das Gespräch zu führen. (2) Denn groß ist die Menge, die im Hof zusammen gekommen ist und dich erwartet, in dessen Mitte sich Simon wie ein Heerführer unter seiner Leibwache hingestellt hat.´ (3) Als Petros es hörte, befahl er mir, dass ich mich wegen des Gebetes zurückziehen solle, da ich das Bad der Rettung noch nicht empfangen hätte, zu den bereits Vollkommenen aber sprach er: (4) `Steht auf, wir wollen beten, dass Gott mir, dem zur Rettung der von ihm geschaffenen Menschen Bewegten mit seinen unerschöpflichen Erbarmungen helfe ´ (5) Und als er dies gesagt hatte, trat er heraus, betete er zum offenen Himmel des großen Hofes, daselbst waren viele zusammen gekommen um zu schauen, denn die Entscheidung zu hören, hatte sie eifriger gemacht, sich zu beeilen.

30. Kapitel

(1)Er stand also uns sah mit großer Ruhe das ganze auf ihn blickende Volk, Simon den Magier aber in der Mitte stehend, und er begann so zu reden: `Friede sei euch allen, die bereit sind ,sich der Wahrheit Gottes zu verpflichten, seiner große und unvergleichlichen Gabe, die in der jetzt bestehenden Welt ist, der uns als wahrhaftiger Gottessprecher[41] gesandt hat, mit dem Aussprechen des Grußes vor den Worten der Belehrung euch zu sagen, (3) dass, wenn einer unter euch ein Kind des Friedens sein sollte, er durch unsere Belehrung den Frieden empfängt, wenn ihn aber einer von euch nicht empfangen wolle, dann sollen wir zum Zeugnis den Staub unserer Füße von unseren Wegen abschütteln[42], den wir durch die Mühen, die wir ertrugen, zu euch gebracht haben, damit ihr gerettet werdet, und gehen in andere Häuser und Städte.

31. Kapitel

(1)Und in Wahrheit sagen wir euch: [43]Für das Land der Sodomer und Gomorrher wird es am Tage des Gerichts leichter auszuhalten sein als einem Ort des Ungehorsams: (2) erstens, dass ihr das Vernunftgemäße von ihm nicht wahrgenommen habt; zweitens, dass ihr, obwohl ihr das uns Betreffende gehört habt, nicht zu uns gekommen seid; drittens, dass ihr auch ungehorsam gewesen seid, obwohl ihr zu uns gekommen seid. (3) Deshalb haben wir euch unverdient geschont und euch um Frieden mit euch gebeten, um zu euch zu kommen. (4) Wenn ihr ihn also haben wollt, ist es nötig, dass ihr mutig auf euch nehmt, kein Unrecht zu tun und das Unrecht vornehm ertragt, was die Natur des Menschen nicht ertragen würde, wenn er nicht zuvor im Übermaß die Erkenntnis empfangen hätte, was das Erkennen der gerechten Natur dessen ist, der alles zusammenhält, denn er steht denen als Rächer bei, die Unrecht erleiden und erweist den Frommen stets Wohltaten.

32. Kapitel

(1)Folglich denkt ihr als Gottes Sklaven gut, da ihr das Vernünftige erkennt und den ihm gefälligen Lebenswandel annehmt, damit ihr so, ihn liebend und von ihm geliebt, stets das Nützliche innehabt. (2) Für ihn allein ist es nämlich das Möglichste zu gewähren, dem, der das Nichtseiende zum Sein[44] aufstellte, den Himmel schuf, die Erde verdichtete, das Meer[45] umgrenzte[46], das in der Unterwelt aufbewahrte und das All mit Luft erfüllte.

33. Kapitel

(1)Er allein bildete das erste und einfache Sein auf viererlei Art und umgekehrt, dann, nachdem er Zehtausende vermischt hatte, machte er Mischungen aus ihnen, so dass für die gebildeten und gemischten Naturen aus den Gegensatzpaaren Freude am Leben bewirkten. (2) Ebenso hat er allein mit einem Wink seines Willens die Völker der Engel und Geister geschaffen und die Himmel gestaltet; wie er auch die glänzende Feste mit Sternen geschmückt hat, auch die Bahnen legte er fest und ordnete den Lauf. (3) Die Erde verdichtete er für das Wachsen der Früchte, das Meer aber begrenzte er, er bestimmte die Heimstatt der Wassertiere. Was in der Unterwelt ist, bewahrt er, er benannte die Länder der Seelen[47]. Mit Luft erfüllte er das All, so dass alle Lebewesen zum Leben genug zum atmen haben.

34. Kapitel

(1)O, der großen Hand des weisen Gottes, die alles in allem[48] gemacht hat. Eine Menge nämlich von zehntausend Vögeln ist durch ihn geworden, und sie ist mannigfaltig, untereinander gänzlich verschieden, ich meine aber hinsichtlich der Farben, der Schnäbel, der Krallen, der Augen, der Kennzeichen, der Laute und alles des Übrigen. (2) Wie viele verschiedene Gestalten aber auch der unbegrenzt verschiedenen Pflanzen, verschieden an Farben, Eigenschaften, Düften. (3) Wie viele aber der Landtiere und der im Wasser, deren Formen, Gestalten, Vorkommen, Farben, Lebensweisen, Augen, Naturen, Menge unmöglich zu benennen ist. (4) Und noch die Menge und Höhe der Berge, die Unterschiede der Steine, fürchterliche Schluchten, Quellen, Flüsse, Häfen, Inseln,, Wälder, den ganzen Weltkreis und die unbewohnbaren Orte.

35. Kapitel

(1)Aber auch wie viel Unbekanntes gibt es, das dem Vermuten der Menschen entgeht. Wer von dem im Begreifen befindlichen Menschen kennt einen einzigen Berg? (2) Ich sage aber, wie der Himmel gekrümmt wird, wie die Sterne getragen werden und welche Gestalten sie haben und die Zusammensetzung, um zu leben und welches ihre luftigen Wege sind – (3) und woher auch die Geister der Winde ausgestoßen werden und die verschiedenen Kräfte haben – woher die Quellen unaufhörlich sprudeln und die unaufhörlich fließenden Flüsse ins Meer gelangen, und weder woher sie kommen wird es leer noch wohin sie gehen füllen sie auf – bis zur unendlichen Tiefe der unergründlichen Unterwelt – (4) über die sich der das All umgebende Himmel erhebt, wie die Wolken aus der Luft hervorgehen und in die Luft eingesogen werden, (5) was die Natur der Donner und Blitze, des Schnees, des Hagels, des Nebels, des Eises, der Stürme, des Regens, der oben schwebenden Wolken ist, wird ständig mit Genauigkeit vollendet.

