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Habakuk

Einleitung

Über die Person Habakuks ist weder der nach ihm benannten Schrift noch anderen alttestamentlichen Schriften etwas zu entnehmen. Er wird in 1,1 als aybn (spr. „nabi”) bezeichnet, also als Gottessprecher, als Prophet. Ob das bedeutet, dass er ein im Tempel angestellter Kultprophet anzusehen sei, ist früher gelegentlich erörtert worden, aber man ist von dieser Annahme allgemein abgekommen. Die Zeit seines Wirkens dürfte die Zeit sein, in der Babylon die assyrische Weltmacht abgelöst hatte, und so sehr man in Juda wie in den anderen Kleinstaaten des syrischen Raumes darüber froh war, zeigte sich doch das erstarkende Babylon als neue Gefahr am Horizont. 625 v. Chr hatte sich Nabopolassar von Babylon gegen die Assyrer erhoben, 612 wurde Ninive von Babyloniern und Medern zerstört. Dem Pharao Necho missfiel das Aufkommen einer neuen Großmacht im Osten, die ihm seine Ansprüche auf Syrien Palästina streitig zu machen imstande sein könnte. Während Nabopolassar noch damit beschäftigt war, im Jahre 609 Aschur –Uballit, den letzten König von Assur zu besiegen und gegen widerspenstige Bergvölker zu kämpfen, marschierten die Ägypter in Palästina ein. Josia von Juda wehrte sich gegen das Eindringen der Ägypter in sein Gebiet und stellte sich ihnen bei Megiddo entgegen. Josia fiel in dieser Schlacht, der Pharao siegte und zog weiter, nicht ohne zuvor Josias Sohn Eljakim als König von Juda bestätigt und seinen Namen in „Jojakim” umgewandelt zu haben, nachdem er zuvor Josias anderen Sohn, der seines Vaters Thron eingenommen hatte, abgesetzt hatte Ägypten sah sich also als Vormacht im syrisch-palästinischen Raum an. Necho besetzte noch im gleichen Jahr Karkemisch am oberen Euphrat, wo ihn die Babylonier belagerten und besiegten. Damit war Babylonien als die neue Großmacht im Osten etabliert. Dadurch sah sich das Königreich Juda von neuem bedroht, nachdem gerade die assyrische Herrschaft zu Ende gegangen und die ägyptische nicht zum Zuge gekommen war. Diese Bedrohung durch Babylon sollte sich bald als real erweisen. Zunächst mussten die Babylonier, die nach Ägypten vorgedrungen waren, dort eine Niederlage einstecken, dann führten sie Kriege gegen arabische Stämme, ehe sie sich gegen Juda wandten. Hier hatte nämlich Jojakim gegen die Warnungen Jeremias Verbindungen mit Ägypten geknüpft, was Nebukadnezar, dem Sohn und Nachfolger Nabopolassars natürlich nicht gefiel. Anscheinend ohne auf großen Widerstand zu stoßen, besetzte er am 16.März 597 Jerusalem kurz nachdem Jojakim gestorben war und sein Sohn Jojakin die Nachfolge angetreten hatte. Der wurde samt Familie und vielen Beamten und 7000 wehrfähigen Männern nach Babylon deportiert. Unter den Deportierten war auch der Prophet Hesekiel. Außerdem wurden hohe Tributzahlungen auferlegt, die nur durch schmerzliche Eingriffe in den Tempelschatz erfüllt werden konnten. Jojakins Onkel Mathanja wurde von Nebukadnezar als König eingesetzt .Er bekam dabei einen anderen Namen: Zedekia. Der fiel in der Hoffnung auf ägyptische Hilfe von Nebukadnezar ab, und das führte zur Katastrophe im August 586: Stadt und Tempel wurden nach längerer Belagerung zerstört und erhebliche teile der Bevölkerung wurden nach Babylonien deportiert. Das babylonische Exil begann.