36. Kapitel

(1)

(1)Ebenso wenn einer das alles genau mit dem Verstand betrachtet, wird er finden, dass Gott (es) wegen des Menschen gemacht hat, damit es sich der Mensch aneigne und sich die Lebewesen ernähren, dass es dem Menschen nütze – (2) und die Sonne scheint und wendet die Luft in vier Richtungen, damit jeder Zeitpunkt das Seine für den Menschen bereitstelle – und Quellen sprudeln, damit den Menschen Trank gegeben wird. Aber wer fürwahr herrscht nach Vermögen über die Schöpfung? (3) Hat nicht der Mensch Weisheit empfangen, um die Erde zu bebauen, im Meer zu segeln, schwimmende, fliegende Tiere zu jagen, den Lauf der Sterne zu berechnen, in der Erde Metalle zu fördern, das Meerwasser zu sieben, Städte zu errichten, Könige einzusetzen, Gesetze festzulegen, zu richten, den unsichtbaren Gott zu erkennen, Namen der Engel zu erfahren, Dämonen zu vertreiben, Krankheiten mit zu erprobenden Heilmitteln zu beenden, Besprechungen gegen giftiges Gewürm zu finden, Abneigungen zu bemerken?

37. Kapitel

(1)Wenn du, Mensch, gut denkst, Gott erkannt hast, der dir in allem Gutes getan hat, dass du unsterblich bist, während die, welche deinetwegen geschaffen worden sind, aus Wohlwollen das Bleiben haben. (2) Und um jetzt aber unvergänglich werden zu können, wenn du den erkennst, den du nicht bemerkt hast, wenn du den liebst, den du verlassen hast, wenn durch das Gebet nur ihm, der deinen Leib und deine Seele strafen und retten kann[49]. (3) Erkenne deshalb vor allem, dass keiner mit ihm herrscht, keiner an seiner Benennung Anteil hat. Deshalb wird er fürwahr Gott genannt. (4) Nur er nämlich wird (so) genannt und ist es, einen andern aber anzunehmen oder zu nennen, ist nicht erlaubt; wenn es aber jemand wagen sollte, wird seine Seele ewig bestraft.”

38. Kapitel

(1)Als Petros das gesagt hatte, sprach Simon außerhalb der Menge mit lauter Stimme: „Was willst du Lügner die dich umringende einfältige Menge betrügen, indem du sie überredest, dass es nicht erlaubt sei, Götter anzunehmen oder zu nennen, während die öffentlichen Schriften der Juden sagen, dass viele Götter seien? (2) Und jetzt will ich mit allen mit dir darüber streiten, ob man nach ihren Büchern Götter, annehmen muß, zuerst geht es um den Gott, von dem du gesprochen hast, nachdem ich gezeigt habe, dass er nicht der Höchste ist und alles vermag, weshalb er nicht vorherwissend ist, unvollkommen,, mangelhaft, nicht gut und vielen und zehntausend schwierigen Leiden unterworfen. (3) Wenn dies aus den Schriften gezeigt worden ist, wie ich sage, bleibt ein anderer außerhalb der Schriften, der vorhersehend ist, vollkommen, bedürfnislos, gut, frei von allen schwierigen Leiden, welchen du den Schöpfer genannt hast, der dem Entgegengesetzten unterworfen ist.

39. Kapitel

(1)Sogleich freilich wurde der nach seinem Bilde gewordene Adam, der blind geschaffen wurde und die Erkenntnis des Guten oder Bösen nicht hatte ausgeliefert und als Übertreter gefunden und aus dem Paradies hinausgeworfen und mit dem Tode bestraft[50]. (2) Entsprechend sagt auch der, welcher ihn geschaffen hatte, da er nicht von überall her sehen konnte, anlässlich des Untergangs von Sodom: `Kommt, und wir wollen hinabsteigen und sehen, ob sie sich so verhalten, wie das Geschrei über sie ist, das zu mir gelangt ist; oder nicht ,damit ich es sehe´[51] und zeigt damit, dass er unwissend ist. (3) Aber mit der Rede über Adam: Wir wollen ihn hinauswerfen, damit er seine Hand nicht etwa ausstrecke und greife nach dem Baum des Lebens und esse und lebe in Ewigkeit´ – der Ausdruck etwa zeigt seine Unwissenheit, aber der Zusatz: Dass er nicht etwa esse und lebe in Ewigkeit auch seinen Neid. (4) Und was geschrieben ist: ` Und es gereute Gott[52], dass er den Menschen geschaffen hatte´ und er änderte seine Gesinnung auch dass er unwissend ist; Das `er bereute´ ist ein Bedenken, mit dem einer, der, was er will, nicht weiß, welche Absicht, er sich vorgenommen hat, oder für einen Bereuenden, dem es nicht nach (seiner) Absicht verlaufen ist. (5) Und auch was geschrieben ist: `Und der Herr roch den angenehmen Duft´[53] ist ein Mangel, und sich über den Rauch des Fleisches zu freuen, ist nicht gut. Aber das Versuchen (wie geschrieben ist:´ Und der Herr versuchte den Abraham[54]´) des Bösen, ohne das Ende der Geduld zu kennen.”

40. Kapitel

(1)Ebenso meinte Simon aus den Schriften zu beweisen, dass Gott jedem Leiden unterworfen sei. Und Petros sagte dazu: „Wenn der Böse nichts liebt und so elend ist, sich selbst dessen, was er sündigt zu überführen, antworte mir!” und Simon sagte: „Er liebt nicht.” (2) Und Petros sprach: „ Wie kann also Gott als Böser und Elender mächtig sein, wenn doch mit seinem Willen das Böse, was gegen ihn aufgeschrieben ist, öffentlich bekannt machen?” Und Simon: „ Er lässt es zu, dass von anderen Kräften die Überführung gegen ihn aufgeschrieben wird.” (3) Und Petros sagte: „Dies wollen wir also zuerst erörtern. Wenn er sich aus eigenem Willen selbst überführt hat, wie die eingeräumt hast, ist er nicht elend; wenn aber von anderen Kräften, ist zu erörtern und mit aller Kraft zu untersuchen, ob etwa einer, der allein über allem gut ist, den Bösen unterworfen ist.”

41. Kapitel

(1)Und Simon: „Offenbar bist du einer, der ausweicht von der Überführung gegen deinen Gott in den Schriften zu hören.” (2) Und Petros: „Du selbst scheinst mir dies zu tun; nämlich der Reihenfolge der Erörterung entweichend, willst du nicht, dass eine wahrhaftige Untersuchung stattfindet. Daher gehe ich in der Reihenfolge vor und will zuerst das Niedergeschriebene verstehen, offenkundig will ich geradewegs voranschreiten.” (3) Und Simon: „Gib zuerst zu, ob das gegen den Schöpfer Geschriebene wahr ist und es keinen gibt, der über allem ist, gemäß den Schriften dem ganzen Elend unterworfen, und danach lass uns das Niedergeschriebene erörtern.” (4) Und Petros: „ Damit ich nicht als der erscheine, der dir in der Reihenfolge widerspricht und nicht erörtern will, antworte ich, dass, wenn das gegen Gott Geschriebene wahr sein sollte, beweist es keineswegs, dass Gott elend ist.” Und Simon sagte: „Wie kannst du das beweisen?”

42. Kapitel

(1)Und Petros: „Da mit den schlecht angeführten Aussprüchen die Entgegengesetzten (Aussagen) geschrieben ist, kann deswegen auch keins von beiden bestätigt werden.” (2) Und Simon: „Wie ist also das Wahre zu erkennen, wenn die Schriften einerseits sagen, er sei böse, andererseits er sei gut?” (3) Und Petros: „Einige der Aussprüche der Schriften, die mit der von ihm geschaffenen Schöpfung übereinstimmen, sind wahr, die aber das Entgegengesetzte (sagen) sind falsch.” (4) Und Simon sagte: „Wie kannst du beweisen, das die Schriften einander Widersprüchliches (enthalten)?” Und Petros sprach: „Du sagst, dass Adam blind geboren sei, was er nicht war; Einem Blinden konnte er nämlich nicht befehlend folgendes kundtun: `Von dem Baum zum Erkennen des Guten und Bösen sollst nicht essen!´”[55] (5) Und Simon: „Blind nannte er seinen Verstand.” Und Petros. „ Wie konnte er am Verstand blind sein, der, ehe er von der Frucht aß, übereinstimmend mit dem, der ihn geschaffen hatte, allen Lebewesen eigene Namen beigelegt hatte?” (6) Und Simon: „Wenn Adam Voraussicht besessen hätte, weswegen hat er nicht voraus gesehen, dass die Schlange seine Frau betrügen würde?” (7) Und Petros: „ Wenn Adam keine Voraussicht besessen hätte, wieso legte er dann seinen Söhnen als sie geboren wurden vor deren künftigen Taten Namen bei? Den ersten nannte er Kain, was mit ` Eifer´ übersetzt wird, der im Eifer seinen Bruder Abel um[56], was mit `Trauer´ übersetzt wird; über ihn als den ersten Ermordeten trauerten nämlich die Eltern.

43. Kapitel

(1)Wenn aber Adam als erstes Werk Gottes Voraussicht hatte, um wie viel mehr Gott, der ihn geschaffen hatte. (2) Und falsch ist was geschrieben ist: „Es reute Gott”[57], als ob er sich aus Unwissenheit des Nachdenkens bediene. (3) Auch fürwahr noch: `der Herr versuchte Abraham´[58], damit er erkennt, ob er standhaft ist. (3) Und was geschrieben ist: `Kommt, wir wollen hinabsteigen und sehen, wie das Geschrei über sie ist, das zu mir gelangt ist, oder nicht, damit ich es sehe´[59] – und damit ich die Rede nicht zu weit ausdehne, wie viele Aussagen seiner Unwissenheit oder etwas anderes Schwieriges man aufzählen mag, von anderen Aussagen werden diejenigen, welche Gegenteiliges besagen, als zerstörerische Lügen überführt. (4) da er aber wahrhaftig voraus sieht, spricht er zu Abraham: ` ich weiß, dass dein Same im fremden Land sein wird, und man wird ihn versklaven und ihm Böses antun und sie erniedrigen vierzig Jahre lang. Aber das Volk, dem sie dienen, werde ich richten. (5) danach aber werden sie hierher mit viel Gerät ausziehen. Du aber wirst im Frieden zu deinen Vätern eingehen,, in einem guten Alter zurückgekehrt. (6) In der vierten Generation aber werden sie hierher zurückkehren; Denn bis jetzt sind die Sünden der Amoräer nicht vollständig begangen.”[60]

44. Kapitel

(1)Was aber? Hat nicht auch Moyses die Sünden des Volkes vorher angezeigt und die Zerstreuung unter die Völker vorher offenbart? Wenn er aber Moyses das Vorherwissen gegeben hat, wieso hat er es selbst nicht? Er hat es aber. (2) Wenn er (es) aber hat, wie wir auch gezeigt haben, ist das „er bereute”[61]und „er wurde anderen Sinnes” und „ich will hinabsteigen und sehen” und was dergleichen geschrieben ist fehl am Platz; Was er aber vorhergesehen hatte, als er hinabstieg, bevor es geschah, führte durch weise Anordnung zum Erfolg, ohne dass er den Sinn geändert hatte.

45. Kapitel

(1)Es scheint aber, dass er Opfer nicht verlangt hat und dass die nach Fleisch verlangt hat zugleich mit dem Essen beseitigt worden sind und dass die Erzürnten auf dem Grab die Bezeichnung `Hügel der Begehrenden´ erhielten[62] (2) Anfangs zürnte er über das Opfer von Tieren, wollte nicht, dass sie geopfert werden, Opfer hat er nicht angeordnet, als ob er (sie) begehre, und Erstlinge verlangte er nicht; Ohne Opfer von Tieren können nämlich weder Opfer entrichtet noch Erstlinge dargebracht werden. (3) Wie aber können Finsternis und Dunkel und Sturm[63] zusammen sein mit dem, der den reinen Himmel hervorgebracht, die Sonne geschaffen und allen zahllosen Sternen die unveränderliche Ordnung der Umläufe bestimmt hat? (4) So, o Simon, zeigt die Handschrift Gottes (ich meine aber den Himmel) die reine und feste Kenntnis des Schöpfers.

46. Kapitel

(1)So werden die unterschiedlichen Aussagen Gottes, der den Himmel geschaffen hat, auch von den einander widersprechen Aussagen getilgt und von der Schöpfung überführt; sie wurden nämlich nicht von einer prophetischen Hand geschrieben, weshalb auch die aus der Hand Gottes, der das All geschaffen hat, als Widersprüche erscheinen.” Und Simon sagte: „Wie kannst du das beweisen?”