In die Zeit zwischen 609 und 597 muss die Wirksamkeit Habakuks fallen. Er hat also gleichzeitig mit Jeremia und bald nach Nahum gewirkt. 1,6 sieht er die mydsk, die Chaldäer, d.h. die Babylonier drohend nahen, und zwar als Strafe für all das Unrecht, was geschehen ist (1,2 – 4). Dabei muss es sich wohl um Unrecht innerhalb Judas gehandelt haben, kaum um das, was die Assyrer angerichtet hatten. Allerdings werden 2,6 – 20 auch die nun folgenden Untaten der babylonischen Sieger angeklagt. Die Schrift mündet im dritten Kapitel in ein Gebet, in welchem die rettende Erscheinung Gottes, also eine Theophanie, geschildert wird.

In der älteren Forschung[01] wurde auch ein anderer zeitlicher Ansatz vertreten. Danach kam die Bedrohung nicht von den Babyloniern, sondern von Alexanders Makedonen und Griechen nach der Schlacht bei Issos 333 v.Chr. Allerdings musste dazu ein Eingriff in den Text vorgenommen werden: man las in Vers 6 nicht mydsk, sondern mytk (spr. „Kittim”), die Bezeichnung für die Griechen.

Davon scheint heutzutage nicht mehr die Rede zu sein, wohl aber gibt es verschiedene Sichten vom Werden der Schrift. Einerseits wird vorausgesetzt, dass die Schrift – von kleineren Ergänzungen abgesehen – einheitlich sei[02], während andererseits ein längeres Wachstum vorausgesetzt wird[03]. Grund bestand ist danach die Verkündigung Habakuks gegen die Oberschicht und das Königshaus hinsichtlich der sozialen Verwerfungen und die Ankündigung der babylonischen Invasion. Die üblen Erfahrungen, welche die Juden ab 586 mit den Babyloniern machen mussten führten dann zu der Erweiterung in 2,6 – 20, die im Exil vorgenommen wurde. Eine noch jüngere Erweiterung ist das 3, Kapitel, das im Stil der Psalmen gehalten ist und inhaltlich schon einen Übergang zur Apokalyptik darstellt.

Übersetzung

Ausgangstext der Übersetzung ist die Biblia Hebraica Quinta Band 13, Stuttgart 2010

1. Kapitel

(1) Ausspruch, welchen Chabaquq[04], der Gottessprecher schaute.

(2) Wie lange, Jahwe rufe ich um Hilfe, und du hörst nicht;

ich schreie zu dir: „Gewalttat!”, und du hilfst nicht

(3) Warum lässt du mich Untat sehen und Qual siehst du zu, und Verheerung und Gewalt sind vor mir;

es geschieht Streit, und Kampf erhebt sich.

(4) Deshalb schwächelt das Gesetz und das Recht kommt nicht zur Erscheinung;

denn Frevel[05] umringt den Gerechten, deshalb kommt verdrehtes Recht heraus.

(5) Seht auf die Völker und schaut, und starrt an, staunt!

Denn er verrichtet sein Werk in euren Tagen, ihr würdet es nicht glauben, wenn es erzählt würde[06].

(6) Denn siehe, ich lasse die Kasdim aufstehen, ein eiliges und schnelles Volk;

es zieht in die Weiten der Erde, um Wohnungen zu finden, die nicht sein sind.

(7) Schrecklich und fürchterlich ist es; von ihm geht sein Recht und seine Hoheit aus.

(8) Schneller als Leoparden sind seine Pferde und angriffslustiger als Wölfe[07] am Abend, seine Pferde stampfen;

und seine Reiter kommen von ferne, sie fliegen wie ein Adler, der eilt, um zu fressen.

(9) Sie alle kommen zur Gewalttat, das Streben[08] ihrer Vorhut geht nach vorne;

und er sammelt Gefangene wie Sand.

(10) Und er verspottet die Könige, und Würdenträger sind für ihn Gespött;

über jede Festung lacht er, er schüttet Staub auf und nimmt sie.

(11) Dann zieht er vorbei wie der Wind und geht hinüber und [09]verwüstet; wobei er seine Kraft für seinen Gott hält.

(12) Warst du nicht schon immer, Jahwe, mein Gott, mein Heiliger, der nicht stirbt?

Jahwe hat ihn zum Gericht bestimmt, und der Fels hat ihn zur Strafe bestimmt.

(13) Reine Augen, die Böses sehen, und die Qual kannst du nicht anschauen;

warum blickst du auf die, welche treulos handeln, verhältst dich still, wenn ein Gottloser einen verschlingt, der gerechter ist als er?