47. Kapitel

(1)Und Petros: „Gottes Gesetz wurde siebzig weisen Männern mündlich zur Überlieferung durch Moyses gegeben, damit es in der Nachfolge gebraucht werde, aber nach dem Abscheiden des Moyses wurde es von einem aufgeschrieben, keineswegs von Moyses; (2) in dem selben Gesetz ist nämlich geschrieben: `Und Moyses starb und man begrub ihn nahe beim Hause Fogor, und bis heute kennt keiner sein Grab[64]. (3) Und was war, dass der verstorbene Moyses schreibt: `Moyses starb´? Da es in dem in der Zeit (ungefähr vermutlich fünfhundert Jahre oder mehr) nach Moyses geschaffenen Tempel liegend gefunden wurde[65], und nach vermutlich weiteren fünfhundert Jahren wurde es weggetragen und unter Nabuchodonossor verbrannt und so vernichtet[66]. (4) Und ebenso ist es auch die vielfach verloren gegangen, und so ist die Voraussage des Moyses bewiesen, denn da er sein Verschwinden voraussah, hat er es nicht aufgeschrieben; Die es aufgeschrieben haben, weil sie das Verschwinden nicht vorausgesehen haben, wurden der Unwissenheit überführt, sie waren keine Gottessprecher.

48. Kapitel

(1)Und Simon: „Da das, was Gott betrifft (wie du gesagt hast) aus dem Vergleich hinsichtlich der Schöpfung zu erkennen ist, wie ist es dann möglich, das Übrige im Gesetz, das aus der Überlieferung des Moyses und mit Fälschungen vermischt ist, zu erkennen?” (2) Und Petros sprach: „Eine Perikope im geschriebenen Gesetz wurde auf Grund der Voraussicht Gottes unanstößig gekennzeichnet, so dass mit Weisheit zu zeigen ist, was von dem Geschriebenen wahr und was Lüge ist.” Und Simon: „ Welches ist dieses Zeichen für uns?”

49. Kapitel

(1)Und Petros sprach: „Ich werde es sofort sagen. In dem prophetischen Buch des Gesetzes ist für die Vollkommenen geschrieben:[67] `Der Oberste wird von Juda nicht weichen noch der Anführer aus seinen Lenden, bis der kommt, dessen es ist, und er ist die Sehnsucht der Völker.´ (2) Wenn also einer (merkt), dass der Oberste aus Juda gewichen und der Anführer gekommen ist und von den Völkern erwartet wird, so kann er erkennen, so kann er aus der Erfüllung erkennen, dass diese Perikope <…>[68] wahr ist und den Gekommenen erkennen; gehorcht er dessen Lehre, so wird er erkennen, was das Wahre der Schriften ist, was aber das Falsche.” (3) Und Simon: „ Ich stimme zu, dass du unsern Jesus meinst als den von den Schriften prophezeiten. Demnach gebe ich zu, dass es sich so verhält. Sage mir demnach, was er gelehrt hat, wie wir die Schriften unterscheiden?”

50. Kapitel

(1)Und Petros: „Weil das Wahre mit dem Falschen vermischt ist, erinnere ich daran, wie er sagte, als ihn die Saddukäer gefragt hatten:[69] ` Ihr, die ihr das Wahre der Schrift nicht wisst, irrt deshalb, weil ihr die Kraft Gottes nicht kennt.” Wenn er aber unterstellte, dass sie das Wahre der Schrift nicht wissen, dann ist offenbar, dass es auch Falsches gibt; (2) Aber auch wenn er sagt: [70]` Werdet brauchbare Geldwechsler!´ Nämlich hinsichtlich der bewährten und der gefälschten Wort. Auch wenn er sagt:[71] Warum erkennt ihr nicht das Vernünftige der Schriften? Machte er den Verstand derer fester, die selbständig urteilen.

51. Kapitel

(1)Offenbar ist, dass er zu den Schriftgelehrten und Lehrern der vorliegenden Schriften schickte, weil sie das Wahre des Gesetzes kannten.[72] (2) Er sagte aber auch:[73] ` Ich bin nicht gekommen, um das Gesetz aufzulösen´, und da es schien, dass er es auflöste, wies er darauf hin, dass das, was er auflöste, nicht zum Gesetz gehört. (3)Wenn er aber auch sagt: `Der Himmel und die Erde werden vergehen, ein Iota oder ein Häkchen des Gesetzes werden nicht vergehen ´,[74] dann wie er darauf hin, dass es nicht das wahre Gesetz ist, was vor dem Himmel und der Erde vergeht.

52. Kapitel

(1)Da also, während Himmel und Erde noch bestehen, die Opfer, die Königreiche, die Prophetien `unter den von Frauen Geborenen´[75] und dergleichen vergangen sind, weil sie nicht wegen Gottes Anordnungen bestanden ( deshalb sagt er nämlich:[76] `Jede Pflanze, die der himmlische Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerissen werden), (2) weshalb der, welcher der wahre Gottessprecher ist, gesagt hat:[77] `Ich bin die Tür des Lebens; Wer durch mich eingeht, geht in das Leben ein´, da es keine anderen Lehren gibt, die retten können. (3) Deshalb rief er mit den Worten:[78] `Kommt her zu mir, alle Mühseligen!´ Das ist: die, welche die Wahrheit suchen und sie nicht finden, und wiederum: [79]` Meine Schafe hören meine Stimme´ und anderswo: [80] `Sucht, und ihr werdet finden´, nämlich von der nicht offenkundig vorliegenden Wahrheit.

53. Kapitel

(1)Aber aus den Himmeln wurde als Zeuge eine Stimme gehört:[81] ` Dieser ist mein geliebter Sohn, der mir gefällt, hört auf ihn! ´ (2) Und da er außerdem noch mehr die Gottessprecher überführen wollte, welche sie in die Irre leiteten, wobei er bestätigte, dass von ihnen zu lernen sei, welche die Wahrheit begehrten, ohne zum Ziel zu gelangen, legte er folgendes dar:[82] `Viele Gottessprecher und Könige haben das zu sehen begehrt, was ihr seht und das zu hören begehrt, was ihr hört.´ (3) Dann sagte er noch:[83] ` Ich bin der, von dem Moyses prophezeite, als er sprach: Gott der Herr wird aus euren Brüdern einen Gottessprecher erwecken wie auch mich; hört auf ihn in jeder Hinsicht. Wer aber nicht auf jenen Gottessprecher hört wird sterben. ´. [84]

54. Kapitel

(1)Von daher ist es unmöglich, ohne seine Lehre durch rettende Wahrheit zu bestehen, auch wenn einer ewig sucht, wo das Gesuchte nicht ist. Es war aber und ist in dem Wort unseres Jesus. (2) Übrigens das Wahre des Gesetzes, welches den forschenden Saddukäern[85] bekannt ist, gemäß dem Wort des Moyses, dass ein siebenmal Geschiedener heiratet, hat er gesagt: [86]`Moyses hat es euch wegen eurer Herzenshärtigkeit hinterlassen; von Anfang an ist es nämlich nicht so gewesen. Als er nämlich am Anfang den Menschen schuf, machte er ihn männlich und weiblich.

55. Kapitel

(1)Denen, die meinen (wie die Schriften lehren), dass Gott schwört[87], sagte er:[88] ` Es sei euer Ja ein Ja, das Nein ein Nein; was nämlich mehr ist als diese, ist vom Bösen. ´ (2) Und denen, die sagen, dass Abraham und Isaak und Jakob gestorben seien, hat er gesagt:[89] ` Es gibt keinen Gott der Toten, sondern der Lebenden. Denen aber, die meinen, dass Gott auf die Probe stellt (wie die Schriften sagen[90]), sagte er: ` Der Böse ist der, welcher auf die Probe stellt[91] der auch ihn auf die Probe gestellt .hatte[92]. (3) Denen aber, die voraussetzen, dass Gott nicht voraussieht, sagte er: `Euer Vater im Himmel weißnämlich, was ihr von alledem braucht[93], ehe ihr ihn bittet.´ (4) Denen, die glauben (wie auch die Schriften sagen), dass Gott nicht alles sieht, sagte er: `Betet im Verborgenen[94] und sprach: ` Und der Vater, der ins Verborgene sieht, wird euch vergelten.

56. Kapitel

(1)Denen aber, die meinten, dass er nicht gut sei, sagte er:[95] `Welcher von euch, den der Sohn um Brot bittet, wird ihm etwa einen Stein geben? Oder auch, wenn er um einen Fisch bittet, wird ihm eine Schlange geben? (2) Wenn also ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute gaben zu geben wisst, um wie vielmehr wird euer himmlischer Vater denen, die ihn bitten und seinen Willen tun, Gutes geben.´ (3) Denen aber, die sicher waren, dass er im Tempel sei, sagte er:[96] `Schwört nicht beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, auch nicht bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße.´(4) Denen aber, die voraussetzten, dass Gott Opfer verlange, sagte er:[97] `Gott will Barmherzigkeit und nicht Opfer, seine Erkenntnis und nicht Brandopfer.´

57. Kapitel

(1)Denen, die überzeugt waren, dass er böse sei (wie die Schriften sagen), sagte er:[98] ` Nennt mich nicht gut; gut ist nämlich einer.´ Und wiederum:[99] `Seid gut und barmherzig wie der Vater in den Himmeln, der die Sonne über Gute und Böse aufgehen lässt und den Regen über Gerechte und Ungerechte bringt.´ Denen aber, die getäuscht waren, viele Götter zu vermuten (wie auch die Schriften sagen), sagte er:[100] `Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist ein Herr.´”

58. Kapitel

(1)Sogleich als Simon bemerkte, dass Petros ihn mit den Schriften in die Enge trieb, um zu verkünden, wie Jesus gelehrt hatte, wollte er nicht, dass es zu einer Prüfung hinsichtlich des Wortes Gottes komme, und fürwahr, nachdem Petros erfahren hatte, wie Simon selbst die Prüfung würdigte, dass sie zur Nachforschung und zum Bescheid geschehe. (2) Übrigens dauerte das Streitgespräch drei Tage. Als aber der vierte Tag dämmerte, setzte er sich in der Nacht nach Tyros in Phönikien in Bewegung. (3) Und nach wenigen Tagen kamen einige, die Petros voraus gereist waren und sagten: „Simon hat große Wunder in Tyros vollbracht und viele von denen dort in Erstaunen versetzt und dich durch viele Beschuldigungen verhasst gemacht.”

59. Kapitel

(1)Nachdem Petros das gehört hatte, machte er, dass die Menge der Zuhörer in der kommenden Nacht zusammenkam. (2) Sowie sie zusammen gekommen waren, sagte er: (2) „Da ich zu den Völkern gereist bin, welche meinen, dass es viele Götter gebe, um zu verkünden und zu lehren, dass ein Gott ist, der den Himmel und die Erde geschaffen hat und alles, was darin ist, dass die ihn lieben gerettet werden können, ist mir die Bosheit nach dem Gesetz der Gegensatzpaare zuvor gekommen, indem sie Simon vorausgeschickt hat, damit , wenn sie aufhören zu sagen, dass viele Götter sind, indem sie die auf der Erde verachten, meinen, (3)dass es im Himmel viele Götter gebe, damit diejenigen, welche niemals das Gute der Alleinherrschaft ehren, nach einer Strafe völlig zugrunde gehen.(4) Und was das Fürchterlichste, da das wahre Wort eine unvergleichliche Kraft hat, vorweg nehmend, überzeugt er sie durch die Vorwürfe, mich von vornherein nicht anzunehmen, damit nicht der Ankläger als der wirkliche Teufel[101] überführt wird und das wahre Wort dargetan und geglaubt werden kann. (5) Es ist aber nötig, dass ich ihn schnell einhole, damit die Beschuldigung nicht eingewurzelt und allgemein alle ergreift.

60. Kapitel

(1)Da es also nötig ist, jemanden einzusetzen, der meinen Platz einnimmt, wollen wir alle Gott um eine Wahl bitten, dass er den wirklich Besten unter uns selbst offenbar mache, damit er, auf den Stuhl des Christos gesetzt, seine Gemeinde fromm verwalte. (2) Wer wird also eingesetzt? Durch Gottes Willen wird nämlich jener glückselige Mensch bezeichnet, den sein Herr erwählt hat zum Dienst an seinen Mitsklaven, um ihnen die Speisen zu ihrer Zeit[102] zu reichen, ohne zu denken und zu sagen: [103]`Mein Herr verspätet sich anzukommen. (3) < Und er beginnt seine Mitsklaven zu schlagen, isst und trinkt auch mit Huren und Betrunkenen. Und der Herr jenes Sklaven kommt zu einer Stunde, in der er (ihn) nicht erwartet, und an einem Tage, den er nicht kennt, und er wird ihn in zwei Teile zerhauen und seinen Teil, weil er untreu war, zu den Heuchlern legen.>

61. Kapitel

(1)Wenn einer der Dabeistehenden, der den Eigensinn der Menschen steuern kann, zurückweicht, weil er nur an seine eigene Ruhe denkt, und zu hören erwartet:[104] ` Böser und fauler Sklave, du hättest du mein Geld bei den Bankiers hinterlegen müssen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine gefordert; werft den nutzlosen Sklaven in die äußerste Finsternis! (2) Und es ist vernünftig. Du nämlich, Mensch, sollst meine Worte wie Geld bei den Bankiers hinterlegen und wie Besitztümer schätzen. (3) Die menge der Glaubenden muss also einem einzigen gehorchen, damit sie so in Eintracht aushalten kann. (4) Von Anfang an nämlich besteht eine Führung durch eine einzige Macht nach dem Bilde der Alleinherrschaft (Gottes), dass diejenigen, welche sich ihr fügen, die gute Ordnung des Friedens genießen, dass aber alle, welche die Herrschaft lieben < das Kriegführen>[105] einem allein nicht erlauben wollen, und eine Ursache einer Spaltung entfällt auch.