(14) Und du hast Menschen gemacht wie Fische des Meeres; wie das Gewürm, über das keiner herrscht.

(15) Sie alle holt er mit einer Angel herauf und reißt sie ab in sein Netz, und er sammelt sie in sein Netz;

darüber freut er sich und jubelt.

(16) Deshalb opfert er seinem Netz und räuchert seinem Netz;

denn darin ist das Fett seines Anteils und seine fette Speise.

(17) Schüttet er deshalb sein Netz aus; und bringt täglich Völker um, ohne Mitleid zu haben?

2. Kapitel

(1) Meine Wache will ich beziehen[10] und mich auf das Bollwerk stellen;

und ich will spähen, um zu sehen, was er mir sagt und was ich auf meinen Widerspruch bekomme.

(2) Und Jahwe antwortete mir und sprach: „Schreib[11] eine Erscheinung auf, und erkläre auf Tafeln;

so dass man geläufig darauf lesen kann,

(3) Denn es ist noch eine Erscheinung für einen bestimmten Zeitpunkt, und am Ende wird es geöffnet und

es lügt nicht;

wenn es sich verzögert[12], dann warte darauf, denn es kommt wirklich, zögere nicht!

(4) Sieh, ein Vermessener[13], meiner Seele ist er nicht recht;

und ein Gerechter wird leben durch seine Treue[14].

(5) Erst recht wird ein Gewalttätiger[15], ein Treuloser, ein stolzer Mann kommt nicht zum Ziel;

der seine Seele weit macht wie die Unterwelt, und er ist wie ein Toter und wird nicht satt,

und er sammelt bei sich alle Völker und versammelt bei sich alle Nationen.

(6)Werden nicht diese alle gegen ihn den Spruch wenden

und ihm ein Rätsel aufgeben;

und sagen: weh dem, der sich nicht groß macht – wie lange noch? –

und eine Pfandschuld auf sich lädt.

(7) Werden nicht im Augenblick deine Zinszahler aufstehen und jäh aufwachen, die dich zittern machen?

Und du wirst zum Raube für sie.

(8) Denn du hast viele Völker geplündert, und alle übrigen Völker werden dich plündern;

wegen des Menschenblutes[16] und der Gewalttat auf Erden,

an der Stadt und ihren Bewohnern.

(9)Wehe dem, der böse für sein Haus abbricht;

um sein Nest auf der Höhe einzurichten, um sich vor einer bösen Hand zu retten.

(10) Du planst Schande für dein Haus; du verstümmelst[17] viele Völker, und deine Seele sündigt.

(11) Denn der Stein aus der Wand schreit[18]; und…[19] aus dem Holz antwortet ihm.

(12) Weh dem, der eine Stadt auf Blut baut[20] und eine Stadt auf Untat gründet.

(13) Ist dies nicht von Jahwe der Heerscharen;

Und Völker haben sich wegen des Feuers abgemüht, und Nationen haben sich wegen nichts ermüdet[21].

(14) Denn die Erde wird davon erfüllt sein, dass Jahwes Herrlichkeit erkannt wird;

wie Wasser, welches das Meer bedeckt[22].

(15) Wehe dem, der seinen Nächsten trinken lässt vom beigemischten Rauschtrank und auch trunken macht,

um seine Scham zu sehen.

(16) Du wirst eher an Schande gesättigt als an Ehre, trink auch du[23], und zeige die Vorhaut!

Auf dich wird Jahwes Rechte den Becher wenden, und die Schande auf deine Ehre.

(17)Denn die Gewalttat des Lebanon wir dich bedecken, und die Misshandlung des Viehs wird dich zerschmettern[24];

von Menschenblut und Gewalttat des Landes, eine Stadt und alle ihre Bewohner[25] .

(18) Was nützt ein Götzenbild? Denn man haut es aus, man formt es, ein Gussbild und ein Lehrer des Trugs;

denn der es geformt hat, traut auf das, was er geformt hat, um einen stummen Götzen zu machen[26].

(19) Weh dem, der zum Holz spricht: „Wach auf!” „Erwache!” zum stummen Stein;

er ist ein Unterweisender[27], siehe, er ist mit Gold und Silber überzogen[28],

und Geist ist überhaupt nicht in ihm.

(20) Und Jahwe ist in seinem heiligen Tempel[29]; still vor ihm jedes Land[30] .

3. Kapitel

(1) Gebet des Gottessprechers Chabaquq; in der Weise der Klagelieder.

(2) Jahwe, ich habe deine Kunde gehört, und ich habe, Jahwe, dein Werk gesehen.

Inmitten der Jahre lass es schauen, inmitten der Jahre hast du es bekannt gemacht;

In der Aufregung sollst du des Erbarmens gedenken!

(3) Gott kommt vom Süden, und der Heilige aus dem Gebirge Faran[31], sela;

seine Herrlichkeit bedeckt den Himmel, und sein Ruhm erfüllt die Erde.

(4) Und sein Glanz ist wie das Licht, und Strahlen hat es von seiner Hand und dort ist die Hülle seiner

Macht.

(5) Vor ihm her geht die Pest; auf dem Fuß folgt ihm eine Flamme[32].

(6) Er steht und erschüttert die Erde, er blickt und bringt Völker in Bewegung,

und Berge werden noch zerschlagen, ewige Höhen bücken sich;

seine ewigen Wege[33].

(7)Strafe für die Untat[34], ich sah die Zelte von Kuschan[35];

die Zeltdecken des Landes Midjan erbeben.

(8) Ist gegen die Ströme, Jahwe, entbrannt, gegen die Ströme dein Zorn,

am Tage deines Grimms?

Denn du reitest auf deinen Pferden, deine Wagen der Rettung.

(9) Du entblößt deinen Bogen, eine Fülle von Pfeilen läßt du fliegen, sela[36];

durch Ströme spaltest du die Erde.

(10) Berge sehen dich, sie kreißen, ein Wolkenbruch von Wasser kommt vorüber;

der Abgrund erhebt seine Stimme[37], die Sonne[38] vergisst[39] ihre Hände[40] zu erheben.

(11) Der Mond bleibt in seiner Wohnung[41];

deine Pfeile bewegen sich als Licht, dein Speer ist der Glanz des Blitzes.

(12) Mit Verwünschung durchschreitest du die Erde; im Zorn zertrittst du die Völker.

(13) Du trittst hervor, um dein Volk zu retten, um deinen Gesalbten zu retten;

du zerschlägst das Haupt vom Hause des Gottlosen,

um den Grund bis zum Hals weg zu schlagen, sela.

(14) Mit seinem[42] Stab durchbohrst du das Haupt seines…[43] sie stürmen;

mich zu zerstreuen ist[44] ihre Lust, wie um den Armen im Versteck zu fressen[45].

(15) Du hast seine[46] Pferde ins Meer getreten; ein großer Wogenschwall.

(16) Ich habe gehört, und mein Leib erbebte, beim Klang gellten meine Lippen,

Fäulnis kam in meine Knochen, und unter mir zitterte ich;

Ich warte[47] auf den Tag der Drangsal, der heraufsteigt, um das Volk anzugreifen.

[48](17) Denn der Feigenbaum trägt keine Frucht, und es gibt keinen Ertrag im Weinberg,

das Wirken des Ölbaums lügt, und der Acker bring keine Speise hervor;

Getrennt von der Hürde ist das Kleinvieh; und es gibt kein Rindvieh im Gehege.

(18) Und ich will über Jahwe jubeln; und ich frohlocke über Gott, mein Heil[49].

(19) Mein Herr Jahwe ist meine Stärke,

er setzt meine Füße wie die von Hinden[50], und auf meinen Höhen lässt er mich laufen;