62. Kapitel

(1)Außerdem überzeuge man sich durch die vor Augen liegenden Ereignisse, wie jetzt ununterbrochen auf Erden Kriege stattfinden, weil es viele Könige gibt. Jeder hat nämlich jeder einen Grund zum Krieg gegen einen andern. (2) Wenn aber einer Anführer des Ganzen ist, hat er keinen Grund zum Kriegführen und hält ewigen Frieden. (3) Als oberste Gewalt hat Gott wenigstens für diejenigen, welche. nach dem ewigen Leben verlangen, einen als König des Ganzen bestimmt, damit durch Alleinherrschaft ununterbrochener Friede sei. (4) Es ist also nötig, dass alle einem als Wegführer folgen, den sie als Bild Gottes verehren, dass er der Führer sei, der den Weg kennt, der zum Eingang in die heilige Stadt[106] führt.

63. Kapitel

(1)Welchen andern als Zakchäos soll ich aus den Anwesenden wählen, zu dem auch unser Herr eingegangen ist und sich ausruhte, weil er urteilte, dass er wert sei, gerettet zu werden[107]?” Und als er dies sagte, legte er dem Zakchäos die Hand auf und nötigte ihn, auf seinem Stuhl Platz zu nehmen. (2) Aber Zakchäos fiel zu seinen Füßen nieder und bat , dass er ihm das Herrschen erlasse, wobei er sagte: „ Was immer ein Oberster tun muss, werde ich tun, nur erlaube mir, dass ich nicht diesen Namen trage; ich scheue mich nämlich, mit dem Namen der Herrschaft bekleidet zu werden: er ist nämlich angefüllt mit bitterem Neid und Gefahr.

64. Kapitel

(1)Und Petros sprach: „Wenn du es scheust, dass „Oberster” nicht gut sei, sondern als der Vorsitzende, was genannt zu werden vom Herrn gegeben wurde, als er sprach:[108] „ Glückselig ist jener Mensch, den sein Herr beim Dienst an seinen Mitsklaven findet, (2) Wenn du aber überhaupt nicht willst, dass erkannt wird, dass du die Vollmacht zur Verwaltung hast, scheinst du mir nicht zu wissen, dass die anerkannte Vollmacht des Vorsitzenden viel für die Scheu der Menge vermag. Wie nämlich dem, der die Vollmacht empfangen hat jeder gehorcht als dem, der große Gewalt über das Gewissen hat. (3) Was aber? Weißt du nicht sicher, dass du nicht wie die Obersten der Völker zu herrschen hast[109], sondern wie ein Sklave, der ihnen unterstellt ist, wie ein Vater <für die Ungerechten>[110] , wie ein untersuchender Arzt, wie ein bewachender Hirte, kurz gesagt, der alle Gedanken für ihre Rettung hat? Meinst du denn, dass ich nicht weiß, welche Last aufzunehmen ich dich zwinge, ich keine Bedenken trage, daß du von der Menge beurteilt wirst, denen zu gefallen man hilflos ist? Gott aber zu gehorchen macht einen gut Handelnden sehr mächtig[111]. Deshalb bitte ich, (es) mutig aufzunehmen wegen Gott, wegen Christos, für die Rettung der Brüder, für ihre Verwaltung und deinen Nutzen.

65. Kapitel

(1)Auch das Andere ist zu bedenken, dass wie es Last und Gefahr ist, die Gemeinde des Christos zu leiten, umso mehr Lohn hat es. Außerdem ist die Strafe größer für den, der es vermag und ungehorsam ist. (2) Ich will also, da ich weiß, dass du gebildeter bist als die Anwesenden, gute Erkenntnisse bietest, welche von dem Herrn anvertraut sind, damit du hörst:[112] „ Ei, du guter und treuer Sklave” und nicht wie der, welcher das eine Talent verborgen hatte, einen Vorwurf erhältst und offensichtlich einer Strafe unterworfen wirst. (3) Wenn du aber nicht als guter Wächter der Gemeinde eingesetzt werden willst, dann nenne einen andern statt dir, der gelehrter und zuverlässiger ist als du. (4) Doch du wirst es nicht gewähren; du bist nämlich bei dem Herrn gewesen und hast die wunderbaren taten erzählt und die Verwaltung der Gemeinde gelernt.

66. Kapitel

(1)Und dein Werk ist, zu befehlen was sein muss, der Brüder sich zu fügen und nicht ungehorsam zu sein. Die sich fügen werden also gerettet werden, Ungehorsame aber werden von Christos bestraft werden, denn der Vorsitzende ist an der Stelle des Christos bestellt. (2) Deshalb gelangen Ehrung oder Hochmut gegenüber dem Vorsitzenden zu Christos, von Christos aber werden sie zu Gott gebracht. (3) Das habe ich aber gesagt, damit auch die Brüder selbst ihre Gefährdung wegen eines Ungehorsams dir gegenüber nicht im Unwissen sind, denn, wer dir, wenn du befiehlst, ungehorsam ist, der ist Christos ungehorsam, wer aber Christos ungehorsam ist, erzürnt Gott.

67. Kapitel

(1)Es ist also nötig, dass die Gemeinde wie eine hochgebaute Stadt[113] eine fromme Ordnung und gute Verwaltung hat. Vor allem soll der Bischof bei allem, was er sagt, gehört werden. (2) Die Ältesten sollen sich bemühen, dass dasjenige, was befohlen wird, geschieht. Die Diakone, die umhergehen, sollen auf die Leiber und Seelen der Brüder achten und dem Bischof berichten. (3) Alle übrigen Brüder sollen Unrecht ertragen; Wenn sie aber eine Entscheidung hinsichtlich des ihnen widerfahrenen Unrechts wollen, dann sollen sie sich bei den Ältesten einfinden, und die Ältesten sollen die Entscheidung dem Bischof vortragen.

68. Kapitel

(1)Sie sollen nicht nur auf die Verheiratung der jungen Leute dringen, sondern auch auf die der Älteren, damit nicht die Absicht der Unzucht oder des Ehebruchs als Pest in die Gemeinde eindringe. (2) Mehr als jede (andere) Sünde betrübt Gott nämlich die Gottlosigkeit des Ehebruchs, denn sie beseitigt nicht nur den Sünder selbst, sondern auch die Tischgenossen und Mitstreiter. Es ist nämlich der Tollwut gleich, denn es hat die Eigenart, den eigenen Wahnsinn weiterzugeben. (3) Sie sollen deshalb die Gabe der Besonnenheit fördern, dass sie die Ehe schließen, nicht nur die Ältesten, sondern alle, denn die Sünde dessen, der die Ehe gebrochen hat, setzt sich mit Gewalt durch, über alle zu kommen. (4) Also ist die Förderung der Besonnenheit bei den Brüdern die erste Barmherzigkeit. Sie ist nämlich eine Heilung der Seele[114]. Ruhe ist nämlich eine Speise des Leibes.

69. Kapitel

(1)Ebenso, wenn ihr die Brüder liebt, sollt ihr nichts von ihnen wegnehmen, sondern von dem, was ihr habt, abgeben; ihr sollt nämlich[115] Hungrige speisen, Durstigen Getränk reichen, Nackte kleiden, Kranke besuchen, Gefangenen nach Möglichkeit helfen, Fremde gern in die eigenen Wohnungen aufnehmen, niemanden hassen. (2) Wie man aber fromm zu sein hat, das wird euch als Wohldenken euer Verstand lehren. Vor allem aber sollt ihr (wenn es schon nötig ist, euch zu sagen), beständiger zusammen kommen, möglichst stündlich, jedenfalls an den für die Versammlung festgesetzten Tagen. (3) Wenn ihr das nämlich tut, seid ihr in den Mauern der Zuflucht. Die Absonderung ist nämlich der Ursprung des Untergangs.(4) Niemand soll sich also aus niedriger Gesinnung gegenüber einem Bruder vom Zusammenkommen fernhalten., Sollte sich nämlich jemand vom Zusammenkommen fernhalten, dann wird er zu denen gerechnet, welche die Gemeinde des Christos zerstreuen[116] und wird bestraft werden wie einer von denen, die gegen die Schüler des Christos sind.(5) Er wird mit den Ehebrechern ausgestoßen werden. Er hat sich nämlich durch den Geist in ihm unter einem Vorwand selbst und abgesondert und hat dem Bösen gegen sich Platz gemacht, um ein Schaf zu rauben[117], das sich außerhalb der Hürde befunden hat.

70. Kapitel

(1)Hört außerdem auf euren Bischof und werdet nicht müde, ihm alle Ehre zu erweisen, da ihr wisst, dass sie durch die Absicht auf ihn zu Christos getragen wird, von Christos aber zu Gott empor getragen und dem, der sie erweist vielfach vergolten wird. (2) Also werdet ihr den Thron des Christos ehren; Denn ihr wurdet auch ermahnt den Stuhl des Moyses zu ehren[118], auch wenn die Vorsitzenden Sünder genannt werden.(3) Und dies ist euch hinreichend gesagt worden; ihm[119] aber meine ich genug zu sagen, wie man makellos lebt, da er wie ich belehrt worden ist und ein bewährter Schüler wurde.

71. Kapitel

(1)Übrigens, Brüder, einige brauchen nicht andauernd zu hören, sondern denken auch von sich aus das Vernünftige. Nur Zakchäos gibt sich euch ganz mit seiner Tätigkeit hin, Obwohl er leibliche Bedürfnisse hat und sich nicht schont, wie kann er die notwendige Nahrung beschaffen? (2) Ist es nicht das Vernünftige, dass ihr alle für seinen Lebensunterhalt Vorsorge trefft, ohne dass er euch ständig bitten muss? Das ist nämlich die Sache eines Bettlers; Er würde aber eher Hungers sterben, als dass er bereit wäre, das zu tun. (3) Und wie wollt ihr denn auch Rechenschaft ablegen, wenn ihr nicht bedenkt, dass ein Arbeiter seines Lohnes wert ist[120]? Und keiner soll sagen: Wird also nicht das umsonst empfangene Wort verkauft? ´Keineswegs. (4) Wenn nämlich einer das hat, wovon er das zum Leben (Notwendige) erhält, der verkauft das Wort, wenn aber einer das für das nicht hat, dann erhält er Nahrung, wie auch der Herr, als er nichts hatte und dann alles haben würde, bei den Mahlzeiten und Freunden empfing ohne zu sündigen. (5) Ehrt also folglich sie Ältesten, Katecheten, tüchtige Diakone, die Witwen, welche anständig gelebt haben, die Waisen als Kinder der Gemeinde; Wenn es aber auch für einen Vorgang nötig ist, sollt ihr alle zugleich zusammenlegen! (6) Erfüllt eure Pflichten gegeneinander, ohne zu zögern, um die eigene Rettung zu erwarten.”

72. Kapitel

(1)Und als er das gesagt hatte, legte er dem Zakchäos die Hand auf mit den Worten: „ Gebieter und Herr des Alls, Vater und Gott, bewache du den Hirten mit der Herde, (2) Du bist die Vorsehung, du bist die Kraft, wir sind die Hilfsbedürftigen, du bist der Helfer[121], der Arzt[122], der Retter[123], die Mauer[124], das Leben, die Hoffnung, die Zuflucht[125], die Freude, die Erwartung[126], die Ruhe (zusammenfassend gesagt:) du bist alles für uns.(3) Bewirke das Dasein unserer Rettung in Ewigkeit, erlöse, bewahre. Du vermagst alles. Du bist nämlich der Oberste der Obersten und Herr der Herren, Gebieter der Könige[127]. (4) Gib dem Vorsitzenden Macht zu lösen, was gelöst werden muss und zu binden, was gebunden werden muss[128], du machst weise; du bewahrst durch ihn wie durch ein Werkzeug die Gemeinde deines Christos als schöne Jungfrau. (5) Dein ist nämlich die ewige Herrlichkeit, ein Gesang des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes für alle Weltalter. Amen.”

73. Kapitel

(1)Und nachdem er das gesagt hatte, sprach er danach folgendes: „Die ihr getauft werden wollt, beginnt vom Morgen an zu fasten, und am Tage wird euch die Hand aufgelegt, und deswegen wollt ihr befragt werden. Zehn Tage will ich nämlich noch auf euch warten.” (2) Nach drei Tagen aber begann er zutaufen, nachdem mich Akylas und Niketas gerufen hatten, und er sprach: „ Ich will in sieben Tagen nach Tyros reisen, wenn ihr von hier weggegangen seid, die ihr von der Kanaanäerin Bernike, der Tochter von Iuste heimlich aufgenommen wurdet, von ihr das, was Simon betrifft sorgfältig gelernt habt, um es fürmich aufzuschreiben. (3) Vieles wurde nämlich fürmich zusammengetragen, so dass ich es dazu zusammenfüge. Geht deshalb im Frieden von ihr. Und nachdem er ihn hatte taufen lassen, wie er angeordnet hatte, brachte er ihn nach Tyros in Phönikien.