zu singen zum Saitenspiel[51].
[01] Bernhard Duhm, Das Buch Habakuk, 1906; Wilhelm Nowack, Die kleinen Propheten, 1922; Seite 259 – 260
[02] Wilhelm Rudolph, Micha – Nahum – Habakuk – Zephanja, 1975, Seite 195; Artur Weiser, Einleitung in das Alte Testament, 5.Auflage 1948; Seite 228 – 231
[03] Erich Zenger, Einleitung in das Alte Testament, vierte Auflage 2001; Seite 514 – 515
[04] T: LXX: Αμβακουμ (spr. „Ambakum“ oder „Hambakum“)
[05] Ü: Oder: „ein Frevler“
[06] V: Apgesch 13,41
[07] V: Zeph 3,3
[08] Ü: Die Bedeutung des nur hier vorkommenden Wortes tmgm/ hmgm ist nicht sicher
[09] T: Statt des mvaw („und er verschuldet sich“) im hebräischen Text (ebenso LXX) wird konjiziert mvyw („ und er verwüstet“) oder man zieht das Wort an den Anfang der folgenden Halbzeile und liest msyw („und er setzt ein für seine Kraft seinen Gott“). Diese beiden Lesarten sind auf Grund des Habakuk-Kommentars von Qumran möglich, weil der nicht punktiert, also auch ohne diakritische Punkte ist.
[10] V: Jer 21,8
[11] V; Jes 30,8; OffbJoh 1,11.19
[12] V: Hes 12,23; I.Petr 3,9
[13] V: Jes 48,22
[14] V: Röm 1,17; Gal 3,11; Hebr 10,38
[15] T: Der hebräische Text liest nyyh („der Wein“), was keinen Sinn ergibt. Die Übersetzung beruht auf der Konjektur hniy (Gewalttäter)
[16] V: Vers 17
[17] T: Die Übersetzung beruht auf einer Konjektur
[18] V: Luc 19,40
[19] Ü: Das Wort oypk , das hier steht, kommt sonst nicht vor. LXX κανθαροσ („Mistkäfer“) ist wenig wahrscheinlich
[20] V: Jes 22,13; Matth 3,10
[21] V: Jer 51,58
[22] V: Jes 11,9
[23] V: Jer 25,15. 26
[24] T: Die Übersetzung beruht auf einer Konjektur
[25] T: Dieser zweite Halbvers (b) gehört nicht in diesen Zusammenhang.
[26] V: Jes 44,10 – 20
[27] T: Die erste Halbzeile (bα) ist eine nachträgliche Glosse
[28] V: Ps 115,4 – 8
[29] V: Ps 11,4
[30] V: Ps 76,9; Sach 2,17; OffbJoh 8,1
[31] V: Dt 33,2
[32] Ü: Das Wort pvr bedeutet auch „Blitz“
[33] T: Diese Zeile ist eine nachträgliche Glosse
[34] T: Nachträgliche Glosse
[35] E: Ein midianitischer Stamm auf der Halbinsel Sinai
[36] T: Die Übersetzung der zweiten Halbzeile (9aβ) beruht auf einer Konjektur
[37] V: Ps 77,17
[38] T: „Sonne“ ist vom Anfang von Vers 11 an das Ende von Vers 10 zu ziehen (andere hebräische Wortstellung im Satz)
[39] T: Statt des hier unverständlichen asn (tragen) im hebräischen Text ist hier hvn (vergessen) zu lesen, eine Konjektur
[40] E: gemeint sind die Strahlen der Sonne
[41] V: Jos 10,13
[42] T: Sinn voller wäre „mit deinem Stab“, aber das gibt der Text nicht her
[43] Ü: Hier steht das Wort wzrp (Qere: wyzrp), das nur hier vorkommt und dessen Bedeutung unbekannt ist
[44] T: „mich zu zerstreuen“ steht im hebräischen Text am Ende der Zeile (14a). Es ist aber sinnvoller, den Ausdruck an den Anfang der nächsten Zeile (14bα) zu stellen.
[45] T: So wörtlich. Es wird aber die Konjektur vorgeschlagen: „wie der Löwe im versteck auf seine Beute lauert“. Diese Konjektur setzt aber weit gehende Eingriffe in den Wortlaut voraus.
[46] T: Der Text liest „deine Pferde“. Sinnvoll ist die Konjektur, welcher die Übersetzung folgt
[47] T: Statt xwna („ich ruhe“) ist zu konjizieren lxia (ich erwarte)
[48] T: Dieser Vers ist ein Einschub, der ursprünglich nicht hierher gehört
[49] V: Jes 61,10
[50] V: Ps 18,34
[51] E: Diese letzte Zeile ist eine Anweisung für die Aufführung dieses Psalms, des 3. Kapitels