[01] E: die Gottlosigkeit
[02] V: Matth 15,26
[03] V: Matth 12,31 = Marc 3,28 = Luc 12,10
[04] T: Das in Spitzklammern Gesetzte ist ein gestörter Text
[05] T: Das in Spitzklammern Gesetzte ist ein gestörter Text
[06] V: Hes 3,18 -22
[07] V: Jes 45,21
[08] Ü: nicht übersetzbar
[09] V: Zu Vers 2 bis 3: Matth 24,2 = Marc 13,2
[10] V: Matth 24,34;Luc19,43
[11] T: Eine Konjektur liest hier: „mit einer Decke von Allegorien“, was einen besseren Sinn ergibt
[12] V: Dt 32,7
[13] T: Eine Konjektur liest statt „Zeit“: „Thron“
[14] V: Matth 23,2 – 3
[15] V: Matth 23,13; Luc 11,52
[16] E: Gnosis
[17] V: Matth 7,14; Joh 10,9
[18] V: Eph 3,9
[19] V: Apgesch 20,28
[20] T: Lücke im Text
[21] V: Zu Vers 3 bis 4: Matth 5,44 = Luc6,27; Röm 12,14
[22] V: Ps 89,21
[23] V: Gen 2,7
[24] V: Gen 2,19
[25] V: Gen 2,16
[26] V: Röm 1,23
[27] V: Matth 11,11
[28] V: Matth 4,9
[29] V: Matth 13,12
[30] V: II.Tim 3,7
[31] V: Gen 4,1
[32] V: Gen 4,1
[33] V: Joh 8,44
[34] V: Gen 4,6 –10; Joh 8,44
[35] V: Gen 4,21 – 22
[36] V: Matth 5,4
[37] V: OffbJoh 2,25; 3,11
[38] V: Matth 25, 14 – 30 = Luc 19,12 – 27;
[39] V: I.Sam 15,22; Hos 6,6; Spr 16,7; Matth 9,13; 12,7; Hebr 10,5
[40] V: Hebr 3,11
[41] Ü: hier steht noch: „des im Übermaß Sammelnden“,
[42] V: Matth 10,12 – 14 = Luc 10,5 – 11
[43] V: Matth 11,24
[44] V: Röm 4,17
[45] V: Ijob 38,8
[46] V: Gen 1; Jes 48,13
[47] V: Gemeint sind mit den Seelen hier die Menschen
[48] V: I.Kor 15,28; Eph 1,23
[49] V: Matth 10,28
[50] V: Gen 3,22
[51] V: Gen 18,21
[52] V: Gen 6,6
[53] V: Gen 8,21
[54] V: Gen 22,1
[55] V: Gen 2,17
[56] V: Gen4,8
[57] V: Gen 6,6
[58] V: Gen 22,1
[59] V: Gen 18,21
[60] V: Gen 15,13 – 16
[61] V: Gen 6,6
[62] V: Nu 11,4 -34
[63] V: Dt 4,11
[64] V: Dt 34,5 – 6
[65] V: II.Kön 22,8; II.Chr 34,14
[66] V: I.Kön 9,8;
[67] V: Gen 49,10
[68] T: Lücke im Text
[69] V: Matth 22,29 = Marc 12,24
[70] V: I.Thess 5,21?
[71] V: Ein außerhalb des NT überliefertes angebliches Jesuswort
[72] V: Matth 23,2 -3
[73] V: Matth 5,17
[74] V: Matth 5,17 – 18; 24,35; Marc 13,30 -31
[75] V: Matth 11,11
[76] V: Matth 15,13
[77] V: Joh 10,9
[78] V: Matth 11,28
[79] V: Joh 10,27
[80] V: Matth 7,7 = Luc 11,9
[81] V: Matth 3,17 = Marc 1,11 = Luc 3,22; Matth 17,5 = Marc 9,7 = Luc 9,35
[82] V: Matth 13,17 = Luc 10,24
[83] V: Joh 5,46
[84] V: Dt 18,15; Apgesch 3,22 – 23
[85] V: Matth 22,23 = Marc 12,18 = Luc 20,27
[86] V: Matth 19,4 – 8 = Marc 10,2 – 9
[87] V: Ps 89,36; 110,4
[88] V: Matth 5,37; Jac 5,12
[89] V: Matth 22,32 = Marc 12,26 –27 = Luc 20,37 -38
[90] V: Gen 22,1;
[91] V: I.Thess 3,5; Jac1,13
[92] V: Matth 3,4 – 11 = Marc 1,12 – 13 = Luc 4,1 – 13
[93] V: Matth 6,32 = Luc 12,30
[94] V: Matth 6,6
[95] V: Matth 7,9 – 11= Luc 11,11 – 13
[96] V: Matth 5,34 – 35
[97] V: Matth 9,13; 12,7; I.Sam 15,22; Hos 6,6; Spr 16,7(LXX)
[98] V: Matth 19,17 = Marc 10,18 = Luc 18,19;
[99] V: Matth 5,45 = Luc 6,36
[100] V: Marc 12,29; Dt 6,4
[101] E: Hier steht das Wort διαβολοσ, d.h. „Ankläger“ und meint an dieser Stelle den Teufel. (das deutsche Wort „Teufel“ ist ein Lehnwort des griechischen διαβολοσ). Zuvor steht διαβαλλων, was wörtlich dasselbe bedeutet (Partizip Praesens aktiv von διαβαλλειν: „anklagen“. Mit den verschiedenen Formen dieses Wortes spielt also der Verfasser, der so sagen will, dass hinter denen, die Petros anklagen, der Teufel steckt.
[102] V: Ps 145,15; Matth 24,45
[103] V: Matth 24, 48 – 51 = Luc 12,45 – 46
[104] V: Matth 25, 26 – 27. 30 = Luc 19,23
[105] T: In Spitzklammern steht eine Konjektur für eine Lücke im Text
[106] V: Offb 3,12; 21,10
[107] V: Luc 19, 5. 9
[108] V: Matth 24, 45 – 46 = Luc 12,42 – 43
[109] V: Matth 20,5
[110] T: In Spitzklammern steht eine gestörte Lesart
[111] T: Diese Übersetzung des Satzes ist ein Versuch, dem offensichtlich gestörten Text gerecht zu werden
[112] V: Matth 25, 21. 23
[113] V: Matth 5,14
[114] Ü: Möglich ist auch die Übersetzung „Dienst an der Seele“
[115] V: Matth 25,35 -36
[116] V: Matth 12,30
[117] V: Joh 10,12
[118] V: Matth 23,2 – 3
[119] V: Zakchäos
[120] V: Matth 10,8
[121] V: Ex 15,2; 18,4; Ps 9,10
[122] V: Ex 15,26
[123] V: Ps 25,5
[124] V: Sach 2,9
[125] V: Ps 71,3. 5; 90,1
[126] V: Gen 49,10
[127] V: I.Tim6,15; OffbJoh 17,14
[128] V: Matth 16,19